Archiv zum Thema Objekt (ID)

simplify-your-indesignIn loser Folge durchstreifen wir InDesigns 44 Bedienfelder (bitte klicken). Die Ziffern zeigen, in welcher Folge dieser Serie ein Bedienfeld behandelt wird.

Unter anderem: Startbahn für «Nur-Text-PDFs»

Mit «Tags» können Sie Bestandteile Ihres Layouts markieren: Bei Übergabe des InDesign-Dokuments an andere Medien (Internet, Mobilgeräte) können diese Markierungen wieder ausgelesen werden – und steuern dann, wie der Inhalt der Seiten dort auftauchen soll.

Bei der Suche nach einem versteckten Bonbon für diese Serie stiess ich auf eine Tag-Verwertung, die ich bisher noch nicht gekannt hatte: Wenn Sie ein Tag names «Artifact» anlegen, können Sie mit ihm dafür sorgen, dass damit getaggte Objekte in anderen Medien überhaupt nicht auftauchen: zum Beispiel im PDF.

Das kann hochwillkommen sein – wenn der PDF-Empfänger die Möglichkeit bekommen soll, das PDF wahlweise mit oder ohne Bild, mit oder ohne Seitenzahl, Schmuckelement, Farbfläche zu betrachten und auszuwerten.

Tags müssen natürlich mitexportiert worden sein.

Drücken Sie anschliessend in Acrobat Ctrl+4 (Win) bzw. Cmd+4 (Mac) – und siehe da: Die mit «Artifact» getaggten Objekte verschwinden. Wieder Ctrl+4 (Win) bzw. Cmd+4 (Mac) – alle Elemente sind wieder da.

Was stösst dieser Tastenbefehl an? Es ist der Befehl Anzeige > Zoom > Umfließen. Er stellt die Inhalte eines PDFs fortlaufend dar. Heisst, bezogen auf Text: InDesigns Zeilenumbrüche werden aufgehoben, lediglich Absatzmarken werden widergespiegelt, Umbruch gemäss Fensterbreite.

Stark herausgezoomt (Schrift mini), und Sie können solche Textteile ohne unerwünschte Absatzmarken kopieren und weiterverarbeiten – ohne gleich einen kompletten Textexport anzustossen.

Die Serie ist kein Hilfe-Ersatz. Dafür gibt es unsere Kurse, gibt es Fachbücher und im Internet Fachartikel en masse. Sie ist vielmehr ein entspannter Streifzug mit Hinweisen auf versteckte Kleinigkeiten: die man im InDesign-Alltag gern übersieht.

twitter_logo



simplify-your-indesignIn loser Folge durchstreifen wir InDesigns 44 Bedienfelder (bitte klicken). Die Ziffern zeigen, in welcher Folge dieser Serie ein Bedienfeld behandelt wird.

Kontur: Unverzichtbares Check-Display

Da erstens InDesigns Objekte allesamt Bézier-Kurven sind und da zweitens Konturen auf Bézier-Kurven – man denke nur an einzelne Linien – am sinnvollsten erst einmal mittig platziert sind (jedenfalls sehen das Illustrator und InDesign so), da aber, drittens, Layout-Objekte wiederum – jetzt denke man an Info-Boxen, Bildrahmen etc. – ihre Kontur, sofern vorhanden, immer nach innen ausrichten sollten und da <gleichfertig> das Kntur-Bedienfeld momentan die einzige Stelle ist, an der ich immer sicher erkennen kann, wie eine Kontur ausgerichtet ist <lufthol>: Aus diesen vier Gründen muss «Kontur» immer geöffnet sein.

(Zum Vergrössern bitte klicken.)

Die versteckten Konturenstile – auch gut fürs Runde!

