Archiv zum Thema Automatisieren (ID)

simplify-your-indesignHübsche Ferienentdeckung: InDesign 7 (CS5) erinnert sich an den zuletzt benutzten Tastaturbefehlssatz selbst dann noch, wenn der Cache gelöscht wurde! Oder macht nur mir das Programm im Moment eine kleine Ferienfreude? Jedenfalls: ein Handgriff weniger!

Denn die immer zu empfehlende Bereinigungsmassnahme – eben das gelegentliche Löschen des Caches – wurde von CS2, CS3 und CS4 damit «belohnt», dass man anschliessend den gewünschten Tastaturbefehlssatz zwar nicht neu erstellen, aber eben neu zuweisen musste.

Nachtrag: Von den Einstellungen, die der Anwender bei der Schnellanwendung vorgenommen hat, trennt sich InDesign beim Löschen des Cache leider nach wie vor. Häkchen für unerwünschte Suchergebnisse dieses ansonsten genialen cmd+Return (Mac) bzw. Ctrl+Return (Windows) muss man nach Löschen des Cache wieder erneut entfernen. Aber auch das ein Klacks, wenn man’s weiss.

 

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simplify-your-indesignIn loser Folge durchstreifen wir InDesigns 44 Bedienfelder (bitte klicken). Die Ziffern zeigen, in welcher Folge dieser Serie ein Bedienfeld behandelt wird.

Warum wenigstens ein Objektstil in InDesign unverzichtbar ist

Wussten Sie’s? Alle Linien, alle Rahmen in InDesign sind Vektoren, Bézier-Kurven: so, wie Sie sie vielleicht auch schon von Adobe Illustrator her kennen.

Immer sind Vektoren dimensionslose, nicht druckbare Pfade, abstrakt mathematische Beschreibungen eines «Wegs von—bis». Erst wenn wir einem Vektor eine Zeichnung verpassen, eine «Kontur», wird er im Druck sichtbar.

Wie aber wird eine Kontur auf einem Vektor aufgebaut? Nehmen wir den einfachsten Fall: eine Strecke von A nach B, sprich: eine einfache Linie. Sie soll nun eine Stärke erhalten. Was erwarten Sie vom Aufbau solch einer Kontur? Soll sie «rechts» oder «links» neben dem senkrechten Vektor laufen? Soll sie «unterhalb» oder «oberhalb» des waagerechten Vektors verlaufen? Und wie soll das Regelwerk arbeiten, wenn sich die «Fahrtrichtung» umkehrt? Wenn Sie eine Linie nicht von oben nach unten oder von links nach rechts zeichnen, sondern umgekehrt?

Sie sehen: Ein Bündel von Problemen baut sich auf – das nur mit einer einzigen Massnahme vermieden werden kann: Das Programm muss die Kontur strikt mittig aufbauen – unabhängig von jedem relativen «oben», «unten», «rechts» oder «links». Und genau das tut InDesign.

Von mittig zu innen

Weiss der Anwender erst einmal, dass die Kontur immer mittig sein will, kann er Vorsorge treffen für all diejenigen Fälle, in denen er das nicht wünscht. Das ist zum Beispiel dann der Fall, wenn er ein Gefäss gebaut hat – einen Textrahmen, einen Grafikrahmen –, das zwar eine Kontur bekommen soll, aber seine «Über-alles-Abmessungen» nicht verändern darf – auch nicht um den Wert einer halben Konturstärke.

Wie man die Konturausrichtung nach «innen» stellt, händisch, habe ich in Folge 14 habe ich gezeigt. Der Objektstil (seit CS5 nun endlich konsequent «Objektformat» benannt) ist die logische Ergänzung hierzu. Mit drei Tipps:

  • Legen Sie den Objektstil, der künftig die Kontur nach innen ausrichtet, an, wenn kein Dokument geöffnet ist: Dann steht er Ihnen in jedem neuen Dokument sofort zur Verfügung.
  • «Ignorieren» Sie in diesem Objektstil alle Attribute ausser «Kontur- und Eckenoptionen». Ignorieren heisst: Die Buttons zeigen ein Minus. Damit ist dieser Stil so neutral, wie das irgend geht. (Sie müssen übrigens für einen Moment die Konturstärke definieren – Bild 1 –; anders lässt sich die Konturausrichtung – Bild 2 – nicht auf mittig stellen. Anschliessend können Sie die «Kontur» wieder «ignorieren».
  • Legen Sie an einem leicht erreichbaren Ort ein «Vorhalte»-Dokument an, aus dem Sie via «Objektstile laden» diesen neuen Objektstil jederzeit in alte Dokumente herüberholen können.

Bilder zum Vergrössern anklicken:

Die Serie ist kein Hilfe-Ersatz. Dafür gibt es unsere Kurse, gibt es Fachbücher und im Internet Fachartikel en masse. Sie ist vielmehr ein entspannter Streifzug mit Hinweisen auf versteckte Kleinigkeiten: die man im InDesign-Alltag gern übersieht.

