Archiv zum Thema XPress-Tipp

Vorgeschichte:
Mit XPress 8 hat sich das Verhalten der Werkzeuge drastisch verändert und vereinfacht.

Eine Auswirkung:
Die Escape-Taste deaktiviert das oder die Elemente (Box, Rahmen, Linie, Gruppe, Tabelle usw.) – egal in welchem Werkzeug man gerade ist. Alle Umsteiger aus alten XPress-Versionen sollten daran denken, und die Auch-InDesign-Anwender mit dem Wissen um Jochen Uebels InDesign-Tipp freuen sich …



Vorgeschichte:
In der Quark-Welt gibt es im Gegensatz zur Adobe-Welt die «sicheren» Formen: tatsächliche Rechtecke oder Ovale und sogenannte «orthogonale» Linien. Orthogonale (rechtwinkelige) Linien sind in XPress Linien, die sich mit den normalen Bearbeitungswerkzeugen nur noch unter 45°-Winkeln verändern lassen und somit eine hohe Sicherheit gegen ungewolltes Schrägstellen bieten.

LinieXP7Bis XPress 7 gab es dementsprechend unter den Linien-Werkzeugen jeweils ein Werkzeug für «schräge» Linien und eines für rechtwinkelige. Siehe Bild rechts >>

LinieXP8Arbeitsweise in XPress 8
<< Bild links: In XPress 8 gibt es nur noch ein Linienwerkzeug. Und leider in XPress 8.0x mit einer «Macke»: Das Werkzeug erzeugte nur normale Linien – ohne Wenn und Aber. Um zu «stabilen» Linien zu kommen, mussten sie erst per Menübefehl in orthogonale Linien umgewandelt

So soll es sein und so ist es jetzt: 8.1
In XPress ab Version 8.1 sieht die Situation anders aus: Drückt der Anwender während des Aufziehens der Linie die Shift-Taste, dann entsteht automatisch eine orthogonale Linie. Da freut sich der Power-User!

Möchte man überprüfen, was man für eine Linie erzeugt, kann man jederzeit unter «Objekt >>Form» den Typ auslesen oder verändern:
Form-Linie



Das Problem:
Sie haben verschieden formatierte Absätze – zum Beispiel in einer Tabulator-getrennten Tabelle mit ¶ als Absatzschaltung. Dort ist dann ja jede Zeile ein eigener Absatz. Nun möchten Sie, dass alle Absätze möglichst schnell die gleiche Absatzformatierung (aber nicht Zeichenformatierung) erhalten.

Das folgende Bild zeigt diese Situation mit unterschiedlichen Einzügen, Ausrichtungen, Absatzlinien, Initialeinstellungen, Grundlinienraster-Optionen, Randausgleichseinetllungen, Zeilen- und Absatzabständen und Tabstopp-Definitionen:
wilde Absatzformatierung

Erreichen möchte ich, dass alle Absätze so formatiert werden, wie der dritte Absatz mit dem roten Biber:
Text5

.

Die Lösung:
Hier hilft der Uralt-Kurzbefehl für «Absatzattribute kopieren»: Alt-Shift+Mausklick mit der Texteinfügemarke in den Quell-Absatz – in den «schönen» Absatz.

Voraussetzung: Sie haben Absätze mit unterschiedlichen Formatierungen in einer Textkette(!).

1. Schritt: Sie aktivieren die gewünschten zusammenhängenden Textpassagen.
Aktivierte Textpassage

.

2. Schritt: Nun Klicken Sie mit gedrückter Alt- und Shift-Taste in den Absatz, von dem Sie die Absatzformatierung holen möchten:
Alt-Shift-Klick in den Quell-Absatz

.

3. Schritt: Das war es schon. Alle aktivierten Absätze der Textkette haben die gleichen Absatzformate
Die Absatzformate sind gleichgeschaltet worden.

.



Das Problem:
Sie haben eine ganz normale Tabulator-gestützte Tabelle mit Zahlenwerten. Das bedeutet, dass man meist mit rechtsbündigen Tabstopps arbeitet. Nun kommt häufig der Wunsch, dass eine Fussnote oder ein Sternchen für weitere Informationen zu diesen Werten gewünscht wird.

