Archiv zum Thema Upgrade (ID)

simplify-your-indesignIn loser Folge durchstreifen wir InDesigns 44 Bedienfelder (bitte klicken). Die Ziffern zeigen, in welcher Folge dieser Serie ein Bedienfeld behandelt wird.

Grosses Argument für’s Upgrade.

Wer ökonomisch denkt, kommt an einer InDesign-Version, die über das Bedienfeld «Preflight» verfügt (ab CS4), nicht herum. Warum? Weil von nun an die meisten Standard-Fehler lange vor dem Abschluss der Produktion ausgemerzt werden können.

Ein solider Umgang mit «Preflight» lernt man am besten via Training und Schulung – aber ein Tipp auf eine reichlich versteckte Funktion sei hier verraten:

Preflight-Profil ausbetten

Mit einem «Preflight»-Profil definieren Sie, was in einem InDesign-Dokument aus Ihrer Sicht nicht erlaubt sein darf. Insofern ist es keine schlechte Idee, Ihr InDesign-Dokument fest mit Ihren Verbotsregeln zu verknüpfen. Sie erledigen das über das simple «Einbetten»-Knöpfchen rechts oben im «Preflight»-Bedienfeld.

Doch wie heben Sie solch eine Profil-Einbettung wieder auf? Hier hat sich Adobe ein Bravourstück der Bedienerfrendichkeit geleistet. Sie müssen zuerst in das Bedienfeldmenü von «Preflight» klicken, dort den Befehl «Profil definieren…» ansteuern, …

… kommen dann in den Dialog der Profildefinitionen und finden nunmehr unten links …

… ein – wie soll man’s nennen? Dialog-Menü? – Knöpfchen, das den versteckten Befehl zum Ausbetten enthält.

Ob ein Profil eingebettet ist oder nicht, erkennt man an zwei Stellen: dass das Einbetten Knöpfchen (siehe Bild 2) ausgegraut ist – und dass der Profilname im grossen Dialog (Bild 3) kursiv angezeigt wird.

Die Serie ist kein Hilfe-Ersatz. Dafür gibt es unsere Kurse, gibt es Fachbücher und im Internet Fachartikel en masse. Sie ist vielmehr ein entspannter Streifzug mit Hinweisen auf versteckte Kleinigkeiten: die man im InDesign-Alltag gern übersieht.

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Der Tastaturbefehl-Fehler von InDesign 7.0 (Creative Suite 5 bzw. CS5, nur deutsche und schwedische Version) ist behoben: Ein knapp 12 MB-grosses Patch beseitigt das Problem und führt zum Update auf InDesign 7.0.1.

Wichtig: Adobe rät dringend davon ab, evtl. schon angelegte eigene Tastaturbefehlssätze weiter zu benutzen. Sondern: Update durchführen und dann erst ein Duplikat des frischen «[Standard]» anlegen und dort die gewünschten Änderungen vornehmen.

Wir produzieren übrigens schon mit CS5 – ohne Probleme.

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Die herausragendste Neuerung dieses Upgrades ist nicht zuletzt ein Geschenk für die Grafiker: Wenn Sie einfache Animationen benötigen für interaktive Web-Dokumente, müssen Sie von nun an InDesign nicht mehr verlassen. Stattdessen bauen Sie solche Animationen direkt in Ihrem InDesign-Layout auf, importieren Ton, Video, Flash und Shockwave – und begutachten das Ergebnis noch vor jedem Export in InDesign selbst. Das hat, werden Sie sagen, mit Web und Präsentation viel, mit Print nichts zu tun.

Verschmelzung von Print und Web: eine Kostenfrage

Viele Print-Produkte können durchaus so gestaltet werden, dass sie für Druck, Präsentation und Internet gleichzeitig geeignet sind. Mit Hilfe ein und derselben Datei. Das spart eine Menge Geld. Statt dass Sie ähnliche Dokumente einmal für Print und ein andernmal fürs Web aufbauen, mit zweifachem Zeitaufwand bei Kreation, Verwaltung und Änderung, können Sie jetzt ein einziges Dokument vorhalten, das den Druck einserseits und Interaktivität und Animation andererseits bedient.

