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simplify-your-indesignIn loser Folge durchstreifen wir InDesigns 44 Bedienfelder (bitte klicken). Die dortigen Ziffern zeigen, in welcher Reihenfolge jedes Bedienfeld in dieser Serie behandelt wird.

Wo wir derzeit (WM) so viel von «Standardsituationen» sprechen: Es gibt mindestens zwei, für die das oft vernachlässigte Bedienfeld «Reduzierungsvorschau» unbedingt zum Einsatz kommen sollte:

Sie wünschen sich einen perfekten Ausdruck auf Ihrem Bürodrucker.

Zu einem perfekten Bürodruck gehört, dass gleiche Schriften auch gleich aussehen. Das ist aber nicht der Fall, wenn Schatten oder halbtransparente Bilder in Textbereiche hineinwirken. In solchen Fällen wird Schrift meist sichtbar fetter ausgegeben – was schnell zu überflüssigen Rückfragen führt. «Kommt das auch so im Druck?»

Ob Schrift von Transparenzen beeinflusst wird, zeigt sehr fix die Vorschau, die die «Reduzierungsvorschau» generiert. Im Beispiel wurde die Reduzierungsvorschau aufgefordert, in Pfade umgewandelten Text zu markieren: Man erkennt, dass auch scheinbar jenseits des Schattens liegender Text von ihm noch erfasst und am Ende zu Pfaden umgewandelt wird – die auf einem Bürodrucker meist fetter ausgegeben werden.

Sie wünschen sich, dass Google Ihr PDF vollständig liest.

Wenn Sie ein PDF, dessen Text wie oben gezeigt teilweise oder ganz zu Pfaden umgewandelt worden ist, ins Internet stellen, kann Google solche Textstellen nicht mehr vollständig indizieren/lesen. Wird nach solchen Textstellen gegoogelt, wird nicht mehr zu diesem PDF verwiesen.

Und die Abhilfe?

Ist in der Regel erst einmal simpel. Stellen Sie zu schützende Texte über das Transparenz-Geschehen: zur besseren Kontrolle geschickterweise mit Hilfe zweier Ebenen («Transparenz» und «Text»).

Die Serie ist kein Hilfe-Ersatz. Dafür gibt es unsere Kurse, gibt es Fachbücher und im Internet Fachartikel en masse. Sie ist vielmehr ein entspannter Streifzug mit Hinweisen auf versteckte Kleinigkeiten: die man im InDesign-Alltag gern übersieht.

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Die herausragendste Neuerung dieses Upgrades ist nicht zuletzt ein Geschenk für die Grafiker: Wenn Sie einfache Animationen benötigen für interaktive Web-Dokumente, müssen Sie von nun an InDesign nicht mehr verlassen. Stattdessen bauen Sie solche Animationen direkt in Ihrem InDesign-Layout auf, importieren Ton, Video, Flash und Shockwave – und begutachten das Ergebnis noch vor jedem Export in InDesign selbst. Das hat, werden Sie sagen, mit Web und Präsentation viel, mit Print nichts zu tun.

Verschmelzung von Print und Web: eine Kostenfrage

Viele Print-Produkte können durchaus so gestaltet werden, dass sie für Druck, Präsentation und Internet gleichzeitig geeignet sind. Mit Hilfe ein und derselben Datei. Das spart eine Menge Geld. Statt dass Sie ähnliche Dokumente einmal für Print und ein andernmal fürs Web aufbauen, mit zweifachem Zeitaufwand bei Kreation, Verwaltung und Änderung, können Sie jetzt ein einziges Dokument vorhalten, das den Druck einserseits und Interaktivität und Animation andererseits bedient.

Deshalb diesmal zwei Artikel zu diesem Upgrade: Heute liste ich auf, welche Neuerungen aus meiner Sicht entscheidend sind für den Aufbau von Druckdateien und einfache Präsentationen. Ein zweiter Artikel wird die Neuerungen listen, die auf Interaktivität und Internet zielen.

