Archiv zum Thema InDesign

Die herausragendste Neuerung dieses Upgrades ist nicht zuletzt ein Geschenk für die Grafiker: Wenn Sie einfache Animationen benötigen für interaktive Web-Dokumente, müssen Sie von nun an InDesign nicht mehr verlassen. Stattdessen bauen Sie solche Animationen direkt in Ihrem InDesign-Layout auf, importieren Ton, Video, Flash und Shockwave – und begutachten das Ergebnis noch vor jedem Export in InDesign selbst. Das hat, werden Sie sagen, mit Web und Präsentation viel, mit Print nichts zu tun.

Verschmelzung von Print und Web: eine Kostenfrage

Viele Print-Produkte können durchaus so gestaltet werden, dass sie für Druck, Präsentation und Internet gleichzeitig geeignet sind. Mit Hilfe ein und derselben Datei. Das spart eine Menge Geld. Statt dass Sie ähnliche Dokumente einmal für Print und ein andernmal fürs Web aufbauen, mit zweifachem Zeitaufwand bei Kreation, Verwaltung und Änderung, können Sie jetzt ein einziges Dokument vorhalten, das den Druck einserseits und Interaktivität und Animation andererseits bedient.

Deshalb diesmal zwei Artikel zu diesem Upgrade: Heute liste ich auf, welche Neuerungen aus meiner Sicht entscheidend sind für den Aufbau von Druckdateien und einfache Präsentationen. Ein zweiter Artikel wird die Neuerungen listen, die auf Interaktivität und Internet zielen.

Ab sofort: Upgrade- und Basis-Kurse auch für InDesign CS5

Die unten aufgelisteten Funktionen werden wir Ihnen in unseren Kursen genau erklären. Mit Anwendern früherer InDesign-Versionen üben wir die neuen Arbeitstechniken ein. Im Juni (Termine demnächst hier im Blog und auf www.smi.ch) bieten wir den ersten eintägigen InDesign Upgrade-Kurs an. Für Umsteiger von CS3 und früher empfehlen wir den UpgradePLUS!-Kurs.

Weitere Termine auf Anfrage.

InDesign CS5 setzt neue Massstäbe

Insgesamt entsteht das Bild eines Layoutprogramms, das an Eleganz, Bedienerfreundlichkeit und Produktivität Massstäbe setzt. Marketing wie Agentur, Druckerei wie Verlagsvorstufe werden gleichermassen profitieren. Die enormen Fortschritte, die sich in Illustrator und vor allem Photoshop CS5 getan haben, sind dabei noch gar nicht berücksichtigt. Wir kommen auch darauf zurück.

Neben vielen kleinen versteckten Änderungen und Verbesserungen sind für mich diese knapp 40 Neuerungen die wichtigsten für den Print-Bereich:

Präsentation

  • Neuer Bildschirmmodus: ohne Bedienfelder («Präsentation»)
  • Zusätzliche Masseinheit: Pixel
  • Wahl des Seitenübergang: noch kurz vor PDF-Export
  • Fensterfüllende Animationsvorschau: allein schon zum Testen von Hyperlinks

Produktivität

  • Erste Dokument-Seite: nun auch links (optional)
  • «Vorschau»: bleibt aktiv, wenn das Programm beendet wird.
  • Farbfelder: jetzt auch in der «Steuerung»
  • Ecken: können einzeln editiert werden vie Bedienfeld mit Vorschau
  • Ebenen-Bedienfeld: mit Anzeige, Benennung, Sperren und Ausblenden jedes einzelnen Objekts
  • Vorschau auf externe Dateien: in InDesign via Mini-Bridge-Bedienfeld, ohne Wechsel zu Finder oder Explorer
  • Bildauswahl mit einem Klick: ohne Werkzeugwechsel
  • Auto-Anpassung von Bildgrösse: bei Skalierung von Rahmen (optional)
  • Drehen: mit Auswahl-Werkzeug
  • Dynamische oder statische Auto-Beschriftung: von Grafik und Bild; Metadaten können ausgelesen werden
  • Objekte gemeinsam transformieren: trotz verschiedener Ebenen, ohne Gruppierung
  • Abstandkontrolle: via neuem Abstand-Werkzeug
  • Spaltenausgleich: ungleiche Füllung mehrspaltiger Textrahmen wird angeglichen
  • Spaltenübergreifender Satz: Absätze (z.B. Überschriften)  können sich über benachbarte Spalten erstrecken
  • Spalten innerhalb von Spalten: Absätze können innerhalb einer Spalte noch einmal in Spalten aufgeteilt werden
  • Vertikaler Keil: unabhängig von Rahmenform und Konturenführung
  • Seitenweises Seitenformat: auch innerhalb eines Druckbogens
  • Vertikale Seitenanordnung: innerhalb eines Druckbogens
  • Weiterarbeiten: auch bei PDF-Export, im Hintergrund
  • Bridge: zeigt, mit welchen Dateien eine InDesign-Datei verknüpft ist

