Archive for April, 2009

Das Problem: Häufig möchte man nur ein, zwei oder drei Eigenschaften auf ein Objekt übertragen und muss dazu durch mehrere Dialoge oder Reiter gehen.

Die Lösung: Mit Objektstilen lässt sich diese Arbeit schnell vereinfachen. Da in diesem Fall nur wenige Eigenschaften übertragen werden sollen, sprechen manche User von «kleinen Objektstilen».

Vorbereitender Schritt: Sie haben die Palette «Objektstile» geöffnet und kein(!) Objekt selektiert: die Palette «Maße» muss grau sein.

1. Schritt: Sie drücken auf den Plus-Knopf.
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2. Schritt: Sie benennen den Objektstil, so dass Ihnen das Wiederfinden leicht fällt.
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In der Beschreibung des Stils steht «inaktiv»-

3. Schritt: Sie aktivieren das «Anwenden» und in unserem Beispiel den Winkel und geben einen Wert ein.
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Für unser Beispiel würden im Register «Umfluss» noch Einstellungen vorgenommen werden.

4. Schritt: Mit OK verlassen Sie den Dialog.
Ich überprüfen den Stil immer nach dem Anlagen noch:
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Fazit: Alle Einstellungen entsprechen dem Stilnamen.

Mein Liebling unter den kleinen Objektstilen:
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Mit diesem Stil lassen sich freigestellte Bilder schnell mit dem übrigen Layout «verschmelzen».



id6_iconjue_090401_049Schon bemerkt? Die Pipette – Nummer 16 im Werkzeug-Reigen – weiss, wenn man sie doppelklickt, vom Objektstil nichts (Abb. 2).

Gleichwohl überträgt sie Objektstile. Was der Anwender allerdings erst dann in der Objektstil-Palette bemerkt, wenn er zurückgekehrt ist ins Auswahl-Werkzeug. Erst dann erfährt er: «Objektil ist angewandt». Probieren Sie’s aus!

Doch Achtung: An dieser Stelle liefert die Pipette keine saubere Arbeit ab. Hatte der Anwender nämlich verlangt, dass bei Anwendung eines Objektstils Abweichungen zu löschen seien (Bedienfeldmenü der Objektstile, Abb. 3; Objekte werden damit normalerweise rigoros auf einen Objektstil getrimmt), kümmert sich die Pipette darum wenig: Sie lässt Abweichungen stehen.

Die Moral von der Geschicht’: Sich nicht ins Pipetten-Bockshorn jagen lassen. So genial die Pipette ist – an dieser Stelle will sie noch nicht. Nicht wirklich.

Übrigens: Mehr über die Arbeit mit der Pipette erfahren Sie u.a. in unserem InDesign-Advanced-Kurs. Gute Basis-Kenntnisse setzen wir voraus. Trauen Sie sich!
Einzelheiten zum Kurs: >> www.smi.ch/anmeldung/layout-prepress.html

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montag-frageHEUTE: Was ist eine Microsite?

Eine kleine, schlanke Website mit möglichst keinen oder sehr wenigen Unterseiten wird als Microsite bezeichnet. Meist wird es als Zusatz-Website verwendet (z.B. für ein spezielles Produkt etc.).

Die Gestaltung muss nicht der Haupt-Website gleichen, da eine Microsite eine unabhängige Website darstellt. Microsites werden oft bei der Suchmaschinenoptimierung verwendet. Eine «klassische» Microsite sollte immer ein Ziel (nicht mehr) verfolgen. Entweder den potentiellen Kunden zu einem Kauf animieren oder dass er seine E-Mail-Adresse hinterlässt.

Die SMI hat auch zwei «Microsites». Und zwar um Zielgruppen-bezogen kommunizieren zu können. Ein Sachbearbeiter einer Druckerei oder Agentur wird selten auf der SMI-Website surfen. Aber auf der speziell für ihn erstellten Website schon eher: www.technischer-kundenberater.ch

Oder speziell für XPress-Anwender, die jetzt auf die neue Version 8 umsteigen wollen/müssen/dürfen  :-) , haben wir www.xpress-upgrade.com. Dies auch aus dem Grund, dass man damit im Web sehr gut gefunden wird (Platz 1 bei Google CH und Google D, beim Suchwort «xpress upgrade»).

