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InDesigns Bedienfelder, Folge 29: «Bedingter Text»
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In loser Folge durchstreifen wir InDesigns 44 Bedienfelder (bitte klicken). Die Ziffern zeigen, in welcher Folge dieser Serie ein Bedienfeld behandelt wird.
Bedingter Text: Auf Vorarbeit zurückgreifen!
Bedingungen aufzubauen und dann, im zweiten Schritt, in Bedingungssätzen logisch zusammenzufassen kann mühsam sein. Es sei denn, Sie greifen auf vorhandene Bedingungen (und Bedingungssätze) klug zurück, zum Beispiel zentral abgelegt auf einem Server:

Der nachfolgende Dialog fragt Sie, aus welcher InDesign-Datei geladen werden soll. Na also.
Die Serie ist kein Hilfe-Ersatz. Dafür gibt es unsere Kurse, gibt es Fachbücher und im Internet Fachartikel en masse. Sie ist vielmehr ein entspannter Streifzug mit Hinweisen auf versteckte Kleinigkeiten: die man im InDesign-Alltag gern übersieht.
InDesigns Bedienfelder, Folge 21: «Ebenen»
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In loser Folge durchstreifen wir InDesigns 44 Bedienfelder (bitte klicken). Die Ziffern zeigen, in welcher Folge dieser Serie ein Bedienfeld behandelt wird.
Konservativ: Ebenen erhalten
Keine Frage: Keine Information über «Ebenen» ist wichtiger als dieser eine Hinweis: dass sich alle InDesign-Objekte den Namen «ihrer» Ebene merken. Auch,wenn sie in die Zwischenablage genommen, als Snippet exportiert oder in eine Bibliothek aufgenommen werden. Und also kann jedes Objekt, das so aus dem Layout herausbefördert wurde, bei seinem Re-Import sich wieder an «seine» Ebene erinnern.
Das Zauberwort hierbei ist: «kann». Es tut es nicht automatisch. Ein kleines Häkchen ist zu setzen: das dann aber in jedem Dokument wirkt. Bedienfeld Ebenen > Bedienfeldmenü > Ebenen beim Einfügen erhalten. Eine echte Programmeinstellung!

Fehlt eine Ebene, nach der ein zurückkommendes Objekt verlangt, wird sie automatisch angelegt: in CS4 automatisch als oberste Ebene. Sind benötigte Ebenen vorhanden, aber gesperrt, wird der Anwender gebeten, sie zu entsperren. Nur gegenüber Ebeneneinstellungen bleiben Objekte ohnmächtig: In Sachen Ebenenfarbe, -optionen, -position (in der Stapelreihenfolge von «Ebenen») haben immer die Einstellungen des Zieldokuments das letzte Wort – nicht das re-importierte Objekt.
Die Serie ist kein Hilfe-Ersatz. Dafür gibt es unsere Kurse, gibt es Fachbücher und im Internet Fachartikel en masse. Sie ist vielmehr ein entspannter Streifzug mit Hinweisen auf versteckte Kleinigkeiten: die man im InDesign-Alltag gern übersieht.
InDesign CS4: Erster Überblick über wichtige Neuerungen
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Man mag ja kaum glauben, was es an einem Layout-Prorgamm – 20 Jahre nach Beginn des Desktop-Publishing-Zeitalters – noch alles zu verbessern gibt. Bei mir sind es 16 Bildschirmseiten, auf denen sich zig Neuerungen zu InDesign CS4 finden. (Klicken Sie in die Überschriften mit der Alt-Taste, um die Volltexte zu lesen.)
In den SMI-Seminaren und SMI-Upgrade-Kursen werden Sie ausreichend Gelegenheit bekommen, sich intensiv mit den produktionsrelevanten Neuigkeiten auseinanderzusetzen – und mit den Fallen, die sich daraus für Ihre Arbeitsabläufe evtl. ergeben könnten. Hier deshalb erst einmal nur kurz, was mir zu allererst auffiel. Schwerpunkt: Produktivität.
