Archiv zum Thema InDesign

InDesign CS5-IconSie arbeiten mit gewinkelten Linien?

Und sind es leid, zwecks Auswahl immer genau auf die Linien zielen zu müssen? (Merke: Wenn sich neben dem Pfeil ein schwarzes Quadrat zeigt, wird der nächste Klick ein Objekt aktivieren – immer.)

Und ärgern sich, dass schon ein geringfügigtes Danebenklicken das Objekt wieder deaktivieren würde? (Merke: Wenn der Schwarze Pfeil zu sehen ist, mit Schaft, führt der nächste Klick dazu, dass alles deaktiviert wird – immer.)

Dann wandeln Sie den «Inhalt» der Linie doch einfach um: in «Grafik»! Objekt- oder Kontext-Menü:

Und schwupps: Wenigstens die Fläche, die zwischen den Endpunkten entsteht, ist nunmehr vollflächig greifbar.

Tipp: Wenn Ihnen das gefällt, setzen Sie via Bearbeiten > Tastaturbefehle diesen Befehl auf eine F-Taste.

Hinweis: Sie könnten die Linien auch gleich mit dem «Rechteckrahmen»-Werkzeug erzeugen: Dann aber die überflüssigen Segmente und Ankerpunkt entfernen (mit Hilfe des Weissen Pfeils, des «Direktauswahl»-Werkzeugs), das kostet Zeit.

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InDesign CS5-IconImmer wieder werden merkwürdige Fontprobleme in Zusammenhang mit InDesign berichtet. Bei genauerem Hinschauen erkennt man den Übeltäter jedoch meist woanders: nicht zu selten bei Font-«Management»-Software, die aus alter Tradition immer noch zwischen Betriebssystem und Layoutsoftware geklemmt worden ist. (Heute muss man eher von Dismanagement sprechen, so gross ist die System- und Programm-Instabilität, die solche Softwares immer wieder ins Spiel bringen.)

Ab und an aber ist es wirklich InDesign, das bei der Schriftnutzung bockt, zum Beispiel in Zusammenhang mit dem aktuellen Mac-Betriebssystem «Schneeleopard» (10.6.x): siehe das zwei Monate alte Update auf das CS5-InDesign 7.0.2. Und hier gilt: Wenn der Hersteller Adobe solche Fehler behebt, behebt er sie meistens nur  in der aktuellen Version seiner Produkte! Ältere Versionen, z.B. CS4, erfahren dann womöglich die gleichen Probleme – werden aber nicht mehr korrigiert.

Ein weiteres Argument für die von mir gern vehement vorgetragene These, dass es unter dem Strich eine Firma mehr kostet, auf alten InDesign-Versionen zu verharren, statt zügig upzudaten.

Das zweite (wie immer kostenlose) Update für InDesign CS5 behob jedenfalls Probleme in Zusammenhang mit:

  • Dateizugriff in gemischten Windows/Macintosh-Umgebungen
  • Weiße Linie beim SWF-Export
  • InDesign-SWFs werden bei Export zu interaktiven PDFs nicht korrekt skaliert
  • Sprung in nächste Spalte durch Eingabe von Return
  • Die Systemschrift Helvetica Neue.ttc kollidiert mit der Postscript-Version der Helvetica Neue (Nur Mac OS 10.6)
  • Type1-Schiften im Ordner Document Fonts werden nicht korrekt erkannt

Der Übersetzungsfehler u.a. im Bedienfeld «Absatz» – «Optischen Steg ignorieren» – wurde hingegen nicht korrigiert. An dieser Stelle herrscht immer noch Sprachwirrwar – Grund genug für einen kleinen weiteren Beitrag heute.

Der Anwender stösst ein Update am bequemsten über InDesigns Hilfe-Menü an: «Aktualisierungen…»

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simplify-your-indesignHübsche Ferienentdeckung: InDesign 7 (CS5) erinnert sich an den zuletzt benutzten Tastaturbefehlssatz selbst dann noch, wenn der Cache gelöscht wurde! Oder macht nur mir das Programm im Moment eine kleine Ferienfreude? Jedenfalls: ein Handgriff weniger!

Denn die immer zu empfehlende Bereinigungsmassnahme – eben das gelegentliche Löschen des Caches – wurde von CS2, CS3 und CS4 damit «belohnt», dass man anschliessend den gewünschten Tastaturbefehlssatz zwar nicht neu erstellen, aber eben neu zuweisen musste.

Nachtrag: Von den Einstellungen, die der Anwender bei der Schnellanwendung vorgenommen hat, trennt sich InDesign beim Löschen des Cache leider nach wie vor. Häkchen für unerwünschte Suchergebnisse dieses ansonsten genialen cmd+Return (Mac) bzw. Ctrl+Return (Windows) muss man nach Löschen des Cache wieder erneut entfernen. Aber auch das ein Klacks, wenn man’s weiss.

 

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simplify-your-indesignIn loser Folge durchstreifen wir InDesigns 44 Bedienfelder (bitte klicken). Die Ziffern zeigen, in welcher Folge dieser Serie ein Bedienfeld behandelt wird.

Warum wenigstens ein Objektstil in InDesign unverzichtbar ist

Wussten Sie’s? Alle Linien, alle Rahmen in InDesign sind Vektoren, Bézier-Kurven: so, wie Sie sie vielleicht auch schon von Adobe Illustrator her kennen.

