Archiv zum Thema Farbe & Effekt (ID)
InDesigns Bedienfelder, Folge 13: «Kuler»
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In loser Folge durchstreifen wir InDesigns 44 Bedienfelder (bitte klicken). Die Ziffern zeigen, in welcher Folge dieser Serie ein Bedienfeld behandelt wird.
Was in «Kuler» fehlt
http://kuler.adobe.com ist eine grosse, weite, bunte Welt für sich: offen für jeden, direkt erreichbar über das InDesign-Bedienfeld Kuler (Fenster > Erweiterungen > Kuler), von dort mit unzähligen Nutzungsmöglichkeiten präsent: Farbthemen hochladen, Farbthemen aus Bildern entwickeln, nach Farbthema-Stichworten suchen, Farbthemen herunterladen, in die Farbfelder integrieren – bis hin zu stand alone-Anwendungen und Widgets für MacOS und PC:

Am Ende wollen die Farben aber im Layout auftauchen – und da fehlt noch ein kleines Tool: das Kulers RGB-Farben nach CMYK wandelt und dabei die CMYK-Werte auch noch aufrundet. Denn wo liegt schon der Sinn gebrochener Prozentwerte, die kein Drucker je wiedergeben kann?

Dave Saunders schrieb ein kleines Skript, das beides erledigt und Dank David Blatners InDesign Secrets das Licht der Welt erblickte: Konvertierung sämtlicher RGB-Farben zu CMYK, und Bereinigung der CMYK-Werte auf ganzzahlige Werte.
Hier ist der Download-Link.
Sie kennen sich nicht aus mit Skripts?
Hier zeige ich Ihnen, wie es geht – eine Sache von einer Minute.
Die Serie ist kein Hilfe-Ersatz. Dafür gibt es unsere Kurse, gibt es Fachbücher und im Internet Fachartikel en masse. Sie ist vielmehr ein entspannter Streifzug mit Hinweisen auf versteckte Kleinigkeiten: die man im InDesign-Alltag gern übersieht.
SnowLeopard und seine Problemchen
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Noch läuft nicht alles rund mit dem Schneeleoparden in der Druckproduktion. Über die Probleme mit Postscript-Schriften berichteten wir schon – das Update auf 10.6.2 hat die Font-Situation jedoch verbessert (aber nicht vollständig behoben). Ein anderes Problemfeld tut sich beim Farbmanagement auf:
Der SnowLeopard stellt seine Farbprofile nicht mehr wie gehabt bereit. So finden alte XPress-Versionen keine ICC-Profile mehr. Es sei denn, sie liegen bei XPress 7 im eigenen Ordner [XPress7-Programmordner]/Required Components/Profiles. Auch das Zuweisen des Profilordners über den Profil-Manager führt zu keiner sicheren Arbeitsweise. Man muss also zum Betrieb von XPress 7.x unter Mac OS X 10.6 alle benötigten ICC-Profile in diesen Ordner kopieren.
XPress 6.52 könnte über den bordeigenen Profil-Manager sicher funktionieren, wenn nicht andere Inkompatibilitäten zwischen XPress 6.52 und SnowLeopard dem entgegenstünden.
XPress 8.12 findet die Profile. Hier hat Quark die Veränderung von Apple in seinem Produkt berücksichtigt.
InDesign und Illustrator CS 3 und CS 4 finden Farbprofile auch nur noch dann, wenn sie am altbekannten Adobe-Ort unter ~/Library/Application Support/Adobe/Color/Profiles oder seinem Unterordner Recommended liegen – sie werden jedoch nicht mehr gefunden, wenn sie sich in den Color-Sync-Profil-Ordnern von Mac OS X 10.6.x oder beim Benutzer liegen.
Photoshop CS 3 und CS 4 finden an allen vorgesehenen Orten die Farbprofile.
Der von PDFX-ready vorgeschlagene Ort ist richtig für Adobe-Programme – für XPress 7.x müssten die Dateien zusätzlich an den oben beschriebenen Ort kopiert werden.
Wann und ob Apple diese Fehler beheben wird, ist nicht bekannt.
InDesigns Bedienfelder, Folge 6: «Farbe»
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In loser Folge durchstreifen wir InDesigns 44 Bedienfelder (bitte klicken). Die Ziffern zeigen, in welcher Folge dieser Serie ein Bedienfeld behandelt wird.
Nur für Schnellschüsse? Jein!
«Farbe»: Schon wieder ein Bedienfeld, dass im Produktionsaltag nur eine untergeordnete Rolle spielt? Ja und Nein.
Ja, weil es im Gegensatz zu den fest definierten «Farbfeldern» der farblichen Beliebigkeit Tür und Tor öffnet – völlig ungeeignet für die regelhafte Umsetzung eines Corporate Designs.
Nein, weil es genau diese Regelhaftigkeit dann doch wieder vorbereiten hilft: mit seinem zu wenig beachteten Bedienfeld-Menübefehl Den Farbfeldern hinzufügen. Ist ein Farbfeld auf diese Weise erzeugt, steht seiner wiederholten und regelhaften Nutzung nichts mehr im Weg.
Schnellweg zu neuen Farbfeldern
Ausserdem bietet dieser Befehl den garantiert schnellsten Weg fürs Erzeugen von CMYK-Prozessfarben an. Via Bearbeiten > Tastaturbefehle…, dann Produktbereich «Bedienfeldmenüs», verpasse ich ihm einen Tastenbefehl, zum Beispiel Alt-A (wird sonst nur für Tabellen benutzt, zur Auswahl aller Zellen):
Und schon kann die rechte Hand die Pipette bedienen, die linke greift das selbstdefinierte Alt-A, und ich habe schnell gemischte Farben den Farbfeldern hinzugefügt.
Die Serie ist kein Hilfe-Ersatz. Dafür gibt es unsere Kurse, gibt es Fachbücher und im Internet Fachartikel en masse. Sie ist vielmehr ein entspannter Streifzug mit Hinweisen auf versteckte Kleinigkeiten: die man im InDesign-Alltag gern übersieht.
InDesigns Bedienfelder, Folge 3: «Überfüllungsvorgaben»
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In loser Folge durchstreifen wir InDesigns 44 Bedienfelder (bitte klicken). Die Ziffern zeigen, in welcher Folge dieser Serie ein Bedienfeld behandelt wird.
Mein liebstes Bedienfeld
In der Tat: Kein Bedienfeld ist mir so lieb wie die «Überfüllungsvorgaben». Sie finden es, wie alle anderen Bedienfelder auch, im Menü «Fenster», dort in der Gruppe «Ausgabe».

