Archiv zum Thema Grundlagen (ID)
InDesign CS5 vergisst weniger
Autor: | Kommentare
Hübsche Ferienentdeckung: InDesign 7 (CS5) erinnert sich an den zuletzt benutzten Tastaturbefehlssatz selbst dann noch, wenn der Cache gelöscht wurde! Oder macht nur mir das Programm im Moment eine kleine Ferienfreude? Jedenfalls: ein Handgriff weniger!
Denn die immer zu empfehlende Bereinigungsmassnahme – eben das gelegentliche Löschen des Caches – wurde von CS2, CS3 und CS4 damit «belohnt», dass man anschliessend den gewünschten Tastaturbefehlssatz zwar nicht neu erstellen, aber eben neu zuweisen musste.

Nachtrag: Von den Einstellungen, die der Anwender bei der Schnellanwendung vorgenommen hat, trennt sich InDesign beim Löschen des Cache leider nach wie vor. Häkchen für unerwünschte Suchergebnisse dieses ansonsten genialen cmd+Return (Mac) bzw. Ctrl+Return (Windows) muss man nach Löschen des Cache wieder erneut entfernen. Aber auch das ein Klacks, wenn man’s weiss.

InDesigns Bedienfelder, Folge 35: «Objektstile»
Autor: | Kommentare
In loser Folge durchstreifen wir InDesigns 44 Bedienfelder (bitte klicken). Die Ziffern zeigen, in welcher Folge dieser Serie ein Bedienfeld behandelt wird.
Warum wenigstens ein Objektstil in InDesign unverzichtbar ist
Wussten Sie’s? Alle Linien, alle Rahmen in InDesign sind Vektoren, Bézier-Kurven: so, wie Sie sie vielleicht auch schon von Adobe Illustrator her kennen.
Immer sind Vektoren dimensionslose, nicht druckbare Pfade, abstrakt mathematische Beschreibungen eines «Wegs von—bis». Erst wenn wir einem Vektor eine Zeichnung verpassen, eine «Kontur», wird er im Druck sichtbar.
Wie aber wird eine Kontur auf einem Vektor aufgebaut? Nehmen wir den einfachsten Fall: eine Strecke von A nach B, sprich: eine einfache Linie. Sie soll nun eine Stärke erhalten. Was erwarten Sie vom Aufbau solch einer Kontur? Soll sie «rechts» oder «links» neben dem senkrechten Vektor laufen? Soll sie «unterhalb» oder «oberhalb» des waagerechten Vektors verlaufen? Und wie soll das Regelwerk arbeiten, wenn sich die «Fahrtrichtung» umkehrt? Wenn Sie eine Linie nicht von oben nach unten oder von links nach rechts zeichnen, sondern umgekehrt?

Sie sehen: Ein Bündel von Problemen baut sich auf – das nur mit einer einzigen Massnahme vermieden werden kann: Das Programm muss die Kontur strikt mittig aufbauen – unabhängig von jedem relativen «oben», «unten», «rechts» oder «links». Und genau das tut InDesign.
Von mittig zu innen
Weiss der Anwender erst einmal, dass die Kontur immer mittig sein will, kann er Vorsorge treffen für all diejenigen Fälle, in denen er das nicht wünscht. Das ist zum Beispiel dann der Fall, wenn er ein Gefäss gebaut hat – einen Textrahmen, einen Grafikrahmen –, das zwar eine Kontur bekommen soll, aber seine «Über-alles-Abmessungen» nicht verändern darf – auch nicht um den Wert einer halben Konturstärke.
Wie man die Konturausrichtung nach «innen» stellt, händisch, habe ich in Folge 14 habe ich gezeigt. Der Objektstil (seit CS5 nun endlich konsequent «Objektformat» benannt) ist die logische Ergänzung hierzu. Mit drei Tipps:
- Legen Sie den Objektstil, der künftig die Kontur nach innen ausrichtet, an, wenn kein Dokument geöffnet ist: Dann steht er Ihnen in jedem neuen Dokument sofort zur Verfügung.
- «Ignorieren» Sie in diesem Objektstil alle Attribute ausser «Kontur- und Eckenoptionen». Ignorieren heisst: Die Buttons zeigen ein Minus. Damit ist dieser Stil so neutral, wie das irgend geht. (Sie müssen übrigens für einen Moment die Konturstärke definieren – Bild 1 –; anders lässt sich die Konturausrichtung – Bild 2 – nicht auf mittig stellen. Anschliessend können Sie die «Kontur» wieder «ignorieren».
- Legen Sie an einem leicht erreichbaren Ort ein «Vorhalte»-Dokument an, aus dem Sie via «Objektstile laden» diesen neuen Objektstil jederzeit in alte Dokumente herüberholen können.
Bilder zum Vergrössern anklicken:


