Archiv zum Thema Typo
«Abstand vor» und «Abstand nach» (Joomla, WordPress, etc.)
Autor: | KommentareAlle produktiven Publisher – sei es im Web oder im Print — arbeiten mit Stilvorlagen oder Absatzformaten. Sie doch sicherlich auch?
Während man in den Print-Programmen die Stile selbst anlegen muss, kommen die Web-Systeme wie Joomla!, WordPress und Konsorten schon mit den typischen Stilen «H1» bis «H6» für verschieden grosse Headlines und «P» für den Mengentext.
Das Aussehen dieser Hauptformatierungen wird in der CSS-Datei des Templates festgelegt. Möchte man also das Aussehen generell ändern, muss man die CSS-Datei ändern.
Für viele Web-Publisher beginnt das Problem, wenn sie «mal schnell» den Abstand vor oder nach einer Überschrift verändern sollen. Die fixe «Mal-Schnell-Lösung» sieht so aus, zu der man (leider) in den HTML-Code gehen und folgende Ergänzung(en) vornehmen muss:
- <h1 style=”margin-top: 10px; margin-bottom: 0px;”> überschreibt den Abstand-vor- und den Abstand-nach-Wert aus der CSS-Datei in einer H1-Überschrift
- <h3 style=”margin-top: 0px;”> überschreibt den Abstand-vor-Wert aus der CSS-Datei in einer H3-Überschrift
- <p style=”margin-bottom: 30px;”> überschreibt den Abstand-nach Wert aus der CSS-Datei im «normalen» Absatz
Bei WordPress muss man je nach Template und/oder integriertem Texteditor eventuell den Einschluss <p> und </p> für einen Normalabsatz hinzufügen.
Die Pixel-Angaben können natürlich an die Bedürfnisse angepasst werden.
Leider: Einige WordPress-Templates verhindern das Überschreiben der CSS-Datei.
Crashkurs Drucksachengestaltung – ein Erfolg!
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Letzte Woche ging unser erster Kurs «Crashkurs Drucksachengestaltung». über die Bühne. Die Kursteilnehmer waren begeistert. Hier als Ausschnitt drei Feedback von Teilnehmerinnen:
«Genau das, was ich gesucht habe. Merci!»
R. Inauen (Hotel Metropole)
«Habe gute Tipps erhalten Merci!»
K. Ruetz (Pontresina Tourismus)
«Sehr praxisbezogen, sehr gute hilfreiche Tipps, bringt neue Ideen. Kurs war ausserordentlich interessant gestaltet.»
Loredana Finelli (Solothurner Handelskammer)
Wenn auch Sie lernen wollen, wie Ihre Drucksachen 100% mehr Wirkung erzielen – dann informieren Sie sich über unseren Crashkurs Drucksachengestaltung.
Sie lernen bei uns die Do’s und Don’ts der Gestaltung kennen. Sie erfahren, wie Sie mit Schrift, Bild und Raum umgehen müssen. Sie finden Antworten auf Fragen wie: Welche Schrift soll ich verwenden? Wie mache ich meine Drucksachen lesbarer? Wie mache ich sie interessanter?
Ideal als Ergänzung zu einem InDesign- oder XPress-Kurs. Damit Ihre Drucksachen bei Ihren Kunden maximale Wirkung erzielen!
Der nächste Kurs findet am 1. /8. Oktober statt. Anmelden können Sie sich direkt hier (klicken) – oder per Telefon: 062 745 90 15.
Crashkurs Drucksachengestaltung
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Hier die ersten Infos über einen brandneuen Kurs:
Lernen Sie, wie Ihre Drucksachen 100% mehr Wirkung erzielen:
Crashkurs Drucksachengestaltung
Die 20 wichtigsten Profi-Design-Tricks für professionell aussehende Drucksachen!
Drucksachen haben einen Zweck: Sie sollen informieren und schlussendlich ein Produkt oder eine Dienstleistung verkaufen. Auch wenn es «nur» eine Partyeinladung ist, möchten Sie sich und den Anlass möglichst gut präsentieren.
Wir haben in diesen 2-tägigen Kurs viel Praxiswissen einfliessen lassen. Meist machen nur wenige Regeln, ein paar Tipps und Grundlagen den Unterschied – zwischen abschreckenden oder ansprechenden Drucksachen.
Sie lernen bei uns die Do’s und Don’ts der Gestaltung kennen. Sie erfahren, wie Sie mit Schrift, Bild und Raum umgehen müssen. Sie finden Antworten auf Fragen wie: Welche Schrift soll ich verwenden? Wie mache ich meine Drucksachen lesbarer? Wie mache ich sie interessanter?
Ideal als Ergänzung zu einem InDesign- oder XPress-Kurs. Damit Ihre Drucksachen bei Ihren Kunden maximale Wirkung erzielen!
Kurse finden ab August statt (jeweils 2 Tage)
27.08.2009 / 28.08.2009
08.09.2009 / 15.09.2009
01.10.2009 / 08.10.2009
Anmeldung: www.smi.ch/anmeldung/layout-prepress.html
Fragen? Tel. 062 745 90 15
InDesign: Von optischem und metrischem Kerning – und einem 1/24-Geviert
Autor: | Kommentare![]()
«Metrisches Kerning»: InDesign greift auf die Kerning-Tabelle einer Schrift zurück.
«Optisches Kerning»: InDesign regelt die Zeichenabstände nach eigenem Gusto, ohne Rückgriff auf die Kerning-Tabelle. Kalkuliert wird dabei die reine Buchstabenform – ohne Rücksicht darauf, aus welcher Schrift die benachbarten Zeichen stammen.