Versteckt im «Kontur»-Bedienfeldmenü aber halten sich die «Konturenstile» auf. Hier können Sie, mit einem einfachen Trick, sogar Linienstile erzeugen, die rund starten und rund enden – zum Beispiel für diese wunderschöne Aufgabe:

Schwer ist das nicht. Hier dürfen Sie spickeln:

Die Serie ist kein Hilfe-Ersatz. Dafür gibt es unsere Kurse, gibt es Fachbücher und im Internet Fachartikel en masse. Sie ist vielmehr ein entspannter Streifzug mit Hinweisen auf versteckte Kleinigkeiten: die man im InDesign-Alltag gern übersieht.

twitter_logo



simplify-your-indesignFünf Fragen, die uns immer wieder gestellt werden:
«Was bedeuten eingeklammerte Schriftgrössen?»
«Warum ist mein Zeilenabstand manchmal ganz anders als angezeigt?»
«Woher stammen diese Schriftgröße-Klammern?»
«Wie setze ich die Anzeige auf die faktischen Werte zurück?»
«Wie komme ich wieder zu einem ‹normalen› Verhalten von InDesign?»

Fünf Fragen, die alle miteinander zu tun haben.

«Was bedeuten eingeklammerte Schriftgrössen?»

Schriftgrösse in Klammern sagen: «Eigentlich ist die Schriftgröße so wie in der Klammer angezeigt». Im Beispiel «(10 Pt)». «Aber InDesign hat sich hier auch noch eine ursprüngliche Schriftgrösse gemerkt» (im Beispiel «5 Pt»).

«Warum ist mein Zeilenabstand manchmal ganz anders als angezeigt?»

Das kann mehrere Ursachen haben: In der hier diskutierten Situation wird der momentane Zeilenabstand überhaupt gar nicht angezeigt – sondern immer nur sein ursprünglicher Wert. Man muss stattdessen jetzt kopfrechnen: «Schriftgrösse wurde verdoppelt, also dürfte der Zeilenabstand jetzt auch doppelt so gross sein wie angezeigt.» Im Beispiel also faktisch 12pt statt «(6 Pt)».

«Woher stammen diese Schriftgrösse-Klammern?»

Die Ursache für «Klammer»-Werte bei der Schriftgrösse liegt, man muss es so hart ausdrücken, in unprofessionell arbeitenden InDesign-Anwendern. Einstellungen, die sich in jedes mit solch einem InDesign erzeugte Dokument dauerhaft übertragen. Die Unprofessionalität:

Die falsche Einstellung «Skalierungsprozentsatz anpassen» sorgt dafür, dass bei Skalierungen von Objekten etliche Attribute weiterhin an ihre Ausgangswerte gekoppelt sind. Das mag in exotischen Situationen hilfreich sein – in aller Regel ist solch ein Vorgehen jedoch unerwünscht.

«Wie setze ich die Anzeige auf die faktischen Werte zurück?»

Nicht durchdachte Voreinstellungen haben zu unerwünschten Rahmeneigenschaften geführt. Also: Rahmen aktvieren, dann im «Transformieren»- oder «Steuerung»-Bedienfeldmenü den Befehl «Skalierung auf 100 % neu definieren» wählen.

«Wie sorge ich dafür, dass sich InDesign wieder ‹normal› verhält?»

Soweit es Ihr eigenes InDesign anlangt: Schliessen Sie alle Dokumente. Wählen Sie im oben gezeigten Voreinstellungs-Dialog die Option «Auf Inhalt anwenden». Das wirkt sich jedoch nur auf Dokumente aus, die Sie künftig neu erstellen.
Soweit es vorhandene InDesign-Dokumente anlangt: Öffnen Sie das betroffene Dokument und wählen Sie im oben gezeigten Voreinstellungs-Dialog die Option «Auf Inhalt anwenden». Das wirkt sich jedoch nur auf Skalierungsoperationen aus, die Sie ab jetzt in diesen Dokumenten durchführen.
Soweit es vorhandene Rahmen anlangt: Siehe «Wie setze ich die Anzeige auf die faktischen Werte zurück?».

twitter_logo



simplify-your-indesignIn loser Folge durchstreifen wir InDesigns 44 Bedienfelder (bitte klicken). Die Ziffern zeigen, in welcher Folge dieser Serie ein Bedienfeld behandelt wird.

Basis-Bedienfeld par excellence

Hilfreich oder überflüssig?

«Gelegentlich, selten oder gar nicht nötig» im täglichen Geschäft: So lautet überwiegend meine Wertung der bisher besprochenen Bedienfelder. Bei dem Bedienfeld «Transformieren» jedoch werden sich womöglich die Geister scheiden. Denn die meisten Anwender sagen hier: «Brauche ich nie.» Begründung: «Alles, was ‹Transformieren› kann, bietet auch die ‹Steuerung›.»

