Jun
26

InDesign: Ausrichten an unsichtbaren Zeichen

Von

indesign_icon_klDetlev Hagemanns XPress-Aufgabenstellung vom 18. Juni interessiert auch den InDesign-Anwender: Wie stelle ich Indizes und Fußnoten in einer tabellarischem Umgebung raus aus der Zahlenkolonne?

Ausgangssituation:

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Gewünscht:

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Die InDesign-Lösung: Wir richten die Zahlen der 2. Spalte an einem unsichtbaren, fast dimensionslosen Satzzeichen aus und stellen etwaige nachfolgende Zeichen dahinter.

Erster Schritt: Vor das störende Zeichen (hier: *) einen senkrechten Strich einfügen (Mac: Alt+7; WIN: Alt+0124 auf dem Zehnerblock).
Zweiter Schritt:
Wir rufen die Tabulatoren-Palette auf und markieren den entsprechenden Tabulator.
Dritter Schritt:
Dezimal-Tab-Symbol anklicken (das vierte Symbol von links).
Vierter Schritt: In das Eingabefeld «Ausrichten an» den senkrechten Strich eingeben. Tabulatoren und Satz sehen jetzt so aus:

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Merke: Findet der Dezimal-Tab das Ausrichten-an-Zeichen nicht, arbeitet er wie ein rechtsbündiger Tab!

Fünfter Schritt: Zeichenformat mit Farbe «[Ohne]» und Schriftgrrösse 0,1pt definieren. (Ich habe meins «z_mini_unsichtbar» getauft.)
Sechster Schritt: GREP-Stil mit diesem Zeichenformat einrichten: fixiert auf den senkrechten Strich (Backslash voranstellen, sonst versteht GREP nicht, was wir wollen).

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Zum Überprüfen des Textes empfiehlt sich, den Bearbeiten > Textmodus einzusetzen: Hier sieht man das stoppende Zeichen in voller Pracht.

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Nachtrag: InDesigns GREP-Stil würde auch erlauben, einen für späteren Textexport vielleicht günstigeren Leerschlag (oder jedes beliebige andere Zeichen) als Stopper zu definieren. Dann allerdings sähe die GREP-Stil-Formel anders aus, da sie sich explizit auf Spalte 2 beziehen müsste.

Nachtrag 2: Muss die Tabelle nicht für unterschiedliche «Herausstehzeichen» vorbereitet sein (Sternchen oder Index oder Masseinheit etc.), ist das herausstehende Zeichen, in Vereinfachung der eingangs gestellten Aufgabe also immer das gleiche, dann braucht es ein zusätzliches, unsichtbares Ausrichtezeichen nicht. Sondern: Man richtet, Wolf Eigner wies im Kommentar darauf hin, direkt an diesem Zeichen aus. Weil: Die Ausrichte-Position ist identisch mit der linken Kante des Ausrichtezeichens. Fehlt das Zeichen im Text, richten sich in unserem Beispiel die verbleibenden Ziffern gleichwohl korrekt aus. Im Bild (man beachte die Positionslinie, die InDesign zeigt, wenn man eine Tabulatorposition klickend festhält):

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2 Kommentare

1

Weil ich es immer irritierend finde, anscheinend einheitlichen Text zu markieren und dann keine Schriftgröße angezeigt zu bekommen (weil ein einzelnes Zeichen zum Beispiel 0,1 pt hat), würde ich statt der Schriftgröße eher die Zeichenbreite verringern (Minimum: 1%).

In obigem Beispiel würde ein Ausrichten an irgendeinem Zeichen, das im restlichen Text nicht vorkommt (etwa Komma, Punkt, Semikolon oder gar das Sternchen selbst), den gewünschten Zweck schon erfüllen, denn, wie Du schreibst, »findet der Dezimal-Tab das Ausrichten-an-Zeichen nicht, arbeitet er wie ein rechtsbündiger Tab«. Eigentlich praktisch.

Schöne Grüße aus München,
W.E.

2

Bestens: Zeichenbreite statt Schriftgröße. Meine Furchtsamkeit, dass dann die entstehende Lücke relevant wird, ist natürlich unbegründet. 1% Breite bei 10pt (Kegelhöhe) entspräche auch der Breite einer 0,1pt-Schrift. Guter Hinweis!
Und auch bestens der zweite Hinweis: Wenn das herausstehende Zeichen (im Beispiel: Sternchen) NICHT wechselt, also nicht, wie eingangs gefordert, auch einmal ein Index sein darf (z.B. 1, 2, 3, hochgestellt), dann kann einfach am Sternchen ausgerichtet werden, dann braucht es kein anderes Ausrichtezeichen.
Der Grund: Der Dezimaltab arbeitet von Haus aus zwar wie ein rechtsbündiger Tab, ABER: Er richtet sich gleichwohl an der LINKEN Kante des Ausrichtezeichens aus. Man schaue sich die Positionslinie des Tabulators an (Screenshot baue ich noch ein)! Vielen Dank, Wolf!

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