Archiv zum Thema Upgrade (ID)
Das redundante Gedächtnis von InDesign 7.0.x
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Es geht um InDesigns Tastaturbefehlssätze (Bearbeiten > Tastaturbefehlssätze…), InDesigns Cache und InDesigns Präferenz-Datei InDesign Defaults: und ihrem Zusammenspiel.
Die Präferenzen
InDesign speichert seine Einstellungen in zahlreichen Dateien. Sie befinden sich bekanntlich im Ordner des Anwenders: Er heisst «de_DE» und sitzt in diesem Pfad (Mac): User > Library > Preferences > Adobe InDesign (dort im Ordner der ensprechenden InDesign-Version). Unter Windows hat man auf dem Pfad paar Stufen mehr zu steigen. XP: User > Anwendungsdaten > Adobe > InDesign. Vista, Windows 7: User > AppData > Roaming > Adobe > InDesign.
Der Cache
Hier legt InDesign Spuren seiner Arbeit ab: zum Beispiel Details abgestürzter Dateien. Die Pfade: Mac: User > Library > Caches > Adobe Indesign. XP: User > Lokale Einstellungen > Anwendungsdaten > Adobe > InDesign. Vista, Windows 7: User > Roaming > AppData > Adobe > InDesign.
Der Tastaturbefehlssatz
Bekanntlich sollte man sich einen eigenen Tastaturbefehlssatz anlegen. Suboptimale, fehlende oder nicht funktionierende Tastaturbefehle können so ergänzt werden. Zum Beispiel in der Schweiz der Tastaturbefehl fürs Ein- und Ausblenden des Grundlinienrasters: Strt+Alt+ß setzt eine deutsche Tastatur voraus. Die schweizerische versagt, weil auf ihr die Taste ß nicht existiert.
Anders als bei anderen Einstellungen merkt sich InDesign bis einschliesslich Version 6.x (CS4) merkwürdigerweise nicht in seinen Präferenzen, welcher Tastaturbefehlssatz aktiv ist: sondern nur in seinem Cache (und dort in der Datei InDesign Saved Data).
Mit InDesign 7.0.x (CS5) ist dieses Gedächtnis nun auch (!) in die Präferenz-Datei gewandert: InDesign Defaults. «Auch» heisst: Wird der Cache gelöscht, bleibt die Erinnerung an den Tastaturbefehlssatz wach. Ebenso, wenn InDesign Defaults gelöscht wird. Erst wenn beide Dateien gleichzeitig gelöscht werden, vergisst InDesign, welcher Tastaturbefehlssatz am Schluss ausgewählt worden war.
Die Moral
Wer zugunsten reibungslosen Arbeitens von InDesign regelmässig den Cache entfernt (in manchen Produktionsumgebungen eine tägliche Massnahme), muss seit CS5 anschliessend nicht mehr jedesmal den bevorzugten Tastaturbefehlssatz neu aufrufen.
Natürlich wünschen wir uns, dass die Entwickler an dieser Stelle noch einen Zahn zulegen in Sachen Konsequenz: Wenn ich Präferenzen lösche, erwarte ich, dass alle Erinnerungen an Einstellungen entfernt werden. Die Erinnerung an den Tastaturbefehlssatz hat im Cache nichts zu suchen: Sie gehört ausschliesslich in die Präferenzen.
InDesign 7.0.x: Übersetzungsfehler gesucht
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Mit InDesign 7.0 wurden in der deutschen Lokalisation zahlreiche Übersetzungsfehler ausgemerzt – nicht zuletzt dank fleißiger Redaktions- und Sammelbemühungen durch Gerald Singelmann et.al. Noch aber finden sich hier und da Dinge, die optimiert werden müssen oder sollten. Ich wurde gebeten, sie zu listen. Weitere Nennungen und Kommentare: nur zu!
