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InDesigns Bedienfelder, Folge 21: «Ebenen»
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In loser Folge durchstreifen wir InDesigns 44 Bedienfelder (bitte klicken). Die Ziffern zeigen, in welcher Folge dieser Serie ein Bedienfeld behandelt wird.
Konservativ: Ebenen erhalten
Keine Frage: Keine Information über «Ebenen» ist wichtiger als dieser eine Hinweis: dass sich alle InDesign-Objekte den Namen «ihrer» Ebene merken. Auch,wenn sie in die Zwischenablage genommen, als Snippet exportiert oder in eine Bibliothek aufgenommen werden. Und also kann jedes Objekt, das so aus dem Layout herausbefördert wurde, bei seinem Re-Import sich wieder an «seine» Ebene erinnern.
Das Zauberwort hierbei ist: «kann». Es tut es nicht automatisch. Ein kleines Häkchen ist zu setzen: das dann aber in jedem Dokument wirkt. «Ebenen beim Einfügen erhalten.» Eine echte Programmeinstellung!

Fehlt eine Ebene, nach der ein zurückkommendes Objekt verlangt, wird sie automatisch angelegt: in CS4 automatisch als oberste Ebene. Sind benötigte Ebenen vorhanden, aber gesperrt, wird der Anwender gebeten, sie zu entsperren. Nur gegenüber Ebeneneinstellungen bleiben Objekte ohnmächtig: In Sachen Ebenenfarbe, -optionen, -position (in der Stapelreihenfolge von «Ebenen») haben immer die Einstellungen des Zieldokuments das letzte Wort – nicht das re-importierte Objekt.
Die Serie ist kein Hilfe-Ersatz. Dafür gibt es unsere Kurse, gibt es Fachbücher und im Internet Fachartikel en masse. Sie ist vielmehr ein entspannter Streifzug mit Hinweisen auf versteckte Kleinigkeiten: die man im InDesign-Alltag gern übersieht.
InDesigns Bedienfelder, Folge 16: «Lesezeichen»
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Das elektronische Eselsohr
… oder was auch immer Sie in einem Buch zwecks «Diese Stelle merken» gern nutzen: Hier ist es für InDesign. Brav sortiert es auf Wunsch nach Seitenzahl (unabhängig davon, wie der Name des Lesezeichens lautet), und ebenso brav exportiert es sein «Wissen» ins PDF (wobei manuelle Sortierungen – hier im Bild nach Name – verlorengehen und nachsortiert werden muss, nun in Acrobat).

Das heißt: Man muss nicht immer gleich ein Inhaltsverzeichnis anlegen, wenn man in der Seitenleiste des PDF eine Navigationshilfe anbieten will.

Vielleicht weniger bekannt: Lesezeichen lassen sich auch ausserhalb eines Inhaltsverzeichnisses hierarchisch abstufen: wie in den Abbildungen gezeigt.. Und zwar, jetzt kommt der Clou, ohne Abhängigkeit davon, wo im Dokument das «Mutter»-Lesezeichen steht.
Und so geht’s:
Nehmen wir an, Sie haben einen kleinen CD-Katalog. Sie sortieren nach «Klassik», «Pop» und «Etcetera». Die Startseiten der drei Rubriken erhalten ein Lesezeichen.
Am Schluss des Dokuments gibt es ausserdem eine alphabetische Liste sämtlicher Interpreten. Lesezeichen könnte dann so ausschauen:
Wenn Sie auf eine Seite zeigen wollen, deaktivieren Sie alles und legen ein neues Lesezeichen an: einen Seitenlink.
Wenn Sie auf eine Textstelle zeigen wollen, lassen Sie den Cursor an der gewünschten Stelle blinken. Das Lesezeichen zeigt sich als Doppelpunkt-ähnliches, dimensionsloses Sonderzeichen.
Wenn Sie eine Textstelle zum Namen des Lesezeichens machen wollen, markieren Sie sie. Das jetzt erzeugte Lesezeichen stellt sich vor die markierte Textstrecke; als Name wird die Markierung übernommen.
Die Hierarchisierung bekommen Sie durch simples Ziehen der Lesezeichen hin. Betrachten Sie ein Seiten-Lesezeichen wie eine Art Ordner: Ziehen Sie ein Text-Lesezeichen da drauf, ordnet es sich unter; das Seitenlesezeicen erhält ein Aufklapp-Dreieck.
Sie können aber auch vor Erzeugen eines Text-Lesezeichens einen dieser «Ordner» markieren (egal, auf welche Seite er zeigt) und dann das Text-Lesezeichen anlegen: Es ordnet sich sofort unter den markierten Seitenverweis.
Muss noch gesagt werden, dass der Nutzwert von Lesezeichen lange vor dem PDF-Export beginnt? Wenn Sie in einem längeren Dokument häufig zwischen verschiedenen Seiten und/oder Textstellen hin- und herswitschen müssen – legen Sie sich doch einfach einmal ein Lesezeichen an!
Die Serie ist kein Hilfe-Ersatz. Dafür gibt es unsere Kurse, gibt es Fachbücher und im Internet Fachartikel en masse. Sie ist vielmehr ein entspannter Streifzug mit Hinweisen auf versteckte Kleinigkeiten: die man im InDesign-Alltag gern übersieht.
InDesigns Bedienfelder, Folge 12: «Zeichenformate»
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Neue Gruppe aus Formaten
Damit für das Bedienfeld «Zeichenformate» etwas zu sagen blieb, hob ich mir eine Bemerkung auf, die schon im letzten Beitrag über «Absatzformate» möglich gewesen wäre: der schöne Befehl «Neue Gruppe aus Formaten».

