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So erhalten Sie wirklich die «Originalgröße»
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Problem: Der Befehl Ansicht > Originagröße zeigt nicht die Originalgrösse an. Wie kann ich für Originalgrösse sorgen?
Lösung:
- Wir legen ein A4-Dokument im Querformat an, halten ein A4-Blatt auf die Monitorscheibe und zoomen, bis beides deckungsgleich ist. Wir merken uns den Zoomfaktor. Siehe Abbildung:

- Wir besorgen uns von InDesignSecrets.com das kleine Dave Saunders-Skript «Zoom140Percent». Download der .zip-Datei: klicken Sie hier.
- Wir installieren das Skript. Wie Skripts nach Download und Entpacken zu installieren sind, habe ich hier beschrieben.
- Wir wählen Bearbeiten > Tastaturbefehle, wählen dort den Produktbereich «Skripten» und in der «Benutzer»-Gruppe das frisch installierte Skript. Wir geben ihm den Tastenbefehl Befehl+1 (Windows: Strg+1) und sagen «Ok». Siehe Abbildung:

- Wir klicken im Skripten-Bedienfeld mit der rechten Maustaste auf das neu installierte Skript und wählen den Befehl «Skript bearbeiten».
- Ist das Skript erst einmal geöffnet, finden Sie die Zahl «140»: Die ersetzen wir mit dem Wert, den wir an unserem Monitor als «1:1-Zoom» herausgefunden haben. In meinem Fall: 153.
Fertig. Von nun an wird InDesign Ihnen jedes Dokumente akkurat 1:1 anzeigen: via Befehl+1 bzw. Strg+1.
Hintergrund:
Ihr Layout wird von den Monitorpixeln wiedergegeben. InDesign prüft nicht, wie gross diese Pixel auf dem jeweiligen Monitor sind. Es geht von einem (längst überholten) Uralt-Standard aus: der ca. 0,353 mm grossen Pixelbreite/-höhe eines Macintosh-Monitors aus dem Jahr 1988. Dort verteilten sich auf 25,4 mm Breite (= US-amerikanischer Zoll bzw. «Inch») genau 72 Pixel: die 72 Dots per Inch (72 dpi).
Heute werden Monitore mit so grober Pixelung nicht mehr gebaut. Die Pixelgrösse ist um 50% und mehr verkleinert worden. Auf meinem Monitor sind sie schon so klein, dass ca. 110 Pixel in ein Zoll hineinpassen – 110 dpi statt 72 dpi! Die Software denkt aber immer noch, die Auflösung betrage 72 dpi. Und entsprechend zu klein wird das Layout dargestellt.
Übrigens: Powertipps und spannende Diskussionen über InDesign gibt’s auch in meinem InDesign-Inside-Kurs. Aber Achtung: nur für InDesign-Profis! Einzelheiten zum Kurs: >> http://www.smi.ch/anmeldung/layout-prepress.html
InDesigns Bedienfelder, Folge 16: «Lesezeichen»
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In loser Folge durchstreifen wir InDesigns 44 Bedienfelder (bitte klicken). Die Ziffern zeigen, in welcher Folge dieser Serie ein Bedienfeld behandelt wird.
Das elektronische Eselsohr
… oder was auch immer Sie in einem Buch zwecks «Diese Stelle merken» gern nutzen: Hier ist es für InDesign. Brav sortiert es auf Wunsch nach Seitenzahl (unabhängig davon, wie der Name des Lesezeichens lautet), und ebenso brav exportiert es sein «Wissen» ins PDF (wobei manuelle Sortierungen – hier im Bild nach Name – verlorengehen und nachsortiert werden muss, nun in Acrobat).

Das heißt: Man muss nicht immer gleich ein Inhaltsverzeichnis anlegen, wenn man in der Seitenleiste des PDF eine Navigationshilfe anbieten will.