Tastaturbefehle
| Fundort | Aktuell | Vorschlag | Erläuterung |
|---|---|---|---|
| [Bearbeien > Tastaturbefehle > Ansichten, Navigation ] | Tastaturfokus in Steuerungsbedienfeld umschalten | Erstes Eingabefeld der Steuerung aktivieren/deaktivieren | “Tastaturfokus” is nowhere used in InDesign. And not only a “Fokus” is changed: The Text is highlighted – which is much more. |
| Absatz(format) > Bedienfeldmenü | Optischen Steg ignorieren | Optischen Rand ignorieren | The english "margin" has in german two meanings: "Steg" (space outside the type area) and "Rand" (edge defining start and end of a paragraphs width). |
| Hilfe > Typografie > Formatierung von Absätzen > Erstellen hängender Zeichensetzung | Optischer Stegausgleich | Optischer Randausgleich | The english "margin" has in german two meanings: "Steg" (space outside the type area) and "Rand" (edge defining start and end of a paragraphs width). |
| Weitere | Rückmeldungen | sehr | erwünscht! |
Die Tabelle habe ich mal fix mit dem genialen «Table Reloaded» gebaut (Aufwand 5 Min.): ein WordPress-PlugIn von Tobias Bäthge. Man möchte sich fast wünschen, dass die Tabelle richtig dick wird – damit man ihre Funktionalität auch nutzen kann!
Adobe: Publishing Suite ergänzt Creative Suite
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Verlagen, die für mobile Endgeräte publizieren wollen, bietet sich Adobe ab sofort als Partner an. Mit einer Publishing Suite soll die dritte Welle des Publizierens genommen werden: auf digitalen Mobilgeräten (Smartphones und Tablets), Vertrieb und Käuferanalyse inbegriffen.
Geblieben ist die Aufgabe, Inhalte zu ordnen und zu layouten. InDesign (und seine Geschwister aus der Creative Suite) bleibt Grundlage der Produktion. Hinzu kommt nun das Veröffentlichen: digitale Online-Wege statt Druckmaschine, ergänzt durch digitalen Vertrieb und digitale Käuferanalyse.
Damit reagiert der Hersteller von Photoshop, InDesign, Acrobat und der Erfinder von PostScript, PDF und Flash spät, aber vielleicht noch rechtzeitig auf eine Entwicklung, die seit Erfindung von Apples iPod massiv an Fahrt gewonnen hat: Angebot und Konsum von Inhalten via Web. Bekanntlich hatte der iPod im Verbund mit Apples iTunes Store eine einst mächtige Industrie komplett umkrempelt: die Musikindustrie. Gleiches wird schon seit längerem der Informationsindustrie prophezeit: Auch ihre Inhalte werden über kurz oder lang vor allem digital und erst in zweiter Linie analog (gedruckt) zum Kunden kommen.
Ob dieser nun auch für Print-Inhalte angebotene «vollständige End-to-End-Workflow für Digital Publishing» (Adobe) Erfolg haben wird, hängt vor allem von einem ab: davon, wie sexy der Konsument den Abruf der Inhalte empfinden wird. Adobe selbst hat darauf keinen Exklusiv-Einfluss. Die mit seiner Hilfe erstellten digitalen Print-Inhalte werden vielfach den Weg des Apfels gehen. Verkürzt: Was in den Stores von Apple erfolglos bleibt, bleibt vermutlich ganz erfolglos.
Keynote heute, 18.30 Uhr (MEZ)
David Wadhwani, Adobe-Verantwortlicher für alle «Creative Solutions»: «Die Publishing-Branche erfindet sich gerade neu. Verlage erschliessen sich neue mobile Geräte als Hardware-Plattformen für ihre Inhalte und leiten damit eine neue Ära mit Innovationen in Redaktion und Werbung ein.» Mitgedacht wird Apple immer: Man achte auf die Geräte, die Adobes Cheftechniker Kevin Lynch in seiner offiziellen Keynote heute benutzen wird (18:30 Uhr MEZ, Live-Stream).
Adobe unterteilt seine neuen digitalen, online-gestützten Publishing-Dienste so:
- Vorschau: für Apples (sic!) iPhone- und iPad-Betriebssystem iOS sowie fürs hauseigene AIR (Adobe Integrated Runtime, gedacht für die Welt der Blackberrys, Galaxys und Androids).
- Zusammenarbeit: für Layout, Inhalt, Metadaten. PDF und HTML5 sollen unterstützt werden.
- Vertrieb: Speicherung, Vorhalten, Verteilen.
- E-Commerce: direkt oder über Händler-Plattformen à la Blackberry App World, Android Market, Google Apps Marketplace oder eben Apple App Store.
- Analyse: Kundenverhalten analysieren, Inhalte optimieren, Werbeeinnahmen erhöhen. All das soll transparent werden, traditionelle Verkaufsdaten ergänzen und, O-Ton Adobe, «zu einem umfassenderen Verständnis eines individuellen Abonnenten beitragen».