Deshalb diesmal zwei Artikel zu diesem Upgrade: Heute liste ich auf, welche Neuerungen aus meiner Sicht entscheidend sind für den Aufbau von Druckdateien und einfache Präsentationen. Ein zweiter Artikel wird die Neuerungen listen, die auf Interaktivität und Internet zielen.

Ab sofort: Upgrade- und Basis-Kurse auch für InDesign CS5

Die unten aufgelisteten Funktionen werden wir Ihnen in unseren Kursen genau erklären. Mit Anwendern früherer InDesign-Versionen üben wir die neuen Arbeitstechniken ein. Im Juni (Termine demnächst hier im Blog und auf www.smi.ch) bieten wir den ersten eintägigen InDesign Upgrade-Kurs an. Für Umsteiger von CS3 und früher empfehlen wir den UpgradePLUS!-Kurs.

Weitere Termine auf Anfrage.

InDesign CS5 setzt neue Massstäbe

Insgesamt entsteht das Bild eines Layoutprogramms, das an Eleganz, Bedienerfreundlichkeit und Produktivität Massstäbe setzt. Marketing wie Agentur, Druckerei wie Verlagsvorstufe werden gleichermassen profitieren. Die enormen Fortschritte, die sich in Illustrator und vor allem Photoshop CS5 getan haben, sind dabei noch gar nicht berücksichtigt. Wir kommen auch darauf zurück.

Neben vielen kleinen versteckten Änderungen und Verbesserungen sind für mich diese knapp 40 Neuerungen die wichtigsten für den Print-Bereich:

Präsentation

  • Neuer Bildschirmmodus: ohne Bedienfelder («Präsentation»)
  • Zusätzliche Masseinheit: Pixel
  • Wahl des Seitenübergang: noch kurz vor PDF-Export
  • Fensterfüllende Animationsvorschau: allein schon zum Testen von Hyperlinks

Produktivität

  • Erste Dokument-Seite: nun auch links (optional)
  • «Vorschau»: bleibt aktiv, wenn das Programm beendet wird.
  • Farbfelder: jetzt auch in der «Steuerung»
  • Ecken: können einzeln editiert werden vie Bedienfeld mit Vorschau
  • Ebenen-Bedienfeld: mit Anzeige, Benennung, Sperren und Ausblenden jedes einzelnen Objekts
  • Vorschau auf externe Dateien: in InDesign via Mini-Bridge-Bedienfeld, ohne Wechsel zu Finder oder Explorer
  • Bildauswahl mit einem Klick: ohne Werkzeugwechsel
  • Auto-Anpassung von Bildgrösse: bei Skalierung von Rahmen (optional)
  • Drehen: mit Auswahl-Werkzeug
  • Dynamische oder statische Auto-Beschriftung: von Grafik und Bild; Metadaten können ausgelesen werden
  • Objekte gemeinsam transformieren: trotz verschiedener Ebenen, ohne Gruppierung
  • Abstandkontrolle: via neuem Abstand-Werkzeug
  • Spaltenausgleich: ungleiche Füllung mehrspaltiger Textrahmen wird angeglichen
  • Spaltenübergreifender Satz: Absätze (z.B. Überschriften)  können sich über benachbarte Spalten erstrecken
  • Spalten innerhalb von Spalten: Absätze können innerhalb einer Spalte noch einmal in Spalten aufgeteilt werden
  • Vertikaler Keil: unabhängig von Rahmenform und Konturenführung
  • Seitenweises Seitenformat: auch innerhalb eines Druckbogens
  • Vertikale Seitenanordnung: innerhalb eines Druckbogens
  • Weiterarbeiten: auch bei PDF-Export, im Hintergrund
  • Bridge: zeigt, mit welchen Dateien eine InDesign-Datei verknüpft ist