Wirklich? Insbesondere die Freunde, die ihre XPress-Zeit noch in Ehren halten (oder gar noch gar nicht beendet haben), werden sofort widersprechen: «Schalte mal ins Textwerkzeug um. Und? Wo sind sie jetzt, Deine Transformationswerte in der Steuerung?» – «Ja, aber …» – «Nix aber! Selbstverständlich möchte ich den Zugriff auf Position, Breite, Höhe und Winkel auch dann noch behalten, wenn ich  Text bearbeite! Ich will doch nicht jedes Mal das Werkzeug wechseln müssen! Ich bin doch nicht blöd!»

Gut gebrüllt, Löwe. Ich bin es auch nicht. Man kann sich zwar an alles gewöhnen – auch an einen überflüssigen Wechsel rüber zum «schwarzen Pfeil», nur um beispielsweise wieder Kordinaten, Breite und Höhe des aktiven Objekts zu sehen.  «Transformieren» stetig offen zu halten scheint mir für solche Fälle dann doch die vernünftigere Verhaltensweise zu sein.

Und was bietet «Transformieren» ausserdem, ausser den redundanten Positionskoordinaten, Breite, Höhe, Skalierung und Winkel? Nichts, was bei aktivem «Auswahl»-Werkzeug («schwarzer Pfeil») nicht auch im Bedienfeldmenü der «Steuerung» zu finden wäre. Unterschied zu dieser: Die Bedienfeldmenü-Befehle der «Steuerung» tauchen nur situationsbezogen auf – in «Transformieren» sind sie immer sichtbar. Und das hat Vorteile: wenigstens didaktische. Man erfährt dann vielleicht erstmals vollständig, was in einer «Transformieren»-Situation – Objekt(e) wurde(n) markiert – so alles möglich ist.

«Transformationen löschen»: Was macht das?

Besonders erstaunt hatte mich «Transformationen löschen». Wussten Sie, was das macht? Wenn nicht: Sie werden überrascht sein! Denn quasi mit der Computer-Muttermilch haben wir doch alle gelernt: Wurde eine Datei erst einmal geschlossen, können Arbeitsschritte vorangegangener Sitzungen nicht mehr rückgängig gemacht werden.

Zumindest zu Teilen eines InDesign-Layouts ist das jedoch Schnee von gestern. Transformieren Sie einfach einmal ein Objekt – drehen Sie’s, neigen Sie’s (schon wieder ein Übersetzungsfehler von Adobes Lokalisations-Abteilung; sie sprechen von «Verbiegen»), skalieren Sie’s, mit oder ohne Inhalt: und dann schliessen Sie das Dokument. Fahren Sie meinetwegen auch noch InDesign runter, damit Sie’s glauben. Und dann öffnen Sie das Dokument wieder.

Nun Objekt markieren und «Transformationen löschen»: Arbeitsschritte des Vortages werden rückgängig gemacht! Ist das nicht heftig?

«Transformationen löschen»: um Bilder und Rahmen auf Originalgrösse zu stellen

Ich bin noch am Überlegen, in welchen Situationen das förderlich sein kann. Eine habe ich auf jeden Fall schon entdeckt:

Platzieren Sie ein Bild. In InDesign CS4 können Sie bekanntlich mit dem gefüllten Platzierungs-Zeiger Bild-proportionale Rahmen aufziehen. Das heisst: Auf diesem Weg platzierte Bilder sind immer skaliert.

Der Wunsch mag später entstehen, solche Bilder zurückzustellen auf 100%. «Transformationen löschen» macht’s (nach Auswahl des Bildes in seinem Container). Manchmal macht InDesign dann sogar mehr, als man je erwarten würde. Liegende Hochformat-Bilder einer Digitalkamera, im Kamera-Programm auf Hochformat gedreht und beim Platzieren in InDesign auch korrekt im Hochformat wiedergegeben, werden nach «Transformationen löschen» zurückgedreht auf Querformat: so, wie die Kamera sie eigentlich sah. Es werden also auch u.U. Transformationen gelöscht, die noch im Vorfeld von InDesign stattfanden (bei mir im Kamera-Programm)!

