Archiv zum Thema XPress-Tipp
XPress-Tipp 10: Hilfslinien spiegeln
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Das Problem: Beim Wechseln von rechten und linken Seiten muss meist das Gestaltungsraster gespiegelt werden. Dabei ist häufig die Musterseitenfunktion wenig hilfreich, weil damit auch die Gefahr der Elementverschiebung besteht.
Die Lösung: Die Spiegel-Funktion der neuen Hilfslinien-Palette nutzen. (In XPress 7 stand diese Funktion nur in Englisch zur Verfügung, wenn die XTension «XPert Layers» geladen war.)

Die Ausgangssituation: Für spätere Seitenumstellungen soll das Gestaltungsraster gespiegelt werden. Zur Demonstration der Arbeitsweise sind die senkrechten Hilfslinien der linken Seite in Rot und die rechten Seite in Grün gehalten.
Vorbereitender Schritt: Sie haben die Palette geöffnet und sehen die Hilfslinien wie in diesem Beispiel:

1. Schritt: Sie wollen die Hilfslinien der rechten und der linken Seite – also der Seiten der Montagefläche – spiegeln, dann klicken Sie mit der rechten Maustaste auf die Montageflächen-Nummer, so wie hier gezeigt:

und wählen den Befehl «Hilfslinie spiegeln.

Das ist das Ergebnis, was wir erwarten können, wenn dieser Befehl seitenbezogen verstanden wird.
Es ist auch das Ergebnis, das XPress 7 brachte und zukünftige Versionen von XPress 8 wieder zeigen werden.
In den Versionen 8.0 bis 8.02 wird jedoch nicht gespiegelt sondern um 180° gedreht. Quark ist dieser Fehler bekannt, und es ist versprochen, dass das Verhalten mit dem nächsten kostenlosen Update wieder «gut» wird.
2. Schritt – ein Workaround durch Nutzen eines anderen Features.
Sie wollen nur einzelne Hilfslinien spiegeln? Dann wählen Sie die gewünschten Hilfslinien in der Palette aus und klicken dann mit der rechten Maustaste auf einer dieser Linien; so wie hier gezeigt:

und wählen nun den Befehl «Hilfslinie spiegeln.

Es sind nur die Hilfslinien gespiegelt worden, die auch ausgewählt waren.
Für XPress 8.0 bis 8.02 heisst das, dass man die waagerechten Linien nicht mit auswählen sollte, wenn man spiegeln und nicht drehen will.
XPress-Tipp 09: Ebenenfarbe ändern
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Das Problem: Häufig ist die Farbe der Elemente zu «schlapp», um die einzelnen aktivierten Elemente sicher im Layout zu erkennen – oder sie ist zu stark, um bei vielen Elementen nicht irritiert zu werden.
Die Lösung: Die Ebenenfarbe und damit Ansicht der zugehörigen Elemente kann verändert werden – auch die Farbe der Standard-Ebene ist nicht in Stein gemeisselt.
Mit XPress 8 hat sich die Farbe der Standard-Ebene wieder geändert: nun zu Hellblau. Das ist für viele Prozesse keine geeignete Farbe.

Wenn sich nicht viele Elemente überlagern, greife ich häufig zu kräftigen Farben. Hier zum Beispiel Apfel-Rot.

Wie stellt man nun die Ebenenfarbe um?
1. Schritt: Doppelklick auf die gewünschte Ebene in der Ebenen-Palette. Nun geht der folgende Dialog auf:

2. Schritt: Doppelklick auf das kleine Symbol der Farbe und ein weiterer Dialog geht auf:

Am Mac stelle ich häufig zur Auswahl auf die Kreidestifte (Crayon) um und wähle – 3. Schritt – eine gewünschte Farbe.
Mit zweimal OK ist die Anzeige der Elemente einer Ebene umgestellt.
Was gibt es zu bedenken?
Die Ebenenfarbe ist eine Layout-Einstellung, wandert also mit dem Layout.
Leider gibt es keine Vorgabemöglichkeit für neue Layouts.
XPress-Tipp 08: Form erweitern
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Das Problem: Bei Logo-Konstruktionen oder bei «Filet» um Bilder braucht man eine parallele Formerzeugung. Was bei exakten Kreisen oder Quadraten durch einfaches Skalieren möglich ist, könnte bei unregelmäßigen Formen zur Sisyphos-Arbeit ausarten …
Die Lösung: Die Lösung ist so einfach wie ungewöhnlich: Man muss in den Layout-Voreinstellungen die Randplatzierung verändern.
Als Beispiel das gewünschte Endergebnis: Die gelbe Form soll aus dem blauen Hintergrund mit 2 mm Abstand ausgespart werden.
Und so sieht die Startsituation aus – unten blaue Fläche, darüber gelbe Form und oben rote Spitze:
1. vorbereitender Arbeitsschritt: Sie stellen die Randplatzierung auf «Außen» um.

2. vorbereitender Arbeitsschritt: Sie «klonen» die gelbe Form, das bedeutet Duplizieren auf die gleiche Stelle.

Nun haben Sie die gelbe Box doppelt übereinander liegen. Diese doppelte Box wird später bei einem Arbeitsschritt verbraucht werden.
3. Schritt: Der oben liegenden gelben Form geben Sie jetzt einen 2 mm breiten Rand (Ich habe den Rand aus Kontrollgründen transparent gestellt.):


Deutlich erkennbar: Die gelbe Fläche ist gleich gross, aber durch den Rahmen erweitert.
4. Schritt: der entscheidende Moment – jetzt werden diese Fläche und die im Hintergrund liegende blaue Fläche gemeinsam selektiert und miteinander verrechnet (die doppelte gelbe Fläche wird dabei «verbraucht»). Das geht per Menübefehl: Objekt > Vereinen > Differenz.