Sicherheit

  • Abdeckte Objekte vollflächig greifbar: Mittelpunkt-Suche nicht mehr erforderlich
  • Gruppen-Elemente vollflächig greifbar: ohne Werkzeugwechsel oder Gruppenauflösung
  • Font-Management: Dokument-Fonts können jetzt direkt im Dokumentordner verwaltet werden

Zusammenarbeit

  • Textänderungsverfolgung: à la Microsoft Word im Textmodus
  • Markierung von Seiten: via Seiten-Bedienfeld
  • Dokument-Kommentierung via «Cloud»: Seiten-Abbildungen können ohne PDF-Export zum Kommentieren ins Web gestellt werden, Kommentare zeigen sich live in InDesign

Komfort

  • Kurzzeitige Werkzeugwechsel: jetzt für fast alle Werkzeuge
  • Zoom: bei geöffnetem Dialog
  • Tabulatoren: Positionseingabefeld deutlich vergössert
  • Layoutanpassung: jetzt auch bei seitenweiser Änderung von Stegen und Spaltenabstände
  • Gerundete Werte: beim Bewegen und Skalieren bemüht sich InDesign jetzt um (meist) ganzzahlige Werte
  • Mehrfach platzieren: auch via Drag& Drop und für Rahmen und Linien
  • «Duplizieren und versetzt einfügen»: kann jetzt bei Duplikaten «Spalten» und «Zeilen» aufbauen
  • Konvertierung von URLs zu Hyperlinks: über ein neues Suchen/Konvertieren-Verfahren
  • Bedienfelder: übersichtlicher sortiert

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Mit der Creative Suite 5 löst sich auch die Spannung in Sachen Lokalisation: Wird Adobe suboptimale Übersetzungen, mit denen CS4 in InDesign hier und da aufwartete, angefasst haben oder nicht? Freudige Nachricht: Adoba hat! Wunderbar!

Beispiele für die gelungenen Korrekturen:

  • Der «Steg» wurde zum «Spaltenabstand» korrigiert (s.u.).
  • «Ränder» heissen gemäss alter Druckersprache nun richtig «Steg» (s.u.).
  • «Tabulator für Einzug rechts» wurde korrekt zu «Tabulator für rechte Ausrichtung».
  • Die Formatvorlagen heissen jetzt einheitlich «Format» (bislang tanzte der «Objektstil» aus der Reihe).
  • Das falsche «Verbiegen» wurde jetzt sehr korrekt zu «Scheren» («Neigen» wäre verständlicher gewesen, ist aus Sicht der Geometrie aber wohl nicht 100%ig richtig).
  • Der für einen Laien kaum verständliche «Versatzabstand» ist zum «Abstand zum Rahmen» geworden.
  • Die «Magnetischen Hilfslinien» entsprechen jetzt den englischen «Smart Guides»: «Intelligente Hilfslinien».
  • Und auch der «Glyphenabstand» wurde nun zu dem, was er ist: «Glyphenskalierung».

Dafür, Adobe, ein ganz herzlicher Dank! Und ein dickes Dankeschön an Gerald Singelmann und das Forum HilfDirSelbst fürs Zusammentragen der gewünschten Änderungen. Ohne Geralds Tabelle (die es dann demnächst zu aktualisieren gilt; Vorschläge an ihn oder an mich jederzeit willkommen) hätte das wahrscheinlich nicht oder nicht in diesem Umfang funktioniert. Klasse!

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Nach den zwei vorerst notwendigen Warnlampen von gestern darf aber nun auch der erste grosse Vorzug des neuen InDesign-Upgrades beleuchtet werden: Unter anderem die Australierin Cari Jansen zeigt in ihrem Blog, dass – ohne jedes gefährliche Drehen und Scheren von Seiten – die Seiten eines Druckbogens nunmehr übereinander gestellt werden können. Extrem hilfreich beim Aufbau aller Druckwerke, die vertikal geblättert werden! Kalender zum Beispiel (Caris Beispiel).