«Transformationen löschen»: um ursprüngliche Schriftgrössen wiederherzustellen

Eine andere Anwendung dieses interessanten Befehls sind all die Fälle, in denen Textrahmen mit «transformiertem» Text hinterlassen worden sind: zu erkennen an der doppelt angezeigten Schriftgrösse (in Klammern der tatsächliche Wert, ohne Klammer der ursprüngliche Wert). Manchmal möchte man tatsächlich die Ausgangssituation wiederherstellen: «Transformationen löschen» does the trick. Rahmen und Text werden wieder auf ihre ursprünglichen Abmessungen zurückgeführt (im Beispiel unten: 5°/6° pt).

«Transformationswerte sind Gesamtwerte»: addiert Objekttransformation zur Gruppentransformation

Bleibt gelegentlich die Frage, was denn «Transformationswerte sind Gesamtwerte» macht – wenn eingeschaltet, wenn ausgeschaltet. Adobes Hilfe (CS6) ist hier hilfreich: abgesehen davon, dass im Moment (11. Januar 2010) die im Abschnitt «Ändern der für verschachtelte Objekte angezeigten Informationen» gezeigten Winkel-Werte irreführend sind. Wo «0° steht, muss «-10°» stehen.

So. Der nächste InDesign-Beitrag – er befasst sich mit dem Bedienfeld «Zeichen» – wird wieder so kurz wie bisher meist gewohnt.

Die Serie ist kein Hilfe-Ersatz. Dafür gibt es unsere Kurse, gibt es Fachbücher und im Internet Fachartikel en masse. Sie ist vielmehr ein entspannter Streifzug mit Hinweisen auf versteckte Kleinigkeiten: die man im InDesign-Alltag gern übersieht.

twitter_logo



simplify-your-indesignIn loser Folge durchstreifen wir InDesigns 44 Bedienfelder (bitte klicken). Die Ziffern zeigen, in welcher Folge dieser Serie ein Bedienfeld behandelt wird.

Nur noch beim «Verteilen» fester Werte geht es ohne «Ausrichten» nicht

Richtig: Schon die Erweiterungen von InDesign 5 (CS3) hatten das Bedienfeld «Ausrichten» ein Stück weit in den Hintergrund treten lassen: Objektpositionen (x/y) konnten jetzt über die «Steuerung» nicht nur ausgerichtet, sondern auch verteilt werden (wenn mindestens drei Objekte markiert sind; bei nur zwei Objekten gibt es nichts zu «verteilen»).

Die neue Relativität des Ausrichtens und Verteilens – Auswahl zu Auswahl, Auswähl zu Rändern, Auswahl zu Seite oder Druckbogen – kam auch gleich noch zur «Steuerung» hinzu.

Blieben zwei Situationen, in denen ich «Ausrichten» überhaupt noch benötigte: wenn ich die Abstände zwischen Objekten («Abstand verteilen») oder Objekte selbst verteilen wollte («Objekte verteilen») – statt die Abstände gleicher Kanten oder der Mittelpunkte («Objekte verteilen»).

Mit InDesign 6 (CS4) wurde die Bedienfeldabhängigkeit noch einmal reduziert. Dessen intelligente Hilfslinien (engl.: smart guides; im Deutschen fälschlicherweise als «magnetische Hilfslinien» ins Spiel gebracht) bieten ihre Dienste auch bei der Verteilarbeit an.

Nur wenn ich beim Verteilen mit festen Werten arbeite («Abstand verwenden») oder die sog. «intelligenten» Hilfslinien ausgeschaltet habe (Strg-/Apfel-U), benötige ich noch «Ausrichten».

Übrigens: Die Ausrichte- und Verteil-Knöpfchen sitzen in der «Steuerung» (siehe erste Abb.) ganz rechts – setzen also, um sichtbar zu bleiben, eine hinreichende Bildschirm- und Anwendungsrahmenbreite voraus. 1280 px sind zwingend. Es sei denn, Sie entfernen weniger wichtige Knöpfchen und Anzeigen aus der «Steuerung», aber das ist eine andere Geschichte und soll ein andernmal erzählt werden.

