Archive for September, 2009
InDesign: Schnellstrasse zur Separations-Show
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Vorrede
InDesign-Anwender freuen sich über die Präzisionsvorschau für Bilder: Voreinstellungen > Anzeigeleistung > Optionen > Hohe Qualität sorgt dafür, dass in allen Dokumenten, alt wie neu, Bild und Grafik gestochen scharf angezeigt werden (wenn sie scharf sind und nicht etwa über Gebühr vergrössert wurden). Ein kleiner Schnell-Preflight* sozusagen.
Noch sieht der Anwender dabei aber nicht alles. was er sehen sollte und in InDesign auch sehen kann: Nicht sieht er Farbwerte [1], noch sieht er das Ergebnis überdruckender Bereiche [2] seines Layouts (was etwas anderes ist als verringerte Deckraft [3]).

Farbwerte sieht man nur, wenn die Separatikonsvorschau [4] eingeschaltet und überdruckende Bereiche nur, wenn die Überdruckenvorschau eingeschaltet ist [5]:


Hauptrede
Mit diesen Gedanken im Kopf habe ich mich gefragt, ob man also nicht auch die so praktische Separationsvorschau via Tastaturbefehl ein- und ausschalten kann. Nein – geht nicht. Bis ich dann wahrnahm: Schalte ich die Überdruckenvorschau ein, startet die Sperationsvorschau von selbst! Und nicht nur das: Eine «typische» oder gar «schnelle» Anzeigeleistung zeigt dann ebenfalls «Hohe Qualität»! Heureka! Nun hatte ich endlich Grund genug, die Überdruckenvorschau auf eine schnelle Taste zu legen (F12; das angebotene cmd/ctrl-alt-shift+Y ist nicht wirklich schnell). Eine Klappe für drei Fliegen zugleich (im übertragenen Sinn; ich gebe Fliegen lieber die Freiheit zurück an der frischen Luft).
Nachrede
Eins muss dabei aber bitte noch beachtet werden – die Unterschiede nachfolgender Vergrösserungen zeigen es: Mit eingeschalteter Überdrucken-/Separationsvorschau zeigen sich nur Bild und Grafik in «Hoher Qualität» – nicht aber Schatten und Effekt. Überdrucken- und Separationsvorschau bei Ansicht > Anzeigeleistung > Typisch:

Ansicht > Anzeigeleistung > Hohe Qualität:

PS:
Wann verabschiedet sich Adobe eigentlich von diesem dümmlichen «Typisch»? Für wen oder was soll denn diese Anzeigeleistung niedriger Qualität «typisch» sein? Etwa für InDesign? Oder gar für den Konzern selbst? «Niedrige Qualität», darum geht es.
Corporate Wording oder «Achte aufs geschriebene Wort!»
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Ständig «sagen» Sie etwas über Ihre Firma und über Ihre Produkte/Dienstleistungen auf Ihrer Homepage, im Blog, vielleicht auf Twitter und natürlich im Print-Produkt. Vergessen Sie dabei nicht: Wenn der Kunde will, dann informiert er sich über Sie und Ihre Produkte – meist im Web.
Wie intensiv Sie die Kommunikation mit Ihren Kunden heutzutage auch betreiben: Das geschriebene und gesagte «Wort» wird entgegen allen Unkenrufen von den Vertretern der bunten Bilderwelt wieder deutlich wichtiger.
Und wir prophezeien: Sie werden in Zukunft immer mehr schriftlich kommunizieren – und das Internet vergisst dabei nicht ein Wort!
Wichtige Fakten: Das «Wort» schafft mehr Vertrauen als ein glattes Produktbild oder eine Grafik (– grössere Emotionen kann man jedoch mit Bild oder Farbe erreichen). Gefährden Sie Ihre Glaubwürdigkeit und somit Ihre Existenz oder die Ihrer Firma also nicht durch unüberlegtes «Geplapper».
Die Konsequenz
Überprüfen Sie kritisch die Ausdrücke, mit denen Sie und Ihre Firma sich und Ihre Produkte oder Dienstleistungen schmücken:
- Gibt es vielleicht Widersprüche in Ihren Aussagen? – Plakatives Beispiel. Slogan: «Wir sind immer für Sie da» versus Ansage am Anrufbeantworter: «Unsere Zentrale ist von 9 bis 12 und von 14 bis 16 Uhr besetzt.»
- Wird eventuell zu dick aufgetragen?
- Sind alle Begriffe eindeutig und dabei positiv? Plakatives Beispiel: «Montags geschlossen!» versus «Dienstag Mittag bis Sonntag Abend geöffnet!»
- Erstellen Sie eine Liste der positiven Begriffe und Formulierungen.
- Begrenzen Sie die Vielfalt.
- Vergessen Sie auch nicht die Liste mit den Ausdrücken, die keinesfalls benutzt werden sollen.
PS
Überprüfen Sie doch mal meine Wortwahl und meine Beispiele auf die vorgenannten Punkte.
InDesigns Objektstil reformieren
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Ich habe einen Objektstil. Mit ihm habe ich Objekte formatiert. Eines dieser Objekte habe ich verändert. Ich möchte seine neuen Eigenschaften in den Objektstil übertragen. Doch der Befehl «Stil neu definieren», mit dem ich die Veränderung gern in den Stil zurückgeschrieben hätte, ist ausgegraut. Was ist da los?