Ab sofort: Upgrade- und Basis-Kurse auch für InDesign CS5

Die unten aufgelisteten Funktionen werden wir Ihnen in unseren Kursen genau erklären. Mit Anwendern früherer InDesign-Versionen üben wir die neuen Arbeitstechniken ein. Im Juni (Termine demnächst hier im Blog und auf www.smi.ch) bieten wir den ersten eintägigen InDesign Upgrade-Kurs an. Für Umsteiger von CS3 und früher empfehlen wir den UpgradePLUS!-Kurs.

Weitere Termine auf Anfrage.

InDesign CS5 setzt neue Massstäbe

Insgesamt entsteht das Bild eines Layoutprogramms, das an Eleganz, Bedienerfreundlichkeit und Produktivität Massstäbe setzt. Marketing wie Agentur, Druckerei wie Verlagsvorstufe werden gleichermassen profitieren. Die enormen Fortschritte, die sich in Illustrator und vor allem Photoshop CS5 getan haben, sind dabei noch gar nicht berücksichtigt. Wir kommen auch darauf zurück.

Neben vielen kleinen versteckten Änderungen und Verbesserungen sind für mich diese knapp 40 Neuerungen die wichtigsten für den Print-Bereich:

Präsentation

  • Neuer Bildschirmmodus: ohne Bedienfelder («Präsentation»)
  • Zusätzliche Masseinheit: Pixel
  • Wahl des Seitenübergang: noch kurz vor PDF-Export
  • Fensterfüllende Animationsvorschau: allein schon zum Testen von Hyperlinks

Produktivität

  • Erste Dokument-Seite: nun auch links (optional)
  • «Vorschau»: bleibt aktiv, wenn das Programm beendet wird.
  • Farbfelder: jetzt auch in der «Steuerung»
  • Ecken: können einzeln editiert werden vie Bedienfeld mit Vorschau
  • Ebenen-Bedienfeld: mit Anzeige, Benennung, Sperren und Ausblenden jedes einzelnen Objekts
  • Vorschau auf externe Dateien: in InDesign via Mini-Bridge-Bedienfeld, ohne Wechsel zu Finder oder Explorer
  • Bildauswahl mit einem Klick: ohne Werkzeugwechsel
  • Auto-Anpassung von Bildgrösse: bei Skalierung von Rahmen (optional)
  • Drehen: mit Auswahl-Werkzeug
  • Dynamische oder statische Auto-Beschriftung: von Grafik und Bild; Metadaten können ausgelesen werden
  • Objekte gemeinsam transformieren: trotz verschiedener Ebenen, ohne Gruppierung
  • Abstandkontrolle: via neuem Abstand-Werkzeug
  • Spaltenausgleich: ungleiche Füllung mehrspaltiger Textrahmen wird angeglichen
  • Spaltenübergreifender Satz: Absätze (z.B. Überschriften)  können sich über benachbarte Spalten erstrecken
  • Spalten innerhalb von Spalten: Absätze können innerhalb einer Spalte noch einmal in Spalten aufgeteilt werden
  • Vertikaler Keil: unabhängig von Rahmenform und Konturenführung
  • Seitenweises Seitenformat: auch innerhalb eines Druckbogens
  • Vertikale Seitenanordnung: innerhalb eines Druckbogens
  • Weiterarbeiten: auch bei PDF-Export, im Hintergrund
  • Bridge: zeigt, mit welchen Dateien eine InDesign-Datei verknüpft ist

Sicherheit

  • Abdeckte Objekte vollflächig greifbar: Mittelpunkt-Suche nicht mehr erforderlich
  • Gruppen-Elemente vollflächig greifbar: ohne Werkzeugwechsel oder Gruppenauflösung
  • Font-Management: Dokument-Fonts können jetzt direkt im Dokumentordner verwaltet werden

Zusammenarbeit

  • Textänderungsverfolgung: à la Microsoft Word im Textmodus
  • Markierung von Seiten: via Seiten-Bedienfeld
  • Dokument-Kommentierung via «Cloud»: Seiten-Abbildungen können ohne PDF-Export zum Kommentieren ins Web gestellt werden, Kommentare zeigen sich live in InDesign