Bestens, denke ich. Das sollte doch ein häufiges Satzproblem lösen helfen: Nicht-kursiver Doppelpunkt (oder Ausrufezeichen oder Fragezeichen oder Klammer) nach kursivem Text.
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Denn so darf der Doppelpunkt nicht stehenbleiben. Das Wort «Doppelpunkt» ist hier die Ausnahme im Satzbau. Der Doppelpunkt hingegen muss für den gesamten Satz gelten. Also muss so formatiert werden:
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Das aber verstärkt die unschöne Nähe zwischen «t» und Doppelpunkt. Fast berührt schon der «t»-Querstrich den Doppelpunkt. Also: Kann es InDesigns optisches Kerning besser? Antwort: leider nein. Optisches Kerning (rot, guckt klein wenig hervor) verschlechtert die Situation sogar meist, gegenüber der metrischen Zurichtung (grau): rückt den Doppelpunkt also noch näher an das «t» heran.

Wie helfe ich mir? Ich füge vor dem Doppelpunkt einen Leerschlag ein. Keinen ganzen, sondern das 1/24-Geviert. Sie entdecken dieses Helferlein im Schriftmenü unter Leerraum einfügen. Es rückt das nachfolgende Zeichen etwas, aber nicht zuviel nach rechts. In den Text eingesetzt zeigt es sich mit diesem Symbol (hier: blau):

Vereinfachungen: Vielleicht finden Sie an solchen Feinheiten Gefallen – korrekter wird Ihre Typografie dadurch allemal. Geben Sie dieser Leerraum-Variante also einen schnellen Tastenbefehl. Den nutzen Sie garantiert gern und häufig. Oder Sie suchen nach Doppelpunkt und ersetzen durch 1/24-Geviert und Doppelpunkt. Fortgeschrittene wiederum mögen nach Zeichen, denen ein Doppelpunkt folgt, GREP-suchen, und verpassen diesen Zeichen ein zusätzliches, positives Kerning. Aufwendige Skript-Lösungen mit allen Schikanen sind ebenfalls denkbar. Denn alles was ein InDesign-Anwender kann, kann ein Skript auch: und noch mehr. Nur eben per Knopfdruck. Aber das ist, frei nach Michael Ende, eine andere Geschichte, und die soll ein andernmal erzählt werden.
Wenn Sie die Problemstellung nachbauen wollen: Optisches und metrisches Kerning wirkt immer zwischen den Zeichen. Kerning-Eigenschaften werden in Leserichtung weitergereicht. Wenn Sie mit Zeichenformaten arbeiten, muss also das «t» angefasst werden. (Ohne Zeichenformat genügt der blinkende Cursor zwischen «t» und Doppelpunkt.)
InDesign: Die Landung des @
Autor: | Kommentare![]()
Allein schon der von Detlev vorgestellte XPress-Begriff «Vertikale Unterschneidung» macht neugierig: Geht so etwas auch in InDesign? Wie richte ich ein einzelnes, sich wiederholendes Zeichen dauerhaft zu? Dies war noch einmal die Aufgabenstellung: Das At-Zeichen einer alten PostScript-Schrift ist unschön zugerichtet (Zeile 1), wenigstens ein Grundlinienversatz soll sein (Zeile 2), wenn schon nicht das hässliche Zeichen insgesamt ausgetauscht werden kann (Zeile 3).

Während XPress einen Eingriff in die Kerningtabelle der jeweiligen Schrift verlangt (mit dem Vorteil, dass dieser Eingriff unabhängig bleibt von der Schriftgrösse), automatisiert InDesign mit Zeichen- und Absatzformaten.
Und so geht’s: Legen Sie ein Zeichenformat an, das ausschliesslich eines definiert – den Grundlinienversatz.

