Archive for Januar, 2009

Jan
26

Der Mac wird 25!

Autor: Stefan Dudas | Kommentare (0)

Fast wäre mir dieser wichtige Geburtstags durch die Lappen… Am letzten Samstag, vor genau 25 Jahren, ist der Startschuss für einen etwas anderen Computer gefallen. Der 24. Januar 1984 wird im ersten – und legendären – Werbefilm von Apple als Einführungdatum des Apple Macintosh beworben.

happy birthday Mac! :-)

Kategorien : News
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id5_icon_oflid6_iconEin Beitrag zum Thema «Grossbuchstabenhöhe» führte zur Vertiefung eines Themas, das Nicht-Schriftsetzern esoterisch anmuten mag, das aber InDesign-Fachleuten häufiger über den Weg läuft: die Versalhöhe. Nachfolgende Abbildung zeigt, was das ist:

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Obgleich alle Buchstaben als einheitliche Schriftgrösse «60 pt» aufweisen, sind sie unterschiedlich gross. Der Grund: Sie entstammen verschiedenen Schriften. Wie  Schriftenhersteller ihre Schriften zeichnen, weicht von Schrift zu Schrift ab.

Nun haben Designer und Layouter ein Problem. Beispiel: Magazintitel. Man probiert Fonts aus – und wird Schriftwechsel zu Schriftwechsel mit neuen Zeichengrössen konfrontiert. Die erforderlichen Nachkorrekturen sind mühsam.

Schriftsetzer arbeiteten früher deshalb gern mit einer Grösse, die objektiv gewesen war: mit der Versalhöhe, der exakten Höhe eines Grossbuchstabens. Moderne Layoutprogramme bieten die Versalhöhe immer noch nicht an. Dass man mit verschiedenen Methoden die Versalhöhe wenigstens auslesen kann, ist nur ein schwacher Trost. Benötigt wird ein Hilfsmittel, das die gewünschte Versalhöhe auch editieren kann.

Wie für QuarkXPress gibt es für InDesign (CS2, 3, 4) ein 100-Euro-PlugIn, das den Job gut erledigt: TypoX von Joachim Lauterbach. Das PlugIn zeigt und editiert in einem Bedienfeld nicht nur die Versalhöhe, sondern auch den Zeilenabstand: beides in Millimetern. Die kostenlose Testversion arbeitet in 1seitigen Dokumenten, die Vollversion ist von dieser Beschränkung befreit. Nachteil: Sind Zeichen unterschiedlicher Schriften ausgewählt, werden die Versalhöhen nur proportional skaliert, aber nicht vereinheitlich. Anzeige oder Eingabe in pt ist nicht möglich.

Zweitens hat die laufende Diskussion zum Thema ein kostenloses Skript von Martin Fischer reaktiviert, das seit einer Überarbeitung von Gerald Singelmann hier bereitsteht. Die Einschränkungen dieses Skripts: Die betroffenen Textrahmen dürfen nicht bis auf das letzte Zeichen gefüllt sein (das Skript wandelt Referenzzeichen vorübergehend in Pfade um), eine Anzeige in Millimetern ist noch nicht möglich (wohl aber ihre Eingabe) und es kann nicht, wie das JoLauterbach-PlugIn, den Zeilenabstand in Millimetern anzeigen. Superklasse wäre natürlich, wenn das Skript keinen Dialog provozierte, sondern ein Bedienfeld, das geöffnet bleiben kann.

Und so kann man damit arbeiten:

Man wählt ein Referenzzeichen, startet das Skript und kopiert die Versalhöhe.

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Nun aktiviert man alle Zeichen, startet das Skript wieder und gibt die kopierte (oder eine andere) Versalhöhe ein.

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Die Zeichen sind jetzt alle gleich hoch, ihre Schriftgrösse logischerweise aber nunmehr verschieden.

Tipp im Tipp: Wer an dem Skript Gefallen bekommt, es aber nicht jedesmal durch Doppelklick starten will, gibt ihm einen Tastaturbefehl mit auf den Weg.



id5_icon_oflid6_iconAufzählungen in InDesign (oder genauer: Nummerierungen) werden gern mit spitzen Fingern angefasst und deshalb oft manuell gebastelt: «1.», «2.», «3.» werden getippt, danach irgendein Leerraum eingefügt (höhere Schule ist es schon, mit der Tab-Taste einen linken Einzug anzusteuern, der mit einem Minuswert für den «Einzug erste Zeile links» aufgehoben wird), und gut ist.

Vielen genügt solche Bastelei aber nicht, und also greifen sie mehr oder weniger zaghaft zu InDesigns Nummerierungs-Automatismen. Wie man mit ihnen umgehen kann, hat Gerald Singelmann in seinem immer lesenswerten InDesign-Blog jüngst vorgeführt: in drei leicht nachvollziehbaren Varianten.

