Archive for April, 2009
InDesign: Inhaltsverzeichnisformate duplizieren
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Problem: InDesign kann Inhaltsverzeichnisformate nicht duplizieren – nicht jedenfalls im Dialog «Inhaltsverzeichnisformate». Was tun, wenn trotzdem dupliziert werden soll?

Lösung: Ich tu’ so, als wollte ich ein neues Inhaltsverzeichnis erstellen – und speichere aus dieser Situation heraus ein neues Inhaltsverzeichnisformat ab. So geht’s:
Schritt 1: Rufen Sie den Befehl Layout > Inhaltsverzeichnis… auf.

Schritt 2: Wählen Sie unter «Inhaltsverzeichnisformat» das Format, das Sie duplizieren wollen und,
Schritt 3: Wählen Sie «Format speichern…» Fertig. Über den Befehl Layout > Inhaltsverzeichnisformate… kann das Duplikat anschliessend bearbeitet werden.
@Adobe: Ich wünsche mir im Dialog «Inhaltsverzeichnisformate» einen Duplizieren-Knopf! Zumindest sollte dort der Knopf «Neu…» die Eigenschaften desjenigen Inhaltsverzeichnisformates übernehmen, das geade markiert ist. Allerdings: Warum überhaupt solch altertümliche Dialoge? Ich finde: Solche Listen gehören einheitlich in die Bedienfelder – wie Farbfelder, Zeichenformate oder Objektstile auch.
InDesign: Fussnotenformatierung
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Dieser Tipp ist sicher mehr als nur ein Tipp. Aber er ist gerade wegen seiner Vielschichtigkeit geeignet, ein Gefühl zu entwickeln für die Verzahnung von InDesign-Funktionen. Sie lesen hier vielleicht zum ersten Mal, dass InDesign nicht nur nach Fussnotenziffern suchen kann, sondern mit Zwischenablagen ersetzen kann. Sie sehen, wie in die Fussnotenoption ein Absatzformat eingebaut werden kann. Und vielleicht werden Sie zum erstem Mal mit einem Zeichenformat konfrontiert, das in ein Absatzformat verschachtelt wird: Alles am lebenden Objekt. Nehmen Sie sich Zeit!
Problemstellung: Der Wunsch tauchte auf (innerhalb eines Threads im Fachforum HilfDirSelbst), Fußnotenziffern unabhängig von ihrer Länge rechtsbündig auszurichten – neben dem eigentlichen Fussnotentext. Ähnlich einer Aufzählung. Die Optionen für Dokumentfußnoten (Schrift-Menü) bieten aber keine erkennbare Lösung an. Das gewünschte Ergebnis zeigt nachfolgender Screen. Deutlich zu sehen: die blaue Hilfslinie, die die rechtsbündige Position der Zahlen markiert. Und ebenfalls deutlich zu sehen: Der Fussnotentext bleibt immer bündig, selbst dann, wenn die Fussnoten von 1- auf 2- oder von 2- auf 3stellig springen.

Lösungsweg:
Schritt 1: Zuerst legen Sie ein Absatzformat an. Dort richten Sie für die rechtsbündige Ziffern-Position (BLAUE Hilfslinie) einen rechtsbündigen Tabulator ein, und zwar so, dass die 3stellige Zahl mit ihrer linken Kante bündig wird zum Umgebungstext (GRAUE Hilfslinie). Der Fussnotentext startet (ROTE Hilfslinie) an einem Einzug links. Für die erste Zeile wird der Einzug links via «Einzug links für erste Zeile» mit entsprechendem Minuswert aufgehoben. Alles drei Absatzeigenschaften.
Schritt 2: Dann ein Zeichenformat für die Ziffer.
Schritt 3: Jetzt verschachteln Sie das Zeichenformat im Absatzformat: «über 1 Wörter».

Schritt 4: Schrift-Menü > Optionen für Dokumentfußnoten… Der etwas bürokratische Unterton dieses Befehls will Ihnen sagen: Es gibt pro Dokument immer nur eine Fussnoten-Einstellung.
Was wir hier jetzt gern hätten: den automatischen Aufruf eines Tabulators vor der Fussnotenziffer (wir hatten dafür einen Tab definiert). Geht leider nicht, auch nicht im Feld «Präfix». Wir stellen das Problem hintan.
Aber: Wir können für die gesamte Fussnote das eingestellte Absatzformat aufrufen. Und als «Trennzeichen» nach der Fussnoteziffer können wir einen Tab verlangen. (Das «^t» ist die kleine Formel dafür, aufzurufen über das kleine dreieckige Hilfsmenü rechts neben dem Eingabefeld. Dieser Tab wird später den Fussnotentext von der Fussnotenziffer weg und an den eingestellten «Einzug links» schieben.)

