Archiv zum Thema Bedienfelder (ID)
Attribute sind so praktisch: Ganz schnell kann man mal ein Objekt auf «nicht druckend» stellen. Doch das ist auch tückisch: In der Normal-Ansicht sieht solch ein Objekt aus wie jedes andere. Und in der «Vorschau»-Ansicht sieht man es überhaupt nicht. Höchstens blitzt sein Begrenzungsrahmen kurz auf, wenn die Maus zufällig drüberfährt. Wie also finde ich solche Objekte? Zum Beispiel in einem viele Dutzend Seiten umfassenden fremden Dokument?

Leider wollten die InDesign-Entwickler solche Objekte – anders als gesperrte oder Mustervorlagenobjekte – nicht kenntlich machen: Die nächste Abbildung zeigt, wie solche Objekte heute ausschauen.

Insofern sollte man versuchen, Nichtdruckendes klüger zu verwalten als über Attribute. Der InDesign-Anwender hat mehrere Optionen:
Skript
Dave Saunders hat ein kleines Skript geschrieben, das per Knopfdruck alles Nichtdruckende zurückstellt auf druckend.
Trotzdem drucken
Der Druck- wie auch der Export-Befehl drucken auf Wunsch Nicht-Druckendes mit. (Noch schöner wäre es, zur Kontrolle auch nur Nichtdruckendes drucken zu können: Dieser Befehl muss noch erfunden werden.)

Nichtdruckende Ebene
Statt Objekte einzeln auf nicht-druckend zu stellen, legt man für sie eine oder mehrere nicht-druckende Ebenen an. Nichtdruckende Ebenen weisen sich durch kursiven Namen aus (leider nur, solange sie eingeblendet sind).


Farbe
Wenn Objekte nicht drucken sollen, dürfen sie vielleicht auch auffällig eingefärbt werden? Warum nicht ein knackiger Farbton «Nichtdruckend»? Dann sieht man diese Elemente wenigstens bei normaler Ansicht.
Notizen
Sehr häufig legen wir Nichtdruckendes an, um ein Dokument mit Informationen oder Notizen anzureichern. Warum nutzen wir dann nicht einfach InDesigns Notizen? Das zugehörige Bedienfeld listet alle Notizen auf und steuert sie an. Notizen werden grundsätzlich nicht gedruckt: Also warum Risiken eingehen mit «echten» Objekten?

Dokumentinformationen
Wichtige Informationen können auch den Metadaten eines Dokuments beigefügt werden (Datei > Dateininformationen…): Datenbanken können solche Metadaten wiederum auslesen.

Infobereich
Der Infobereich ausserhalb des Seitenformats ist ebenfalls dankbarer Empfänger für Informationen zum Dokument. Vorteil: Er gefährdet nichts. Kann auf Wunsch – mit Hilfe eines vergrösserten Druckbereichs – mitgedruckt werden.

Gelegentlich kommt dann der Einwand, es sei mühsam, diesen Bereich zu sehen, insbesondere, wenn er ober- oder unterhalb des Dokuments angelegt wird. Meist ist dann aber der Befehl Ansicht > Ganze Montagefläche nicht bekannt (Strg/cmd+Alt+Shift+0). Tipp: Werden wichtige Anweisungen und Informationen auf den Mustervorlagen angelegt, sind sie auf allen Seiten sichtbar.
Inhaltsverzeichnis für Nichtdruckendes
Wenn nichtdruckende Objekte Text enthalten, werden sie vermutlich mit einheitlichem Absatzformat formatiert. Warum nicht zum Beispiel am Ende des Dokuments ein automatisches Inhaltsverzeichnis anzulegen, das alle Notizen auflistet: einschliesslich Seitenverweis? Keine schlechte Idee z.B. für allfällige Korrekturanweisungen! (Ein Tipp, den wir einem Beitrag von Louise, www.halo-media.com, verdanken.)
Sie sehen also: Nichts spricht dagegen, Dokumente mit nicht-druckenden Elementen anzureichern. Nur stellen Sie sie nicht gleich auf nichtdruckend.
In loser Folge durchstreifen wir die 44 Bedienfelder von InDesign CS4 (bitte klicken). Die Ziffern zeigen, in welcher Folge dieser Serie ein Bedienfeld behandelt wird. Die Serie ist kein Hilfe-Ersatz. Dafür gibt es unsere Kurse, gibt es Fachbücher und im Internet Fachartikel en masse. Sie ist vielmehr ein entspannter Streifzug mit Hinweisen auf versteckte Kleinigkeiten: die man im InDesign-Alltag gern übersieht.
InDesigns Bedienfelder, Folge 39: «Tabelle»
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Tabelle ist eines von InDesigns Bedienfeldern, das viele Anwender für überflüssig halten: Zeigt doch die Steuerung Tabelleneigenschaften auch.
Stimmt: wenn eine Zelle als Zelle markiert worden ist (Esc-Taste). Blinkt jedoch nur der Cursor in einer Zelle, zeigt die Steuerung keinerelei Tabelleneigenschaften mehr.
Zur Demonstration dieser Aussage habe ich im Bedienfeld der Steuerung via Anpassen nur die Tabellen-Attribute aktiviert.

