Archive for Dezember, 2008

id5_icon_oflid6_icon«Manchmal muss ich den Nullpunkt verschieben, weil ich an seiner neuen Position Objekte ausrichten will. Dazu lege ich dann meist noch Hilfslinien auf den neuen Nullpunkt. Geht das einfacher?»

Ja, geht. Denn: Hifslinien am Nullpunkt müssen nie gezogen werden. Sie sind immer schon da: als Teil des sogenannten «Dokumentrasters». Wird der Nullpunkt verschoben, wandern die Dokumentraster-Hilfslinien automatisch mit.

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Drei Befehle sind hier relevant:

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Voreinstellungen > Raster > Dokumentraster – erlaubt eine vernünftige Einstellung des Dokumentrasters. Wenn das erledigt wird, solange kein Dokument geöffnet ist, teilt sich ab dann solch ein Dokumentraster jedem neuen Dokument mit.
Ansicht > Raster & Hilfslinien > Dokumentraster einblenden – macht das Dokumentraster sichtbar.
Ansicht > Raster & Hilfslinien > An Dokumentraster ausrichten: erlaubt die Ausrichtung von Objekten am Dokumentraster.

Tipps im Tipp:
Vor versehentlichem Verschieben des Nullpunkts hilft der Befehl «Nullpunkt fixieren». Er sitzt im Kontextmenü des Nullpunkts: Rechts-Mausklick auf den Nullpunkt. Ein fixierter Nullpunkt ist optisch sofort erkennbar – ihm fehlen die beiden Rasterlinien:

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Die Amerikaner haben manchmal doch ein Herz für europäische Typografie. Quark spendierte XPress 8 eine neue Option für automatische Anführungszeichen und macht damit die Niederländer, Ungarn, Polen, Rumänen, Kroaten und Esten glücklich.
In der folgenden Tabelle sind die gebräuchlichsten Anführungszeichen der europäischen Länder abgebildet und in Relation zur XPress-Funktion gesetzt. Einige Länder benutzen auch noch alternative Formen neben der Hauptform: Deutschland zum Beispiel die Ausführung »Wort« (Option 5).

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Nur die Letten haben nun also in XPress noch keine automatische Unterstützung «ihrer» wichtigsten Anführungszeichen-Ausführung.
(Für Bosnien-Herzegowina, Montenegro, Mazedonien, Moldawien, Malta, Zypern, Andorra und die Staaten am Kaukasus habe ich keine Angaben finden können.)



Dez
22

InDesign zurücksetzen

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id5_icon_oflid6_iconWenn InDesign gar nicht mehr tut, was es soll, empfiehlt sich ein stufenweises Zurücksetzen des Programms.

Schritt 1: Beenden Sie das Programm.
Schritt 2: Löschen Sie den Cache-Ordner des Programms.
Schritt 3: Starten Sie das Programm neu.

Wenn die Probleme anhalten:

Schritt 4: Beenden Sie das Programm.
Schritt 5: Löschen Sie den Cache erneut.
Schritt 6: Löschen Sie die Datei «InDesign Defaults».

Achtung: Da sich die Datei InDesign Defaults eine Menge Einstellungen merkt, sollten Sie sich sofort nach Einrichten des Programms eine Sicherheitskopie dieser Datei anfertigen: mit der Sie bei Bedarf eine defekte InDesign Defaults ersetzen können.

Cache und InDesign Defaults befinden sich hier:

Cache:
Windows: C:Dokumente und Einstellungen[User]Lokale EinstellungenAnwendungsdatenAdobeInDesign (dann Versionsordner)
Mac: User > Library > Caches > Adobe InDesign (dann Versionsordner)

InDesign Defaults:
Windows: C:Dokumente und Einstellungen[User]AnwendungsdatenAdobeInDesign (dann Versionsordner)
Mac: User > Library > Preferences > Adobe InDesign (dann Versionsordner)

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id5_icon_oflid6_iconInDesigns Zellenformat ist an zwei Stellen etwas zurückhaltend: Eingabemöglichkeiten für «Zeilen und Spalten», wie wir sie aus den Zellenoptionen kennen, bleiben aussen vor.

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Doch zumindest für die Zeilenhöhe gibt es einen sehr schönen Workaround.

Zuerst muss man wissen, wie denn InDesign die Zeilenhöhe im Zellenformat definiert: Richtig – es setzt an dieser Stelle wieder seine im Hintergrund lauernde Basis-Einstellung für Tabellen durch. Wenn man mal eine Tabelle ganz frisch und ohne Formate aufbaut, sieht man, was das bedeutet: Tabelle > Zellenoptionen > Zeilen und Spalten > Zeilenhöhe = Mindestens 1,058 mm.