«Gruppe» klar? Na klar. Die kleinen Ordnerchen, mit denen Sie Ihre Zeichen-, Absatz-, Zeilen-, Tabellenformate und Objektstile fein säuberlich ordnen können.
«Neue Gruppe aus Formaten»: also auch klar. Sie markieren mehrere Formate mit der Umschalttaste oder, wenn Sie einige überspringen wollen, mit Strg (Win) bzw. cmd (Mac) – und dann ab in eine neue Gruppe.

«In Gruppe kopieren» erzeugt hingegen – bislang unbenutzte – Kopien Ihrer Formate: sehr hilfreich, wenn es ans Aufräumen und Neu-Zusammenstellen von Formaten geht.
Cool!
Die Serie ist kein Hilfe-Ersatz. Dafür gibt es unsere Kurse, gibt es Fachbücher und im Internet Fachartikel en masse. Sie ist vielmehr ein entspannter Streifzug mit Hinweisen auf versteckte Kleinigkeiten: die man im InDesign-Alltag gern übersieht.
InDesigns Bedienfelder, Folge 11: «Absatzformate»
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Ein Herzstück InDesigns
«Absatzformate» sind ohne Zweifel eins der Herzstücke von InDesign. Denn: «Formate» sind Regeln, und ohne Regeln kommt Gestaltung nicht aus.
Zu beachten ist hier unter anderem das Bedienfeldmenü. Die ganze untere Hälfte dieser Befehlsliste findet sich ausschliesslich und nur hier. Angetan hat es mir besonders «Aufzählungszeichen und Nummerierung in Text konvertieren», ein Befehl, der es in sich hat:

1. Erzeugen Sie ein Absatzformat mit Aufzählung.
2. Wenden Sie das Format an verschiedenen Stellen Ihres Dokuments an: möglichst in eigenständigen Textabschnitten (Textketten).
3. Deaktivieren Sie, zwecks besserem «Aha-Effekt», jeden Text und jedes Objekt (z.B. über Bearbeiten > Auswahl aufheben).
4. Markieren Sie in «Absatzformate» das aufzählende Format.
5. Nun wählen Sie den Befehl «Aufzählungszeichen und Nummerierung von “XX” in Text konvertieren».
Resultate:
Erstens: Das Absatzformat wurde verändert – gleichgültig, ob es überhaupt irgendwo angewandt worden war! Die automatische Aufzählung in den Formatoptionen wurde deaktiviert.
Zweitens sind jetzt, logische Folge, alle Aufzählungen dieses Absatzformats zu reinem Text geworden. Quer über das gesamte Dokument. Texte, auf diese Weise konvertiert, sind nun bereit für den Export z.B. nach Word: Die Aufzählungszeichen bleiben erhalten (weil sie jetzt nicht mehr dynamisch sind, sondern quasi handgestrickt).
Ein Befehl, der im übrigen auch im Kontextmenü auftaucht, sobald Sie es über einem aufzählenden Absatzformat aufrufen.
Mag der Einwand kommen: «Auch das Schrift-Menü zeigt diesen Befehl, bei ‹Aufzählungs- und nummerierte Listen›». Nein. Der Befehl trägt zwar den gleichen Namen, macht aber im Schriftmenü etwas anderes: Hier wandelt er nur markierten Text. Im Absatzformat-Bedienfeld hingegen wandelt er alles, was vom entsprechenden Absatzformat abhängig ist – und eben das Absatzformat gleich mit!
Und einen weiteren Befehl benötige ich in «Absatzformate». Auch er taucht nur hier auf: «Nach Name sortieren». Denn natürlich nutze ich gern die Formatliste, wie sie von der «Steuerung» angeboten wird. Dort jedoch taucht sie in exakt der Reihung auf, die auch das Bedienfeld «Absatzformate» wiedergibt: kunterbunt, wenn ich nicht ab und an gegensteure. Eben mit «Nach Name sortieren».
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InDesigns Bedienfelder, Folge 10: «Absatz»
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Absatz zeigt mehr
Hier geht die Arie ganz ähnlich wie bei «Transformieren» und «Zeichen», den beiden vorangegangenen Beiträgen dieser Serie: Nichts, was nicht auch das Bedienfeld «Steuerung» zeigen kann, gleichwohl äusserst hilfreich, weil eben immer funktionsfähig, selbst wenn das Textwerkzeug nicht aktiviert worden ist.
Und sonst? Auch nur wieder «Spickzettel» fürs Nachschlagen von Tastaturkurzbefehlen? Nicht mal das. Die Tastenbefehle, die «Absatz» zeigt (Bedienfeldmenü), finden sich 1:1 im Textmodus der «Steuerung» (Bedienfeldmenü).
Aber: «Absatz» bietet ein Knöpfchen an, das die Steuerung gar nicht kennt – nämlich eine ganze Ausrichtemethode mehr! Zählen Sie nach: Die «Steuerung» zeigt 8 Varianten – «Absatz» jedoch 9. Und welche kam hier dazu? Richtig: «Blocksatz, letzte Zeile rechtsbündig».
vs.
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Hier machen wir es mal anders als sonst: Statt aus meinem Elfenbeinturm zu vermelden «Kann man dafür und dafür brauchen», lade ich Sie herzlich ein, mir (bitte klicken) Screenshots zu schicken, mit einem kleinen Kommentar, wie Sie die Blocksatzmethode «letzte Zeile rechtsbündig» einsetzen: wenn Sie nichts dagegen haben zur Veröffentlichung.
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InDesigns Bedienfelder, Folge 9: «Zeichen»
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Gib uns Zeichen!
Für «Zeichen» war die vorangegangene Folge über «Transformieren» eine gute Vorbereitung. Denn auch dort galt schon: Man braucht das Bedienfeld eigentlich nicht – und doch braucht man es!
Ein Werkzeugwechsel weniger
Bei «Zeichen» sagen viele: «Brauche ich nicht, die ‹Steuerung› (das schmale lange Bedienfeld im Kopf eines InDesign Fensters) zeigt mir ja alles Zeichenmässige an.» Jein! Eben nur, wenn das Textwerkzeug aktiv ist! Ist hingegen der Schwarzpfeil markiert, kann ich in der «Steuerung» die Textattribute nicht mehr sehen, geschweige denn bearbeiten. Ich müsste, um in der «Steuerung» Textattribute zu sehen, erneut das Textwerkzeug auswählen. Bei Nutzung des «Zeichen»-Bedienfelds ist dieser Wechsel zum Textwerkzeug überflüssig.
Hilfreich, wenn ich allen Text eines Rahmens einheitlich neu formatieren will, ohne durch Textauswahl den Text invers zu stellen. Das erschwert die Beurteilung typografischer Eigenschaften manchmal sehr. Ist der Rahmen hingegen als Rahmen aktiv (seine Henkel zeigen sich), kann ich Formatierarbeit – über das Bedienfeld «Zeichen» ohne Wechsel zum Textwerkzeug.
So …

… oder doch besser so?

Check der Voreinstellungen
Ein anderer Nutzen eines stets offenen «Zeichen»-Bedienfelds liegt darin, dass ich jederzeit erkennen kann, wie mein Dokument (oder mein InDesign, wenn kein Dokument geöffnet ist) typografisch voreingestellt ist: vorausgesetzt, kein Objekt ist aktiv. Das heisst: Ich habe eine eine viel bessere Kontrolle über meine Arbeit.
Insofern: «Zeichen» immer offenhalten! Hilfreich!
Und die «versteckte Kleinigkeit», auf die diese Serie gern hinweisen will? «Zeichen» taugt hervorragend als Spickzettel – fürs Nachschlagen der Tastaturkurzbefehle für Kapitälchen, Hochgestellt, Tiefgestellt, Durchstreichen und Unterstreichen. Ist doch was. In InDesign sehen Sie diese Kurzbefehle nämlich nur hier.

Einschränkung
Bei Auswahl verketteter Rahmen werden nirgends Textattribute angezeigt – weder in der «Steuerung» noch in «Zeichen»: selbst dann nicht, wenn die Texteigenschaften vom ersten bis zum letzten Zeichen absolut identisch sind.
Die Serie ist kein Hilfe-Ersatz. Dafür gibt es unsere Kurse, gibt es Fachbücher und im Internet Fachartikel en masse. Sie ist vielmehr ein entspannter Streifzug mit Hinweisen auf versteckte Kleinigkeiten: die man im InDesign-Alltag gern übersieht.