Eine vierte Variante – ich konnte sie dort nur kurz umreissen – will ich bebildert hier schildern. Wie so oft ist auch diese Variante nicht die überlegene, sondern einfach nur eine weitere. Die speziellen Anforderungen an die jeweilige Arbeit und die individuellen Vorlieben (oder Abneigungen) für oder gegen diesen oder jenen Handgriff entscheiden, welcher Ansatz zum Zuge kommt.

Semiautomatisch per Absatzformat und «Liste»

Ausgangspunkt erneut: diese Situation.

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Gewünscht wird, die Nummerierungen durchgängig gleich ausschauen zu lassen: gleiche Einzüge dokumentweit, gleiche Zurichtung der Nummerierung und so fort. Also: Ein Absatzformat bietet sich an.

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Wende ich es nun auf die zweite Aufzählung an, erhalte ich, wie schon von Gerald gezeigt, ein unerwünschtes Ergebnis.

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Der Grund: Wenn in einem Dokument automatisch nummeriert wird, wird versteckt Buch geführt – in unsichtbaren, sogenannten Listen: «Letztes Mal endeten wir in der benutzten Liste bei 4. Also geht es jetzt mit 5 weiter.» Diese Listen haben Namen. Und die Standardliste heisst – «[Standard]».

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Die Ursache der Fortführung sind also wir selbst: Wir versäumen, InDesign mitzuteilen, dass es nunmehr bitte beginnen soll, in einer neuen Liste zu zählen. Die alte – «[Standard]» – war mit Ziffer 4 doch schon abgeschlossen, und nun soll eine neue Zählung beginnen. Sprich: eine neuen Liste ist anzulegen.

Daraus ergibt sich der neue Ansatz:
(1) Ich lege ein neues Absatzformat an, wie oben gezeigt.
(2) Mit diesem Absatzformat werden alle nummerierten Absätze formatiert, wie oben gezeigt. Die Nummerierungen laufen (unerwünscht) durch.
(3) Neue Zählungen definiere ich nun im Dialog «Aufzählungszeichen und Nummerierung» (Bedienfeldmenü Absatz oder Steuerung) manuell: Eine neue «Liste» wird angelegt.

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Diesen Dialog kann ich schnell über ALT-Klick auf das Nummerierungsknöpfchen öffnen oder aber über einen eigenen Tastaturbefehl, der in der Produktgruppe «Bedienfeldmenüs» einzurichten ist: «Absatz: Aufzählungszeichen und Nummerierung».

Natürlich zeigt jetzt das angewandte Absatzformat einen Plus-Vermerk: «Hier ist mehr passiert.» Na klar. Wir arbeiten ja semiautomatisch, lassen in dieser Variante einen manuellen Eingriff bewusst zu – die Zuweisung einer jeweils neuen Liste, von der das Absatzformat natürlich nichts weiss. Stelle ich aber den Mauszeiger über den Namen solch eines «verplussten» Absatzformats, nennt mir das QuickInfo sofort den Grund fürs Plus – und zeigt mir die wirkende Liste an.

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Tipp im Tipp: Will man sich künftig das Anlegen neuer Listen ersparen, schliesst man alle Dokumente und legt sich 10, 20 leere Listen an, leere Zählblätter für alle Fälle, in denen InDesign später nach Belieben buchhalten kann: Schrift > Aufzählungs- und nummerierte Listen > Listen definieren… Ganz analog zu Standard-Farben, die wir ja auch gern schon vorher erstellen, weil wir in neuen Dokumenten vom Start weg auf sie zugreifen wollen.

Was wünsche ich mir? Ein Editierfeld in der Steuerung à la Schriftart oder Sprache, das vorhandene Listen anwenden hilft – und über dessen Icon ebenfalls neue Listen anzulegen sind.



id5_icon_oflid6_iconWie gross ist in InDesign ein Grossbuchstabe? Wie hoch ist das grosse H? Welchen Raum nimmt die Versalhöhe wirklich ein im Layout?

Eine Frage, die ab und an beantwortet werden muss: nur dass InDesigns Bordmittel keine Antwort bieten. InDesign sagt uns nur, wie gross die Schriftgrösse ist: und das ist immer deutlich mehr als die Höhe der Grossbuchstaben. Wie hoch also ist allein der Grossbuchstabe, ganz für sich? In Millimetern? Es gibt einen Trick, das schnell herauszufinden – auf den mich eine Frage vom Memex (und eine Antwort von Gerald Singelmann) führte. Zwei Dinge sind zu tun:

Stellen Sie wenigstens für einen Moment die erste Grundlinie Ihres Textrahmens auf Grossbuchstabenhöhe: Objekt > Textrahmenptionen > Grundlinienoptionen. Die Strecke zwischen Textrahmenoberkante und Grundlinie ist die Grossbuchstabenhöhe.

Nun rufen Sie den Textmodus auf: Bearbeiten > Im Textmodus bearbeiten. Der Textmodus Ihres Textes öffnet sich – mit einem sog. «Tiefenlineal» am linken Rand.

