Archiv zum Thema Farbe & Effekt (ID)

indesign_icon_klSie müssen in InDesign unterstreichen und wollen die Unterlängen aussparen?
So erledigen Sie den Job sicher und schnell:

  1. Markieren Sie nicht unterstrichenen Beispieltext mit Unterlängen.
  2. Erstellen Sie ein Absatzformat für diese Formatierung und wenden Sie es an.
  3. Erstellen Sie ein erstes Zeichenformat für Stärke, Position und Farbe Ihrer Unterstreichung.indesign_unterstreichung
  4. Erstellen Sie ein zweites Zeichenformat, das lediglich die Zeichenkontur «[Papier]» und z.B. 0,5 pt Stärke aufweist.indesign_kontur_aussparend
  5. Unterstreichen Sie mit Zeichenformat 1.
  6. Erstellen und sichern Sie eine GREP-Suche, die allen in Frage kommenden Zeichen mit Hilfe von Zeichenformat 2 eine weisse Kontur verpasst. Der GREP-Ausdruck lautet: [fgjpqyJQ(),;„34579].
    GREP_unterlaenge_aussparenDie eckigen Klammern definieren das Set, die Zeichengruppe, die verändert werden soll.

Ergebnis

jue_0911_010

Weitere Zeichen können in den GREP-Ausdruck eingefügt werden: innerhalb der eckigen Klammern. Reihenfolge egal.

twitter_logo



simplify-your-indesignVorrede

InDesign-Anwender freuen sich über die Präzisionsvorschau für Bilder: Voreinstellungen > Anzeigeleistung > Optionen > Hohe Qualität sorgt dafür, dass in allen Dokumenten, alt wie neu, Bild und Grafik gestochen scharf angezeigt werden (wenn sie scharf sind und nicht etwa über Gebühr vergrössert wurden). Ein kleiner Schnell-Preflight* sozusagen.

Noch sieht der Anwender dabei aber nicht alles. was er sehen sollte und in InDesign auch sehen kann: Nicht sieht er Farbwerte [1], noch sieht er das Ergebnis überdruckender Bereiche [2] seines Layouts (was etwas anderes ist als verringerte Deckraft [3]).

jue_090810_135

Farbwerte sieht man nur, wenn die Separatikonsvorschau [4] eingeschaltet und überdruckende Bereiche nur, wenn die Überdruckenvorschau eingeschaltet ist [5]:

jue_090810_150

jue_090810_137

Hauptrede

Mit diesen Gedanken im Kopf habe ich mich gefragt, ob man also nicht auch die so praktische Separationsvorschau via Tastaturbefehl ein- und ausschalten kann. Nein – geht nicht. Bis ich dann wahrnahm: Schalte ich die Überdruckenvorschau ein, startet die Sperationsvorschau von selbst! Und nicht nur das: Eine «typische» oder gar «schnelle» Anzeigeleistung zeigt dann ebenfalls «Hohe Qualität»! Heureka! Nun hatte ich endlich Grund genug, die Überdruckenvorschau auf eine schnelle Taste zu legen (F12; das angebotene cmd/ctrl-alt-shift+Y ist nicht wirklich schnell). Eine Klappe für drei Fliegen zugleich (im übertragenen Sinn; ich gebe Fliegen lieber die Freiheit zurück an der frischen Luft).

Nachrede

Eins muss dabei aber bitte noch beachtet werden – die Unterschiede nachfolgender Vergrösserungen zeigen es: Mit eingeschalteter  Überdrucken-/Separationsvorschau zeigen sich nur Bild und Grafik in «Hoher Qualität» – nicht aber Schatten und Effekt. Überdrucken- und Separationsvorschau bei Ansicht  > Anzeigeleistung > Typisch:

jue_090810_151

Ansicht  > Anzeigeleistung > Hohe Qualität:

jue_090810_152

PS:

Wann verabschiedet sich Adobe eigentlich von diesem dümmlichen «Typisch»? Für wen oder was soll denn diese Anzeigeleistung niedriger Qualität «typisch» sein? Etwa für InDesign? Oder gar für den Konzern selbst? «Niedrige Qualität», darum geht es.



indesign_icon_klIch habe einen Objektstil. Mit ihm habe ich Objekte formatiert. Eines dieser Objekte habe ich verändert. Ich möchte seine neuen Eigenschaften in den Objektstil übertragen. Doch der Befehl «Stil neu definieren», mit dem ich die Veränderung gern in den Stil zurückgeschrieben hätte, ist ausgegraut. Was ist da los?

jue_090810_105

Ist mir egal

Ein Objektstil kann sich neutral verhalten. Dann sagt er, wie hier, nicht Abgeflachte Kante und Relief «Ja» oder «Nein», sondern «Ist mir egal»:

jue_090810_106

Den manuell hinzugefügten Effekt kann der Stil dann nicht mit «Plus» quittieren; «Stil neu defnieren» kann er nicht anbieten.

Wie bekomme ich also die Objektänderungen 1:1 in den Stil?

Vorbereitung:
Deaktivieren Sie die Option «Abweichungen bei der Stilanwendung löschen» (2) – kein Häkchen, wie hier:

jue_090810_108

Schritt 1:
Sagen Sie dem Objekt: «Verknüpfung mit Stil aufheben» (3).