Ist mir egal
Ein Objektstil kann sich neutral verhalten. Dann sagt er, wie hier, nicht Abgeflachte Kante und Relief «Ja» oder «Nein», sondern «Ist mir egal»:

Den manuell hinzugefügten Effekt kann der Stil dann nicht mit «Plus» quittieren; «Stil neu defnieren» kann er nicht anbieten.
Wie bekomme ich also die Objektänderungen 1:1 in den Stil?
Vorbereitung:
Deaktivieren Sie die Option «Abweichungen bei der Stilanwendung löschen» (2) – kein Häkchen, wie hier:

Schritt 1:
Sagen Sie dem Objekt: «Verknüpfung mit Stil aufheben» (3).
Schritt 2:
Öffnen Sie die Stiloptionen (1) und schalten mit Häkchen die Attribute ein, die Sie manuell geändert sehen wollen.
Schritt 3:
Wenden Sie den Stil wieder an. Jetzt ein «Plus» hinter dem Namen? Dann haben Sie vermutlich richtig gearbeitet.
Schritt 4:
Jetzt «Stil neu definieren». Volià!

Sollte sich zeigen, dass der Stil immer noch nicht alles aufgegriffen hat, dann haben Sie bei Schritt 2 Attribute vergessen. Zurück auf 1 und nochmal los!
Übrigens: Powertipps und spannende Diskussionen über InDesign gibt’s auch in meinem InDesign-Inside-Kurs. Aber Achtung: nur für InDesign-Profis! Einzelheiten zum Kurs: >> http://www.smi.ch/anmeldung/layout-prepress.html
InDesign: Formate ersetzen und löschen – in einem Streich
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Sie müssen mehrere Zeichen- und/oder Absatzformate ersetzen? Die Formate sind zum Teil in Verwendung, zum Teil nicht? Die, die in Verwendung sind, möchten Sie durch die «richtigen» Formate ersetzen? Und aus Angst, Ihr Dokument zu zerstören, löschen Sie jedes Format einzeln – um jeweils das Ersatzformat angeben zu können?
The Better Way!
Seien Sie mutig und starten Sie den Löschvorgang für alle «falschen» Formate gemeinsam.