Die Serie ist kein Hilfe-Ersatz. Dafür gibt es unsere Kurse, gibt es Fachbücher und im Internet Fachartikel en masse. Sie ist vielmehr ein entspannter Streifzug mit Hinweisen auf versteckte Kleinigkeiten: die man im InDesign-Alltag gern übersieht.

twitter_logo



simplify-your-indesignIn loser Folge durchstreifen wir InDesigns 44 Bedienfelder (bitte klicken). Die Ziffern zeigen, in welcher Folge dieser Serie ein Bedienfeld behandelt wird.

Mein zweitliebstes Bedienfeld: «Textabschnitt»

Sie finden dieses Bedienfeld, wie alle anderen Bedienfelder auch, im Menü «Fenster». Dort – wie könnte es anders sein («Textabschnitt»!) – in der Gruppe «Schrift und Tabellen».

indesign-bedienfeld-textabschnitt

Warum mein Zweitliebstes? Leser von Folge 2 werden es ahnen: Weil auch dieses Bedienfeld so herrlich wenig kann.

Aber der Reihe nach. Zuerst die Begriffsbestimmung: Was ist ein «Textabschnitt»? Ganz einfach. Setzen Sie mit Ihrer Text-Einfügemarke den Cursor in einen beliebigen Text. Dann wählen Sie Bearbeiten > Alles auswählen. Aller Text, der jetzt markiert ist – ist ein Textabschnitt. Schlusszeichen: der «Gartenzaun»:

jue_0911_024

< Dieses Zeichen markiert das Ende eines jeden Textabschnitts.

Und die einzige Eigenschaft, die Sie in einem Textabschnitt global ein- oder ausschalten können, ist der «Optische Randausgleich». Was macht er? Sehen Sie selbst:

jue_0911_025

Links ohne, rechts mit «Optischem Randausgleich».

Sehen Sie links, wie der Text bei den Trennungen eingebeult scheint? Rechts hingegen: perfekt. An sich also eine gute, notwendige und typografisch in jeder Hinsicht richtige Sache.

Bis dann das grosse ABER kommt:

jue_0911_026

Links wieder ohne, rechts mit «Optischem Randausgleich».

Sehen Sie rechts, wie jetzt die Aufzählungszeichen über die linke Satzkante hinausragen? Das darf hier natürlich auf gar keinen Fall sein. Und auch in anderen Situationen – Schriftgrössenwechsel innerhalb des Textabschnitts – kommt es zu unerwünschten Ergebnissen.

Also doch lieber standardmässig ausschalten? Nein. Denn: Sie können den «Optischen Randausgleich ignorieren»! Absatz um Absatz und also Absatzformat um Absatzformat. Schauen Sie mal ins Bedienfeldmenü Ihres Bedienfeldes «Absatz» hinein oder in den Dialog «Einzüge und Abstände» in jedem Absatzformat:

indesign-optischen-rand-ignorieren

Meine Randausgleich-Voreinstellungen

  • Textabschnitt: immer an
  • Absatz: immer aus («Optischen Rand ignorieren», siehe Abb. oben)
  • Aktivierung: absatz- bzw. absatzformatweise

Arbeite ich so, dann brauche ich mich um das Bedienfeld «Textabschnitt» kaum mehr zu kümmern: nutze den Optischen Randausgleich dann aber weitaus häufiger, als wenn er standardmässig ausgeschaltet ist.

Nur die Stärke des Randausgleichs gilt es fallweise einzustellen. In der allerersten Abbildung ganz oben steht ihre Kraft auf «12 pt». Es gilt: Grosse Schrift – tendenziell grössere Kraft einstellen, kleine Schrift – tendenziell kleinere Kraft einstellen. Eine 1:1-Entsprechnung ist nicht erforderlich.

Übrigens, Preisfrage ohne Preis (ausser dem der Ehre): Wie kopiert man einen Textabschnitt mitsamt seinen Eigenschaften?

Die Serie ist kein Hilfe-Ersatz. Dafür gibt es unsere Kurse, gibt es Fachbücher und im Internet Fachartikel en masse. Sie ist vielmehr ein entspannter Streifzug mit Hinweisen auf versteckte Kleinigkeiten: die man im InDesign-Alltag gern übersieht.

twitter_logo