Sie denken jetzt, dass dies ein grosser Aufwand ist, so eine Microsite zu erstellen? Ich kann nur von uns sprechen: Für die xpress-upgrade-Website z.B. haben wir ca. 2 Stunden für das Technische benötigt (von der Domain-Einrichtung bis zur Live-Schaltung). Der Inhalt und das Texten ist natürlich eine andere Baustelle. Aber auch das hat man mit der Zeit ziemlich schnell beisammen.

Mehr Infos über Microsites oder generell über Website-Erstellung? Gerne!
Rufen Sie uns an: Tel. 062 745 90 15.



Apr
17

InDesigns Rahmenwerkzeuge

Autor: Jochen F. Uebel | Kommentare (0)

id5_icon_oflid6_iconWie ziehen Sie Rahmen auf? Logisch, mit dem Rahmenwerkzeug. Aber mit welchem? InDesign kennt bekanntlich drei Rahmenwerkzeuge:

Textrahmen das Textwerkzeug (es ist startklar fürs Rahmenziehen, wenn der Textwerkzeug-Zeiger ein punktiertes Rechteck zeigt):

rechteckrahmen das von Adobe so genannte «Rechteckrahmen»-Werkzeug» (es steht im 2spaltigen Werkzeug-Bedienfeld an Platz 7 und zeigt ein Diagonalkreuz; ich nenne es «leeres» oder «neutrales» Rahmenwerkzeug);

rechteck-werkzeug das von Adobe so genannte «Rechteck-Werkzeug» (es steht im 2spaltigen Werkzeug-Bedienfeld an Platz 8 und zeigt kein Diagonalkreuz; ich nenne es «gefülltes» Rahmenwerkzeug).

Wann benutzen wir welches?

Textrahmen Textwerkzeug-Rahmen
Ganz klar: Mit diesem Werkzeug ziehen wir immer dann Rahmen auf, wenn der künftige Rahmeninhalt Text sein soll. Die Eigenschaften dieser Rahmen legen Sie vorab fest, solange nichts aktiviert ist: via Textrahmenoptionen, via Zeichen- und Absatzeigenschaften oder sogar, im Bedienfeldmenü der Objektstile, via Standard-Textrahmenstil.

rechteckrahmen «Durchgeixtes» Rahmenwerkzeug
Mit diesem Werkzeug ziehen wir alle anderen Rahmen auf. Die Eigenschaften dieser Rahmen sind immer gleich: Sie greifen nie Voreinstellungen auf. Keine Flächenfarbe, keine Konturfarbe, keinen Objektstil. Wird solch ein Rahmen via Objekt > Inhalt zu einem Textrahmen, steht der entstehende Textabschnitt, wie im Beitrag vom 15. April gezeigt, immer auf InDesigns Urformatierung «Times, 12pt, Automatischer Zeilenabstand» usw.
Interessant: Alle Rahmen, die von InDesign automatisch erzeugt werden – beim Platzieren, beim Abarbeiten von Übersatztext – werden ebenfalls von diesem Werkzeug erstellt. Ausnahmslos!

rechteck-werkzeug Nicht «durchgeixtes» Rahmenwerkzeug
Dieses Werkzeug benutzen wir nie. Begründung: Es greift immer voreingestellte Flächen- und Kontureinstellungen auf. Also müssen wir vor seiner Nutzung alles deaktivieren – damit wir überhaupt erst einmal sehen, wie diese Einstellungen im Moment ausschauen (Flächenfarbe, Konturfarbe, Konturstärke, Objektstil): ein mühsamer Zwischenschritt. Zweitens können, wenn seine Flächenfarbe auf «[Ohne]» steht, seine Rahmen nicht flächig anfassen. Greifen lassen sie sich nur an der Rahmenkante. Es sei denn, ich wechsle für diese simple Operation jedes Mal ins Frei-Transformieren-Werkzeug: Auch wieder ein umständlicher Zwischenschritt.

Insbesondere eine eventuell voreingestelle Kontur ist, die Praxis zeigt es Tag für Tag, gefährlich: Haben wir rausgezoomt und die Kontur steht auf «Schwarz 1pt», sehen wir nicht mehr deutlich, was wir gemacht haben: Solche Rahmen unterscheiden sich bei kleinem Zoom kaum von Rahmen, die keine Kontur haben. Es sei denn, wir wechseln in die Vorschau-Ansicht: Schon wieder ein umständlicher Zwischenschritt.

