InDesign: Gerahmter Text
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Lange Dokumente benötigen klare Textgliederungen – sonst werden sie für den Leser schnell zur Qual. Textverarbeitungsprogramme wie zum Beispiel Word halten hierfür unter anderem Texthinterlegungen und Rahmen vor: Dinge, die in InDesign einiges an Handarbeit erfordern.
Insbesondere die Rahmung ist ein ungeliebtes InDesign-Kind, bedeutet sie doch, Absätze auszuschneiden, konturierte Textrahmen in den Textfluss zu verankern und dort den ausgeschnittenen Text einzufügen. Der Korrekturaufwand solcher Konstruktionen ist enorm.
Mit Hilfe des Skripts «BoxMaker» lässt sich diese Aufgabenstellung jedoch stark vereinfachen: Es wurde vor kurzem von Fred Goldman als Freeware -> veröffentlicht.
Ausgehend von der Zeilenzahl des markierten Absatzes legt das Skript Absatzlinien an:
Die «Linie darüber» ragt etwas über den Text hinaus – eine absatzübergreifende Fläche, die für die Rahmung sorgt.
Die «Linie darunter» deckt die Fläche fast vollständig ab: so dass ringsherum nur noch schmale Kanten sichtbar bleiben. Der Text ist gerahmt.
Nachfolgend ein «Vorher—Nachher»: bewusst noch nicht geschönt, damit die Basis-Wirkungen sichtbar werden. Das dritte Bild zeigt, wie mit zusätzlichen Absatz(format)einstellungen das Skript so gefahren werden kann, dass Bündigkeit des Rahmens zu Voraus- und Danachtext entsteht.



In der kostenpflichtigen «Pro»-Version lassen sich die benutzten Einstellungen als «Default» sichern, so dass wiederholte Anwendungen kaum Aufwand erfordern. Kostenpunkt: 8 (acht) US-$.
Erinnert sei daran, dass jedes installierte Skript via Bearbeiten > Tastaturbefehle… einen Tastaturbefehl erhalten kann: Ab jetzt ist die Rahmung von Absätzen ein Klacks: selbst dann, wenn sie umbrechen müssen.


6 Kommentare
März 18th, 2009 at 11:33
Nun mit Screens; der Artikel ging online, bevor ich ihn beenden konnte …
März 18th, 2009 at 11:51
Ein sehr nützliches Skript!
Vielen Dank für Info.
Gruß
Tim
März 18th, 2009 at 12:35
Hallo Jochen,
danke für das Script.
Gerald hatte schon mal ein Script gemacht,
um Absätze farbig zu hinterlegen.
Aber dieses ist doch noch komfortabler.
para fill color.jsx
http://www.hilfdirselbst.ch/gforum/gforum.cgi?post=361640#361640
Gruß
Quarz
März 18th, 2009 at 14:20
Wenn gerahmte Absätze umbrechen müssen, müssen sie natürlich in zwei Absätze aufgeteilt werden. Falls Blocksatz gefordert wird, muss für den ersten Teil des Absatzes (Spaltenende) die Ausrichtung «Blocksatz (alle Zeilen)» benutzt werden.
März 18th, 2009 at 21:14
Das geht auch mit “Text in Tabelle umwandeln…”
http://www.absatzsetzer.de/2008/01/24/texte-per-text-in-tabelle-umwandeln-hervorheben/
Gruß
Robert
März 18th, 2009 at 22:32
Hallo Robert. Guter Hinweis: Eine Option mehr, wieder ins Gedächtnis gerückt. Text zu Tabelle hat in der Tat den grossen Vorteil, dass die Rahmenkanten sehr frei gestaltet werden können, und eine nachträgliche händische Bearbeitung ist leichter – ohne dass, wie bei Fred Goldmans Lösung, Werte eingegeben werden müssen. Tabellenzellen reagieren auf Hilfslinien, Fred Goldmans Absatzlinien nicht. Und Zellen sind automatisch erst einmal genauso breit wie die Spalte (was nur 8-Dollar-Pro-Skript von Fred ohne weiteren Eingriff möglich ist). Per Zellenformat lässt sich alles mit einem Klick einstellen: einschließlich Absatzformat. Andererseits: Besticht Freds Lösung nicht doch – z.B. wenn nur einfachste Rahmen benötigt werden, wie z.B. in juristischen Texten oder in Dokumentationen? Welche Vorteile hat es, wenn der Textfluss nicht so unterbrochen wird wie bei einer Tabellenzelle? Einer ist offensichtlich: «Alles auswählen» wählt auch Freds gerahmten Text mit aus – Zellentext jedoch nicht.