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InDesigns Bedienfelder, Folge 20: «Tags»
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In loser Folge durchstreifen wir InDesigns 44 Bedienfelder (bitte klicken). Die Ziffern zeigen, in welcher Folge dieser Serie ein Bedienfeld behandelt wird.
Unter anderem: Startbahn für «Nur-Text-PDFs»
Mit «Tags» können Sie Bestandteile Ihres Layouts markieren: Bei Übergabe des InDesign-Dokuments an andere Medien (Internet, Mobilgeräte) können diese Markierungen wieder ausgelesen werden – und steuern dann, wie der Inhalt der Seiten dort auftauchen soll.
Bei der Suche nach einem versteckten Bonbon für diese Serie stiess ich auf eine Tag-Verwertung, die ich bisher noch nicht gekannt hatte: Wenn Sie ein Tag names «Artifact» anlegen, können Sie mit ihm dafür sorgen, dass damit getaggte Objekte in anderen Medien überhaupt nicht auftauchen: zum Beispiel im PDF.

Das kann hochwillkommen sein – wenn der PDF-Empfänger die Möglichkeit bekommen soll, das PDF wahlweise mit oder ohne Bild, mit oder ohne Seitenzahl, Schmuckelement, Farbfläche zu betrachten und auszuwerten.
Tags müssen natürlich mitexportiert worden sein.

Drücken Sie anschliessend in Acrobat Ctrl+4 (Win) bzw. Cmd+4 (Mac) – und siehe da: Die mit «Artifact» getaggten Objekte verschwinden. Wieder Ctrl+4 (Win) bzw. Cmd+4 (Mac) – alle Elemente sind wieder da.
Was stösst dieser Tastenbefehl an? Es ist der Befehl Anzeige > Zoom > Umfließen. Er stellt die Inhalte eines PDFs fortlaufend dar. Heisst, bezogen auf Text: InDesigns Zeilenumbrüche werden aufgehoben, lediglich Absatzmarken werden widergespiegelt, Umbruch gemäss Fensterbreite.
Stark herausgezoomt (Schrift mini), und Sie können solche Textteile ohne unerwünschte Absatzmarken kopieren und weiterverarbeiten – ohne gleich einen kompletten Textexport anzustossen.
Die Serie ist kein Hilfe-Ersatz. Dafür gibt es unsere Kurse, gibt es Fachbücher und im Internet Fachartikel en masse. Sie ist vielmehr ein entspannter Streifzug mit Hinweisen auf versteckte Kleinigkeiten: die man im InDesign-Alltag gern übersieht.
InDesigns Bedienfelder, Folge 14: «Kontur»
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In loser Folge durchstreifen wir InDesigns 44 Bedienfelder (bitte klicken). Die Ziffern zeigen, in welcher Folge dieser Serie ein Bedienfeld behandelt wird.
Kontur: Unverzichtbares Check-Display
Da erstens InDesigns Objekte allesamt Bézier-Kurven sind und da zweitens Konturen auf Bézier-Kurven – man denke nur an einzelne Linien – am sinnvollsten erst einmal mittig platziert sind (jedenfalls sehen das Illustrator und InDesign so), da aber, drittens, Layout-Objekte wiederum – jetzt denke man an Info-Boxen, Bildrahmen etc. – ihre Kontur, sofern vorhanden, immer nach innen ausrichten sollten und da <gleichfertig> das Kntur-Bedienfeld momentan die einzige Stelle ist, an der ich immer sicher erkennen kann, wie eine Kontur ausgerichtet ist <lufthol>: Aus diesen vier Gründen muss «Kontur» immer geöffnet sein.

(Zum Vergrössern bitte klicken.)
Die versteckten Konturenstile – auch gut fürs Runde!
Versteckt im «Kontur»-Bedienfeldmenü aber halten sich die «Konturenstile» auf. Hier können Sie, mit einem einfachen Trick, sogar Linienstile erzeugen, die rund starten und rund enden – zum Beispiel für diese wunderschöne Aufgabe:

Schwer ist das nicht. Hier dürfen Sie spickeln:

Die Serie ist kein Hilfe-Ersatz. Dafür gibt es unsere Kurse, gibt es Fachbücher und im Internet Fachartikel en masse. Sie ist vielmehr ein entspannter Streifzug mit Hinweisen auf versteckte Kleinigkeiten: die man im InDesign-Alltag gern übersieht.
Hilfe, meine Schriftgrösse ist eingeklammert!
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Fünf Fragen, die uns immer wieder gestellt werden:
«Was bedeuten eingeklammerte Schriftgrössen?»
«Warum ist mein Zeilenabstand manchmal ganz anders als angezeigt?»
«Woher stammen diese Schriftgröße-Klammern?»
«Wie setze ich die Anzeige auf die faktischen Werte zurück?»
«Wie komme ich wieder zu einem ‹normalen› Verhalten von InDesign?»

