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Mai
29

Preflight zum Nulltarif

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id6_iconDass InDesign seit Version 6 (CS4) ein äusserst mächtiges Preflight-Tool besitzt, ist die eine Sache. Solch eine Vor-Druck-Kontrolle zu nutzen eine andere. Frisch installiert hält sich InDesigns Preflight jedenfalls vornehm zurück: Man will ja nicht erschrecken – beziehungsweise «Wohl dem, der langsam erzieht!» Denn nur das macht InDesigns nicht veränderbares Preflight-Profil «[Grundprofil]»:

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Fehlt Bild, Text, Schrift? Und das war’s.

Das Vlaams Innovatiecentrum voor Grafische Communicatie (www.vigc.org) und die berühmte Ghent PDF Workgroup (www.gwg.org) haben nun gemeinsam ein Preflight-Set von 13 Profilen veröffentlicht, die ab sofort allen InDesign-CS4-Anwendern kostenlos zur Verfügung stehen:

  • CmykVeryHiRes
  • MagazineAds
  • NewspaperAds
  • ScreenPrintCmyk
  • ScreenPrintSpot
  • SheetCMYK
  • SheetSpotHiRes
  • SheetSpotLoRes
  • SpotVeryHiRes
  • WebCmykHiRes
  • WebCmykNews
  • WebSpotHiRes
  • WebSpotNews

Zu den Dateien und einem hilfreichen Tutorial geht es über diese Seite: www.vigc.org/standard-preflight-profiles.

Laden kann man InDesigns Preflight-Profile bekantlich derzeit nur einzeln nach und nach. Ein Ablageort, über den InDesign vorhandene Profil-Dateien (.idpp) «sehen» könnte, existiert nicht. Geladene Profile landen schlussendlich in der Einstellungsdatei «InDesign Defaults», die es also nun noch besser zu hüten gilt (Sicherheitskopie).

Die Option zum Laden (und Exportieren) von Profilen ist versteckt:

Preflight-Profile laden

Öffnen Sie über Fenster > Ausgabe das Bedienfeldmenü «Preflight».
Suchen Sie im Bedienfeldmenü den Befehl Preflight definieren…
Wählen Sie über das Knöpfchen «Preflight-Profilmenü» den Befehl «Profil laden…».

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Übrigens: Powertipps und in depth-Erörterungen korrekter PDF-Produktion erhalten Sie in unserem Kurs «PDF PrePress Basis». Einzelheiten: siehe hier www.smi.ch/anmeldung/pdf

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sp_jue_291Problem: Zwei ähnliche Dokumente (zum Beispiel aus InDesign): eine Version «vor der Korrektur», eine «danach». Nur was sich im einzelnen geändert hat, erkenne ich nicht sogleich.

Die Lösung: Acrobat. Acrobat vergleicht Dokumente – und hebt deutlich die Unteschiede hervor.

Schritt 1:
Exportieren Sie beide zu vergleichenden Dateien ins PDF.

Schritt 2:
Öffnen Sie beide Dokumente in Acrobat.

Schritt 3:
Wählen Sie in Acrobat den Befehl Dokument > Dokumente vergleichen…
Nach einem Moment Rechenarbeit (und einem Dialog, der Sie nach den zu vergleichenden Seiten und der Art der Dokumente fragt) öffnet Acrobat ein neues Fenster mit einem Bericht. Dort sehen Sie – als blaue Links – die verglichenen PDFs:

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Schritt 4:
Ein Klick auf die blauen Dokumentnamen, und es öffnen sich modifizierte PDFs, die Ihnen nun deutlich anzeigen, was sich wo geändert hat: und das im neuen und im alten Dokument. Das PDF, das zum alten Dokument gehört, zeigt die unveränderten Passagen so: apricot spätere Änderungen (auch im Umbruch), magenta spätere Löschungen, hellblau die Stellen, an denen später eingefügt worden ist:

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Das PDF, das zum neuen Dokument gehört, zeigt die geänderten Passagen analaog: apricot wieder die Änderungen, magenta die Textstellen, an denen gelöscht wurde, hellblau die Passagen, die eingefügt wurden.