Gut möglich, dass auch die SMI ihre vertikal aufgebauten DIN A5-Dokumentationen künftig auf genau diese Weise herstellen wird (zum Vergössern Abbildung anklicken).

Denn der Export hin zum Druck-PDF ist fehlerfrei.

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Die deutschsprachige Creative Suite 5 ist online, damit ist auch InDesign CS5 zu haben, und jeder kann ausgiebig testen, was dieses Upgrade ihm schenkt.

Das neue Seiten-Werkzeug

Ganz gewiss wird man zu allererst eines der beiden neuen Werkzeuge ausprobieren: das Seiten-Werkzeug.

Mit ihm kann ich die Grösse einzelner Seiten verändern: im Layout. So weit, so praktisch und so lange ersehnt! Umschläge und Ausklapper lassen sich jetzt mit wesentlich geringerem Aufwand erstellen (zum Vergrössern bitte auf Abbildung klicken):

Martin Braun, ein Kollege von mir in der InDesign User Group Stuttgart, stiess dabei aber auf etwas äusserst Merkwürdiges: Durch ein Hintertürchen kann ich das Seitenformat nun auch neigen (die offizielle Benennung lautet jetzt richtig «scheren») und drehen! Martins Frage lautet verständlicherweise:

Ja, wozu?

Versteckter Nutzen

Einen direkten Nutzen kann ich bislang nicht erkennen. Aber: Ich freue mich über diese Entdeckung aufgrund ihres möglichen Nebeneffekts: Denn jenes erwähnte «Hintertürchen» ist ein Menübefehl, der trotz erheblicher Anstrengungen (siehe mein Blog vom 15. September 2008) einfach nicht lebendig werden will: nicht in meiner täglichen Arbeit, nicht in der Tagesarbeit der meisten InDesign-Anwender, die ich kenne. Objekt-Menü > Erneut transformieren!

Die zu Rhomben verformten Seiten sitzen jetzt wie ein Mahnmal in meinem Gehirn: «Erneut transformieren» gibt es! Das kann was!» Auch wenn es wohl lieber nicht die Seite selbst sein sollte, die gedreht, geneigt/geschert, proportional/nicht-proportional skaliert oder einfach nur auf der Montagefläche hin- und her bewegt werden muss. Das das mit Objekten geht – Textrahmen, Grafikrahmen, Linien, Gruppen – ist doch schon wunderbar genug!

Die Diskussion jedenfalls läuft; noch ist nicht entschieden, ob das nun ein Programmfehler oder ein Feature ist. Denn: Wie Martin im Adobe-Forum berichtet, weist der offizielle InDesign CS5 Scripting Guide for Javascript darauf hin, dass Seiten gedreht und geschert werden können. Einfach so.

Vorschlag

Bis Übereinkunft darüber erzielt worden ist, ob diese Möglichkeit überhaupt sinnvoll ist oder nicht, könnte Adobe erst einmal die entsprechenden «Erneut transformieren»-Befehle ausgrauen, sobhald das Seiten-Werkzeug eine Seite ausgewählt hat. Alles andere scheint mir zu gefährlich zu sein. Und zudem verlustbehaftet: Denn sobald eine Seite auch nur minimal geschert oder gedreht worden ist, verlieren alle Seiten- und Satzspiegel-Ränder ihre Magnetik. Und die Positionsangaben von Objekten solcher Seiten werden logischerweise ebenfalls fehlerhaft. Denn die Lineale – lassen sich nicht drehen und scheren.

Edit: Michael Ninnes (während der Entwicklung von InDesign CS4 und CS5 Senior Product Manager bei Adobe) spekuliert, ob die Öffnungs fürs Seiten-Drehen und -Scheren via «Erneut transformieren» eventuell ein Easter Egg der Entwickler gewesen sei. In einer späteren Version werde das freihändische Transformieren von Seiten möglicherwiese offen unterstützt (nicht nur via Skript oder eben «Erneut transformieren»).

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Das war, liebe Freunde von Adobe, leider ein kleiner Fehlstart: Aber wir sind sicher, er ist schnell korrigiert.

Was ist passiert? Die deutschsprachige Version von InDesign (InDesign 7, Bestandteil der neuen Creative Suite 5) wurde soeben zum Kauf und 30tägigem, unverbindlichem und kostenlosem Ausprobieren online gestellt. Und was macht man als erstes – nachdem man sich klein wenig mit der neuen Oberfläche beschäftigt und die Voreinstellungen (stellenweise immer noch nicht praxisgerecht, dazu gleich mehr) optimiert hat?