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Aha, «Mindestens» also. Das heisst doch: Sowie an irgendeiner Stelle der Zelle ein «Mehr» angefordert wird, vergrössert sich die Zeilenhöhe auf den erforderlichen Wert. Gibt es nun etwas im Zellenformat, das dieses gewünschte «Mehr» an Höhe anfordern kann – so dass das Zellenformat eben doch gezwungen wird, eine vernünftigere Mindestgrösse anzufordern als diese «1,058 mm»? Ja, so etwas gibt es!

Werfen Sie mal einen Blick in die Karte «Text» des Zellenformats: Dort begegnet Ihnen wieder die «Erste Grundlinie». Und diese «Erste Grundlinie» können Sie nicht nur relativ zu Zeichengrössen oder Zeilenabstand bestimmen, sondern auch auf einen festen Wert zurren – genau, auf «Fixiert»! Wählen Sie hier «3 mm», wird die Zelle (und damit die Zeile) auf jeden Fall mindestens 3 mm hoch sein.

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Wenn Sie dann noch den «Zellversatz» oben und unten auf  1 mm stellen (damit die Unterlänge nicht in die nächste Zelle hineinragt), dann bekommen wir, was wir gesucht haben: eine Zeilenhöhe (hier von 3 + 1 + 1 = 5 mm), die wir im Zellenformat vorgeben können. Nur ein Zuviel an Text (oder plötzlich grössere Schriftgrade) vergrössern uns die Zeilenhöhe. Aber das ist so dumm erst einmal nicht. Plötzlich deutlich grössere Zeilenhöhen fallen sofort ins Auge, Übersatz hingegen, der die Folge einer «Genau»-Einstellung wäre, nicht in jeder Situation («Vorschau» oder das PDF – im schlimmsten Fall das Druckergebnis – zeigen ihn uns nicht.)



id5_icon_oflid6_iconSauber formatierte InDesign-Tabellen, die mit einer Excel-Tabelle verknüpft sind, werden mit InDesigns Bordmitteln hervorragend aktualisiert. Voraussetzung: drei Bedingungen wurden erfüllt:

  • Die Option «Beim Platzieren von Text- und Tabellendateien Verknüpfungen erstellen» muss eingeschaltet sein (CS3: Voreinstellungen > Eingabe; CS4: Voreinstellungen > Dateihandhabung > Verknüpfungen),
  • die Tabelle muss als «Unformatierte Tabelle» importiert werden,
  • die Tabelle muss unter Zuhilfenahme eines sauberen Tabellenformats importiert werden (hier im Beispiel: «t_smi-tabelle»).

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Erhalten bleiben beim Aktualisieren

  • sämtliche Einstellungen, die im Tabellenformat enthalten waren (einschliesslich Zellenformate, Absatzformate),
  • sämtliche Einstellungen, die in angewandten Zellenformaten enthalten waren,
  • manuell festgelegte Spaltenbreiten (!),
  • manuell oder via Zellenformat festgelegte Zeilenhöhen (!),
  • manuell (nicht über das Tabellenformat) angewandte Zellenformate.

«Zerstört» werden beim Aktualisieren lediglich

  1. die Umwandlung von Körperzellen in Kopf- und Fusszeilenzeilen und
  2. die manuelle Formatierung von Zellen und Text («manuell» heisst: die Formatierung erfolgte nicht über Tabellen- und Zellenformat).

Workaround für (1): Wandeln Sie nicht in Kopf-/Fusszeilen um, sondern formatieren Sie die obersten Zeilen einfach mit sauberen Zellenformaten.
Workaround für (2):
Setzen Sie zum Formatieren nur Tabellen- und Zellenformate ein (letztere können wieder Absatzformate aufrufen).

Haben Sie tabellarische Sorgenkinder? Ich helfe Ihnen gern, saubere Tabellen-, Zellen- und Absatzformate zu erzeugen. Anruf in unserer Schule genügt.



Die Amerikaner haben oft kein Herz für europäischen Satz. So sind in den USA Wortkombinationen mit Bindestrichen oder Schrägstrichen unbekannt oder äusserst selten. In XPress muss man sich beispielsweise über das Verhalten des Schrägstrichs ärgern, wenn er ans Zeilenende kommt.

trennen-am-schraegstrich

In XPress und in Text für XPress sollte man grundsätzlich bei einem Schrägstrich zwischen Buchstaben einen Befehl hinter dem «/» einfügen: XPress nennt ihn «Bedingten Zeilenumbruch».
Sind die Steuerzeichen sichtbar, erscheint dann ein kleines Dreieck oben auf Versalhöhe. Nun verhält sich diese Wortkombination wie andere normale Wörter im Umbruch. Am Mac oder am PC drückt man am besten die folgende Tastenkombination für einen möglichen Umbruch ohne Trennstrich:
bedingterumbruch