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Mehr Tipps? Gibt’s in meinem InDesign-Inside-Kurs. Aber Achtung: nur für InDesign-Profis! Einzelheiten zum Kurs:
>> http://www.smi.ch/anmeldung/layout-prepress.html

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Mrz
20

InDesign: Bilderbuchcheck

Autor: | Kommentare (0)

id6_iconProblem: Es ist kurz vor Schluss, Sie bereiten ein vieldokumentiges Buch fürs PDF vor – und erhalten die Rückmeldung, dass in irgendeinem der Buchdokumente Verknüpfungen fehlen. Doch in welchem?

Lösung: Ein Preflight-Profil, dass ausschliesslich auf fehlende Verknüpfungen prüft. Das geht leicht – und ist schnell, weil der Preflight Sie erst einmal nur mit dieser einen Information konfrontiert: eben fehlende oder geänderte Bilder.

Schritt I: Definieren Sie ein Profil. das nur auf fehlende Verknüpfungen prüft.
1. Rufen Sie das Bedienfeld «Fenster > Ausgabe > Preflight» auf.
2. Wählen Sie im Bedienfeldmenü den Befehl «Preflight definieren…»
3. Deaktivieren Sie sämtliche Optionen.
4. Aktivieren Sie unter «Verknüpfungen» die Option «Links fehlen oder wurden geändert».
5. Benennen Sie das Profil eindeutig: zum Beispiel in «nur_verknuepfungen».

Schritt II: Prüfen Sie das Buch gegen das neue Profil.
1. Rufen Sie im Bedienfeldmenü des Buches den Befehl «Preflight für Buch…» auf.

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2. Stellen Sie den «Umfang» auf «Gesamtes Buch».
3. Wählen Sie unter «Profil verwenden» Ihr neues Profil.
4. Klicken Sie auf den Button «Preflight».
5. Neben Buchdokumenten, denen Bilder fehlen, zeigt sich ein rotes Ampellicht.

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6. Öffnen Sie nacheinander diese Dokumente.
7. Öffnen Sie das «Preflight»-Bedienfeld.
8. Doppelklicken Sie auf die dort aufgelisteten Namen der fehlenden Bilder: Sie werden zu den Layoutpositionen geführt und können korrigieren.

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id5_icon_oflid6_iconSo kann’s gehen: Man stöbert in einem US-amerikanischen InDesign-Blog, stösst auf einen Artikel, der durch einen jungen österreichischen Blog losgetreten wurde: und erfährt dadurch also über drei Ecken, dass InDesigns Absatzformaten ein böser Bug innewohnt. Vorsicht bei Schriftfarbe «[Papier]»!

Szenario: Ich lasse im Absatzformat eine Schriftfarbe überdrucken (zum Beispiel für den Siebdruck).

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Für einen nächsten Job stelle ich die Schriftfarbe um auf «[Papier]». «[Papier]» darf natürlich nicht überdrucken, aber ich arbeite den Dialog brav von oben nach unten ab – und freue mich, dass InDesign mitzudenken scheint: das Überdrucken-Häkchen verschwindet.

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Bis dann bei Drucklegung der Tag der Wahrheit kommt: Nur das Häkchen ist verschwunden, das Überdrucken keineswegs (worauf die Formateinstellungen allerdings gschamig hinweisen).  Ergebnis im Druck: Von Schrift keine Spur.

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Das Verhalten ist in CS3 und CS4 identisch. Die Heimtücke in der Heimtücke: Das Phänomen tritt nicht auf, wenn im Attribute-Bedienfeld auf Überdrucken gestellt wird: Es ist alleinig ein Fehler im Absatzformat.