Komfort

  • Kurzzeitige Werkzeugwechsel: jetzt für fast alle Werkzeuge
  • Zoom: bei geöffnetem Dialog
  • Tabulatoren: Positionseingabefeld deutlich vergössert
  • Layoutanpassung: jetzt auch bei seitenweiser Änderung von Stegen und Spaltenabstände
  • Gerundete Werte: beim Bewegen und Skalieren bemüht sich InDesign jetzt um (meist) ganzzahlige Werte
  • Mehrfach platzieren: auch via Drag& Drop und für Rahmen und Linien
  • «Duplizieren und versetzt einfügen»: kann jetzt bei Duplikaten «Spalten» und «Zeilen» aufbauen
  • Konvertierung von URLs zu Hyperlinks: über ein neues Suchen/Konvertieren-Verfahren
  • Bedienfelder: übersichtlicher sortiert

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InDesigns Schnellweg zum Dreieck

Über InDesigns Bedienfeld «Werkzeuge» zu schreiben fällt mir nicht ganz leicht: Zu zahlreich die Tricks und Hilfen, die dieses scheinbar harmlose Bedienfeld anbietet. Aber nehmen wir den: allein schon deshalb, weil ich mich vor ca. einem halben Jahr, nachdem ich diese Funktion längere Zeit nicht mehr gebraucht hatte, dabei ertappte, einen schrecklichen Umweg zu gehen. Es galt ein Dreieck zu bauen. Können Sie’s?

Nicht wahr, so simpel:

1. Man klickt lange auf das «durchge-ixte» Werkzeug «Rechteckrahmen».
2. Man wählt das Sub-Werkzeug «Polygonrahmen».
3. Man zieht mit dem Polygonrahmen-Werkzeug einen Rahmen auf (Standard erst einmal: fünfeckig) – und lässt die Maustaste nicht los.
4. Man bestimmt die Zahl der Ecken mit den senkrechten Pfeiltasten der Tastatur – und lässt die Maustaste nicht los.

Denn es kann noch weiter gehen:

5. Man sorgt für bzw. entfernt Sternenmuster durch Drücken der waagerechten Pfeiltasten der Tastatur – und lässt die Maustaste nicht los.
6. Man sorgt für gleichschenklige Formen durch Drücken der Umschalttaste.

Nebenbei sehen Sie, dass ich die Werkzeugleiste zweispaltig fahre. Warum? Ich freue mich über die fast viermal so grossen Schaltflächen für Flächen- und Konturfarbe. Und über den «Vorschau»-Knopf in der rechten unteren Ecke: den selbst ich noch manchmal mit der Maus besuche, wenn ich sowieso schon in der Gegend bin.

Die Serie ist kein Hilfe-Ersatz. Dafür gibt es unsere Kurse, gibt es Fachbücher und im Internet Fachartikel en masse. Sie ist vielmehr ein entspannter Streifzug mit Hinweisen auf versteckte Kleinigkeiten: die man im InDesign-Alltag gern übersieht.

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Was in «Kuler» fehlt

http://kuler.adobe.com ist eine grosse, weite, bunte Welt für sich: offen für jeden, direkt erreichbar über das InDesign-Bedienfeld Kuler (Fenster > Erweiterungen > Kuler), von dort mit unzähligen Nutzungsmöglichkeiten präsent: Farbthemen hochladen, Farbthemen aus Bildern entwickeln, nach Farbthema-Stichworten suchen, Farbthemen herunterladen, in die Farbfelder integrieren – bis hin zu stand alone-Anwendungen und Widgets für MacOS und PC:

Am Ende wollen die Farben aber im Layout auftauchen – und da fehlt noch ein kleines Tool: das Kulers RGB-Farben nach CMYK wandelt und dabei die CMYK-Werte auch noch aufrundet. Denn wo liegt schon der Sinn gebrochener Prozentwerte, die kein Drucker je wiedergeben kann?

Dave Saunders schrieb ein kleines Skript, das beides erledigt und Dank David Blatners InDesign Secrets das Licht der Welt erblickte: Konvertierung sämtlicher RGB-Farben zu CMYK, und Bereinigung der CMYK-Werte auf ganzzahlige Werte.

Hier ist der Download-Link.

Sie kennen sich nicht aus mit Skripts?

Hier zeige ich Ihnen, wie es geht – eine Sache von einer Minute.