Immer sind Vektoren dimensionslose, nicht druckbare Pfade, abstrakt mathematische Beschreibungen eines «Wegs von—bis». Erst wenn wir einem Vektor eine Zeichnung verpassen, eine «Kontur», wird er im Druck sichtbar.

Wie aber wird eine Kontur auf einem Vektor aufgebaut? Nehmen wir den einfachsten Fall: eine Strecke von A nach B, sprich: eine einfache Linie. Sie soll nun eine Stärke erhalten. Was erwarten Sie vom Aufbau solch einer Kontur? Soll sie «rechts» oder «links» neben dem senkrechten Vektor laufen? Soll sie «unterhalb» oder «oberhalb» des waagerechten Vektors verlaufen? Und wie soll das Regelwerk arbeiten, wenn sich die «Fahrtrichtung» umkehrt? Wenn Sie eine Linie nicht von oben nach unten oder von links nach rechts zeichnen, sondern umgekehrt?

Sie sehen: Ein Bündel von Problemen baut sich auf – das nur mit einer einzigen Massnahme vermieden werden kann: Das Programm muss die Kontur strikt mittig aufbauen – unabhängig von jedem relativen «oben», «unten», «rechts» oder «links». Und genau das tut InDesign.

Von mittig zu innen

Weiss der Anwender erst einmal, dass die Kontur immer mittig sein will, kann er Vorsorge treffen für all diejenigen Fälle, in denen er das nicht wünscht. Das ist zum Beispiel dann der Fall, wenn er ein Gefäss gebaut hat – einen Textrahmen, einen Grafikrahmen –, das zwar eine Kontur bekommen soll, aber seine «Über-alles-Abmessungen» nicht verändern darf – auch nicht um den Wert einer halben Konturstärke.

Wie man die Konturausrichtung nach «innen» stellt, händisch, habe ich in Folge 14 habe ich gezeigt. Der Objektstil (seit CS5 nun endlich konsequent «Objektformat» benannt) ist die logische Ergänzung hierzu. Mit drei Tipps:

  • Legen Sie den Objektstil, der künftig die Kontur nach innen ausrichtet, an, wenn kein Dokument geöffnet ist: Dann steht er Ihnen in jedem neuen Dokument sofort zur Verfügung.
  • «Ignorieren» Sie in diesem Objektstil alle Attribute ausser «Kontur- und Eckenoptionen». Ignorieren heisst: Die Buttons zeigen ein Minus. Damit ist dieser Stil so neutral, wie das irgend geht. (Sie müssen übrigens für einen Moment die Konturstärke definieren – Bild 1 –; anders lässt sich die Konturausrichtung – Bild 2 – nicht auf mittig stellen. Anschliessend können Sie die «Kontur» wieder «ignorieren».
  • Legen Sie an einem leicht erreichbaren Ort ein «Vorhalte»-Dokument an, aus dem Sie via «Objektstile laden» diesen neuen Objektstil jederzeit in alte Dokumente herüberholen können.

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Die Serie ist kein Hilfe-Ersatz. Dafür gibt es unsere Kurse, gibt es Fachbücher und im Internet Fachartikel en masse. Sie ist vielmehr ein entspannter Streifzug mit Hinweisen auf versteckte Kleinigkeiten: die man im InDesign-Alltag gern übersieht.

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Separationsvorschau-Missbrauch zwecks Prozess-Farb-Ortung: neuer Blog-Beitrag zu #InDesign http://bit.ly/cnzhDX

Kategorien : InDesign
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simplify-your-indesignIn loser Folge durchstreifen wir InDesigns 44 Bedienfelder (bitte klicken). Die Ziffern zeigen, in welcher Reihenfolge dieser Serie jedes Bedienfeld behandelt wird.

Missbrauch erlaubt

An sich dient die Separationsvorschau der Druckplattenkontrolle, z.B. zur Visualisierung von Sonderfarben oder Lack. Profis «missbrauchen» diese Funktion aber auch gern: beispielsweise, wenn es gilt, gefährlichen Farb-Doppelungen von Prozessfarben auf die Spur zu kommen.

Im Beispiel zwei 4c-Grüns – und der Anwender will nun wissen, wo Grün 1 und wo Grün 2 benutzt worden sind.

So geht’s:

Die betreffenden Prozessfarben in Vollton-Farben wandeln.

Das Seperations-Bedienfeld meldet die beiden Ankömmlinge folgerichtig als eigene Druckplatten zurück.

Die Separationsvorschau-Ansicht via Status «Separationen» einschalten und das Auge öffnen.

Voilà: Jetzt zeigen sich auf den Seiten nur die Elemente, die mit dieser Farbe eingefärbt worden sind.

Nach allfälligen Korrekturen hat man die neuen Vollton-Farben natürlich wieder zurückzusellen auf den Status «Prozess» – oder man entfernt sie, falls sie fehlerhaft angelegt worden sind. Ggf. auch in platzierten Dateien.

Die Serie ist kein Hilfe-Ersatz. Dafür gibt es unsere Kurse, gibt es Fachbücher und im Internet Fachartikel en masse. Sie ist vielmehr ein entspannter Streifzug mit Hinweisen auf versteckte Kleinigkeiten: die man im InDesign-Alltag gern übersieht.

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