Zt, zt, zt …

Die Moral von der Geschicht’: Erst Häkchen entfernen, dann Farbe wechseln.



id6_iconMan mag ja kaum glauben, was es an einem Layout-Prorgamm – 20 Jahre nach Beginn des Desktop-Publishing-Zeitalters – noch alles zu verbessern gibt. Bei mir sind es 16 Bildschirmseiten, auf denen sich zig Neuerungen zu InDesign CS4 finden. (Klicken Sie in die Überschriften mit der Alt-Taste, um die Volltexte zu lesen.)

In den SMI-Seminaren und SMI-Upgrade-Kursen werden Sie ausreichend Gelegenheit bekommen, sich intensiv mit den produktionsrelevanten Neuigkeiten auseinanderzusetzen – und mit den Fallen, die sich daraus für Ihre Arbeitsabläufe evtl. ergeben könnten. Hier deshalb erst einmal nur kurz, was mir zu allererst auffiel. Schwerpunkt: Produktivität.

Fehlersuche:
InDesign CS4 bietet Preflight-Warnungen schon bei der Arbeit: Das wäre, wenn es hält, was es verspricht, möglicherweise die wichtigste Neuerung. Jedenfalls aus Sicht der Produktionssicherheit. Wenn man einstellen kann, dass sofort jedes Bild, das man zu sehr hochskaliert, eine dezente Warnung erzeugt («Achtung, Auflösungsvorgabe wird unterschritten!»), dann wäre das mehr als hilfreich. Denn während der Produktion hat man meist noch Zeit, gegenzusteuern. Was angewarnt wird, kann der Anwender natürlich einstellen. Und: Er kann die Summe seiner Wünsche an sein Dokument heften – als «Preflight-Profl». Stilvorlagen für Qualität sozusagen.

Ausführliches Bedienfeld «Verknüpfungen»:
z.B. Auflösungen, Farbräume, Profile, Skalierungen. Aha. endlich zeigt InDesign an einem Ort, gesammelt, was es schon lägst weiss: Wo sitzen Rahmen, die gedreht wurden; welche Auflösung haben die einzelnen Bilder, usw. Bislang muss man dem Programm all das aus der Nase ziehen: durch Klick auf die Objekte, dann Blick ins Transformieren- oder Steuerung-Bedienfeld oder in die «Informationen». Angenehm auch, dass der Anwender selbst bestimmen kann, welche Attribute vom «Verknüpfungen»-Bedienfeld gelistet werden sollen. Man wird also nicht mit einem Wust von Infos überfallen, die man vielleicht gar nicht braucht (oder nicht zu schätzen weiss ;-) .

«Bedingter Text»:
Eine kleine Sensation. Achtung, Katalog-Produktioner! Beispiel: Zeige (und drucke) mir das Dokument nur mit den EU-Preisen. Dann ein Klick – und der gleiche (!) Text zeigt nunmehr die angepassten Preise der Schweiz. Ohne Ebenenwechsel. Ohne dass der Text doppelt geladen werden muss. Oder: Broschüre mit und ohne Preise. Mit und ohne Händlerinformationen. Mit und ohne Lehrerinformationen in einer Kursdokumentation der SMI ;-) . Wie weit das anwendbar ist auch auf umfangreichen Fremdsprachensatz, werden wir uns noch anschauen. Auch Bilder könnten auf diese Weise dokumentweit gewechselt werden können: wenn sie im bedingten Textfluss verankert sind.

Querverweise:
Bislang ein gewisses Ärgernis. Zwar liessen sich mit Hyperlinks Verbindungen, Links, zu Seitenzahlen herstellen – aber zur Aktualisierung (Seiten haben sich verschoben, sind dazugekommen, weggefallen) musste man eigens das im Web erhältliche Skript «updatecrossrefs» anstossen, das die Verweise wieder auf Vordermann brachte. Soll jetzt dynamisch funktionieren – ohne Skripts.

