Archive for November, 2010

InDesign CS5-IconIch will jetzt gar nicht prüfen, für welche InDesign-Anwender das nachfolgende Farbfeld-Thema ein alter Hut sein wird (ich vermute allerdings: Das sind nicht sehr viele). Fakt ist: Ich habe an wichtiger Stelle falsch geschult. Seit eh und je!

«Wenn Du zum Beispiel ein Zeichenformat erstellst, dann schau, dass das Farbfeld, das Du einsetzen willst, schon vorher eingerichtet worden ist. Denn im Dialog ‹Neues Zeichenformat› gibt es keine Möglichkeit, fehlende Farbfelder anzulegen.»

Falsch. Sie gibt es. Und das schon seit CS2 (InDesign 4). Dank eines Hinweises von Marijan Tompa (Blog, Twitter) weiss ich seit heute: Einfach auf das Beispielfeld doppelt klicken! Und schon öffnet sich der altbekannte «Neues Farbfeld»-Dialog. Egal, ob das Beispielfeld unbestimmt ist – Fragezeichen – oder nicht.) So simpel.

Zu meiner Ehrenrettung: Selbst Marijan hatte das Verfahren vergessen und ein entsprechendes Feature Request («Leistungsmerkmalanforderung») bei Adobe schon unterstützt. Bis er sich erinnerte: Geht längst!

Nun fehlt uns nur noch die Möglichkeit, fix eine neue Farbe anzulegen, wenn Farbe via Popup (und nicht via Icon) angeboten wird: zum Beispiel bei den Absatzlinien.

Die neue Leistungsmerkmalanforderung ;) läuft.

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InDesign CS5-IconEs geht um InDesigns Tastaturbefehlssätze (Bearbeiten > Tastaturbefehlssätze…), InDesigns Cache und InDesigns Präferenz-Datei InDesign Defaults: und ihrem Zusammenspiel.

Die Präferenzen

InDesign speichert seine Einstellungen in zahlreichen Dateien. Sie befinden sich bekanntlich im Ordner des Anwenders: Er heisst «de_DE» und sitzt in diesem Pfad (Mac): User > Library > Preferences > Adobe InDesign (dort im Ordner der ensprechenden InDesign-Version). Unter Windows hat man auf dem Pfad paar Stufen mehr zu steigen. XP: User > Anwendungsdaten > Adobe > InDesign. Vista, Windows 7: User > AppData > Roaming > Adobe > InDesign.

Der Cache

Hier legt InDesign Spuren seiner Arbeit ab: zum Beispiel Details abgestürzter Dateien. Die Pfade: Mac: User > Library > Caches > Adobe Indesign. XP: User > Lokale Einstellungen > Anwendungsdaten > Adobe > InDesign. Vista, Windows 7: User > Roaming > AppData > Adobe > InDesign.

Der Tastaturbefehlssatz

Bekanntlich sollte man sich einen eigenen Tastaturbefehlssatz anlegen. Suboptimale, fehlende oder nicht funktionierende Tastaturbefehle können so ergänzt werden. Zum Beispiel in der Schweiz der Tastaturbefehl fürs Ein- und Ausblenden des Grundlinienrasters: Strt+Alt+ß setzt eine deutsche Tastatur voraus. Die schweizerische versagt, weil auf ihr die Taste ß nicht existiert.

Anders als bei anderen Einstellungen merkt sich InDesign bis einschliesslich Version 6.x (CS4) merkwürdigerweise nicht in seinen Präferenzen, welcher Tastaturbefehlssatz aktiv ist: sondern nur in seinem Cache (und dort in der Datei InDesign Saved Data).

Mit InDesign 7.0.x (CS5) ist dieses Gedächtnis nun auch (!) in die Präferenz-Datei gewandert: InDesign Defaults. «Auch» heisst: Wird der Cache gelöscht, bleibt die Erinnerung an den Tastaturbefehlssatz wach. Ebenso, wenn InDesign Defaults gelöscht wird. Erst wenn beide Dateien gleichzeitig gelöscht werden, vergisst InDesign, welcher Tastaturbefehlssatz am Schluss ausgewählt worden war.

Die Moral

Wer zugunsten reibungslosen Arbeitens von InDesign regelmässig den Cache entfernt (in manchen Produktionsumgebungen eine tägliche Massnahme), muss seit CS5 anschliessend nicht mehr jedesmal den bevorzugten Tastaturbefehlssatz neu aufrufen.

Natürlich wünschen wir uns, dass die Entwickler an dieser Stelle noch einen Zahn zulegen in Sachen Konsequenz: Wenn ich Präferenzen lösche, erwarte ich, dass alle Erinnerungen an Einstellungen entfernt werden. Die Erinnerung an den Tastaturbefehlssatz hat im Cache nichts zu suchen: Sie gehört ausschliesslich in die Präferenzen.

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InDesign CS5-IconMit InDesign 7.0 wurden in der deutschen Lokalisation zahlreiche Übersetzungsfehler ausgemerzt – nicht zuletzt dank fleißiger Redaktions- und Sammelbemühungen durch Gerald Singelmann et.al. Noch aber finden sich hier und da Dinge, die optimiert werden müssen oder sollten. Ich wurde gebeten, sie zu listen. Weitere Nennungen und Kommentare: nur zu!

