InDesigns Bedienfelder, Folge 16: «Lesezeichen»
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In loser Folge durchstreifen wir InDesigns 44 Bedienfelder (bitte klicken). Die Ziffern zeigen, in welcher Folge dieser Serie ein Bedienfeld behandelt wird.
Das elektronische Eselsohr
… oder was auch immer Sie in einem Buch zwecks «Diese Stelle merken» gern nutzen: Hier ist es für InDesign. Brav sortiert es auf Wunsch nach Seitenzahl (unabhängig davon, wie der Name des Lesezeichens lautet), und ebenso brav exportiert es sein «Wissen» ins PDF (wobei manuelle Sortierungen – hier im Bild nach Name – verlorengehen und nachsortiert werden muss, nun in Acrobat).

Das heißt: Man muss nicht immer gleich ein Inhaltsverzeichnis anlegen, wenn man in der Seitenleiste des PDF eine Navigationshilfe anbieten will.

Vielleicht weniger bekannt: Lesezeichen lassen sich auch ausserhalb eines Inhaltsverzeichnisses hierarchisch abstufen: wie in den Abbildungen gezeigt.. Und zwar, jetzt kommt der Clou, ohne Abhängigkeit davon, wo im Dokument das «Mutter»-Lesezeichen steht.
Und so geht’s:
Nehmen wir an, Sie haben einen kleinen CD-Katalog. Sie sortieren nach «Klassik», «Pop» und «Etcetera». Die Startseiten der drei Rubriken erhalten ein Lesezeichen.
Am Schluss des Dokuments gibt es ausserdem eine alphabetische Liste sämtlicher Interpreten. Lesezeichen könnte dann so ausschauen:
Wenn Sie auf eine Seite zeigen wollen, deaktivieren Sie alles und legen ein neues Lesezeichen an: einen Seitenlink.
Wenn Sie auf eine Textstelle zeigen wollen, lassen Sie den Cursor an der gewünschten Stelle blinken. Das Lesezeichen zeigt sich als Doppelpunkt-ähnliches, dimensionsloses Sonderzeichen.
Wenn Sie eine Textstelle zum Namen des Lesezeichens machen wollen, markieren Sie sie. Das jetzt erzeugte Lesezeichen stellt sich vor die markierte Textstrecke; als Name wird die Markierung übernommen.
Die Hierarchisierung bekommen Sie durch simples Ziehen der Lesezeichen hin. Betrachten Sie ein Seiten-Lesezeichen wie eine Art Ordner: Ziehen Sie ein Text-Lesezeichen da drauf, ordnet es sich unter; das Seitenlesezeicen erhält ein Aufklapp-Dreieck.
Sie können aber auch vor Erzeugen eines Text-Lesezeichens einen dieser «Ordner» markieren (egal, auf welche Seite er zeigt) und dann das Text-Lesezeichen anlegen: Es ordnet sich sofort unter den markierten Seitenverweis.
Muss noch gesagt werden, dass der Nutzwert von Lesezeichen lange vor dem PDF-Export beginnt? Wenn Sie in einem längeren Dokument häufig zwischen verschiedenen Seiten und/oder Textstellen hin- und herswitschen müssen – legen Sie sich doch einfach einmal ein Lesezeichen an!
Die Serie ist kein Hilfe-Ersatz. Dafür gibt es unsere Kurse, gibt es Fachbücher und im Internet Fachartikel en masse. Sie ist vielmehr ein entspannter Streifzug mit Hinweisen auf versteckte Kleinigkeiten: die man im InDesign-Alltag gern übersieht.