Ich habe bislang erst eine einzige, äusserst exotische, mit Sicherheit sehr, sehr seltene Situation entdeckt, in der fürs Konstruieren von Rahmen dieses «nicht durchgeixte» Rahmenwerkzeug tatsächlich förderlich ist.

Was aber tue ich, wenn ich eben doch sofort Flächen- und/oder Konturfarbe haben will?
Diese Frage macht nur Sinn, wenn es um mehrere, viele Rahmen geht. Und in diesem Fall arbeitet man mit ganz anderen Methoden – nicht mit dem semi-händisch einzustellenden «nicht durchgeixten» Rahmenwerkzeug. Sie bleiben stattdessen im «durchgeixten», neutralen Rahmenwerkzeug, legen aber nun Objetstile an, die Sie diesen Rahmen verpassen, packen das Ganze evtl. in eine Bibliothek, exportieren es als Snippet: etc.: Dinge, die in unseren Advanced-Kursen ausführlich behandelt werden.
Keine Nutzung also des «nicht durchgeixten» Rahmenwerkzeugs. Es ist, zumindest für Anfänger, absolut tabu. Es ist fürs erste überflüssig wie ein Kropf.

Warum ich das so scharf formuliere? Weil ich Widerspruch provozieren will. Wer benutzt das Rechteck-Werkzeug? Und warum?

Übrigens: Powertipps und spannende Diskussionen über InDesign gibt’s auch in meinem InDesign-Inside-Kurs. Aber Achtung: nur für InDesign-Profis! Einzelheiten zum Kurs:
>> http://www.smi.ch/anmeldung/layout-prepress.html

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Apr
15

InDesign: Das Times-Problem

Autor: Jochen F. Uebel | Kommentare (4)

id6_iconProblem: Der Befehl Schrift > Schriftart suchen… zeigt immer wieder, dass die Times Regular benutzt wird – obgleich Sie sicher sind, nirgends die Times eingesetzt zu haben. Weder in den Voreinstellungen noch in irgendwelchen Formaten noch beim Import fremder Dateien:

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Lösung: Heben Sie in InDesigns Voreinstellungen den Eintrag Eingabe > Textwerkzeug wandelt Rahmen in Textrahmen um auf!
Das ist eine Programmeinstellung. Auch alte Dokumente werden sich danach richten. Von jetzt an dürfte das Problem seltener auftauchen.

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Hintergrund: In einen leeren Grafikrahmen ist schnell geklickt. Geschieht das mit dem Textwerkzeug, wird mit InDesigns Einstellung Textwerkzeug wandelt Rahmen in Textrahmen um der Grafikrahmen in einen Textrahmen gewandelt. Der entstehende Textabschnitt weist als Schrift immer aus: Times.

Nachsatz: Selbstverständlich können Sie Grafikrahmen in Textrahmen umwandeln, auch wenn Sie Textwerkzeug wandelt Rahmen in Textrahmen um ausgeschaltet haben: Rahmen aktivieren, dann Menü Objekt > Inhalt > Text.



montag-frageHEUTE: Was ist der Unterschied zwischen CI und CD?
Corporate Identity (CI) und Corporate Design (CD) sind zwei gut klingende Begriffe.
Doch was ist genau der Unterschied?

Corporate Design:
Damit wird der ganzheitliche, visuelle Auftritt (Design) einer Unternehmung bezeichnet Das Corporate Design ist nur ein Teil der Corporate Identity. Dies wird oft verwechselt.

Corporate Identity:
Die gesamte «Identität» der Unternehmung wird im Corporate Identity festgelegt. Das Ziel: Unternehmen eine eigene – möglichst einmalige – Identität zu geben. Also ist der optische Eindruck ein Baustein dazu. Aber auch die Art zu kommunizieren, die Unternehmensphilosophie, bis hin zum Namen werden im «CI» festgelegt.

Zum CI gehören auch:
CD – Corporate Design – visueller Auftritt
CC – Corporate communication – Unternehmenskommunikation
CB – Corporate Behaviour – Unternehmenskultur (Verhalten, Führung etc.)

Dies sind die wichtigsten Punkte. Es gibt natürlich noch weitere Corporates – aber für einen «Montag» möchte ich es mal damit belassen…

PS: Wahrscheinlich der einzige Beitrag “Frage am Montag” der (osterhalber) an einem Dienstag erscheint… :-)

Kategorien : Gut zu wissen
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