Vielleicht weniger bekannt: Lesezeichen lassen sich auch ausserhalb eines Inhaltsverzeichnisses hierarchisch abstufen: wie in den Abbildungen gezeigt.. Und zwar, jetzt kommt der Clou, ohne Abhängigkeit davon, wo im Dokument das «Mutter»-Lesezeichen steht.
Und so geht’s:
Nehmen wir an, Sie haben einen kleinen CD-Katalog. Sie sortieren nach «Klassik», «Pop» und «Etcetera». Die Startseiten der drei Rubriken erhalten ein Lesezeichen.
Am Schluss des Dokuments gibt es ausserdem eine alphabetische Liste sämtlicher Interpreten. Lesezeichen könnte dann so ausschauen:
Wenn Sie auf eine Seite zeigen wollen, deaktivieren Sie alles und legen ein neues Lesezeichen an: einen Seitenlink.
Wenn Sie auf eine Textstelle zeigen wollen, lassen Sie den Cursor an der gewünschten Stelle blinken. Das Lesezeichen zeigt sich als Doppelpunkt-ähnliches, dimensionsloses Sonderzeichen.
Wenn Sie eine Textstelle zum Namen des Lesezeichens machen wollen, markieren Sie sie. Das jetzt erzeugte Lesezeichen stellt sich vor die markierte Textstrecke; als Name wird die Markierung übernommen.
Die Hierarchisierung bekommen Sie durch simples Ziehen der Lesezeichen hin. Betrachten Sie ein Seiten-Lesezeichen wie eine Art Ordner: Ziehen Sie ein Text-Lesezeichen da drauf, ordnet es sich unter; das Seitenlesezeicen erhält ein Aufklapp-Dreieck.
Sie können aber auch vor Erzeugen eines Text-Lesezeichens einen dieser «Ordner» markieren (egal, auf welche Seite er zeigt) und dann das Text-Lesezeichen anlegen: Es ordnet sich sofort unter den markierten Seitenverweis.
Muss noch gesagt werden, dass der Nutzwert von Lesezeichen lange vor dem PDF-Export beginnt? Wenn Sie in einem längeren Dokument häufig zwischen verschiedenen Seiten und/oder Textstellen hin- und herswitschen müssen – legen Sie sich doch einfach einmal ein Lesezeichen an!
Die Serie ist kein Hilfe-Ersatz. Dafür gibt es unsere Kurse, gibt es Fachbücher und im Internet Fachartikel en masse. Sie ist vielmehr ein entspannter Streifzug mit Hinweisen auf versteckte Kleinigkeiten: die man im InDesign-Alltag gern übersieht.
InDesigns Bedienfelder, Folge 15: «Konturenführung»
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In loser Folge durchstreifen wir InDesigns 44 Bedienfelder (bitte klicken). Die Ziffern zeigen, in welcher Folge dieser Serie ein Bedienfeld behandelt wird.
Überspringen Sie mal öfter!

Hier darf man vielleicht mal wirklich etwas flapsig sagen: «Wer hinschaut, hat mehr vom Leben.» Was bedeuten denn die 6 Knöpfe im Kopf von «Konturenführung»? Maus draufstellen, Quickinfo abwarten! Und Knopf 4 (von links) sagt dann so unmissverständlich wie sein Symbol: «Objekt überspringen»!

Na also! Machen!
Die Serie ist kein Hilfe-Ersatz. Dafür gibt es unsere Kurse, gibt es Fachbücher und im Internet Fachartikel en masse. Sie ist vielmehr ein entspannter Streifzug mit Hinweisen auf versteckte Kleinigkeiten: die man im InDesign-Alltag gern übersieht.
InDesigns Bedienfelder, Folge 14: «Kontur»
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In loser Folge durchstreifen wir InDesigns 44 Bedienfelder (bitte klicken). Die Ziffern zeigen, in welcher Folge dieser Serie ein Bedienfeld behandelt wird.
Kontur: Unverzichtbares Check-Display
Da erstens InDesigns Objekte allesamt Bézier-Kurven sind und da zweitens Konturen auf Bézier-Kurven – man denke nur an einzelne Linien – am sinnvollsten erst einmal mittig platziert sind (jedenfalls sehen das Illustrator und InDesign so), da aber, drittens, Layout-Objekte wiederum – jetzt denke man an Info-Boxen, Bildrahmen etc. – ihre Kontur, sofern vorhanden, immer nach innen ausrichten sollten und da <gleichfertig> das Kntur-Bedienfeld momentan die einzige Stelle ist, an der ich immer sicher erkennen kann, wie eine Kontur ausgerichtet ist <lufthol>: Aus diesen vier Gründen muss «Kontur» immer geöffnet sein.

(Zum Vergrössern bitte klicken.)
Die versteckten Konturenstile – auch gut fürs Runde!
Versteckt im «Kontur»-Bedienfeldmenü aber halten sich die «Konturenstile» auf. Hier können Sie, mit einem einfachen Trick, sogar Linienstile erzeugen, die rund starten und rund enden – zum Beispiel für diese wunderschöne Aufgabe:

Schwer ist das nicht. Hier dürfen Sie spickeln:

Die Serie ist kein Hilfe-Ersatz. Dafür gibt es unsere Kurse, gibt es Fachbücher und im Internet Fachartikel en masse. Sie ist vielmehr ein entspannter Streifzug mit Hinweisen auf versteckte Kleinigkeiten: die man im InDesign-Alltag gern übersieht.
Hilfe, meine Schriftgrösse ist eingeklammert!
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Fünf Fragen, die uns immer wieder gestellt werden:
«Was bedeuten eingeklammerte Schriftgrössen?»
«Warum ist mein Zeilenabstand manchmal ganz anders als angezeigt?»
«Woher stammen diese Schriftgröße-Klammern?»
«Wie setze ich die Anzeige auf die faktischen Werte zurück?»
«Wie komme ich wieder zu einem ‹normalen› Verhalten von InDesign?»

