InDesigns Bedienfelder, Folge 1: «Effekte»
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In loser Folge durchstreifen wir InDesigns 44 Bedienfelder (bitte klicken). Die Ziffern zeigen, in welcher Folge dieser Serie ein Bedienfeld behandelt wird.
InDesigns Feuerwerk: Die «Effekte»
Dieses kleine Bedienfeld ist wahrlich ein Wunderwerk der Technik. Nur wenig andere Bedienfelder öffnen einen derart weiten Kosmos an Möglichkeiten: Getrennt für Fläche, Kontur und Text oder gleich für das ganze Objekt können 16 Abmischungen angewandt werden – zwischen Vordergrund- und Hintergrundfarbe: «Normal», «Multiplizieren», «Negativ Multiplizieren» usw.. InDesigns amerikanisches Original sagt dazu einfach «Blending mode». Im Deutschsprachigen macht es Adobe überflüssigerweise mal wieder kompliziert und spricht von «Füllmethode». Doch «gefüllt» wird hier gar nichts; es wird eben nur – zusammengemischt.
versus
Zusätzlich können alle Bestandteile des Objekts – seine Kontur, seine Fläche, sein Text oder auch wieder das gesamte Objekt – mit 9 Effekten versehen werden: mit Schatten, Schein, Glanz, mit abgeflachten, weichen Kanten oder mit Relief. Veränderungen, für die man früher Photoshop benötigte und die anschliessend nicht mehr so einfach geändert oder rückgängig gemacht werden konnten. Fachleute sprechen hier von einem «non-destruktiven» Verfahren: Das Original bleibt unverändert und kann an anderer Stelle ganz anders eingesetzt werden.
Drei Dinge an diesem Bedienfeld, die mir besonders gefallen:
Effekte starten und einstellen – mit einem Klick!
Wenn Sie den Effekt-Dialog geöffnet haben (dazu klicken Sie einfach auf die Zeile «Objekt», «Kontur», «Fläche» oder «Text»), dann klicken Sie dort nicht umständlich auf die Checkboxen, um Effekte einzuschalten. Klicken Sie vielmehr in die Zeile des Beschriebs rechts daneben! Dann öffnet sich das zugehörende Einstellfenster gleich mit.

Effekte einfach auf andere Objekte ziehen!
Sie können einmal erstellte Effekte einzeln erneut anwenden – durch pures Ziehen des «fx»-Icons auf ein neues Objekt. Das «QuickInfo» sagt das zwar – aber wer schaut da schon genau hin?

Und mit einem Klick wieder alles opak («lichtundurchlässig»)
Und das andere, was hier sehr praktisch ist: Ganz unten im Fuss des Bedienfelds sehen Sie ein neunteiliges Schachbrett mit rotem Diagonalstrich: Mit diesem Knöpfchen entfernen Sie sämtliche Effekte von ausgewählten Objekten mit einem Schlag – und machen sie doch tatsächlich «lichtundurchlässig».
Na, das ist etwas zu hoch gepokert, keine Angst: Objekte, denen zuvor keine Füllfarbe zugewiesen worden waren, sind auch weiterhin durchsichtig, bekommen nicht etwa plötzlich die Farbe «[Papier]». Der Rest aber ist jetzt wieder, in der Tat, vollständig opak.

«Effekte» gilt es im übrigen mit Verstand einzusetzen. Sie sind nicht dazu da, das Können Ihrer Software vorzuführen, sondern Ihr Können – als Gestalter und Grafiker!
Die Serie ist kein Hilfe-Ersatz. Dafür gibt es unsere Kurse, gibt es Fachbücher und im Internet Fachartikel en masse. Sie ist vielmehr ein entspannter Streifzug mit Hinweisen auf versteckte Kleinigkeiten: die man im InDesign-Alltag gern übersieht.



1 Kommentare
November 27th, 2009 at 13:05
Hallo Jochen,
ich glaube, das wird eine interessante Serie.
Danke
Quarz