Sicherheit

  • Abdeckte Objekte vollflächig greifbar: Mittelpunkt-Suche nicht mehr erforderlich
  • Gruppen-Elemente vollflächig greifbar: ohne Werkzeugwechsel oder Gruppenauflösung
  • Font-Management: Dokument-Fonts können jetzt direkt im Dokumentordner verwaltet werden

Zusammenarbeit

  • Textänderungsverfolgung: à la Microsoft Word im Textmodus
  • Markierung von Seiten: via Seiten-Bedienfeld
  • Dokument-Kommentierung via «Cloud»: Seiten-Abbildungen können ohne PDF-Export zum Kommentieren ins Web gestellt werden, Kommentare zeigen sich live in InDesign

Komfort

  • Kurzzeitige Werkzeugwechsel: jetzt für fast alle Werkzeuge
  • Zoom: bei geöffnetem Dialog
  • Tabulatoren: Positionseingabefeld deutlich vergössert
  • Layoutanpassung: jetzt auch bei seitenweiser Änderung von Stegen und Spaltenabstände
  • Gerundete Werte: beim Bewegen und Skalieren bemüht sich InDesign jetzt um (meist) ganzzahlige Werte
  • Mehrfach platzieren: auch via Drag& Drop und für Rahmen und Linien
  • «Duplizieren und versetzt einfügen»: kann jetzt bei Duplikaten «Spalten» und «Zeilen» aufbauen
  • Konvertierung von URLs zu Hyperlinks: über ein neues Suchen/Konvertieren-Verfahren
  • Bedienfelder: übersichtlicher sortiert

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Mit der Creative Suite 5 löst sich auch die Spannung in Sachen Lokalisation: Wird Adobe suboptimale Übersetzungen, mit denen CS4 in InDesign hier und da aufwartete, angefasst haben oder nicht? Freudige Nachricht: Adoba hat! Wunderbar!

Beispiele für die gelungenen Korrekturen:

  • Der «Steg» wurde zum «Spaltenabstand» korrigiert (s.u.).
  • «Ränder» heissen gemäss alter Druckersprache nun richtig «Steg» (s.u.).
  • «Tabulator für Einzug rechts» wurde korrekt zu «Tabulator für rechte Ausrichtung».
  • Die Formatvorlagen heissen jetzt einheitlich «Format» (bislang tanzte der «Objektstil» aus der Reihe).
  • Das falsche «Verbiegen» wurde jetzt sehr korrekt zu «Scheren» («Neigen» wäre verständlicher gewesen, ist aus Sicht der Geometrie aber wohl nicht 100%ig richtig).
  • Der für einen Laien kaum verständliche «Versatzabstand» ist zum «Abstand zum Rahmen» geworden.
  • Die «Magnetischen Hilfslinien» entsprechen jetzt den englischen «Smart Guides»: «Intelligente Hilfslinien».
  • Und auch der «Glyphenabstand» wurde nun zu dem, was er ist: «Glyphenskalierung».

Dafür, Adobe, ein ganz herzlicher Dank! Und ein dickes Dankeschön an Gerald Singelmann und das Forum HilfDirSelbst fürs Zusammentragen der gewünschten Änderungen. Ohne Geralds Tabelle (die es dann demnächst zu aktualisieren gilt; Vorschläge an ihn oder an mich jederzeit willkommen) hätte das wahrscheinlich nicht oder nicht in diesem Umfang funktioniert. Klasse!

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Nach den zwei vorerst notwendigen Warnlampen von gestern darf aber nun auch der erste grosse Vorzug des neuen InDesign-Upgrades beleuchtet werden: Unter anderem die Australierin Cari Jansen zeigt in ihrem Blog, dass – ohne jedes gefährliche Drehen und Scheren von Seiten – die Seiten eines Druckbogens nunmehr übereinander gestellt werden können. Extrem hilfreich beim Aufbau aller Druckwerke, die vertikal geblättert werden! Kalender zum Beispiel (Caris Beispiel).

