Sep
15

InDesign: Fetter und schräger Text

Von Jochen F. Uebel

simplify-your-indesign«Also in Word geht das einfach: Strg+B [Mac: Apfel+B] – und ein Wort ist fett. Oder Strl+I [Mac: Apfel+I] – und das Wort ist kursiv, schräggestellt. In InDesign hingegen muss man jedes Mal in die Steuerung klicken und dort den Fett-Schnitt bzw. den kursiven Schnitt aufrufen.»

Nein, muss man nicht. Wenn Sie diese Word-Befehle «drin» haben, haben Sie die entsprechenden InDesign-Befehle auch schon fast intus.

Für den Mac:

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Für den PC:

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Word: Nach mir die Sintflut

Der feine Unterschied zwischen InDesign und Word: Word fettet und kursiviert gnadenlos – und doch nicht sicher.

> Gnadenlos: Selbst Schriften, die das nicht vertragen und die für solche Veränderungen nicht vorbereitet sind, werden fett oder kursiv gestellt. Zum Beispiel die Zapf Dingbats, zum Beispiel die Wingdings:

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> Nicht sicher: Kommt es zum Schwur, sprich: geht es in die Ausgabe und in den Druck, fliegen Kursivierungen und Fettungen, wenn die Schrift von diesen Mätzchen nichts weiss, wieder raus (im besten Fall) oder die Zeichen werden gar nicht mehr wiedergegeben (im schlimmsten Fall).

InDesign hingegen führt den Wunsch nach Fettung und Kursivierung gar nicht erst aus, wenn eine Schrift nicht entsprechende Schnitte vorhält. Ausgabesicher!

InDesign: Obacht

Wenn eine Schrift nur die Regular, Bold, Italic und Bold Italic kennt, ist entschieden, was die gezeigten Tastaturbefehle in InDesign ausrichten werden: Steht der Text auf der Regular, wird die Fettung in die Bold wechseln. Steht er auf der Bold, wird die Kursivierung in die Bold Italic wechseln.

Was aber, wenn eine Schrift mehrere Fett-Schnitte enthält? Bold, Black, Semibold, Semibold Condensed …

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Hier wartet InDesign eventuell mit Überraschungen auf: Ist zum Beispiel eine «Light» ausgewählt, wechselt der Fett-Befehl in die «Semibold» (und zurück). Aus der «Light Condensed» wird die «Semibold Condensed» (und zurück). Eine «Black» aber scheint zum Beispiel in der Myriad Pro kein fettes «Geschwister» zu haben – und bleibt, trotz Fett-Anforderung, was sie ist: Black.

Andere Beobachtungen?

4 Kommentare

1

Hallo Jochen, alles koplett richtig.

Nur zur Beachtung für alle DTP-ler: Was beim Fetten eines (Light-)Schnittes passiert, unterliegt leider keinem Regelwerk.
Der Schrifthersteller kann leider selber entscheiden, was beim Fetten einer Schrift passieren oder eben nicht passieren soll.

Der Hersteller muss also seinem Light-Schnitt «gesagt» haben: Dieser Light-Schnitt soll beim Fetten zum Semibold-Schnitt werden. In Deinem Beispiel hat er das getan, in anderen Fällen wird leider kein anderer Schnitt angesteuert oder gar ein anderer Bold- oder Heavy-Schnitt.

2

Hallo Jochen
Zum einen sollte man in InDesign das Verwenden von Zeichenformaten gegenüber lokalen Formatierungen bevorzugen, damit z.B. beim erneuten Zuweisen oder sogar absoluten Zuweisen eines Absatzformates (mit ALT) diese lokale Formatierung nicht gelöscht wird … Meiner einer ersetzt (via Script) nach dem Einladen eines Textes zunächst diese lokalen Veränderungen aus Word durch entsprechende Zeichenformate, wobei ich dann zum Beispiel auch Unterstreichungen durch Kursivierungen etc. toggeln kann … aber wem sag ich das.

Zum anderen hab ich das gerade ausprobieren wollen, ging aber nicht … warum: Ich habe mir einen eigenen Satz an Tastaturkürzeln erzeugt und dabei auch einen von den beiden vorgeschlagenen Kürzeln überschrieben gehabt, weil ich ihn ja – siehe oben – nicht brauche. Also, wenn es bei irgendeinem nicht klappt, stelle er/sie zumindest mal zum Versuchen den Standard-Tastaturkürzel-Satz ein … dann klappt das auch, was uns Jochen heute zum Frühstück serviert hat …
Liebe Grüße in den Schwarzwald
Frank

3


und zur Ergänzung: Man sollte dann, wenn die T-Kürzel versuchsweise umgestellt wurden, das auch wieder zurückstellen … sonst wundert man sich, dass Indesign plötzlich so anders reagiert … (hat mich gerade 10 Minuten Suchen gekostet … grrrrrrrrrrr!)
Gruß Frank

4

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