Tastaturbefehle

FundortAktuellVorschlagErläuterung
[Bearbeien > Tastaturbefehle > Ansichten, Navigation ]Tastaturfokus in Steuerungsbedienfeld umschaltenErstes Eingabefeld der Steuerung aktivieren/deaktivieren“Tastaturfokus” is nowhere used in InDesign. And not only a “Fokus” is changed: The Text is highlighted – which is much more.
Absatz(format) > BedienfeldmenüOptischen Steg ignorierenOptischen Rand ignorierenThe english "margin" has in german two meanings: "Steg" (space outside the type area) and "Rand" (edge defining start and end of a paragraphs width).
Hilfe > Typografie > Formatierung von Absätzen > Erstellen hängender ZeichensetzungOptischer StegausgleichOptischer RandausgleichThe english "margin" has in german two meanings: "Steg" (space outside the type area) and "Rand" (edge defining start and end of a paragraphs width).
WeitereRückmeldungensehrerwünscht!

Die Tabelle habe ich mal fix mit dem genialen «Table Reloaded» gebaut (Aufwand 5 Min.): ein WordPress-PlugIn von Tobias Bäthge. Man möchte sich fast wünschen, dass die Tabelle richtig dick wird – damit man ihre Funktionalität auch nutzen kann!

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simplify-your-indesignAttribute sind so praktisch: Ganz schnell kann man mal ein Objekt auf «nicht druckend» stellen. Doch das ist auch tückisch: In der Normal-Ansicht sieht solch ein Objekt aus wie jedes andere. Und in der «Vorschau»-Ansicht sieht man es überhaupt nicht. Höchstens blitzt sein Begrenzungsrahmen kurz auf, wenn die Maus zufällig drüberfährt. Wie also finde ich solche Objekte? Zum Beispiel in einem viele Dutzend Seiten umfassenden fremden Dokument?

Leider wollten die InDesign-Entwickler solche Objekte – anders als gesperrte oder Mustervorlagenobjekte – nicht kenntlich machen: Die nächste Abbildung zeigt, wie solche Objekte heute ausschauen.

Insofern sollte man versuchen, Nichtdruckendes klüger zu verwalten als über Attribute. Der InDesign-Anwender hat mehrere Optionen:

Skript

Dave Saunders hat ein kleines Skript geschrieben, das per Knopfdruck alles Nichtdruckende zurückstellt auf druckend.

Trotzdem drucken

Der Druck- wie auch der Export-Befehl drucken auf Wunsch Nicht-Druckendes mit. (Noch schöner wäre es, zur Kontrolle auch nur Nichtdruckendes drucken zu können: Dieser Befehl muss noch erfunden werden.)


Nichtdruckende Ebene

Statt Objekte einzeln auf nicht-druckend zu stellen, legt man für sie eine oder mehrere nicht-druckende Ebenen an. Nichtdruckende Ebenen weisen sich durch kursiven Namen aus (leider nur, solange sie eingeblendet sind).

Farbe

Wenn Objekte nicht drucken sollen, dürfen sie vielleicht auch auffällig eingefärbt werden? Warum nicht ein knackiger Farbton «Nichtdruckend»? Dann sieht man diese Elemente wenigstens bei normaler Ansicht.

Notizen

Sehr häufig legen wir Nichtdruckendes an, um ein Dokument mit Informationen oder Notizen anzureichern. Warum nutzen wir dann nicht einfach InDesigns Notizen? Das zugehörige Bedienfeld listet alle Notizen auf und steuert sie an. Notizen werden grundsätzlich nicht gedruckt: Also warum Risiken eingehen mit «echten» Objekten?

Dokumentinformationen

Wichtige Informationen können auch den Metadaten eines Dokuments beigefügt werden (Datei > Dateininformationen…): Datenbanken können solche Metadaten wiederum auslesen.

Infobereich

Der Infobereich ausserhalb des Seitenformats ist ebenfalls dankbarer Empfänger für Informationen zum Dokument. Vorteil: Er gefährdet nichts. Kann auf Wunsch – mit Hilfe eines vergrösserten Druckbereichs – mitgedruckt werden.

Gelegentlich kommt dann der Einwand, es sei mühsam, diesen Bereich zu sehen, insbesondere, wenn er ober- oder unterhalb des Dokuments angelegt wird. Meist ist dann aber der Befehl Ansicht > Ganze Montagefläche nicht bekannt (Strg/cmd+Alt+Shift+0). Tipp: Werden wichtige Anweisungen und Informationen auf den Mustervorlagen angelegt, sind sie auf allen Seiten sichtbar.

Inhaltsverzeichnis für Nichtdruckendes

Wenn nichtdruckende Objekte Text enthalten, werden sie vermutlich mit einheitlichem Absatzformat formatiert. Warum nicht zum Beispiel am Ende des Dokuments ein automatisches Inhaltsverzeichnis anzulegen, das alle Notizen auflistet: einschliesslich Seitenverweis? Keine schlechte Idee z.B. für allfällige Korrekturanweisungen! (Ein Tipp, den wir einem Beitrag von Louise, www.halo-media.com, verdanken.)

Sie sehen also: Nichts spricht dagegen, Dokumente mit nicht-druckenden Elementen anzureichern. Nur stellen Sie sie nicht gleich auf nichtdruckend.

In loser Folge durchstreifen wir die 44 Bedienfelder von InDesign CS4 (bitte klicken). Die Ziffern zeigen, in welcher Folge dieser Serie ein Bedienfeld behandelt wird. Die Serie ist kein Hilfe-Ersatz. Dafür gibt es unsere Kurse, gibt es Fachbücher und im Internet Fachartikel en masse. Sie ist vielmehr ein entspannter Streifzug mit Hinweisen auf versteckte Kleinigkeiten: die man im InDesign-Alltag gern übersieht.

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