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simplify-your-indesignIn loser Folge durchstreifen wir InDesigns 44 Bedienfelder (bitte klicken). Die Ziffern zeigen, in welcher Folge dieser Serie ein Bedienfeld behandelt wird.

Das Bedienfeld, das ergänzt werden muss – und ergänzt worden ist

Ja ja, der Index. Wer die einschlägigen Foren durchsucht, weiss: ein sperriges Thema, eine durchwachsene Funktion, die mit Bordmitteln allein nicht wirklich glücklich macht.

Meine Lieblingsempfehlung in Zusammenhang mit diesem Bedienfeld liegt deshalb naturgemäss ausserhalb von InDesign: nämlich in der Skript-Datenbank des führenden Publishing-Forums – HilfDirSelbst.

Die 25 Euro, die man zu entrichten hat, wenn man ein Jahr lang die Datenbank vollumfänglich nutzen will, sind nicht der Rede wert. Der Inhalt und Mehrwert, der sich einem eröffnet, umso mehr. Und viele Skripte werden von den ehrenamtlich arbeitenden Top-Fachleuten sogar gratis eingestellt: Das trifft auch zu für unverzichtbare Skripte für professionelles Indizieren. Zum Vergössern bitte aufs Bild klicken.

Die Serie ist kein Hilfe-Ersatz. Dafür gibt es unsere Kurse, gibt es Fachbücher und im Internet Fachartikel en masse. Sie ist vielmehr ein entspannter Streifzug mit Hinweisen auf versteckte Kleinigkeiten: die man im InDesign-Alltag gern übersieht.

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indesign_icon_klProblem: Der Befehl Ansicht > Originagröße zeigt nicht die Originalgrösse an. Wie kann ich für Originalgrösse sorgen?

Lösung:

  • Wir legen ein A4-Dokument im Querformat an, halten ein A4-Blatt auf die Monitorscheibe und zoomen, bis beides deckungsgleich ist. Wir merken uns den Zoomfaktor. Siehe Abbildung:

  • Wir besorgen uns von InDesignSecrets.com das kleine Dave Saunders-Skript «Zoom140Percent». Download der .zip-Datei: klicken Sie hier.
  • Wir installieren das Skript. Wie Skripts nach Download und Entpacken zu installieren sind, habe ich hier beschrieben.
  • Wir wählen Bearbeiten > Tastaturbefehle, wählen dort den Produktbereich «Skripten» und in der «Benutzer»-Gruppe das frisch installierte Skript. Wir geben ihm den Tastenbefehl Befehl+1 (Windows: Strg+1) und sagen «Ok». Siehe Abbildung:

  • Wir klicken im Skripten-Bedienfeld mit der rechten Maustaste auf das neu installierte Skript und wählen den Befehl «Skript bearbeiten».
  • Ist das Skript erst einmal geöffnet, finden Sie die Zahl «140»: Die ersetzen wir mit dem Wert, den wir an unserem Monitor als «1:1-Zoom» herausgefunden haben. In meinem Fall: 153.

Fertig. Von nun an wird InDesign Ihnen jedes Dokumente akkurat 1:1 anzeigen: via Befehl+1 bzw. Strg+1.

Hintergrund:

Ihr Layout wird von den Monitorpixeln wiedergegeben. InDesign prüft nicht, wie gross diese Pixel auf dem jeweiligen Monitor sind. Es geht von einem (längst überholten) Uralt-Standard aus: der ca. 0,353 mm grossen Pixelbreite/-höhe eines Macintosh-Monitors aus dem Jahr 1988. Dort verteilten sich auf 25,4 mm Breite (= US-amerikanischer Zoll bzw. «Inch») genau 72 Pixel: die 72 Dots per Inch (72 dpi).

Heute werden Monitore mit so grober Pixelung nicht mehr gebaut. Die Pixelgrösse ist um 50% und mehr verkleinert worden. Auf meinem Monitor sind sie schon so klein, dass ca. 110 Pixel in ein Zoll hineinpassen – 110 dpi statt 72 dpi! Die Software denkt aber immer noch, die Auflösung betrage 72 dpi. Und entsprechend zu klein wird das Layout dargestellt.

Übrigens: Powertipps und spannende Diskussionen über InDesign gibt’s auch in meinem InDesign-Inside-Kurs. Aber Achtung: nur für InDesign-Profis! Einzelheiten zum Kurs: >> http://www.smi.ch/anmeldung/layout-prepress.html

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Seitenübergänge: denn InDesign kann PowerPoint-Ersatz sein

Seitenübergänge sind Aufmerksamkeits-Wecker und Grobstrukturierer in jeder Präsentationen. Das deutliche Neu des Screens zeigt dem Betrachter/Zuhörer: Ein neues Thema beginnt. Insofern alles andere als Spielerei. (Dass viele PowerPoint-«Experten» diesen wichtigen Effekt vollkomen zunichte machen, indem sie konkurrierend auch innerhalb ihrer Präsentationen mit 1001 ermüdenden Effekten rumspielen, steht auf einem anderen Blatt.)