Die Steuerung zeigt, wenn der Cursor in einer Zelle steht, gar nichts mehr an – wohl aber immer noch das unterschätzte Bedienfeld Tabelle:

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InDesigns Bedienfelder, Folge 38: «Tabellenformate»
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Tabellenformate in InDesign sind mächtig: Korrekt aufgebaut, gelingt mit ihnen die Formatierung selbst komplexer Tabelle mit wenigen Klicks – ohne Fremdmittel à la SmartStyles.
Allein schon die standardmässig angebotene 1-pt-Kontur zwischen allen Tabellenzellen lohnt, ein Tabellenformat vorzuhalten, das diese hässlichen Zeilenkonturen entfernt (zum Vergrössern bitte klicken; für Spaltenkonturen analog).
Und auch das meist überflüssig-hässliche Rähmchen um die ganze Tabelle herum erschlagen Sie mit dem Tabellenformat: Setzen Sie dazu die Konturstärke des Tabellenrahmen auf Null: im Dialog Allgemein.
Abweichende Einstellungen der Konturen sind dann Aufgabe von Zellenformaten.
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InDesigns Bedienfelder, Folge 37: «Zellenformate»
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In diesem Bedienfeld – schon gemerkt? – fehlt etwas: der Knopf Auf Basis zurücksetzen. In allen anderen Format-Bedienfeldern leistet diese Schaltfläche hervorragende Dienste: gelingt es mit ihr doch, Formate 1:1 auf ddas zugrundeliegende Format («Basiert auf») zurückzusetzen. Bei den Zellformaten hat man das wohl vergessen.

Was also tun, wenn Sie Zellformate voneinander abhängig machen und dabei auf die jeweilige Basis zurücksetzen wollen? Sie müssen einen Umweg gehen: Legen Sie ein frisches Zellformat an, das Sie erneut vom gewünschten Basis-Format abhängig machen. In dieser Situation ist es erst einmal ein 1:1-Duplikat der Basis.
Anschliessend das alte Format löschen und, falls eine Rückfrage kommt, das neue Format als Ersatz anbieten.
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InDesigns Bedienfelder, Folge 36: «Glyphen»
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Glyphen bietet zweierlei: den Zugriff zu sämtlichen Zeichen, die die momentan aktiven Schriften bereithalten – und den Zugriff auf eigene Zeichensammlungen aus den unterschiedlichsten Schriften, wenn man sie nicht jedes Mal im grossen Schriftentopf erneut und erneut suchen will.
Soweit, so gut. Doch wie gehe ich vor, wenn ich z.B. das Euro-Zeichen benötige – aber jeweils aus der Schrift, mit der ich gerade arbeite? Standardmässig wird ja die Schrift mit abgespeichert, wenn ich eine Glyphe meinem Glyphensatz hinzufüge.

Aber Sie können Ihren Glyphensatz bearbeiten (Bedienfeldmenü): Dann steht Ihnen die Option offen, die reine Unicode-Information des Zeichens zu speichern – unabhängig von jedem Font:

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InDesigns Bedienfelder, Folge 34: «Verlauf»
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Verläufe baue ich gern mit Hilfe des Bedienfelders Farbfelder: Nur hier gibt mir InDesign die Möglichkeit, die einzelnen Verlaufsfarben mit Hilfe vorgefertigter Farbfelder fernzusteuern.

Wozu ich aber Verlauf brauche, ist für den Winkel! Den den kann ich (leider) einem Verlaufsfeld nicht hinzufügen.

Tipp: Zum Verlaufs-Bedienfeld gelangen Sie möglicherweise am schnellsten durch einen Doppelklick auf sein Werkzeug-Symbol! Zumal sich seit CS5 dieses Bedienfeld im Fenster-Menü nicht mehr offen zeigt, sondern dort in die Gruppe «Farbe» eingeordnet worden ist.
PS: Die nächste Folge wird schon Folge 36 sein: Folge 35, «Objektstile», hatte ich am 7. Juli 2010 veröffentlicht.
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