Das Tiefenlineal misst in 5er-Schritten, wie weit die Grundlinien von der ersten Spaltenoberkante entfernt ist: in Millimetern. Der schöne Komfort: Gleich zu oberst wird schon mal der Wert der ersten Grundlinie angezeigt. Den wir ja gerade erst auf Grossbuchstabenhöhe gestellt hatten. Damit ist die Versalhöhe bekannt: in Millimetern.

Die nachfolgenden Abbildungen zeigen die Zeicheneinstellungen einer 32-pt-grossen Schrift, in einem Textrahmen, dessen erste Grundlinie auf Grossbuchstabenhöhe gestellt wurde (man sieht sehr schön, wie die Oberläge nun aus dem Textrahmen herausragt) – und im Textmodus-Fenster die Versalhöhe in mm:

Das grosse H ist genau 7,3 mm hoch. Bei einer Schriftgrösse von 32 pt beträgt die Versalhöhe der Minion Pro Regular 7,3 mm.

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Vernachlässigbarer Schönheitsfehler: Der angezeigte Wert wird auf eine Stelle hinter dem Komma gerundet. Sieht man Hundertstel Millimeter im Druck?

Wer will, kann bei dieser Gelegenheit noch paar Tipps mitnehmen, die das Gezeigte ergänzen und beschleunigen:

Wer die Versalhöhe in Punkt auslesen will, stellt mit Rechts-Klick auf das vertikale Layout-Lineal die Masseinheit vorübergehend auf Punkt um.

Aufruf der Textrahmenoptionen: Apfel-/Strg-B. Dort schneller Eintritt in die Grundlinienoptionen: Apfel-/Strg-2.

Braucht man die Versalhöhen-Auskunft öfters, legt man zwei mit Tastaturbefehl versehene Objektstile an, die die beiden meist benutzten Grundlinienoptionen aufrufen: Grossbuchstabenhöhe und Oberlänge. (Ich bevorzuge allerdings immer «Grossbuchstabenhöhe».)

Wechseln zwischen Textmodus- und Layoutfenster: Apfel-/Strg-Y. Textmodus-Fenster schliessen: Apfel-/Strg-W (wie alle Fenster).

Und wer öfters den Textmodus benutzt, sich aber von dem Lineal am linken Rand genervt fühlt, blendet es einfach aus: Ansicht > Textmodus > Tiefenlineal ausblenden. (Dieser Befehl ist nur aktiv, solange das Textmodus-Fenster aktiv ist.)



Jan
21

Blogger im Weissen Haus!

Autor: Stefan Dudas | Kommentare (0)

change1change2Er scheint es ernst zu meinen: Seine Regierung soll zur transparentesten der amerikanischen Geschichte werden! Und pünktlich zu seiner Vereidigung wird die neue Website aufgeschaltet: www.whitehouse.gov. Und dazu gibt es auch einen Blog! www.whitehouse.gov/blog/

Nicht nur, dass Barack Obama ein sehr guter Rhetoriker ist, auch die wirklich guten Internet- und Medienprofis an seiner Seite garantieren schon fast einen interessanten und wichtigen Blog. Zumal Herr Obama und sein Team das Web und sämtliche Tools (Youtube etc.) schon während des Wahlkampf ssouverän einsetzten …

Jetzt hat also Herr Moritz Leuenberger einen Blog-Kollegen … :-) Aber mal ehrlich, was wirkt jetzt optimistischer und überzeugender? :-)

Kategorien : News, Web-Publishing
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simplify-your-indesign«Liidude» fragt zu InDesign auf www.hilfdirselbst.ch:
«In vielen Magazinen sieht man, dass das Ende eines Textes mit einem Zeichen gekennzeichnet wird. Ich möchte dieses Gestaltungsmittel ebenfalls einsetzen, bin es aber leid, z.B. das farbige Quadrat am Schluss immer manuell einzufügen. Gibt es irgendeine Funktion in InDesign, das automatisch zu machen?»
Ja. Die Lösung liegt in einer Kombination von Absatzlinie und «Letzte Zeile Einzug rechts». Definert wird für den letzten Absatz eine «Linie darunter», die am Ende so verkürzt wird, dass ein Quadrat entsteht.

Zuerst wird die Höhe des Quadrats festgelegt: die Linienstärke. Hier: 6 pt.
Nun wird die Linie auf Quadratbreite verkürzt: Als «Einzug links» wird die Spaltenbreite gewählt (im Beispiel 100 mm), minus Linienstärke.
Noch hängt das Quadrat unter der letzten Grundlinie: Um das zu korrigieren, wird als Minus-«Offset» erneut die Linienstärke benutzt.
«Letzte Zeile Einzug rechts» schliesslich verhindert, dass zu lange letzte Zeilen in das Quadrat hineinragen.

All diese Einstellungen wandern selbstverständlich in ein Absatzformat.

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