Die Formatierung ist damit abgeschlossen! Wenn Sie jetzt Fussnoten anlegen, sieht der Fussnotentext etwa so aus:

Noch nicht ganz das gewünschte Ergebnis, aber nahe dran. Was noch fehlt, ist der Tab, der die Ziffer an die blaue Position schiebt und den wir in Schritt 4 hintanstellen mussten. Um ihn dokumentweit an der richtigen Stelle einzubauen, bietet InDesign zwei Suche-Ersetzen-Möglichkeiten an: einmal via «Text»-Suche, einmal via «GREP»-Suche.
Schritt 5a: Stellen Sie sich mit dem Cursor vor die erste Fussnotenziffer und schlagen Sie die Tabulator-Taste an. (Sie zum ersten Mal das zu erwartende Endergebnis.) Kopieren Sie den Tabulator mitsamt der nachfolgenden Fussnotenziffer. Rufen Sie den Suchen/Ersetzen-Dialog auf («Text»). Stellen ein: Suche nach beliebigem Zeichen (^?), mit dem Zeichenformat der Fussnotenziffer. Ersetzen durch Zwischenablage (unformatiert, ^C). Fertig.

Schritt 5b: Rufen Sie den Suchen/Ersetzen-Dialog auf (GREP) und stellen ein: Suche nach (~F) (= Fundstelle «Fußnotenziffer»). Ersetzen durch t$0 (= Tabulator, gefolgt von «Text gefunden»). Da InDesign an dieser Stelle etwas buggy ist, muss bei diesem Schritt 5b sofort die Ersetzen-Option «Alle ändern» gewählt werden. Fertig.

Endergebnis:

April, April …
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Zofingen, Aargau. Die Firma SMI teilte auf der heutigen Pressekonferenz mit, dass der April-Scherz um PXXF und RaptureX2 sehr gut gelungen war.
Geschäftsführer Stefan Dudas teilte bei dem Event mit: «Wir haben viele ‹schmunzelnde› E-Mails zum Artikel von A. Dobe erhalten, aber auch besinnliche Kommentare in Erinnerung an die tolle Software QuarkWrapture.
Bei denen, die uns auf den April-Leim gegangen sind, entschuldigen wir uns natürlich.»
Er fuhr fort: «Mein Dank gilt auch unserem XPress-Trainer Detlev Hagemann, der die Idee so wirklichkeitsnah ausgemalt hatte.»
Neues Format von Quark: PXXF
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Denver, Colorado. Die Firma Quark stellte heute Nacht auf einer Pressekonferenz am Firmensitz ein neues Fileformat vor: PXXF – project exchangable exctensible file.
Das Format soll laut Quark alle Vorteile von Flash und PDF einerseits sowie XPS (Microsoft) andererseits zusammen fassen. Hierbei kommt Quark das heute schon im XPress-Server integrierte XML-basierte DOM-Modell zugute, mit dem sich Layoutelemente in Bruchteilen von Sekunden in objektorientierte Elemente umwandeln und somit ansteuern lassen.
Doch der Clou ist, dass es eine Software mit heutigem Codenamen “RaptureX2″ geben wird: mit super einfacher Aktionssprache für DB-Anbindung, voll kompatibel zu php, und gleichzeitiger Animation des Inhalts und/oder 3D-Darstellung.
Sie erinnern sich sicherlich noch an die Verpackungssoftware Quark Wrapture (http://euro.quark.com/de/about/presscenter/prview.jsp?idx=150), die einfach zu früh für den Markt vorgestellt wurde.
Mit dem neuen Fileformat und der neuen Software könnte es Quark wieder gelingen, eine geniale Software-Idee, für die der Markt noch nicht reif war, in der Jetztzeit zum Erfolg zu verhelfen. So, wie es vor 2 Jahren mit der Umwandlung von Immedia zum Interactive Designer gelungen war.
Mit PXXF (sprich Pix ix eff) und RaptureX2 beweist Quark wieder seine Vormachtstellung in der server- und/oder client-basierten «Content-Visualisierung»: Arbeitsweisen, die andere Hersteller heute immer noch «Layouten» nennen.
InDesign: Ausgezeichnet auszeichnen
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Problem: Ein Text benötigt viele Hervorhebungen – sogenannte «Auszeichnungen». Beispielsweise Fettungen. Und Sie suchen jetzt nach der schnellsten Vorgehensweise. Lösung: Die Pipette.

Bevor Sie loslegen, stellen Sie dieses geniale Werkzeug ein, per Doppelklick: Die «Pipette-Optionen» öffnen sich (s.u.). Entfernen Sie erst einmal alle Häkchen …

… und aktivieren Sie dann nur die wenigen Optionen, die Sie benötigen: «Zeichenformat» oder die «Schriftart», «Farbe und Farbton» oder «Unterstrichen». Je nachdem, wie Sie auszeichnen wollen. (Das Vernünftigste ist natürlich immer, mit Zeichenformat zu arbeiten.)

Nun suchen Sie sich eine Textstelle, in der die Auszeichnung schon vorgenommen worden ist. Klicken Sie mit der noch leeren Pipette …
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… auf diesen Text. Wupp – die Pipette dreht sich und ist jetzt gefüllt, mit den Texteigenschaften, die Sie aufgreifen wollten!
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Und nun ran an die eigentliche Arbeit. Der Pipetten-Doppelklick zeichnet sofort ein ganzes Wort aus. Wird die Pipette gezogen, zeichnet sie Zeichenstrecken aus. Wichtig: Achten Sie beim Ziehen und Klicken darauf, dass die Pipette ihre kleine Einfügemarke zeigt:
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Diese Einfügemarke heisst: «Jetzt sehe ich Text!» Andernfalls tut sie nichts.