Warum mein liebstes? Weil niemand es braucht. Ich nicht, Sie nicht, niemand. Denn was kann es? Es kann dem unvermeidlichen Versatz der Druckfarben entgegenarbeiten, der immer dann entsteht, wenn Papier mehrfach hintereinander bedruckt wird: wie das beim Offset-Druck nun mal gang und gäbe ist. Erst Schwarz, dann Cyan, dann Magenta, dann Gelb. Nie können diese vier (oder mehr) separaten Druckvorgänge absolut 100%ig passgenau sein.
Die Geschwindigkeit, mit der gedruckt wird, die Saugkraft des Papiers, die Luftfeuchtigkeit in der Druckhalle, die Raumtemperatur – all das führt dazu, dass Papier sich unmerklich verzieht und die einzelnen Druckbögen bei ihrem rasanten Weg durch die Farbwerke geringfügig ihre Position verändern.
Und das wollen Sie alles voraussehen? Um dann mit eigenen Einstellungen optimierend eingreifen?

Vergessen Sie’s. Dies ist nicht Ihr Job. Dies ist der Job des Druckers – und sein Job ganz allein. Er setzt hierfür Spezialsoftware ein, die Ihre PDFs noch einmal korrigierend durchrechnet. Sie haben hier nichts zu tun.
Wie irrelevant dieses Bedienfeld geworden ist, zeigt auch der «Preflight» von InDesign: Nirgends wird nach Überfullungen gefragt. Na also.
Ist doch beruhigend: eine Funktion, die Sie nie benutzen müssen. Wie schön wäre es, wenn man das von anderen Bedienfeldern auch sagen könnte!
Die Serie ist kein Hilfe-Ersatz. Dafür gibt es unsere Kurse, gibt es Fachbücher und im Internet Fachartikel en masse. Sie ist vielmehr ein entspannter Streifzug mit Hinweisen auf versteckte Kleinigkeiten: die man im InDesign-Alltag gern übersieht.
InDesigns Bedienfelder, Folge 1: «Effekte»
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In loser Folge durchstreifen wir InDesigns 44 Bedienfelder (bitte klicken). Die Ziffern zeigen, in welcher Folge dieser Serie ein Bedienfeld behandelt wird.
InDesigns Feuerwerk: Die «Effekte»
Dieses kleine Bedienfeld ist wahrlich ein Wunderwerk der Technik. Nur wenig andere Bedienfelder öffnen einen derart weiten Kosmos an Möglichkeiten: Getrennt für Fläche, Kontur und Text oder gleich für das ganze Objekt können 16 Abmischungen angewandt werden – zwischen Vordergrund- und Hintergrundfarbe: «Normal», «Multiplizieren», «Negativ Multiplizieren» usw.. InDesigns amerikanisches Original sagt dazu einfach «Blending mode». Im Deutschsprachigen macht es Adobe überflüssigerweise mal wieder kompliziert und spricht von «Füllmethode». Doch «gefüllt» wird hier gar nichts; es wird eben nur – zusammengemischt.
versus
Zusätzlich können alle Bestandteile des Objekts – seine Kontur, seine Fläche, sein Text oder auch wieder das gesamte Objekt – mit 9 Effekten versehen werden: mit Schatten, Schein, Glanz, mit abgeflachten, weichen Kanten oder mit Relief. Veränderungen, für die man früher Photoshop benötigte und die anschliessend nicht mehr so einfach geändert oder rückgängig gemacht werden konnten. Fachleute sprechen hier von einem «non-destruktiven» Verfahren: Das Original bleibt unverändert und kann an anderer Stelle ganz anders eingesetzt werden.