Die Serie ist kein Hilfe-Ersatz. Dafür gibt es unsere Kurse, gibt es Fachbücher und im Internet Fachartikel en masse. Sie ist vielmehr ein entspannter Streifzug mit Hinweisen auf versteckte Kleinigkeiten: die man im InDesign-Alltag gern übersieht.

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Basis-Bedienfeld par excellence

Hilfreich oder überflüssig?

«Gelegentlich, selten oder gar nicht nötig» im täglichen Geschäft: So lautet überwiegend meine Wertung der bisher besprochenen Bedienfelder. Bei dem Bedienfeld «Transformieren» jedoch werden sich womöglich die Geister scheiden. Denn die meisten Anwender sagen hier: «Brauche ich nie.» Begründung: «Alles, was ‹Transformieren› kann, bietet auch die ‹Steuerung›.»

Wirklich? Insbesondere die Freunde, die ihre XPress-Zeit noch in Ehren halten (oder gar noch gar nicht beendet haben), werden sofort widersprechen: «Schalte mal ins Textwerkzeug um. Und? Wo sind sie jetzt, Deine Transformationswerte in der Steuerung?» – «Ja, aber …» – «Nix aber! Selbstverständlich möchte ich den Zugriff auf Position, Breite, Höhe und Winkel auch dann noch behalten, wenn ich  Text bearbeite! Ich will doch nicht jedes Mal das Werkzeug wechseln müssen! Ich bin doch nicht blöd!»

Gut gebrüllt, Löwe. Ich bin es auch nicht. Man kann sich zwar an alles gewöhnen – auch an einen überflüssigen Wechsel rüber zum «schwarzen Pfeil», nur um beispielsweise wieder Kordinaten, Breite und Höhe des aktiven Objekts zu sehen.  «Transformieren» stetig offen zu halten scheint mir für solche Fälle dann doch die vernünftigere Verhaltensweise zu sein.

Und was bietet «Transformieren» ausserdem, ausser den redundanten Positionskoordinaten, Breite, Höhe, Skalierung und Winkel? Nichts, was bei aktivem «Auswahl»-Werkzeug («schwarzer Pfeil») nicht auch im Bedienfeldmenü der «Steuerung» zu finden wäre. Unterschied zu dieser: Die Bedienfeldmenü-Befehle der «Steuerung» tauchen nur situationsbezogen auf – in «Transformieren» sind sie immer sichtbar. Und das hat Vorteile: wenigstens didaktische. Man erfährt dann vielleicht erstmals vollständig, was in einer «Transformieren»-Situation – Objekt(e) wurde(n) markiert – so alles möglich ist.

«Transformationen löschen»: Was macht das?

Besonders erstaunt hatte mich «Transformationen löschen». Wussten Sie, was das macht? Wenn nicht: Sie werden überrascht sein! Denn quasi mit der Computer-Muttermilch haben wir doch alle gelernt: Wurde eine Datei erst einmal geschlossen, können Arbeitsschritte vorangegangener Sitzungen nicht mehr rückgängig gemacht werden.

Zumindest zu Teilen eines InDesign-Layouts ist das jedoch Schnee von gestern. Transformieren Sie einfach einmal ein Objekt – drehen Sie’s, neigen Sie’s (schon wieder ein Übersetzungsfehler von Adobes Lokalisations-Abteilung; sie sprechen von «Verbiegen»), skalieren Sie’s, mit oder ohne Inhalt: und dann schliessen Sie das Dokument. Fahren Sie meinetwegen auch noch InDesign runter, damit Sie’s glauben. Und dann öffnen Sie das Dokument wieder.

Nun Objekt markieren und «Transformationen löschen»: Arbeitsschritte des Vortages werden rückgängig gemacht! Ist das nicht heftig?

«Transformationen löschen»: um Bilder und Rahmen auf Originalgrösse zu stellen

Ich bin noch am Überlegen, in welchen Situationen das förderlich sein kann. Eine habe ich auf jeden Fall schon entdeckt:

Platzieren Sie ein Bild. In InDesign CS4 können Sie bekanntlich mit dem gefüllten Platzierungs-Zeiger Bild-proportionale Rahmen aufziehen. Das heisst: Auf diesem Weg platzierte Bilder sind immer skaliert.