Und das war es auch schon. Unsere am Anfang gezeigt Situation ist erreicht.
Was gibt es zu bedenken?
Stellen Sie nach dem Procedere die Grundeinstellung für die Randplatzierung wieder auf «Innen».
Wie macht es der Illustrator?
Hier heisst der Befehl «Pfad verschieben»

XPress-Tipp 07: Fuss- und Kopfzeilen auf Textpfade
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Das Problem: Viele Layouter setzen die Kopf- und Fusszeilen für Pagina, Ausgabenummer, Kapitelangaben, Autoren, Datum usw. in eine normale Textbox – und wundern sich dann, wenn Texte durch verdrängende Eigenschaften letztendlich nicht an der gewünschten Stelle stehen.
Die Lösung: Seit XPress 4 setzt man solche Elemente am effektivsten auf Textpfade.

Viele wissen es immer noch nicht: Steht in XPress der Text auf einem Textpfad, wird er auf keinen(!) Fall verdrängt (hier von der leeren Bildbox). Diese Eigenschaft – neben weiteren – macht den Textpfad so attraktiv für Kopf- und Fusszeilen.
Zusammengefasst: Welche Vorteile hat Text auf Pfad in dieser Situation?
– kein Verdrängen mehr möglich
– Textplatzierung über die Grundlinie und nicht über die Versalhöhe oder die Oberlänge – das erleichtert das Arbeiten mit unterschiedlichen Textgrössen enorm
Was gibt es zu beachten?
Die Eigenschaften des Textpfades sollten gegenüber dem Auslieferungszustand von XPress geändert werden:
. 
Stärke des Textpfades: 2mm (lässt sich gut aktivieren und mit diesem Wert dann auch rechnen), Farbe: «Keine», Text ausrichten: «Grundlinie», An Zeile ausrichten: «Zentriert» oder «Unten»
XPress-Tipp 06: Die Landung des @
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Das Problem: In vielen Schriften und Schriftschnitten fehlt dem «@»-Zeichen die richtige Bodenhaftung – es steht viel zu hoch.
Die Lösung: Mit XPress 7 oder 8 kann man die vertikale Unterschneidung von Buchstabenpaaren verändern und für unsere Zwecke nutzbar machen.

Wie geht man vor, um die vertikale Unterschneidung zu verändern?
1. Arbeitsschritt: Gehen Sie unter Hilfsmittel zum Befehl «Unterschneidungstabelle bearbeiten…» und suchen Sie sich Ihre Brot-&-Butter-Schrift heraus – zum Bearbeiten.

Als nächste Arbeitsfolge müssen Sie nun alle 26 Kombinationen (a@, b@, c@ usw.) mit dem «@»-Zeichen mit einem negativen vertikalen Wert versehen und zur Liste «Hinzufügen». Mit «OK» und «Sichern» verlassen Sie die Dialoge.

Was gibt es zu bedenken: Normalerweise tauchen OpenType-Schriften nicht bei den zu unterschneidenden Schriften auf. Dann müssten Sie bei den Projekt-Vorgaben die Verwendung der OpenType-Unterschneidung deaktivieren.
XPress-Tipp 05: Die Flucht der Grossbuchstaben
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Das Problem: Die Oberkante der Bilder soll mit den daneben stehenden Buchstaben auf einer Höhe liegen. Diese Layout-Aufgabe soll schnell und präzise abzuarbeiten sein.
Die Lösung: Mit XPress 8 lässt sich das Seiten- oder Textrahmenraster so einrichten, dass zusätzlich zum Grundlinienraster auch ein Versalhöhenraster sichtbar wird – mit magnetischen Eigenschaften.

Wie geht man vor, um zum Versalhöhenraster zu kommen?
1. Arbeitsschritt: Ich wechsle auf die Musterseite und gehe dort zu «Seiten > Master-Hilfslinien und Raster…» und wechsle dort sofort in «Einstellungen anzeigen». Dort aktiviere ich den oberen Punkt, so dass die Oberlinie gezeigt wird.

Jetzt folgt der 2. Arbeitsschritt. Ich wechsle ins Register «Texteinstellungen». Möchte ich zum Beispiel eine 10 pt Schrift mit 12 pt Zeilenabstand setzen, können sich folgende Werte ergeben:
10 pt grosse Schrift mit 8,6 pt Versalhöhe wird mit 3,4 pt Linienabstand auf 12 pt Zeilenabstand gebracht.
Das Endergebnis können wir im ersten Bild als Beispiel sehen: Grüne magnetische Hilfslinien erleichtern das Ausrichten von Bild und Linie ungemein.
Nun noch Anmerkungen zur Sichtbarkeit:
- «Hilfslinien» zeigt wie gewohnt die Hilfslinien, die Objekt-Umgrenzungen und den Satzspiegel
- «Seitenraster» zeigt das ehemalige Grundlinienraster, das wir ja gerade um das Versalhöhrenraster ergänzt haben.
- «Textrahmenraster» macht das Xpress-8-neue Textrahmenraster sichtbar, wenn es denn in der Textbox eingeschaltet ist.
Anmerkungen zu Anziehend/magnetisch
- «Hilfslinien magnetisch» macht Hilfslinien und Satzspiegel magnetisch.
- «An Seitenrastern verriegeln» schaltet den Magnetismus von Grundlinien- und Versalhöhenrastern der Seite und der Textboxen ein.