Verschachteln Sie dieses Zeichenformat in das Absatzformat, ggf. mit Wiederholfunktion …

… oder freunden Sie sich mit dem GREP-Stil an, was für diese kleine Aufgabe auch kein Problem ist:

Wann immer InDesign in solch einem Absatz auf das @-Zeichen stösst, wird automatisch das Zeichenformat aufgerufen und das Zeichen – und nur dieses – gewandelt.
Beide Techniken können auch über den Grundlinienversatz hinaus angewandt werden: zum Beispiel, wenn die Hässlichkeit des Helvetica-Ats ausgetauscht werden soll von der Myriad Pro (Zeile 3 ganz oben). Dafür wird in den Zeichenformaten auch Schriftfamilie und Schriftschnitt definiert. Auf eine Veränderung des Grundlinienversatzes kann man dann meist verzichten: verfügen doch moderne (OpenType-)Schriften häufig von Haus aus über sensibler zugerichtete Alternativen des Klammeraffen:

InDesigns Versalhöhe: PlugIn und Skript
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Ein Beitrag zum Thema «Grossbuchstabenhöhe» führte zur Vertiefung eines Themas, das Nicht-Schriftsetzern esoterisch anmuten mag, das aber InDesign-Fachleuten häufiger über den Weg läuft: die Versalhöhe. Nachfolgende Abbildung zeigt, was das ist:

Obgleich alle Buchstaben als einheitliche Schriftgrösse «60 pt» aufweisen, sind sie unterschiedlich gross. Der Grund: Sie entstammen verschiedenen Schriften. Wie Schriftenhersteller ihre Schriften zeichnen, weicht von Schrift zu Schrift ab.
Nun haben Designer und Layouter ein Problem. Beispiel: Magazintitel. Man probiert Fonts aus – und wird Schriftwechsel zu Schriftwechsel mit neuen Zeichengrössen konfrontiert. Die erforderlichen Nachkorrekturen sind mühsam.
Schriftsetzer arbeiteten früher deshalb gern mit einer Grösse, die objektiv gewesen war: mit der Versalhöhe, der exakten Höhe eines Grossbuchstabens. Moderne Layoutprogramme bieten die Versalhöhe immer noch nicht an. Dass man mit verschiedenen Methoden die Versalhöhe wenigstens auslesen kann, ist nur ein schwacher Trost. Benötigt wird ein Hilfsmittel, das die gewünschte Versalhöhe auch editieren kann.
Wie für QuarkXPress gibt es für InDesign (CS2, 3, 4) ein 100-Euro-PlugIn, das den Job gut erledigt: TypoX von Joachim Lauterbach. Das PlugIn zeigt und editiert in einem Bedienfeld nicht nur die Versalhöhe, sondern auch den Zeilenabstand: beides in Millimetern. Die kostenlose Testversion arbeitet in 1seitigen Dokumenten, die Vollversion ist von dieser Beschränkung befreit. Nachteil: Sind Zeichen unterschiedlicher Schriften ausgewählt, werden die Versalhöhen nur proportional skaliert, aber nicht vereinheitlich. Anzeige oder Eingabe in pt ist nicht möglich.
Zweitens hat die laufende Diskussion zum Thema ein kostenloses Skript von Martin Fischer reaktiviert, das seit einer Überarbeitung von Gerald Singelmann hier bereitsteht. Die Einschränkungen dieses Skripts: Die betroffenen Textrahmen dürfen nicht bis auf das letzte Zeichen gefüllt sein (das Skript wandelt Referenzzeichen vorübergehend in Pfade um), eine Anzeige in Millimetern ist noch nicht möglich (wohl aber ihre Eingabe) und es kann nicht, wie das JoLauterbach-PlugIn, den Zeilenabstand in Millimetern anzeigen. Superklasse wäre natürlich, wenn das Skript keinen Dialog provozierte, sondern ein Bedienfeld, das geöffnet bleiben kann.
Und so kann man damit arbeiten:
Man wählt ein Referenzzeichen, startet das Skript und kopiert die Versalhöhe.

Nun aktiviert man alle Zeichen, startet das Skript wieder und gibt die kopierte (oder eine andere) Versalhöhe ein.


Die Zeichen sind jetzt alle gleich hoch, ihre Schriftgrösse logischerweise aber nunmehr verschieden.
Tipp im Tipp: Wer an dem Skript Gefallen bekommt, es aber nicht jedesmal durch Doppelklick starten will, gibt ihm einen Tastaturbefehl mit auf den Weg.