Das Return (Absatzende) funktioniert nicht mehr

Man erstellt ein neues Dokument (Bravo! Doppelseiten können jetzt endlich auch mit einer linken Seite starten, ohne weitere Vorbereitung!), wählt das Textwerkzeug, zieht einen Textrahmen auf, tippt und gibt einen Absatzumbruch ein – und erhält – Edit: nur auf dem Mac – einen Spaltenumbruch. Auweia.

Und mehr noch: Auch an anderen Stellen scheint der Tastaturbefehlssatz [Standard] eine Macke zu haben. Harter Zeilenumbruch und Rahmenumbruch hören laut Tastaturbefehlssatz auf den gleichen Tastaturbefehl (was technisch wie praktisch gar nicht geht), und der «Zeilenschalter» («Return») wurde als Standardbefehl dem Befehl Pfadzeichnung beenden zugewiesen.

Edit: Diesen im englischen Original nicht vorhandenen Fehler der deutschsprachigen Version zuerst entdeckt hatten Mitarbeiter der InDesign User Group München.

Wie dem auch sei: Hier müssen die Revisoren nochmal ran. Natürlich wäre ein «Workaround» denkbar (und wer jetzt schon InDesign CS5 testen will, soll ihn gehen): Neuen Tastaturbefehlssatz als Kopie von [Standard] anlegen, dem Befehl Schrift-Menü > Umbruchzeichen einfügen:Absatzumbruch den Zeilenschalter (Kontext Text) und dem Befehl Schrift-Menü > Umbruchzeichen einfügen:Spaltenumbruch den Befehl Enter zuweisen (auf dem Mac nur möglich mit Hilfe einer externen Tastatur). Aber das ist eine Operation, die man zumindest Neuankömmlingen in der Software nicht gleich am Anfang zumuten darf (und sicher nicht zumuten wollte).

Edit: Haeme Ulrich hat die Fehlerhaftigkeit noch etwas genauer aufgelistet – und einen noch besseren Workaround vorgestellt: die fehlerhaften Tastenbefehle aus dem Duplikat des [Standard]-Tastaturkürzel-Sets einfach entfernen. Bis Adobe das Problem gefixt hat; man arbeite dort unter Hochdruck an einer Bereinigung.

Bei der Gelegenheit: Voreinstellungen

Und ich bleibe dabei: Als Standard-Einstellung muss in Voreinstellungen > Eingabe die Option Zeilenabstand auf ganze Absätze anwenden eingeschaltet sein, liebe Adobe-Freunde. Ansonsten wäre Eure Strategie widersprüchlich: Einserseits Bedienerleichterung, weniger Mausklicks, schnelleres Zum-Ziel-Kommen (InDesign CS5 wartet hier mit etlichen hervorragenden Verbesserungen auf) – und auf der anderen Seite den Anwender standardmässig dazu zwingen, grundsätzlich vor Abänderung des Zeilenabstands unsinnigerweise erst einmal alle Zeichen auszuwählen (einschliesslich des Returns). Das war, ist und bleibt als Standard Nonsens, und dass ich jetzt so deutliche Worte wähle, liegt daran, dass auch ein xfacher Hinweis innerhalb des Beta-Test-Programms niemandenin Seattle zu der an sich ja nicht schwierigen Einsicht bewegt hat.

Natürlich ist es wunderbar, dass wir, wenn wir wollen, einem einzelnen Zeichen auch einmal einen eigenen Zeilenabstand verpassen können – selbstverständlich! In einem alten Blog habe ich zu dieser Möglichkeit gratuliert. Aber es kann keine Diskussion darüber geben, dass diese Situation für das überwältigende Gros der Anwender nur die Ausnahme ist. Und also muss die Voreinstellung für den unbedarften InDesign-Novizen (wie für den Altgedienten) geändert werden. Ich werde da nicht locker lassen.

Und wenn wir schon dabei sind: Die Voreinstellung Voreinstellungen > Eingabe > Textwerkzeug wandelt Rahmen in Textrahmen um gehört bei dieser Gelegenheit ebenfalls gleich ausgeschaltet. Fein, dass es diese Option gibt! Aber sie ist defintiv etwas für den Profi, der beim schnellen Klicken durchs Layout genau weiss, was er tut. Solche Angebote gehören standardmässig erst einmal deaktiviert.

Dass in den Voreinstellungen > Einheiten und Einteilungen > Linealeinheit immer noch der Druckbogen als Ursprung eingestellt ist, muss ebenfalls korrigiert werden. Schön, dass es das gibt! Aber meistens will der Anwender die Seite als Urpsrung haben. Und das absolut zu Recht. Also sollte die Software für dieses «Meistens» vorbereitet sein – und nicht für die seltenen Ausnahmen.