Der Wunsch mag später entstehen, solche Bilder zurückzustellen auf 100%. «Transformationen löschen» macht’s (nach Auswahl des Bildes in seinem Container). Manchmal macht InDesign dann sogar mehr, als man je erwarten würde. Liegende Hochformat-Bilder einer Digitalkamera, im Kamera-Programm auf Hochformat gedreht und beim Platzieren in InDesign auch korrekt im Hochformat wiedergegeben, werden nach «Transformationen löschen» zurückgedreht auf Querformat: so, wie die Kamera sie eigentlich sah. Es werden also auch u.U. Transformationen gelöscht, die noch im Vorfeld von InDesign stattfanden (bei mir im Kamera-Programm)!

«Transformationen löschen»: um ursprüngliche Schriftgrössen wiederherzustellen

Eine andere Anwendung dieses interessanten Befehls sind all die Fälle, in denen Textrahmen mit «transformiertem» Text hinterlassen worden sind: zu erkennen an der doppelt angezeigten Schriftgrösse (in Klammern der tatsächliche Wert, ohne Klammer der ursprüngliche Wert). Manchmal möchte man tatsächlich die Ausgangssituation wiederherstellen: «Transformationen löschen» does the trick. Rahmen und Text werden wieder auf ihre ursprünglichen Abmessungen zurückgeführt (im Beispiel unten: 5°/6° pt).

«Transformationswerte sind Gesamtwerte»: addiert Objekttransformation zur Gruppentransformation

Bleibt gelegentlich die Frage, was denn «Transformationswerte sind Gesamtwerte» macht – wenn eingeschaltet, wenn ausgeschaltet. Adobes Hilfe (CS6) ist hier hilfreich: abgesehen davon, dass im Moment (11. Januar 2010) die im Abschnitt «Ändern der für verschachtelte Objekte angezeigten Informationen» gezeigten Winkel-Werte irreführend sind. Wo «0° steht, muss «-10°» stehen.

So. Der nächste InDesign-Beitrag – er befasst sich mit dem Bedienfeld «Zeichen» – wird wieder so kurz wie bisher meist gewohnt.

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Mein liebstes Bedienfeld

In der Tat: Kein Bedienfeld ist mir so lieb wie die «Überfüllungsvorgaben». Sie finden es, wie alle anderen Bedienfelder auch, im Menü «Fenster», dort in der Gruppe «Ausgabe».

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Warum mein liebstes? Weil niemand es braucht. Ich nicht, Sie nicht, niemand. Denn was kann es? Es kann dem unvermeidlichen Versatz der Druckfarben entgegenarbeiten, der immer dann entsteht, wenn Papier mehrfach hintereinander bedruckt wird: wie das beim Offset-Druck nun mal gang und gäbe ist. Erst Schwarz, dann Cyan, dann Magenta, dann Gelb. Nie können diese vier (oder mehr)  separaten Druckvorgänge absolut 100%ig passgenau sein.

Die Geschwindigkeit, mit der gedruckt wird, die Saugkraft des Papiers, die Luftfeuchtigkeit in der Druckhalle, die Raumtemperatur – all das führt dazu, dass Papier sich unmerklich verzieht und die einzelnen Druckbögen bei ihrem rasanten Weg durch die Farbwerke geringfügig ihre Position verändern.

Und das wollen Sie alles voraussehen? Um dann mit eigenen Einstellungen optimierend eingreifen?

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Vergessen Sie’s. Dies ist nicht Ihr Job. Dies ist der Job des Druckers – und sein Job ganz allein. Er setzt hierfür Spezialsoftware ein, die Ihre PDFs noch einmal korrigierend durchrechnet. Sie haben hier nichts zu tun.

Wie irrelevant dieses Bedienfeld geworden ist, zeigt auch der «Preflight» von InDesign: Nirgends wird nach Überfullungen gefragt. Na also.

Ist doch beruhigend: eine Funktion, die Sie nie benutzen müssen. Wie schön wäre es, wenn man das von anderen Bedienfeldern auch sagen könnte!

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