Dez
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InDesigns Bedienfelder, Folge 3: «Überfüllungsvorgaben»

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simplify-your-indesignIn loser Folge durchstreifen wir InDesigns 44 Bedienfelder (bitte klicken). Die Ziffern zeigen, in welcher Folge dieser Serie ein Bedienfeld behandelt wird.

Mein liebstes Bedienfeld

In der Tat: Kein Bedienfeld ist mir so lieb wie die «Überfüllungsvorgaben». Sie finden es, wie alle anderen Bedienfelder auch, im Menü «Fenster», dort in der Gruppe «Ausgabe».

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Warum mein liebstes? Weil niemand es braucht. Ich nicht, Sie nicht, niemand. Denn was kann es? Es kann dem unvermeidlichen Versatz der Druckfarben entgegenarbeiten, der immer dann entsteht, wenn Papier mehrfach hintereinander bedruckt wird: wie das beim Offset-Druck nun mal gang und gäbe ist. Erst Schwarz, dann Cyan, dann Magenta, dann Gelb. Nie können diese vier (oder mehr)  separaten Druckvorgänge absolut 100%ig passgenau sein.

Die Geschwindigkeit, mit der gedruckt wird, die Saugkraft des Papiers, die Luftfeuchtigkeit in der Druckhalle, die Raumtemperatur – all das führt dazu, dass Papier sich unmerklich verzieht und die einzelnen Druckbögen bei ihrem rasanten Weg durch die Farbwerke geringfügig ihre Position verändern.

Und das wollen Sie alles voraussehen? Um dann mit eigenen Einstellungen optimierend eingreifen?

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Vergessen Sie’s. Dies ist nicht Ihr Job. Dies ist der Job des Druckers – und sein Job ganz allein. Er setzt hierfür Spezialsoftware ein, die Ihre PDFs noch einmal korrigierend durchrechnet. Sie haben hier nichts zu tun.

Wie irrelevant dieses Bedienfeld geworden ist, zeigt auch der «Preflight» von InDesign: Nirgends wird nach Überfullungen gefragt. Na also.

Ist doch beruhigend: eine Funktion, die Sie nie benutzen müssen. Wie schön wäre es, wenn man das von anderen Bedienfeldern auch sagen könnte!

Die Serie ist kein Hilfe-Ersatz. Dafür gibt es unsere Kurse, gibt es Fachbücher und im Internet Fachartikel en masse. Sie ist vielmehr ein entspannter Streifzug mit Hinweisen auf versteckte Kleinigkeiten: die man im InDesign-Alltag gern übersieht.

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