Denn: Sind Formate in Gebrauch, fragt Sie InDesign trotzdem sehr gewissenhaft bei jedem einzelnen nach einem Ersatz:

Mehrere Fliegen mit einer Klappe?
«Auf alle anwenden» (1) sorgt dafür, dass mehrere Löschkandidaten durch ein einziges Format ersetzt werden.
Abbrechen?
«Abbrechen» (2) überspringt jeweils einen Ersetzen-Vorgang – führt also zum nächsten Löschkandidaten.
Aussteigen?
«Abbrechen» ist auch dafür zuständig, die gesamte Lösch-Operation abzubrechen – wenn zuvor «Auf alle anwenden» aktiviert worden ist.
Rückgängig?
Sie können die gesamte Operation rückgängig machen. (Sie wissen doch: InDesign hat dank ausgereifter Cache-Technologie ein Elefanten-Gedächtnis.) Sie kommen an die alten Dateizustände wieder ran – selbst wenn Sie zwischendurch gesichert haben. Voraussetzung: Die Datei wurde nicht geschlossen. Und Sie erhielten nicht den – seltenen – Warnhinweis à la «Diese Operation kann nicht rückgängig gemacht werden …».
Corporate X: CD, CI, CL, CW usw.
Autor: | KommentareFaszinierende Zeiten: Da gibt man als Kursleiter einen Basis-Kurs für ein Print-Programm, und schon nach zwei Stunden landet man in ganz kurzen Diskussionen über das CD – das Corporate Design von Firmen. Nach vier Stunden werfen Kursteilnehmer und der Kursleiter dann ein kurzes Spotlight auf CL oder CW: Corporate Language und Corporate Wording. Fast unweigerlich beginnt im Kurs neben dem Erlernen des Programms die Fokussierung auf Stil und ‹gelebte› Struktur.
Parallel fand der «Crashkursus Drucksachengestaltung» statt. Fazit nach dem Kurs: «Toller Kurs, aber ‹meine Firma› hat bis jetzt gar keine Regeln: keine Regeln für die Gestaltung und die Benutzung der Typographie (CD), keine Regeln für die Benutzung von Wörtern (CW) und keine Regeln, in welchem Sprachstil für Produkte geworben oder in welchem Sprachstil auf Reklamationen (CL) geantwortet wird.» und «Weil wir bis jetzt keine Regeln haben, ‹eiern› wir immer so ’rum.» und «Ist gar nicht so schwer für KMU, ein funktionierendes Regelwerk aufzustellen.»
Damit wir uns nicht missverstehen: Diese Regeln dienen in erster Linie dem Kunden. Die Regeln sollen den ‹Wohlfühlfaktor› zu Ihrer Firma erhöhen. Wenn die Regeln auch Ihre eigene Arbeit erleichtern, dann haben wir einen weiteren und erwünschten Effizienz-Faktor. Denn Regeln lassen sich in Software abbilden und beschleunigen die Prozesse. Und Regeln sind nur Regeln – sie lassen sich mit Verstand anpassen.
Warum bekommen diese Corporate-Themen (grosser Begriff CI = Corporate Identity) mittlerweile solch ein Gewicht schon in Anfänger-Kursen? Alle Kursteilnehmer wissen oder spüren heute, dass ihr Print- und noch viel mehr ihr Web-Auftritt pures Marketing ist. Sie sehen (oder spüren), dass es Brüche zwischen den einzelnen ‹Auftritten› ihrer Firmen gibt. Und sie bekommen in den Kursen im ersten Moment eher technische Antworten – im zweiten Schritt dann aber Ideen, wie sich ein Regelwerk entwickeln lässt oder wie man es mit Nachdruck einfordern kann.
Wie geht es weiter?
Dieser Beitrag ist der ‹Starter› für die neue kleine Serie «Corporate X – unser Marketing Give-Away» in unserem Blog. In dieser Serie kümmern wir uns um die Wechselwirkungen zwischen Inhalt und Form im Marketing und im Publishing fürs Web und für den Druck; für den Schreibstil im Blog und im Gedruckten; für das Aussehen des Logos auf der Homepage und im Druck.
PS:
Haben Sie meine ganz persönlichen Regeln für die Anwendung der einfachen (‹einfach›) und der doppelten («doppelt») Anführungszeichen erkannt? Bin ich in der Anwendung konsequent geblieben?
Laut einer aktuellen amerikanischen Studie (American Marketing Asscociation) wird sich das Marketing-Budget für den Social Web-Marketing-Bereich bis 2014 mehr als vervierfachen (von heute 3 auf 14 Prozent). Hauptsächlich soll Social Networking, Video und Blogging im Fokus sein.