Ein Argument, das auch für den Voreinstellungen > Eingabe > Intelligenter Textumfluss zieht, der ebenfalls «out of the box» eingeschaltet ist, trotz aller Gefahr, die das mit sich bringen kann. Gehört erst einmal ausgeschaltet! Und nur bei dem seltenen Bedarf aktiviert!

Ihr müsst, liebe Freunde bei Adobe, doch auch etwas an die Lehrer denken. Es ist gut, dass Ihr mehr und mehr Möglichkeiten in die Programme hineinpackt. Aber dann wollen wir nicht wertvolle Schulungszeiten für Erläuterungen von Unsinnigkeiten und ihren Workarounds vertun, die von den InDesign-Programmierern doch mit einem Federstrich beseitigt werden können.

Ich hoffe: Nichts für ungut! Ich liebe InDesign und habe mit diesem Launch noch mehr Gründe, dieser gelungenen und jetzt noch besseren Layout-Software die Stange zu halten. Dass Adobe in aller Regel auf die Anwender hört, habe ich am 12. April hier und am 5./6. Mai hier gezeigt.

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simplify-your-indesignIn loser Folge durchstreifen wir InDesigns 44 Bedienfelder (bitte klicken) und werfen einen Blick auf eher versteckte oder nicht hinreichend beachtete Funktionen. Die Ziffern zeigen, in welcher Folge dieser Serie ein Bedienfeld behandelt wird.

Vorrede (7. Mai 2010)

Nachfolgenden Blog hatte ich am 27. April veröffentlicht. Am 6. Mai kommentierte ihn Quarz – mit dem Hinweis, dass er auf tönernen Füssen steht: Denn er steht (und fällt eben) mit der (falschen) Behauptung, fürs Wandern durch die Musterseiten gebe es keinen Tastaturbefehl. Gibt es! Alt+PageDown/PageUp!

Ein Befehl, den ich bislang nur fürs Wandern durch Druckbögen kannte (und seit XPress-Zeiten benutze). Fürs Wandern durch Musterseiten ist er nicht dokumentiert (wenngleich sichtbar, wenn man, auf einer Musterseite, einmal ins Layout-Menü schaut:

Insofern ist der nachfolgende Text vom 27. April (ich werde was Praktikableres nachreichen) ein …

Musterseiten-«Trick», den wohl kaum einer braucht

Musterseiten, «Mustervorlagen» haben bei der Bearbeitung ein Handicap: Es gibt keinerlei Befehl, «zur nächsten» oder zur «vorherigen Mustervorlage» zu springen: der Preis für die frei wählbare Reihenfolge der Mustervorlagen. Die nachteilige Folge: Man muss zwischen den Mustervorlagen mit umständlicher Doppelklickerei auf die Musterseiten-Symbole hin- und herwechseln.

Es sei denn, man wird aufmerksam auf den unscheinbaren Befehl Als Mustervorlage speichern.

Er bietet, was eigentlich fehlt: den sehr schnellen Wechsel zwischen künftigen Mustervorlagen, zum Beispiel mit den Tastenbefehlen Umschalt-Strg+PageDown/PageUp (Win) bzw. Umschalt-cmd+PageDown/PageUp (Mac).

Neue künftige Mustervorlagen legen Sie als normale Seiten an und bearbeiten sie in diesem Status bis zuletzt. Erst nach Abschluss der Arbeit nutzen Sie dann den Befehl «Als Mustervorlage speichern».

Alte Mustervorlagen wenden Sie erst einmal auf neue Seiten an und bearbeiten dann diese Seiten weiter. Nach Abschluss der Arbeit nutzen Sie dann wieder den Befehl «Als Mustervorlage speichern». Die Doppel der Musterseiten, die dadurch entstehen, behandeln Sie am besten so: Wenden Sie die neuen Mustervorlagen an, und am Schluss wählen Sie den Befehl Nicht verwendete Mustervorlagen auswählen – und anschliessend löschen Sie diese Seiten ohne Gefahr.

Die Serie ist kein Hilfe-Ersatz. Dafür gibt es unsere Kurse, gibt es Fachbücher und im Internet Fachartikel en masse. Sie ist vielmehr ein entspannter Streifzug mit Hinweisen auf versteckte Kleinigkeiten: die man im InDesign-Alltag gern übersieht.

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