Fünf Fragen, die alle miteinander zu tun haben.
«Was bedeuten eingeklammerte Schriftgrössen?»
Schriftgrösse in Klammern sagen: «Eigentlich ist die Schriftgröße so wie in der Klammer angezeigt». Im Beispiel «(10 Pt)». «Aber InDesign hat sich hier auch noch eine ursprüngliche Schriftgrösse gemerkt» (im Beispiel «5 Pt»).
«Warum ist mein Zeilenabstand manchmal ganz anders als angezeigt?»
Das kann mehrere Ursachen haben: In der hier diskutierten Situation wird der momentane Zeilenabstand überhaupt gar nicht angezeigt – sondern immer nur sein ursprünglicher Wert. Man muss stattdessen jetzt kopfrechnen: «Schriftgrösse wurde verdoppelt, also dürfte der Zeilenabstand jetzt auch doppelt so gross sein wie angezeigt.» Im Beispiel also faktisch 12pt statt «(6 Pt)».
«Woher stammen diese Schriftgrösse-Klammern?»
Die Ursache für «Klammer»-Werte bei der Schriftgrösse liegt, man muss es so hart ausdrücken, in unprofessionell arbeitenden InDesign-Anwendern. Einstellungen, die sich in jedes mit solch einem InDesign erzeugte Dokument dauerhaft übertragen. Die Unprofessionalität:

Die falsche Einstellung «Skalierungsprozentsatz anpassen» sorgt dafür, dass bei Skalierungen von Objekten etliche Attribute weiterhin an ihre Ausgangswerte gekoppelt sind. Das mag in exotischen Situationen hilfreich sein – in aller Regel ist solch ein Vorgehen jedoch unerwünscht.
«Wie setze ich die Anzeige auf die faktischen Werte zurück?»
Nicht durchdachte Voreinstellungen haben zu unerwünschten Rahmeneigenschaften geführt. Also: Rahmen aktvieren, dann im «Transformieren»- oder «Steuerung»-Bedienfeldmenü den Befehl «Skalierung auf 100 % neu definieren» wählen.
«Wie sorge ich dafür, dass sich InDesign wieder ‹normal› verhält?»
Soweit es Ihr eigenes InDesign anlangt: Schliessen Sie alle Dokumente. Wählen Sie im oben gezeigten Voreinstellungs-Dialog die Option «Auf Inhalt anwenden». Das wirkt sich jedoch nur auf Dokumente aus, die Sie künftig neu erstellen.
Soweit es vorhandene InDesign-Dokumente anlangt: Öffnen Sie das betroffene Dokument und wählen Sie im oben gezeigten Voreinstellungs-Dialog die Option «Auf Inhalt anwenden». Das wirkt sich jedoch nur auf Skalierungsoperationen aus, die Sie ab jetzt in diesen Dokumenten durchführen.
Soweit es vorhandene Rahmen anlangt: Siehe «Wie setze ich die Anzeige auf die faktischen Werte zurück?».
InDesigns Bedienfelder, Folge 12: «Zeichenformate»
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In loser Folge durchstreifen wir InDesigns 44 Bedienfelder (bitte klicken). Die Ziffern zeigen, in welcher Folge dieser Serie ein Bedienfeld behandelt wird.
Neue Gruppe aus Formaten
Damit für das Bedienfeld «Zeichenformate» etwas zu sagen blieb, hob ich mir eine Bemerkung auf, die schon im letzten Beitrag über «Absatzformate» möglich gewesen wäre: der schöne Befehl «Neue Gruppe aus Formaten».

«Gruppe» klar? Na klar. Die kleinen Ordnerchen, mit denen Sie Ihre Zeichen-, Absatz-, Zeilen-, Tabellenformate und Objektstile fein säuberlich ordnen können.
«Neue Gruppe aus Formaten»: also auch klar. Sie markieren mehrere Formate mit der Umschalttaste oder, wenn Sie einige überspringen wollen, mit Strg (Win) bzw. cmd (Mac) – und dann ab in eine neue Gruppe.

«In Gruppe kopieren» erzeugt hingegen – bislang unbenutzte – Kopien Ihrer Formate: sehr hilfreich, wenn es ans Aufräumen und Neu-Zusammenstellen von Formaten geht.
Cool!
Die Serie ist kein Hilfe-Ersatz. Dafür gibt es unsere Kurse, gibt es Fachbücher und im Internet Fachartikel en masse. Sie ist vielmehr ein entspannter Streifzug mit Hinweisen auf versteckte Kleinigkeiten: die man im InDesign-Alltag gern übersieht.