Die Serie ist kein Hilfe-Ersatz. Dafür gibt es unsere Kurse, gibt es Fachbücher und im Internet Fachartikel en masse. Sie ist vielmehr ein entspannter Streifzug mit Hinweisen auf versteckte Kleinigkeiten: die man im InDesign-Alltag gern übersieht.
InDesign CS5: Update behebt Fehler
Autor: | Kommentare
Der Tastaturbefehl-Fehler von InDesign 7.0 (Creative Suite 5 bzw. CS5, nur deutsche und schwedische Version) ist behoben: Ein knapp 12 MB-grosses Patch beseitigt das Problem und führt zum Update auf InDesign 7.0.1.

Wichtig: Adobe rät dringend davon ab, evtl. schon angelegte eigene Tastaturbefehlssätze weiter zu benutzen. Sondern: Update durchführen und dann erst ein Duplikat des frischen «[Standard]» anlegen und dort die gewünschten Änderungen vornehmen.
Wir produzieren übrigens schon mit CS5 – ohne Probleme.
InDesign CS5: Danke, Adobe, für das neue Deutsch!
Autor: | Kommentare
Mit der Creative Suite 5 löst sich auch die Spannung in Sachen Lokalisation: Wird Adobe suboptimale Übersetzungen, mit denen CS4 in InDesign hier und da aufwartete, angefasst haben oder nicht? Freudige Nachricht: Adoba hat! Wunderbar!
Beispiele für die gelungenen Korrekturen:
- Der «Steg» wurde zum «Spaltenabstand» korrigiert (s.u.).
- «Ränder» heissen gemäss alter Druckersprache nun richtig «Steg» (s.u.).
- «Tabulator für Einzug rechts» wurde korrekt zu «Tabulator für rechte Ausrichtung».
- Die Formatvorlagen heissen jetzt einheitlich «Format» (bislang tanzte der «Objektstil» aus der Reihe).
- Das falsche «Verbiegen» wurde jetzt sehr korrekt zu «Scheren» («Neigen» wäre verständlicher gewesen, ist aus Sicht der Geometrie aber wohl nicht 100%ig richtig).
- Der für einen Laien kaum verständliche «Versatzabstand» ist zum «Abstand zum Rahmen» geworden.
- Die «Magnetischen Hilfslinien» entsprechen jetzt den englischen «Smart Guides»: «Intelligente Hilfslinien».
- Und auch der «Glyphenabstand» wurde nun zu dem, was er ist: «Glyphenskalierung».

Dafür, Adobe, ein ganz herzlicher Dank! Und ein dickes Dankeschön an Gerald Singelmann und das Forum HilfDirSelbst fürs Zusammentragen der gewünschten Änderungen. Ohne Geralds Tabelle (die es dann demnächst zu aktualisieren gilt; Vorschläge an ihn oder an mich jederzeit willkommen) hätte das wahrscheinlich nicht oder nicht in diesem Umfang funktioniert. Klasse!
InDesign CS5: Druckbögen mit vertikaler Seitenanordnung
Autor: | Kommentare
Nach den zwei vorerst notwendigen Warnlampen von gestern darf aber nun auch der erste grosse Vorzug des neuen InDesign-Upgrades beleuchtet werden: Unter anderem die Australierin Cari Jansen zeigt in ihrem Blog, dass – ohne jedes gefährliche Drehen und Scheren von Seiten – die Seiten eines Druckbogens nunmehr übereinander gestellt werden können. Extrem hilfreich beim Aufbau aller Druckwerke, die vertikal geblättert werden! Kalender zum Beispiel (Caris Beispiel).
Gut möglich, dass auch die SMI ihre vertikal aufgebauten DIN A5-Dokumentationen künftig auf genau diese Weise herstellen wird (zum Vergössern Abbildung anklicken).
Denn der Export hin zum Druck-PDF ist fehlerfrei.




