Archiv zum Thema Grundlagen (ID)
InDesign: Neues Farbfeld «im Vorbeigehen»
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Ich will jetzt gar nicht prüfen, für welche InDesign-Anwender das nachfolgende Farbfeld-Thema ein alter Hut sein wird (ich vermute allerdings: Das sind nicht sehr viele). Fakt ist: Ich habe an wichtiger Stelle falsch geschult. Seit eh und je!
«Wenn Du zum Beispiel ein Zeichenformat erstellst, dann schau, dass das Farbfeld, das Du einsetzen willst, schon vorher eingerichtet worden ist. Denn im Dialog ‹Neues Zeichenformat› gibt es keine Möglichkeit, fehlende Farbfelder anzulegen.»

Falsch. Sie gibt es. Und das schon seit CS2 (InDesign 4). Dank eines Hinweises von Marijan Tompa (Blog, Twitter) weiss ich seit heute: Einfach auf das Beispielfeld doppelt klicken! Und schon öffnet sich der altbekannte «Neues Farbfeld»-Dialog. Egal, ob das Beispielfeld unbestimmt ist – Fragezeichen – oder nicht.) So simpel.


Zu meiner Ehrenrettung: Selbst Marijan hatte das Verfahren vergessen und ein entsprechendes Feature Request («Leistungsmerkmalanforderung») bei Adobe schon unterstützt. Bis er sich erinnerte: Geht längst!
Nun fehlt uns nur noch die Möglichkeit, fix eine neue Farbe anzulegen, wenn Farbe via Popup (und nicht via Icon) angeboten wird: zum Beispiel bei den Absatzlinien.

Die neue Leistungsmerkmalanforderung
läuft.
Das redundante Gedächtnis von InDesign 7.0.x
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Es geht um InDesigns Tastaturbefehlssätze (Bearbeiten > Tastaturbefehlssätze…), InDesigns Cache und InDesigns Präferenz-Datei InDesign Defaults: und ihrem Zusammenspiel.
Die Präferenzen
InDesign speichert seine Einstellungen in zahlreichen Dateien. Sie befinden sich bekanntlich im Ordner des Anwenders: Er heisst «de_DE» und sitzt in diesem Pfad (Mac): User > Library > Preferences > Adobe InDesign (dort im Ordner der ensprechenden InDesign-Version). Unter Windows hat man auf dem Pfad paar Stufen mehr zu steigen. XP: User > Anwendungsdaten > Adobe > InDesign. Vista, Windows 7: User > AppData > Roaming > Adobe > InDesign.
Der Cache
Hier legt InDesign Spuren seiner Arbeit ab: zum Beispiel Details abgestürzter Dateien. Die Pfade: Mac: User > Library > Caches > Adobe Indesign. XP: User > Lokale Einstellungen > Anwendungsdaten > Adobe > InDesign. Vista, Windows 7: User > Roaming > AppData > Adobe > InDesign.
Der Tastaturbefehlssatz
Bekanntlich sollte man sich einen eigenen Tastaturbefehlssatz anlegen. Suboptimale, fehlende oder nicht funktionierende Tastaturbefehle können so ergänzt werden. Zum Beispiel in der Schweiz der Tastaturbefehl fürs Ein- und Ausblenden des Grundlinienrasters: Strt+Alt+ß setzt eine deutsche Tastatur voraus. Die schweizerische versagt, weil auf ihr die Taste ß nicht existiert.
Anders als bei anderen Einstellungen merkt sich InDesign bis einschliesslich Version 6.x (CS4) merkwürdigerweise nicht in seinen Präferenzen, welcher Tastaturbefehlssatz aktiv ist: sondern nur in seinem Cache (und dort in der Datei InDesign Saved Data).
Mit InDesign 7.0.x (CS5) ist dieses Gedächtnis nun auch (!) in die Präferenz-Datei gewandert: InDesign Defaults. «Auch» heisst: Wird der Cache gelöscht, bleibt die Erinnerung an den Tastaturbefehlssatz wach. Ebenso, wenn InDesign Defaults gelöscht wird. Erst wenn beide Dateien gleichzeitig gelöscht werden, vergisst InDesign, welcher Tastaturbefehlssatz am Schluss ausgewählt worden war.
Die Moral
Wer zugunsten reibungslosen Arbeitens von InDesign regelmässig den Cache entfernt (in manchen Produktionsumgebungen eine tägliche Massnahme), muss seit CS5 anschliessend nicht mehr jedesmal den bevorzugten Tastaturbefehlssatz neu aufrufen.
Natürlich wünschen wir uns, dass die Entwickler an dieser Stelle noch einen Zahn zulegen in Sachen Konsequenz: Wenn ich Präferenzen lösche, erwarte ich, dass alle Erinnerungen an Einstellungen entfernt werden. Die Erinnerung an den Tastaturbefehlssatz hat im Cache nichts zu suchen: Sie gehört ausschliesslich in die Präferenzen.
InDesigns Bedienfelder, Folge 36: «Glyphen»
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In loser Folge durchstreifen wir InDesigns 44 Bedienfelder (bitte klicken). Die Ziffern zeigen, in welcher Folge dieser Serie ein Bedienfeld behandelt wird.
Glyphen bietet zweierlei: den Zugriff zu sämtlichen Zeichen, die die momentan aktiven Schriften bereithalten – und den Zugriff auf eigene Zeichensammlungen aus den unterschiedlichsten Schriften, wenn man sie nicht jedes Mal im grossen Schriftentopf erneut und erneut suchen will.
Soweit, so gut. Doch wie gehe ich vor, wenn ich z.B. das Euro-Zeichen benötige – aber jeweils aus der Schrift, mit der ich gerade arbeite? Standardmässig wird ja die Schrift mit abgespeichert, wenn ich eine Glyphe meinem Glyphensatz hinzufüge.