Fehlersuche:
InDesign CS4 bietet Preflight-Warnungen schon bei der Arbeit: Das wäre, wenn es hält, was es verspricht, möglicherweise die wichtigste Neuerung. Jedenfalls aus Sicht der Produktionssicherheit. Wenn man einstellen kann, dass sofort jedes Bild, das man zu sehr hochskaliert, eine dezente Warnung erzeugt («Achtung, Auflösungsvorgabe wird unterschritten!»), dann wäre das mehr als hilfreich. Denn während der Produktion hat man meist noch Zeit, gegenzusteuern. Was angewarnt wird, kann der Anwender natürlich einstellen. Und: Er kann die Summe seiner Wünsche an sein Dokument heften – als «Preflight-Profl». Stilvorlagen für Qualität sozusagen.
Ausführliches Bedienfeld «Verknüpfungen»:
z.B. Auflösungen, Farbräume, Profile, Skalierungen. Aha. endlich zeigt InDesign an einem Ort, gesammelt, was es schon lägst weiss: Wo sitzen Rahmen, die gedreht wurden; welche Auflösung haben die einzelnen Bilder, usw. Bislang muss man dem Programm all das aus der Nase ziehen: durch Klick auf die Objekte, dann Blick ins Transformieren- oder Steuerung-Bedienfeld oder in die «Informationen». Angenehm auch, dass der Anwender selbst bestimmen kann, welche Attribute vom «Verknüpfungen»-Bedienfeld gelistet werden sollen. Man wird also nicht mit einem Wust von Infos überfallen, die man vielleicht gar nicht braucht (oder nicht zu schätzen weiss
.
«Bedingter Text»:
Eine kleine Sensation. Achtung, Katalog-Produktioner! Beispiel: Zeige (und drucke) mir das Dokument nur mit den EU-Preisen. Dann ein Klick – und der gleiche (!) Text zeigt nunmehr die angepassten Preise der Schweiz. Ohne Ebenenwechsel. Ohne dass der Text doppelt geladen werden muss. Oder: Broschüre mit und ohne Preise. Mit und ohne Händlerinformationen. Mit und ohne Lehrerinformationen in einer Kursdokumentation der SMI
. Wie weit das anwendbar ist auch auf umfangreichen Fremdsprachensatz, werden wir uns noch anschauen. Auch Bilder könnten auf diese Weise dokumentweit gewechselt werden können: wenn sie im bedingten Textfluss verankert sind.
Querverweise:
Bislang ein gewisses Ärgernis. Zwar liessen sich mit Hyperlinks Verbindungen, Links, zu Seitenzahlen herstellen – aber zur Aktualisierung (Seiten haben sich verschoben, sind dazugekommen, weggefallen) musste man eigens das im Web erhältliche Skript «updatecrossrefs» anstossen, das die Verweise wieder auf Vordermann brachte. Soll jetzt dynamisch funktionieren – ohne Skripts.
Intelligenter(er) Textfluss:
Wir kennen es von Word: Kommt Text hinzu, erhält das Dokument automatisch mehr Seiten. Wird Text gelöscht, verschwinden überflüssige Seiten wieder. Beides ohne Veto-Möglichkeit des Anwenders. Anders QuarkXPress: Fügt man Text hinzu, fügt XPress benötigte Seiten ins Dokument – auf Wunsch. Kann sie aber nicht automatisch löschen, auch nicht auf Wunsch. InDesign CS4 verbindet jetzt beide Welten: löscht und fügt automatisch neue Seiten hinzu, in Abhängigkeit von der Textmenge – wenn der Anwender das will. Sehr, sehr hilfreich bei langen Dokumenten.
Druckbogen am Monitor um 90 oder 180 Grad drehen:
Nur am Monitor. Noch nicht für den Druck. (Das geht weiterhin nur z.B. mit David Blatners PlugIn Page Control, für freundliche 59 EUR für eine Lizenz). Aber nun geht es zumindest schon mal für den Monitor: Bestellkarten, die für den Druck auf den Kopf gestellt werden müssen, Rückseiten von querformatigen Einladungskarten und und und: Immer wieder arbeiten wir «auf dem Kopf». Das ganze nunmehr drehen zu können, am Monitor, ist hilfreich.