Information: http://www.adobe.com/digitalpublishing
Blog: http://blogs.adobe.com/digitalpublishing
Twitter: http://twitter.com/adobedigitalpub
Preise und Verfügbarkeit
«Die Digital Publishing Suite wird voraussichtlich im zweiten Quartal 2011 verfügbar sein und als Professional und Enterprise Edition angeboten werden. Der Preis für die Professional Edition wird voraussichtlich 699 USD pro Monat betragen. Hinzu kommt eine Gebühr pro Ausgabe, deren Grössenordnung sich am Volumen eines Publisher orientiert. Der Preis für die Professional Edition umfasst den Zugriff auf die Digital Publishing Suite und die Erstellung von Applikationen für sämtliche Titel und Publikationen eines Anbieters. Die Enterprise Edition ist eine individuelle, mehrjährige Plattform-Vereinbarung, die den Zugriff auf APIs für die Integration von Backend-Publishing-Diensten beinhaltet, zum Beispiel Abonnement-Verwaltung und E-Commerce. Adobe bietet ausserdem professionelle Dienste an, um individuelle Projekte auf Unternehmensebene zu unterstützen.
Professionelle Publisher, die kommerzielle Anwendungen bereits vor Verfügbarkeit der Digital Publishing Suite einsetzen und verkaufen möchten, sind eingeladen, am Adobe Digital Magazine Publishing Prerelease Program unter http://www.adobe.com/beta teilzunehmen.»
Eine Vorabversion der Digital Publishing-Technologie steht in den Adobe Labs unter http://labs.adobe.com/technologies/digitalpublishing zur Verfügung. Voraussetzung ist InDesign CS5.
InDesigns Bedienfelder, Folge 31: «Preflight»
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In loser Folge durchstreifen wir InDesigns 44 Bedienfelder (bitte klicken). Die Ziffern zeigen, in welcher Folge dieser Serie ein Bedienfeld behandelt wird.
Grosses Argument für’s Upgrade.
Wer ökonomisch denkt, kommt an einer InDesign-Version, die über das Bedienfeld «Preflight» verfügt (ab CS4), nicht herum. Warum? Weil von nun an die meisten Standard-Fehler lange vor dem Abschluss der Produktion ausgemerzt werden können.
Ein solider Umgang mit «Preflight» lernt man am besten via Training und Schulung – aber ein Tipp auf eine reichlich versteckte Funktion sei hier verraten:
Preflight-Profil ausbetten
Mit einem «Preflight»-Profil definieren Sie, was in einem InDesign-Dokument aus Ihrer Sicht nicht erlaubt sein darf. Insofern ist es keine schlechte Idee, Ihr InDesign-Dokument fest mit Ihren Verbotsregeln zu verknüpfen. Sie erledigen das über das simple «Einbetten»-Knöpfchen rechts oben im «Preflight»-Bedienfeld.

Doch wie heben Sie solch eine Profil-Einbettung wieder auf? Hier hat sich Adobe ein Bravourstück der Bedienerfrendichkeit geleistet. Sie müssen zuerst in das Bedienfeldmenü von «Preflight» klicken, dort den Befehl «Profil definieren…» ansteuern, …

… kommen dann in den Dialog der Profildefinitionen und finden nunmehr unten links …

… ein – wie soll man’s nennen? Dialog-Menü? – Knöpfchen, das den versteckten Befehl zum Ausbetten enthält.
Ob ein Profil eingebettet ist oder nicht, erkennt man an zwei Stellen: dass das Einbetten Knöpfchen (siehe Bild 2) ausgegraut ist – und dass der Profilname im grossen Dialog (Bild 3) kursiv angezeigt wird.
Die Serie ist kein Hilfe-Ersatz. Dafür gibt es unsere Kurse, gibt es Fachbücher und im Internet Fachartikel en masse. Sie ist vielmehr ein entspannter Streifzug mit Hinweisen auf versteckte Kleinigkeiten: die man im InDesign-Alltag gern übersieht.
InDesign CS5: Update behebt Fehler
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Der Tastaturbefehl-Fehler von InDesign 7.0 (Creative Suite 5 bzw. CS5, nur deutsche und schwedische Version) ist behoben: Ein knapp 12 MB-grosses Patch beseitigt das Problem und führt zum Update auf InDesign 7.0.1.

Wichtig: Adobe rät dringend davon ab, evtl. schon angelegte eigene Tastaturbefehlssätze weiter zu benutzen. Sondern: Update durchführen und dann erst ein Duplikat des frischen «[Standard]» anlegen und dort die gewünschten Änderungen vornehmen.
Wir produzieren übrigens schon mit CS5 – ohne Probleme.


