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InDesigns Bedienfelder, Folge 35: «Objektstile»
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In loser Folge durchstreifen wir InDesigns 44 Bedienfelder (bitte klicken). Die Ziffern zeigen, in welcher Folge dieser Serie ein Bedienfeld behandelt wird.
Warum wenigstens ein Objektstil in InDesign unverzichtbar ist
Wussten Sie’s? Alle Linien, alle Rahmen in InDesign sind Vektoren, Bézier-Kurven: so, wie Sie sie vielleicht auch schon von Adobe Illustrator her kennen.
Immer sind Vektoren dimensionslose, nicht druckbare Pfade, abstrakt mathematische Beschreibungen eines «Wegs von—bis». Erst wenn wir einem Vektor eine Zeichnung verpassen, eine «Kontur», wird er im Druck sichtbar.
Wie aber wird eine Kontur auf einem Vektor aufgebaut? Nehmen wir den einfachsten Fall: eine Strecke von A nach B, sprich: eine einfache Linie. Sie soll nun eine Stärke erhalten. Was erwarten Sie vom Aufbau solch einer Kontur? Soll sie «rechts» oder «links» neben dem senkrechten Vektor laufen? Soll sie «unterhalb» oder «oberhalb» des waagerechten Vektors verlaufen? Und wie soll das Regelwerk arbeiten, wenn sich die «Fahrtrichtung» umkehrt? Wenn Sie eine Linie nicht von oben nach unten oder von links nach rechts zeichnen, sondern umgekehrt?

Sie sehen: Ein Bündel von Problemen baut sich auf – das nur mit einer einzigen Massnahme vermieden werden kann: Das Programm muss die Kontur strikt mittig aufbauen – unabhängig von jedem relativen «oben», «unten», «rechts» oder «links». Und genau das tut InDesign.
Von mittig zu innen
Weiss der Anwender erst einmal, dass die Kontur immer mittig sein will, kann er Vorsorge treffen für all diejenigen Fälle, in denen er das nicht wünscht. Das ist zum Beispiel dann der Fall, wenn er ein Gefäss gebaut hat – einen Textrahmen, einen Grafikrahmen –, das zwar eine Kontur bekommen soll, aber seine «Über-alles-Abmessungen» nicht verändern darf – auch nicht um den Wert einer halben Konturstärke.
Wie man die Konturausrichtung nach «innen» stellt, händisch, habe ich in Folge 14 habe ich gezeigt. Der Objektstil (seit CS5 nun endlich konsequent «Objektformat» benannt) ist die logische Ergänzung hierzu. Mit drei Tipps:
- Legen Sie den Objektstil, der künftig die Kontur nach innen ausrichtet, an, wenn kein Dokument geöffnet ist: Dann steht er Ihnen in jedem neuen Dokument sofort zur Verfügung.
- «Ignorieren» Sie in diesem Objektstil alle Attribute ausser «Kontur- und Eckenoptionen». Ignorieren heisst: Die Buttons zeigen ein Minus. Damit ist dieser Stil so neutral, wie das irgend geht. (Sie müssen übrigens für einen Moment die Konturstärke definieren – Bild 1 –; anders lässt sich die Konturausrichtung – Bild 2 – nicht auf mittig stellen. Anschliessend können Sie die «Kontur» wieder «ignorieren».
- Legen Sie an einem leicht erreichbaren Ort ein «Vorhalte»-Dokument an, aus dem Sie via «Objektstile laden» diesen neuen Objektstil jederzeit in alte Dokumente herüberholen können.
Bilder zum Vergrössern anklicken:


Die Serie ist kein Hilfe-Ersatz. Dafür gibt es unsere Kurse, gibt es Fachbücher und im Internet Fachartikel en masse. Sie ist vielmehr ein entspannter Streifzug mit Hinweisen auf versteckte Kleinigkeiten: die man im InDesign-Alltag gern übersieht.
InDesigns Bedienfelder, Folge 33: «Separationsvorschau»
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In loser Folge durchstreifen wir InDesigns 44 Bedienfelder (bitte klicken). Die Ziffern zeigen, in welcher Reihenfolge dieser Serie jedes Bedienfeld behandelt wird.
Missbrauch erlaubt
An sich dient die Separationsvorschau der Druckplattenkontrolle, z.B. zur Visualisierung von Sonderfarben oder Lack. Profis «missbrauchen» diese Funktion aber auch gern: beispielsweise, wenn es gilt, gefährlichen Farb-Doppelungen von Prozessfarben auf die Spur zu kommen.
Im Beispiel zwei 4c-Grüns – und der Anwender will nun wissen, wo Grün 1 und wo Grün 2 benutzt worden sind.