Wörterbucheinträge sprachübergreifend:
Heisst: Sie fügen z.B. den Namen eines Produkts in Ihr Worterbuch an, damit er künftig korrekt getrennt wird – bislang Sache der jeweiligen Sprache. Jetzt liest InDesign diesen Eintrag in allen Sprachen aus.
Tabelleninhalte im Textmodus – und in InCopy!
Dazu muss man nichts weiter sagen – InCopy-User werden jubeln!
Für Format-Experten (also für alle
:
Sie befinden sich im Dialog für ein neues Absatzformat. Sie wollen, zum Beispiel für das Initial, ein eigenes Zeichenformat einsetzen. Das Zeichenformat aber vergassen Sie, vorher anzulegen. Jetzt können Sie aus dem Absatzformat-Dialog heraus – und offenbar nicht nur dort – schnell ein neues Zeichenformat definieren.
Kuler wird Cooler für den Grafiker:
Schauen Sie sich dazu am besten mal die Kuler-Seite an. Das wird integrierter Bestandteil der Creative Suite 4!
OPI kehrt zurück!
Nein, nicht wirklich. Jedenfalls nicht so, wie wir es von früher kannten: Server produzierten selbsttätig niedrigaufgelöste Vorschau-Bilder, damit die langsamen Netze nicht zusammenbrachen. Aber so: Der Anwender platziert niedrigaufgelöste Bilder (72 dpi) z.B. einer Bildagentur. Später bekommt er die Bilder hochaufgelöst. Die Namen sind gleich, die Dateien stehen in einem neuen Ordner. Dem Dokument sagt er jetzt (offenbar «einfach», wir werden sehen): Nimm bitte jetzt die Versionen in dem Ordner mit den hochaufgelösten Bildern. Oder: Bilder wurden geliefert, der Layoutprozess muss beginnen, Bilder werden also platziert. Parallel aber werden die Bilder von der Bildverarbeitung noch einmal überarbeitet, retouchiert, freigestellt. Dann kommen alle Bilder zurück: Statt dass nun die ursprünglichen Versionen überschreiben werden müssen, sagt der Layouter seinem Dokument: «Schau mal hier. Hier sind jetzt die neuen Versionen.» Und InDesign ersetzt die alten Bilder selbsttätig. Schnell mal die Bilder ausgetauscht für eine Web-Version Ihres InDesign-Dokuments? Auf diesem Weg: wahrscheinlich eher ein Kinderspiel.
Illustrator-Funktionen:
Jetzt können Sie auch in InDesign getrennte Pfade ohne Tricks zusammenfügen und den Charakter von Ankerpunkten ändern.
Magnetische Hilfslinien
Das klingt wie «Eulen nach Athen»: Sind Hilfslinien nicht von Haus aus magnetisch? Ja, schon. Aber bislang nur insoweit, als an ihnen was drankleben kann. Nunmehr scheint es auch umgekehrt zu gehen: Sie kleben zum Beispiel an einen Bildrahmen Hilfslinien an, verschieben das Ganze – und haben am neuen Ort die notwendigen Hilfslinien gleich wieder parat. Und zwar nicht nur einfache Hilfslinien, wie wir sie bisher kannten: sondern auch Hilfslinien-Konstrukte, die zum Beispiel den Abstand zwischen Objekten anzeigen. Oder ihren Drehwinkel. Das kling nach viel, viel Zeitersparnis. Hier ein Filmchen von InDesign-Freak und Adobe-Freelancer Haeme Ulrich. Dann wird das für diejenigen, die nicht so viel in Illustrator unterwegs sind (wo es derartige «magnetische Hilfslinien» schon länger gibt) noch verständlicher.
«Berarbeiten mit …»
Na endlich. «Original bearbeiten» öffnet dann nicht mehr irgendeine System-Bildverarbeitung, sondern das Programm, das Sie im Moment benötigen.
InDesign goes Apple:
Apples Multi-Touch-Funktionen auf Notebooks sollen nun auch in InDesign genutzt werden können: Drehen mit zwei Fingern, Zoomen mit zwei Fingern, Blättern durch Wischen: Fein. Wenn’s dann funktioniert, noch besser. Wir werden sehen!
Ihr Jochen Uebel