Aber Sie können Ihren Glyphensatz bearbeiten (Bedienfeldmenü): Dann steht Ihnen die Option offen, die reine Unicode-Information des Zeichens zu speichern – unabhängig von jedem Font:

Die Serie ist kein Hilfe-Ersatz. Dafür gibt es unsere Kurse, gibt es Fachbücher und im Internet Fachartikel en masse. Sie ist vielmehr ein entspannter Streifzug mit Hinweisen auf versteckte Kleinigkeiten: die man im InDesign-Alltag gern übersieht.
InDesigns Bedienfelder, Folge 34: «Verlauf»
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In loser Folge durchstreifen wir die 44 Bedienfelder von InDesign CS4 (bitte klicken). Die Ziffern zeigen, in welcher Folge dieser Serie ein Bedienfeld behandelt wird.
Verläufe baue ich gern mit Hilfe des Bedienfelders Farbfelder: Nur hier gibt mir InDesign die Möglichkeit, die einzelnen Verlaufsfarben mit Hilfe vorgefertigter Farbfelder fernzusteuern.

Wozu ich aber Verlauf brauche, ist für den Winkel! Den den kann ich (leider) einem Verlaufsfeld nicht hinzufügen.

Tipp: Zum Verlaufs-Bedienfeld gelangen Sie möglicherweise am schnellsten durch einen Doppelklick auf sein Werkzeug-Symbol! Zumal sich seit CS5 dieses Bedienfeld im Fenster-Menü nicht mehr offen zeigt, sondern dort in die Gruppe «Farbe» eingeordnet worden ist.
PS: Die nächste Folge wird schon Folge 36 sein: Folge 35, «Objektstile», hatte ich am 7. Juli 2010 veröffentlicht.
Die Serie ist kein Hilfe-Ersatz. Dafür gibt es unsere Kurse, gibt es Fachbücher und im Internet Fachartikel en masse. Sie ist vielmehr ein entspannter Streifzug mit Hinweisen auf versteckte Kleinigkeiten: die man im InDesign-Alltag gern übersieht.
Zweites Update für InDesign CS5
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Immer wieder werden merkwürdige Fontprobleme in Zusammenhang mit InDesign berichtet. Bei genauerem Hinschauen erkennt man den Übeltäter jedoch meist woanders: nicht zu selten bei Font-«Management»-Software, die aus alter Tradition immer noch zwischen Betriebssystem und Layoutsoftware geklemmt worden ist. (Heute muss man eher von Dismanagement sprechen, so gross ist die System- und Programm-Instabilität, die solche Softwares immer wieder ins Spiel bringen.)
Ab und an aber ist es wirklich InDesign, das bei der Schriftnutzung bockt, zum Beispiel in Zusammenhang mit dem aktuellen Mac-Betriebssystem «Schneeleopard» (10.6.x): siehe das zwei Monate alte Update auf das CS5-InDesign 7.0.2. Und hier gilt: Wenn der Hersteller Adobe solche Fehler behebt, behebt er sie meistens nur in der aktuellen Version seiner Produkte! Ältere Versionen, z.B. CS4, erfahren dann womöglich die gleichen Probleme – werden aber nicht mehr korrigiert.
Ein weiteres Argument für die von mir gern vehement vorgetragene These, dass es unter dem Strich eine Firma mehr kostet, auf alten InDesign-Versionen zu verharren, statt zügig upzudaten.
Das zweite (wie immer kostenlose) Update für InDesign CS5 behob jedenfalls Probleme in Zusammenhang mit:
- Dateizugriff in gemischten Windows/Macintosh-Umgebungen
- Weiße Linie beim SWF-Export
- InDesign-SWFs werden bei Export zu interaktiven PDFs nicht korrekt skaliert
- Sprung in nächste Spalte durch Eingabe von Return
- Die Systemschrift Helvetica Neue.ttc kollidiert mit der Postscript-Version der Helvetica Neue (Nur Mac OS 10.6)
- Type1-Schiften im Ordner Document Fonts werden nicht korrekt erkannt
Der Übersetzungsfehler u.a. im Bedienfeld «Absatz» – «Optischen Steg ignorieren» – wurde hingegen nicht korrigiert. An dieser Stelle herrscht immer noch Sprachwirrwar – Grund genug für einen kleinen weiteren Beitrag heute.
Der Anwender stösst ein Update am bequemsten über InDesigns Hilfe-Menü an: «Aktualisierungen…»