Fünf Fragen, die alle miteinander zu tun haben.
«Was bedeuten eingeklammerte Schriftgrössen?»
Schriftgrösse in Klammern sagen: «Eigentlich ist die Schriftgröße so wie in der Klammer angezeigt». Im Beispiel «(10 Pt)». «Aber InDesign hat sich hier auch noch eine ursprüngliche Schriftgrösse gemerkt» (im Beispiel «5 Pt»).
«Warum ist mein Zeilenabstand manchmal ganz anders als angezeigt?»
Das kann mehrere Ursachen haben: In der hier diskutierten Situation wird der momentane Zeilenabstand überhaupt gar nicht angezeigt – sondern immer nur sein ursprünglicher Wert. Man muss stattdessen jetzt kopfrechnen: «Schriftgrösse wurde verdoppelt, also dürfte der Zeilenabstand jetzt auch doppelt so gross sein wie angezeigt.» Im Beispiel also faktisch 12pt statt «(6 Pt)».
«Woher stammen diese Schriftgrösse-Klammern?»
Die Ursache für «Klammer»-Werte bei der Schriftgrösse liegt, man muss es so hart ausdrücken, in unprofessionell arbeitenden InDesign-Anwendern. Einstellungen, die sich in jedes mit solch einem InDesign erzeugte Dokument dauerhaft übertragen. Die Unprofessionalität:

Die falsche Einstellung «Skalierungsprozentsatz anpassen» sorgt dafür, dass bei Skalierungen von Objekten etliche Attribute weiterhin an ihre Ausgangswerte gekoppelt sind. Das mag in exotischen Situationen hilfreich sein – in aller Regel ist solch ein Vorgehen jedoch unerwünscht.
«Wie setze ich die Anzeige auf die faktischen Werte zurück?»
Nicht durchdachte Voreinstellungen haben zu unerwünschten Rahmeneigenschaften geführt. Also: Rahmen aktvieren, dann im «Transformieren»- oder «Steuerung»-Bedienfeldmenü den Befehl «Skalierung auf 100 % neu definieren» wählen.
«Wie sorge ich dafür, dass sich InDesign wieder ‹normal› verhält?»
Soweit es Ihr eigenes InDesign anlangt: Schliessen Sie alle Dokumente. Wählen Sie im oben gezeigten Voreinstellungs-Dialog die Option «Auf Inhalt anwenden». Das wirkt sich jedoch nur auf Dokumente aus, die Sie künftig neu erstellen.
Soweit es vorhandene InDesign-Dokumente anlangt: Öffnen Sie das betroffene Dokument und wählen Sie im oben gezeigten Voreinstellungs-Dialog die Option «Auf Inhalt anwenden». Das wirkt sich jedoch nur auf Skalierungsoperationen aus, die Sie ab jetzt in diesen Dokumenten durchführen.
Soweit es vorhandene Rahmen anlangt: Siehe «Wie setze ich die Anzeige auf die faktischen Werte zurück?».
InDesigns Bedienfelder, Folge 7: «Ausrichten»
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In loser Folge durchstreifen wir InDesigns 44 Bedienfelder (bitte klicken). Die Ziffern zeigen, in welcher Folge dieser Serie ein Bedienfeld behandelt wird.
Nur noch beim «Verteilen» fester Werte geht es ohne «Ausrichten» nicht
Richtig: Schon die Erweiterungen von InDesign 5 (CS3) hatten das Bedienfeld «Ausrichten» ein Stück weit in den Hintergrund treten lassen: Objektpositionen (x/y) konnten jetzt über die «Steuerung» nicht nur ausgerichtet, sondern auch verteilt werden (wenn mindestens drei Objekte markiert sind; bei nur zwei Objekten gibt es nichts zu «verteilen»).
Die neue Relativität des Ausrichtens und Verteilens – Auswahl zu Auswahl, Auswähl zu Rändern, Auswahl zu Seite oder Druckbogen – kam auch gleich noch zur «Steuerung» hinzu.

Blieben zwei Situationen, in denen ich «Ausrichten» überhaupt noch benötigte: wenn ich die Abstände zwischen Objekten («Abstand verteilen») oder Objekte selbst verteilen wollte («Objekte verteilen») – statt die Abstände gleicher Kanten oder der Mittelpunkte («Objekte verteilen»).
Mit InDesign 6 (CS4) wurde die Bedienfeldabhängigkeit noch einmal reduziert. Dessen intelligente Hilfslinien (engl.: smart guides; im Deutschen fälschlicherweise als «magnetische Hilfslinien» ins Spiel gebracht) bieten ihre Dienste auch bei der Verteilarbeit an.
Nur wenn ich beim Verteilen mit festen Werten arbeite («Abstand verwenden») oder die sog. «intelligenten» Hilfslinien ausgeschaltet habe (Strg-/Apfel-U), benötige ich noch «Ausrichten».