Das folgende Bild zeigt diese Situation:
Tabelle mit Fussnote

Das Ergebnis befriedigt optisch natürlich noch nicht.

Gewünscht wird folgendes Aussehen:
Tabelle mit Fussnote2

Die Lösung:
In XPress kann man auch an Sonderzeichen in Tabellen mit Tabstopps ausrichten.

Vorbereitender Schritt: Sie haben die Tabelle mit rechtsbündigen Tabstopps für die Zahlen gesetzt.

1. Schritt: Sie fügen zwischen Zahlen und den Fussnoten oder Index-Zeichen das «Wortverbinderzeichen» ein: entweder über Hilfsmittel oder über die Sonderzeichen der Glyphen-Palette.
Wortverbinderzeichen

2. Schritt: Sie kopieren dann im Text genau dieses Sonderzeichen in die Zwischenablage – kein Zeichen mehr oder weniger.

3. Schritt: Nun aktivieren Sie alle gewünschten Zeilen des Tabellentextes.

4. Schritt: Sie haben in der Maße-Palette das Register «Tabulatoren» aktiv und sehen über der Tabelle die Formatierungsleiste mit Einzügen und Tabstopps.

5. Schritt: Nun klicken Sie in der Formatierungsleiste genau auf den Tabstopp, der Zahlen mit Fussnoten/Indexen enthält.
Die Rückmeldung aus der Maße-Palette sollte nun ähnlich aussehen:
aktivierter Rechts-Tabstopp

6. Schritt: Der Tabstopp ist immer noch aktiv? Dann wechseln Sie auf den «Ausrichten» an (der ganz rechte von den sechsen) und fügen in das nun aktive «Ausrichten an»-Eintragsfeld das kopierte Sonderzeichen aus Schritt 2 ein (das Sonderzeichen ist dort unsichtbar).
Ausrichten an Sonderzeichen
und mit Drücken des Feldes «Festlegen» schliessen das Procedere ab.

Nun sollte die Tabelle wie gewünscht aussehen.



Die Vorgeschichte:
Im Dialog zu den Absatzattributen gibt es einen Wert zum Versatz der Absatzlinie. Diesen Wert hat Quark seit Jahrzehnten bei Werksauslieferung von XPress auf 0 Prozent voreingestellt. Dass man in diesem Feld aber auch mit definierten Masseinheiten wie Millimeter arbeiten kann, haben viele Anwender schon gehört – dass sie mit dieser Umstellung von relativ auf definiert aber wesentlich mehr umgestellt haben, ist vielen nicht bewusst geworden.

Relative Arbeitsweise (Trennlinie) – die Einstellungen:

relativ

Das wären praktikable Werte für den relativen Linien-Versatz. Das Ergebnis mit Jabberwocky-Blindtext in einer einspaltigen und einer zweispaltigen Textbox sieht so aus:

relativ2

Nur zwischen den Absätzen erscheint eine Absatz-Trennlinie – am Spaltenende oder Start erscheint keine Linie.

Definitive Arbeitsweise (Schmucklinie) – die Einstellungen:

relativ44

Mit diesen Einstellungen erhalten wir in den selben Textboxen folgendes Ergebnis:

relativ255

Nun sind aus den Absatz-Trennlinien sogenannte Absatz-Schmucklinien geworden: Jeder Absatz erhält in jeder Situation das schmückende Element.



Die Vorgeschichte:
Sie haben ein Objekt (Textbox, Bildbox, Linie oder Tabelle) selektiert und verändern in der «Maße»-Palette beliebige Einstellungen, die nun angewendet werden sollen.

Die Frage:
«Soll ich nun ins Layout klicken oder die Return-/Enter-/Bestätigungstaste drücken, damit die Änderung auf das Objekt übertragen wird?» Kurz und knackig: Maus oder Tastatur?

Die Antwort:
Fast alle Argumente sprechen für das Drücken der «Bestätigungstaste» wie Return oder Enter. Gründe dafür: Das Objekt oder die Objekte bleiben aktiviert und können dann weiter bearbeitet werden.
Beim Klicken auf ein anderes Objekt oder in einen Leerraum besteht immer die hohe Gefahr, dass durch das Klicken das eventuell «getroffene» neue Objekt verschoben wird.