So geht’s:
Die betreffenden Prozessfarben in Vollton-Farben wandeln.

Das Seperations-Bedienfeld meldet die beiden Ankömmlinge folgerichtig als eigene Druckplatten zurück.

Die Separationsvorschau-Ansicht via Status «Separationen» einschalten und das Auge öffnen.

Voilà: Jetzt zeigen sich auf den Seiten nur die Elemente, die mit dieser Farbe eingefärbt worden sind.

Nach allfälligen Korrekturen hat man die neuen Vollton-Farben natürlich wieder zurückzusellen auf den Status «Prozess» – oder man entfernt sie, falls sie fehlerhaft angelegt worden sind. Ggf. auch in platzierten Dateien.
Die Serie ist kein Hilfe-Ersatz. Dafür gibt es unsere Kurse, gibt es Fachbücher und im Internet Fachartikel en masse. Sie ist vielmehr ein entspannter Streifzug mit Hinweisen auf versteckte Kleinigkeiten: die man im InDesign-Alltag gern übersieht.
InDesigns Bedienfelder, Folge 32: «Reduzierungsvorschau»
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In loser Folge durchstreifen wir InDesigns 44 Bedienfelder (bitte klicken). Die dortigen Ziffern zeigen, in welcher Reihenfolge jedes Bedienfeld in dieser Serie behandelt wird.
Wo wir derzeit (WM) so viel von «Standardsituationen» sprechen: Es gibt mindestens zwei, für die das oft vernachlässigte Bedienfeld «Reduzierungsvorschau» unbedingt zum Einsatz kommen sollte:
Sie wünschen sich einen perfekten Ausdruck auf Ihrem Bürodrucker.
Zu einem perfekten Bürodruck gehört, dass gleiche Schriften auch gleich aussehen. Das ist aber nicht der Fall, wenn Schatten oder halbtransparente Bilder in Textbereiche hineinwirken. In solchen Fällen wird Schrift meist sichtbar fetter ausgegeben – was schnell zu überflüssigen Rückfragen führt. «Kommt das auch so im Druck?»

Ob Schrift von Transparenzen beeinflusst wird, zeigt sehr fix die Vorschau, die die «Reduzierungsvorschau» generiert. Im Beispiel wurde die Reduzierungsvorschau aufgefordert, in Pfade umgewandelten Text zu markieren: Man erkennt, dass auch scheinbar jenseits des Schattens liegender Text von ihm noch erfasst und am Ende zu Pfaden umgewandelt wird – die auf einem Bürodrucker meist fetter ausgegeben werden.

Sie wünschen sich, dass Google Ihr PDF vollständig liest.
Wenn Sie ein PDF, dessen Text wie oben gezeigt teilweise oder ganz zu Pfaden umgewandelt worden ist, ins Internet stellen, kann Google solche Textstellen nicht mehr vollständig indizieren/lesen. Wird nach solchen Textstellen gegoogelt, wird nicht mehr zu diesem PDF verwiesen.
Und die Abhilfe?
Ist in der Regel erst einmal simpel. Stellen Sie zu schützende Texte über das Transparenz-Geschehen: zur besseren Kontrolle geschickterweise mit Hilfe zweier Ebenen («Transparenz» und «Text»).
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InDesigns Bedienfelder, Folge 31: «Preflight»
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In loser Folge durchstreifen wir InDesigns 44 Bedienfelder (bitte klicken). Die Ziffern zeigen, in welcher Folge dieser Serie ein Bedienfeld behandelt wird.
Grosses Argument für’s Upgrade.
Wer ökonomisch denkt, kommt an einer InDesign-Version, die über das Bedienfeld «Preflight» verfügt (ab CS4), nicht herum. Warum? Weil von nun an die meisten Standard-Fehler lange vor dem Abschluss der Produktion ausgemerzt werden können.
Ein solider Umgang mit «Preflight» lernt man am besten via Training und Schulung – aber ein Tipp auf eine reichlich versteckte Funktion sei hier verraten:
Preflight-Profil ausbetten
Mit einem «Preflight»-Profil definieren Sie, was in einem InDesign-Dokument aus Ihrer Sicht nicht erlaubt sein darf. Insofern ist es keine schlechte Idee, Ihr InDesign-Dokument fest mit Ihren Verbotsregeln zu verknüpfen. Sie erledigen das über das simple «Einbetten»-Knöpfchen rechts oben im «Preflight»-Bedienfeld.