Drei Dinge an diesem Bedienfeld, die mir besonders gefallen:
Effekte starten und einstellen – mit einem Klick!
Wenn Sie den Effekt-Dialog geöffnet haben (dazu klicken Sie einfach auf die Zeile «Objekt», «Kontur», «Fläche» oder «Text»), dann klicken Sie dort nicht umständlich auf die Checkboxen, um Effekte einzuschalten. Klicken Sie vielmehr in die Zeile des Beschriebs rechts daneben! Dann öffnet sich das zugehörende Einstellfenster gleich mit.

Effekte einfach auf andere Objekte ziehen!
Sie können einmal erstellte Effekte einzeln erneut anwenden – durch pures Ziehen des «fx»-Icons auf ein neues Objekt. Das «QuickInfo» sagt das zwar – aber wer schaut da schon genau hin?

Und mit einem Klick wieder alles opak («lichtundurchlässig»)
Und das andere, was hier sehr praktisch ist: Ganz unten im Fuss des Bedienfelds sehen Sie ein neunteiliges Schachbrett mit rotem Diagonalstrich: Mit diesem Knöpfchen entfernen Sie sämtliche Effekte von ausgewählten Objekten mit einem Schlag – und machen sie doch tatsächlich «lichtundurchlässig».
Na, das ist etwas zu hoch gepokert, keine Angst: Objekte, denen zuvor keine Füllfarbe zugewiesen worden waren, sind auch weiterhin durchsichtig, bekommen nicht etwa plötzlich die Farbe «[Papier]». Der Rest aber ist jetzt wieder, in der Tat, vollständig opak.

«Effekte» gilt es im übrigen mit Verstand einzusetzen. Sie sind nicht dazu da, das Können Ihrer Software vorzuführen, sondern Ihr Können – als Gestalter und Grafiker!
Die Serie ist kein Hilfe-Ersatz. Dafür gibt es unsere Kurse, gibt es Fachbücher und im Internet Fachartikel en masse. Sie ist vielmehr ein entspannter Streifzug mit Hinweisen auf versteckte Kleinigkeiten: die man im InDesign-Alltag gern übersieht.

InDesign: Unterstreichen mit Unterlängen-Aussparung
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Sie müssen in InDesign unterstreichen und wollen die Unterlängen aussparen?
So erledigen Sie den Job sicher und schnell:
- Markieren Sie nicht unterstrichenen Beispieltext mit Unterlängen.
- Erstellen Sie ein Absatzformat für diese Formatierung und wenden Sie es an.
- Erstellen Sie ein erstes Zeichenformat für Stärke, Position und Farbe Ihrer Unterstreichung.

- Erstellen Sie ein zweites Zeichenformat, das lediglich die Zeichenkontur «[Papier]» und z.B. 0,5 pt Stärke aufweist.

- Unterstreichen Sie mit Zeichenformat 1.
- Erstellen und sichern Sie eine GREP-Suche, die allen in Frage kommenden Zeichen mit Hilfe von Zeichenformat 2 eine weisse Kontur verpasst. Der GREP-Ausdruck lautet: [fgjpqyJQ(),;„34579].
Die eckigen Klammern definieren das Set, die Zeichengruppe, die verändert werden soll.
Ergebnis

Weitere Zeichen können in den GREP-Ausdruck eingefügt werden: innerhalb der eckigen Klammern. Reihenfolge egal.