Intelligenter(er) Textfluss:
Wir kennen es von Word: Kommt Text hinzu, erhält das Dokument automatisch mehr Seiten. Wird Text gelöscht, verschwinden überflüssige Seiten wieder. Beides ohne Veto-Möglichkeit des Anwenders. Anders QuarkXPress: Fügt man Text hinzu, fügt XPress benötigte Seiten ins Dokument – auf Wunsch. Kann sie aber nicht automatisch löschen, auch nicht auf Wunsch. InDesign CS4 verbindet jetzt beide Welten: löscht und fügt automatisch neue Seiten hinzu, in Abhängigkeit von der Textmenge – wenn der Anwender das will. Sehr, sehr hilfreich bei langen Dokumenten.

Druckbogen am Monitor um 90 oder 180 Grad drehen:
Nur am Monitor. Noch nicht für den Druck. (Das geht weiterhin nur z.B. mit David Blatners PlugIn Page Control, für freundliche 59 EUR für eine Lizenz). Aber nun geht es zumindest schon mal für den Monitor: Bestellkarten, die für den Druck auf den Kopf gestellt werden müssen, Rückseiten von querformatigen Einladungskarten und und und: Immer wieder arbeiten wir «auf dem Kopf». Das ganze nunmehr drehen zu können, am Monitor, ist hilfreich.

Wörterbucheinträge sprachübergreifend:

Heisst: Sie fügen z.B. den Namen eines Produkts in Ihr Worterbuch an, damit er künftig korrekt getrennt wird – bislang Sache der jeweiligen Sprache. Jetzt liest InDesign diesen Eintrag in allen Sprachen aus.

Tabelleninhalte im Textmodus – und in InCopy!
Dazu muss man nichts weiter sagen – InCopy-User werden jubeln!

Für Format-Experten (also für alle ;-) :
Sie befinden sich im Dialog für ein neues Absatzformat. Sie wollen, zum Beispiel für das Initial, ein eigenes Zeichenformat einsetzen. Das Zeichenformat aber vergassen Sie, vorher anzulegen. Jetzt können Sie aus dem Absatzformat-Dialog heraus – und offenbar nicht nur dort – schnell ein neues Zeichenformat definieren.

Kuler wird Cooler für den Grafiker:
Schauen Sie sich dazu am besten mal die Kuler-Seite an. Das wird integrierter Bestandteil der Creative Suite 4!

OPI kehrt zurück!
Nein, nicht wirklich. Jedenfalls nicht so, wie wir es von früher kannten: Server produzierten selbsttätig niedrigaufgelöste Vorschau-Bilder, damit die langsamen Netze nicht zusammenbrachen. Aber so: Der Anwender platziert niedrigaufgelöste Bilder (72 dpi) z.B. einer Bildagentur. Später bekommt er die Bilder hochaufgelöst. Die Namen sind gleich, die Dateien stehen in einem neuen Ordner. Dem Dokument sagt er jetzt (offenbar «einfach», wir werden sehen): Nimm bitte jetzt die Versionen in dem Ordner mit den hochaufgelösten Bildern. Oder: Bilder wurden geliefert, der Layoutprozess muss beginnen, Bilder werden also platziert. Parallel aber werden die Bilder von der Bildverarbeitung noch einmal überarbeitet, retouchiert, freigestellt. Dann kommen alle Bilder zurück: Statt dass nun die ursprünglichen Versionen überschreiben werden müssen, sagt der Layouter seinem Dokument: «Schau mal hier. Hier sind jetzt die neuen Versionen.» Und InDesign ersetzt die alten Bilder selbsttätig. Schnell mal die Bilder ausgetauscht für eine Web-Version Ihres InDesign-Dokuments? Auf diesem Weg: wahrscheinlich eher ein Kinderspiel.

Illustrator-Funktionen:
Jetzt können Sie auch in InDesign getrennte Pfade ohne Tricks zusammenfügen und den Charakter von Ankerpunkten ändern.