Doch wie heben Sie solch eine Profil-Einbettung wieder auf? Hier hat sich Adobe ein Bravourstück der Bedienerfrendichkeit geleistet. Sie müssen zuerst in das Bedienfeldmenü von «Preflight» klicken, dort den Befehl «Profil definieren…» ansteuern, …

… kommen dann in den Dialog der Profildefinitionen und finden nunmehr unten links …

… ein – wie soll man’s nennen? Dialog-Menü? – Knöpfchen, das den versteckten Befehl zum Ausbetten enthält.
Ob ein Profil eingebettet ist oder nicht, erkennt man an zwei Stellen: dass das Einbetten Knöpfchen (siehe Bild 2) ausgegraut ist – und dass der Profilname im grossen Dialog (Bild 3) kursiv angezeigt wird.
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InDesigns Bedienfelder, Folge 30: «Seiten»
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In loser Folge durchstreifen wir InDesigns 44 Bedienfelder (bitte klicken) und werfen einen Blick auf eher versteckte oder nicht hinreichend beachtete Funktionen. Die Ziffern zeigen, in welcher Folge dieser Serie ein Bedienfeld behandelt wird.
Vorrede (7. Mai 2010)
Nachfolgenden Blog hatte ich am 27. April veröffentlicht. Am 6. Mai kommentierte ihn Quarz – mit dem Hinweis, dass er auf tönernen Füssen steht: Denn er steht (und fällt eben) mit der (falschen) Behauptung, fürs Wandern durch die Musterseiten gebe es keinen Tastaturbefehl. Gibt es! Alt+PageDown/PageUp!
Ein Befehl, den ich bislang nur fürs Wandern durch Druckbögen kannte (und seit XPress-Zeiten benutze). Fürs Wandern durch Musterseiten ist er nicht dokumentiert (wenngleich sichtbar, wenn man, auf einer Musterseite, einmal ins Layout-Menü schaut:

Insofern ist der nachfolgende Text vom 27. April (ich werde was Praktikableres nachreichen) ein …
Musterseiten-«Trick», den wohl kaum einer braucht
Musterseiten, «Mustervorlagen» haben bei der Bearbeitung ein Handicap: Es gibt keinerlei Befehl, «zur nächsten» oder zur «vorherigen Mustervorlage» zu springen: der Preis für die frei wählbare Reihenfolge der Mustervorlagen. Die nachteilige Folge: Man muss zwischen den Mustervorlagen mit umständlicher Doppelklickerei auf die Musterseiten-Symbole hin- und herwechseln.
Es sei denn, man wird aufmerksam auf den unscheinbaren Befehl Als Mustervorlage speichern.

Er bietet, was eigentlich fehlt: den sehr schnellen Wechsel zwischen künftigen Mustervorlagen, zum Beispiel mit den Tastenbefehlen Umschalt-Strg+PageDown/PageUp (Win) bzw. Umschalt-cmd+PageDown/PageUp (Mac).
Neue künftige Mustervorlagen legen Sie als normale Seiten an und bearbeiten sie in diesem Status bis zuletzt. Erst nach Abschluss der Arbeit nutzen Sie dann den Befehl «Als Mustervorlage speichern».
Alte Mustervorlagen wenden Sie erst einmal auf neue Seiten an und bearbeiten dann diese Seiten weiter. Nach Abschluss der Arbeit nutzen Sie dann wieder den Befehl «Als Mustervorlage speichern». Die Doppel der Musterseiten, die dadurch entstehen, behandeln Sie am besten so: Wenden Sie die neuen Mustervorlagen an, und am Schluss wählen Sie den Befehl Nicht verwendete Mustervorlagen auswählen – und anschliessend löschen Sie diese Seiten ohne Gefahr.

Die Serie ist kein Hilfe-Ersatz. Dafür gibt es unsere Kurse, gibt es Fachbücher und im Internet Fachartikel en masse. Sie ist vielmehr ein entspannter Streifzug mit Hinweisen auf versteckte Kleinigkeiten: die man im InDesign-Alltag gern übersieht.
InDesigns Bedienfelder, Folge 29: «Bedingter Text»
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Bedingter Text: Auf Vorarbeit zurückgreifen!
Bedingungen aufzubauen und dann, im zweiten Schritt, in Bedingungssätzen logisch zusammenzufassen kann mühsam sein. Es sei denn, Sie greifen auf vorhandene Bedingungen (und Bedingungssätze) klug zurück, zum Beispiel zentral abgelegt auf einem Server:

Der nachfolgende Dialog fragt Sie, aus welcher InDesign-Datei geladen werden soll. Na also.
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