Gut möglich, dass auch die SMI ihre vertikal aufgebauten DIN A5-Dokumentationen künftig auf genau diese Weise herstellen wird (zum Vergössern Abbildung anklicken).

Denn der Export hin zum Druck-PDF ist fehlerfrei.

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Die deutschsprachige Creative Suite 5 ist online, damit ist auch InDesign CS5 zu haben, und jeder kann ausgiebig testen, was dieses Upgrade ihm schenkt.

Das neue Seiten-Werkzeug

Ganz gewiss wird man zu allererst eines der beiden neuen Werkzeuge ausprobieren: das Seiten-Werkzeug.

Mit ihm kann ich die Grösse einzelner Seiten verändern: im Layout. So weit, so praktisch und so lange ersehnt! Umschläge und Ausklapper lassen sich jetzt mit wesentlich geringerem Aufwand erstellen (zum Vergrössern bitte auf Abbildung klicken):

Martin Braun, ein Kollege von mir in der InDesign User Group Stuttgart, stiess dabei aber auf etwas äusserst Merkwürdiges: Durch ein Hintertürchen kann ich das Seitenformat nun auch neigen (die offizielle Benennung lautet jetzt richtig «scheren») und drehen! Martins Frage lautet verständlicherweise:

Ja, wozu?

Versteckter Nutzen

Einen direkten Nutzen kann ich bislang nicht erkennen. Aber: Ich freue mich über diese Entdeckung aufgrund ihres möglichen Nebeneffekts: Denn jenes erwähnte «Hintertürchen» ist ein Menübefehl, der trotz erheblicher Anstrengungen (siehe mein Blog vom 15. September 2008) einfach nicht lebendig werden will: nicht in meiner täglichen Arbeit, nicht in der Tagesarbeit der meisten InDesign-Anwender, die ich kenne. Objekt-Menü > Erneut transformieren!

Die zu Rhomben verformten Seiten sitzen jetzt wie ein Mahnmal in meinem Gehirn: «Erneut transformieren» gibt es! Das kann was!» Auch wenn es wohl lieber nicht die Seite selbst sein sollte, die gedreht, geneigt/geschert, proportional/nicht-proportional skaliert oder einfach nur auf der Montagefläche hin- und her bewegt werden muss. Das das mit Objekten geht – Textrahmen, Grafikrahmen, Linien, Gruppen – ist doch schon wunderbar genug!

Die Diskussion jedenfalls läuft; noch ist nicht entschieden, ob das nun ein Programmfehler oder ein Feature ist. Denn: Wie Martin im Adobe-Forum berichtet, weist der offizielle InDesign CS5 Scripting Guide for Javascript darauf hin, dass Seiten gedreht und geschert werden können. Einfach so.

Vorschlag

Bis Übereinkunft darüber erzielt worden ist, ob diese Möglichkeit überhaupt sinnvoll ist oder nicht, könnte Adobe erst einmal die entsprechenden «Erneut transformieren»-Befehle ausgrauen, sobhald das Seiten-Werkzeug eine Seite ausgewählt hat. Alles andere scheint mir zu gefährlich zu sein. Und zudem verlustbehaftet: Denn sobald eine Seite auch nur minimal geschert oder gedreht worden ist, verlieren alle Seiten- und Satzspiegel-Ränder ihre Magnetik. Und die Positionsangaben von Objekten solcher Seiten werden logischerweise ebenfalls fehlerhaft. Denn die Lineale – lassen sich nicht drehen und scheren.

Edit: Michael Ninnes (während der Entwicklung von InDesign CS4 und CS5 Senior Product Manager bei Adobe) spekuliert, ob die Öffnungs fürs Seiten-Drehen und -Scheren via «Erneut transformieren» eventuell ein Easter Egg der Entwickler gewesen sei. In einer späteren Version werde das freihändische Transformieren von Seiten möglicherwiese offen unterstützt (nicht nur via Skript oder eben «Erneut transformieren»).

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