Jedenfalls: PowerPoint ist schon lange nicht mehr der letzten Weisheit Schluss. Es hat zwar den Vorteil, dass wir es auf nahezu jedem Rechner vorfinden – aber genau das ist auch sein Nachteil. Kaum fehlen benutzte Schriften auf der Zielmaschine, verhaut es das ganze, mühsam gebastelte Layout, und das Corporate Design ist dahin.

Insofern ist aus grafischer Sicht das PDF ohne Zweifel die professionellere Wahl: einmal erstellt, behält es sein Aussehen. Auf jedem Rechner.

Die Technik ist simpel, Das Bedienfeld «Seitenübergänge» bietet alles, was man braucht:
– Übergangs-Wahl
– Übergangs-Richtung
– Geschwindigkeit
… und im Fuss das kleine Knöpfchen «Auf alle Seiten anwenden».

InDesign beim Kämmen …

Das Ganze ist so einfach gestrickt, dass kaum eine «versteckte Funktion» zu finden ist: es sei denn, man schaut mal wieder in das Bedienfeldmenü. Voilà, da ist er, der mysteriöse Befehl «Wählen…»: der die Liste des «Übergang»-Popups komplett auffächert und via Mouseover jeden Effekt interaktiv illustriert.

Zu diesem Dialog findet auch, wer über dem Seiten-Bedienfeld die rechte Maustaste betätigt. (Der Befehl wirkt sich erst einmal auf markierte Seiten aus.)

Bleibt die gelegentliche Frage, wie man im PDF die Seitenübergänge denn nun sichtbar stellen kann. Nun, ähnlich PowerPoint nur im sog. Vollbildmodus (Acrobats Anzeige-Menü).

Achtung

Das, was Adobe «Intelligenter Textumfluss» nennt (gemeint ist Textfluss, also das automatische Hinzufügen/Entfernen von Seiten, wenn Textmengen sich ändern), ist nicht in der Lage, Seitenübergänge anzulegen. (Zum Vergrössern bitte klicken.)

Dem Vorschlag, den das Programm unter diesen Bedingungen anbietet – Textfluss eingeschaltet, Seitenübergänge auch –, sollte man gleichwohl nicht folgen:

Neue Seiten würden nun alle dem letzten Druckbogen (des Dokuments, des Textabschnitts, des Abschnitts, je nach Voreinstellung) hinzugefügt. Und nach 10 Seiten im Druckbogen wäre dann Schluss.

Die Serie ist kein Hilfe-Ersatz. Dafür gibt es unsere Kurse, gibt es Fachbücher und im Internet Fachartikel en masse. Sie ist vielmehr ein entspannter Streifzug mit Hinweisen auf versteckte Kleinigkeiten: die man im InDesign-Alltag gern übersieht.

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simplify-your-indesignHier und anderswo wird immer wieder mal auf Skripts verwiesen, die man in InDesign installieren könne: zur Beschleunigung und Vereinfachung mühsamer Aufgaben. Etliche Skripts hat Adobe mitgeliefert. Sie finden sich im Bedienfeld Skripten und dort im Ordnerchen «Anwendung». Immer wieder aber taucht die Frage auf: «Ich habe ein neues Skript aus dem Web heruntergeladen und entpackt. Wie geht’s nun weiter?»

Wie installiere ich ein neues Skript?

In 4 Schritten haben Sie’s, nach einer halben Minute sind Sie durch:

  1. Öffnen Sie das Bedienfeld «Skripten» (Fenster > Automatisierung)
  2. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf den kleinen Ordner «Benutzer«.
  3. Wählen Sie im Kontextmenü den Befehl Im Finder anzeigen (Mac) bzw. Im Explorer anzeigen (Windows). Ihr Rechner wechselt zur Dateiverwaltung und zeigt den richtigen Ordner geöffnet an.

  4. Legen Sie das Skript dort hinein.

Sie haben ein Skript installiert – und per Doppelklick im Skripten-Bedienfeld können Sie es jetzt starten.

Startup-Skripts?

Startup-Skripts sind ganz besondere Skripts, die schon beim Neustart von InDesign benutzt werden. (Die Autoren solcher Skripts verweisen auf diese Besonderheit explizit.) Diese Skripts müssen an einem anderen Ort installiert werden – sonst erkennt sie InDesign nicht beim Hochfahren. Der Pfad ist unter MacOS wie unter Windows identisch: Programmordner von InDesign > Scripts > Startup Scripts. Wenn der Ordner noch nicht existiert: anlegen.

Übrigens: Powertipps und spannende Diskussionen über InDesign gibt’s auch in meinem InDesign-Inside-Kurs. Aber Achtung: nur für InDesign-Profis! Einzelheiten zum Kurs: >> http://www.smi.ch/anmeldung/layout-prepress.html

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