Magnetische Hilfslinien
Das klingt wie «Eulen nach Athen»: Sind Hilfslinien nicht von Haus aus magnetisch? Ja, schon. Aber bislang nur insoweit, als an ihnen was drankleben kann. Nunmehr scheint es auch umgekehrt zu gehen: Sie kleben  zum Beispiel an einen Bildrahmen Hilfslinien an, verschieben das Ganze – und haben am neuen Ort die notwendigen Hilfslinien gleich wieder parat. Und zwar nicht nur einfache Hilfslinien, wie wir sie bisher kannten: sondern auch Hilfslinien-Konstrukte, die zum Beispiel den Abstand zwischen Objekten anzeigen. Oder ihren Drehwinkel. Das kling nach viel, viel Zeitersparnis. Hier ein Filmchen von InDesign-Freak und Adobe-Freelancer Haeme Ulrich. Dann wird das für diejenigen, die nicht so viel in Illustrator unterwegs sind (wo es derartige «magnetische Hilfslinien» schon länger gibt) noch verständlicher.

«Berarbeiten mit …»
Na endlich. «Original bearbeiten» öffnet dann nicht mehr irgendeine System-Bildverarbeitung, sondern das Programm, das Sie im Moment benötigen.

InDesign goes Apple:
Apples Multi-Touch-Funktionen auf Notebooks sollen nun auch in InDesign genutzt werden können: Drehen mit zwei Fingern, Zoomen mit zwei Fingern, Blättern durch Wischen: Fein. Wenn’s dann funktioniert, noch besser. Wir werden sehen!

Ihr Jochen Uebel



Heute gibt es eine sehr kurze Lektion: in Sachen Voreinstellungen.
Nervt es Sie auch, wenn reine Liniengebilde, die eigentlich weder Text noch Bild enthalten sollen, zu Textrahmen mutiert sind? Oder wenn Platzhalterrahmen, die eigentlich Bilder aufnehmen sollen, nunmehr das Textabschnitt-Ende-Zeichen zeigen?


Wie Sie das rückgängig machen können, haben Sie wahrscheinlich schon herausgefunden:

  1. Markieren das Objekt mit dem schwarzen Auswahlwerkzeug
  2. Wählen Sie den Befehl Objekt > Inhalt > Grafik (geht auch über das Kontextmenü der rechten Maustaste).

Und wie es zu solchen Text-Bastards kommt, haben Sie sicher auch schon bemerkt: Ein Klick mit dem Textwerkzeug in einen Platzhalterrahmen genügt – und er ist Textrahmen. Meist dann noch mit der zusätzlich Folge, dass dort eine ungewollte Standard-Schrift auftauchte – Times Regular –, die Sie eigentlich gar nicht nutzen wollen.
In Schrift > Schriftart suchen wird dann auch noch diese Schrift gelistet – und gaukelt uns vor, wir hätten sie wirklich benutzt.
Deshalb gehört es bei mir zu den allerersten Handgriffen, wenn ich fremde Dokumente öffne: nachzuschauen, ob das Dokument diese Umwandlung zulässt oder nicht. Denn, genau: Das können Sie in InDesign 5.x ausschalten! Sie öffnen dazu Bearbeiten > Voreinstellungen > Eingabe und nehmen das Häkchen bei «Textwerkzeug wandelt Rahmen in Textrahmen um» raus.

Nunmehr haben Sie Ruhe – in diesem Dokument. (Wenn Sie neue Dokumente erzeugen, sollten Sie dieses Häkchen entfernen, solange kein Dokument offen ist.)

Übrigens: Das gelegentliche Argument, das fehlende Häkchen führe umgekehrt nunmehr zu einem Komfortverlust, sticht für mich nicht. Wozu gibt es denn Kurzbefehle? Ich lege notfalls, wenn ich das denn öfter brauche, den Befehl Objekt > Inhalt > Text auf einen eigenen Tastaturbefehl – und habe jetzt wirklich Komfort: keine ungewollte Umwandlung von Rahmen, erstens, und zweitens die schnelle Umwandlung zum Textrahmen immer nur dann, wenn ich das will.

Bei Fragen – gerne!
Ansonsten bis nächste Woche.
Ihr Jochen Uebel

PS: Drucken Sie sich diesen Beitrag doch einfach aus. Kurzbefehle ausschneiden und am Monitor befestigen: für eine Woche. Dann haben sie sie garantiert «intus»!