Schritt 2:
Öffnen Sie die Stiloptionen (1) und schalten mit Häkchen die Attribute ein, die Sie manuell geändert sehen wollen.

jue_090810_110

Schritt 3:
Wenden Sie den Stil wieder an. Jetzt ein «Plus» hinter dem Namen? Dann haben Sie vermutlich richtig gearbeitet.

Schritt 4:
Jetzt «Stil neu definieren». Volià!

jue_090810_111

Sollte sich zeigen, dass der Stil immer noch nicht alles aufgegriffen hat, dann haben Sie bei Schritt 2 Attribute vergessen. Zurück auf 1 und nochmal los!

Übrigens: Powertipps und spannende Diskussionen über InDesign gibt’s auch in meinem InDesign-Inside-Kurs. Aber Achtung: nur für InDesign-Profis! Einzelheiten zum Kurs: >> http://www.smi.ch/anmeldung/layout-prepress.html

Kommentare (1)


simplify-your-indesignDass InDesigns Füllmethoden manchen Photoshop-Zugriff überflüssig machen, steht ausser Frage. Ausser Frage steht aber auch, dass Füllmethoden auszuprobieren mit mühsamer Klickerei/Scrollerei verbunden ist: Will man im Effekte-Bedienfeld oder in den Effekt-Dialogen den Füllen-Modus wechseln (z.B. von «Luminanz» zu «Sättigung»), dann geht das nur über ein umständliches Popup:

jue_090401_186

Muss man häufiger zwischen den Füllmethoden wechseln, empfiehlt sich deshalb ein alternativer Weg:

  • Legen Sie für jede Füllmethode einen Objektstil an, z.B. für die Transparenz von Objekt oder Fläche oder Kontur oder Text.
  • Sobald es ans Ausprobieren geht, genügt jetzt jeweils ein Klick: in der Liste der Objektstile.

jue_090401_187

Will man das Objekt vom Stil lösen, ohne den gefundenen Effekt zu verlieren, wählt man im Bedienfeldmenü wie immer diesen Befehl:

jue_090401_189

Drei Zeilen darunter übrigens sehen Sie den Befehl Objektstile laden…: Dieser Befehl hilft Ihnen, Objektstile in andere Dokumente zu übernehmen.

@Adobe: Popups sind nervtötend. Warum werden die Füllmodi nicht in einem Eingabefeld angeboten, durch das man scrollen kann (wie das zum Beispiel bei den Schriften der Fall ist)? Oder/und als eigenständiges Bedienfeld, durch dessen Einträge man scrollen und die man einzeln anklicken kann (wie zum Beispiel bei den Farbfeldern)?

twitter_logo



simplify-your-indesignSo können wir uns doch fein revanchieren. Nachdem per Zufall das Thema meines «Sichern»-Beitrags vom 3. Juni wenige Stunden später auch von James Fritz auf InDesign Secrets behandelt worden war, greife ich heute unzufällig eine kleine, aber feine Fritzsche InDesign-Entdeckung auf, die er am 11. Juni 2009 ebenda dankenswerterweise veröffentlicht hatte. CS3-Anwender, hergehört bzw. hingeschaut! Déja-vu?

jue_090401_159

Will sagen: Wer in InDesign CS3 unterwegs ist, hat bekanntlich höllisch auf versehentliche Textkonturen zu achten. Einmal einen Rahmen konturiert (1), dann zum Text zurückgekehrt und dort neu eingefärbt – und schwupps!, ist auch der Text konturiert (2). Es sei denn, man hatte in der Werkzeug- oder Farbfelder-Palette die Flächenfarbe wieder explizit nach vorn geholt.

Kann in CS4 so nicht mehr passieren. InDesign merkt sich jetzt getrennt voneinander, wie Objekt und Text jue_090401_160 zuletzt eingestellt waren. War zuletzt die Textfarbe (Flächenfarbe) aktiv, bleibt das so – auch wenn ich zwischendurch mal eine Objektkontur neu eingefärbt habe.

Danke, Adobe!

twitter_logo



id5_icon_oflid6_iconSo kann’s gehen: Man stöbert in einem US-amerikanischen InDesign-Blog, stösst auf einen Artikel, der durch einen jungen österreichischen Blog losgetreten wurde: und erfährt dadurch also über drei Ecken, dass InDesigns Absatzformaten ein böser Bug innewohnt. Vorsicht bei Schriftfarbe «[Papier]»!

Szenario: Ich lasse im Absatzformat eine Schriftfarbe überdrucken (zum Beispiel für den Siebdruck).

jue_0902_011

Für einen nächsten Job stelle ich die Schriftfarbe um auf «[Papier]». «[Papier]» darf natürlich nicht überdrucken, aber ich arbeite den Dialog brav von oben nach unten ab – und freue mich, dass InDesign mitzudenken scheint: das Überdrucken-Häkchen verschwindet.

jue_0902_014

Bis dann bei Drucklegung der Tag der Wahrheit kommt: Nur das Häkchen ist verschwunden, das Überdrucken keineswegs (worauf die Formateinstellungen allerdings gschamig hinweisen).  Ergebnis im Druck: Von Schrift keine Spur.

jue_0902_0131

Das Verhalten ist in CS3 und CS4 identisch. Die Heimtücke in der Heimtücke: Das Phänomen tritt nicht auf, wenn im Attribute-Bedienfeld auf Überdrucken gestellt wird: Es ist alleinig ein Fehler im Absatzformat.

Zt, zt, zt …

Die Moral von der Geschicht’: Erst Häkchen entfernen, dann Farbe wechseln.