Übrigens: Die Ausrichte- und Verteil-Knöpfchen sitzen in der «Steuerung» (siehe erste Abb.) ganz rechts – setzen also, um sichtbar zu bleiben, eine hinreichende Bildschirm- und Anwendungsrahmenbreite voraus. 1280 px sind zwingend. Es sei denn, Sie entfernen weniger wichtige Knöpfchen und Anzeigen aus der «Steuerung», aber das ist eine andere Geschichte und soll ein andernmal erzählt werden.
Die Serie ist kein Hilfe-Ersatz. Dafür gibt es unsere Kurse, gibt es Fachbücher und im Internet Fachartikel en masse. Sie ist vielmehr ein entspannter Streifzug mit Hinweisen auf versteckte Kleinigkeiten: die man im InDesign-Alltag gern übersieht.
InDesigns Bedienfelder, Folge 2: «Textabschnitt»
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In loser Folge durchstreifen wir InDesigns 44 Bedienfelder (bitte klicken). Die Ziffern zeigen, in welcher Folge dieser Serie ein Bedienfeld behandelt wird.
Mein zweitliebstes Bedienfeld: «Textabschnitt»
Sie finden dieses Bedienfeld, wie alle anderen Bedienfelder auch, im Menü «Fenster». Dort – wie könnte es anders sein («Textabschnitt»!) – in der Gruppe «Schrift und Tabellen».

Warum mein Zweitliebstes? Leser von Folge 2 werden es ahnen: Weil auch dieses Bedienfeld so herrlich wenig kann.
Aber der Reihe nach. Zuerst die Begriffsbestimmung: Was ist ein «Textabschnitt»? Ganz einfach. Setzen Sie mit Ihrer Text-Einfügemarke den Cursor in einen beliebigen Text. Dann wählen Sie Bearbeiten > Alles auswählen. Aller Text, der jetzt markiert ist – ist ein Textabschnitt. Schlusszeichen: der «Gartenzaun»:
< Dieses Zeichen markiert das Ende eines jeden Textabschnitts.
Und die einzige Eigenschaft, die Sie in einem Textabschnitt global ein- oder ausschalten können, ist der «Optische Randausgleich». Was macht er? Sehen Sie selbst:

Links ohne, rechts mit «Optischem Randausgleich».
Sehen Sie links, wie der Text bei den Trennungen eingebeult scheint? Rechts hingegen: perfekt. An sich also eine gute, notwendige und typografisch in jeder Hinsicht richtige Sache.
Bis dann das grosse ABER kommt:

Links wieder ohne, rechts mit «Optischem Randausgleich».
Sehen Sie rechts, wie jetzt die Aufzählungszeichen über die linke Satzkante hinausragen? Das darf hier natürlich auf gar keinen Fall sein. Und auch in anderen Situationen – Schriftgrössenwechsel innerhalb des Textabschnitts – kommt es zu unerwünschten Ergebnissen.
Also doch lieber standardmässig ausschalten? Nein. Denn: Sie können den «Optischen Randausgleich ignorieren»! Absatz um Absatz und also Absatzformat um Absatzformat. Schauen Sie mal ins Bedienfeldmenü Ihres Bedienfeldes «Absatz» hinein oder in den Dialog «Einzüge und Abstände» in jedem Absatzformat:

Meine Randausgleich-Voreinstellungen
- Textabschnitt: immer an
- Absatz: immer aus («Optischen Rand ignorieren», siehe Abb. oben)
- Aktivierung: absatz- bzw. absatzformatweise
Arbeite ich so, dann brauche ich mich um das Bedienfeld «Textabschnitt» kaum mehr zu kümmern: nutze den Optischen Randausgleich dann aber weitaus häufiger, als wenn er standardmässig ausgeschaltet ist.
Nur die Stärke des Randausgleichs gilt es fallweise einzustellen. In der allerersten Abbildung ganz oben steht ihre Kraft auf «12 pt». Es gilt: Grosse Schrift – tendenziell grössere Kraft einstellen, kleine Schrift – tendenziell kleinere Kraft einstellen. Eine 1:1-Entsprechnung ist nicht erforderlich.
Übrigens, Preisfrage ohne Preis (ausser dem der Ehre): Wie kopiert man einen Textabschnitt mitsamt seinen Eigenschaften?
Die Serie ist kein Hilfe-Ersatz. Dafür gibt es unsere Kurse, gibt es Fachbücher und im Internet Fachartikel en masse. Sie ist vielmehr ein entspannter Streifzug mit Hinweisen auf versteckte Kleinigkeiten: die man im InDesign-Alltag gern übersieht.




