Archiv zum Thema Social-Media

Fast dachte ich, nun sei alles gesagt zum 27. Januar 2010, dem Tag, an dem Apples CEO Steve Jobs seinen Gästen und der Welt Apples Tablett-Computer, das iPad vorstellte. Zahllos die Kommentare, doch überschaubar das Spektrum der Resumées.
Allen Kommentaren war – mal zurückhaltend, mal enthusiastisch – ein Dreisatz gemein:

  • Mit dem iTunes Store krempelte Apple (bzw. Apples Chefdesigner Jonathan Ive) die Musikindustrie um.
  • Mit dem iPad entsteht der iBooks Store: eine Apple-eigene Verkaufsplattform für das digitale Buch.
  • Also werde das iPad die Verlagsindustrie umkrempeln.

Das wird es in der Tat. Zwar gibt es noch Unwägbarkeiten: Via diskretem Ohrstöpsel vom iPod «Like A Rolling Stone» starten, in S-Bahn, Flugzeug und Wartehalle, ist eine Sache. Bestaunt von Mitreisenden und Mitwartenden in einer knapp A4-grossen, aluminiumgefassten Glassscheibe den «Fänger im Roggen» aufschlagen, eine andere.

In beiden Lesewelten werden wir zuhause sein

Vermutlich wird man seinen iPad-Konsum anfangs vor allem in den eigenen vier Wänden zelebrieren. Vermutlich werden viele sowieso hin- und herwechseln: zwischen dem warmen, nach Druck und Papier duftenden Regal-Buch, mit all seinen Griffspuren, seiner Patina, seinen Lese- und Erinnerungszeichen, und der eher kühlen, um nicht zu sagen kalten iPad-Glasscheibe in ihrem Aluminiumgehäuse. Egal, wie ansprechend die LED-getriggerte Bedienoberfläche auch sein wird: Vieles wird man weiterhin analog lesen, anderes schon sehr schnell digital.

Bücher, von denen wir von Anfang an ahnen: «Das lese ich sowieso nur ein einziges Mal», und solche, die uns ein ganzes Leben begleiten, standen bislang Rücken an Rücken im Regal. Jetzt könnte man ausmisten und nur noch das mitschleppen beim nächsten Umzug, was wirklich dauerhaft Begleiter sein soll. Alles andere: digital, «auch bei Leuten, die sich nicht für Computer interessieren» (Patrick Bernau, FAS, 31. Januar 2010).

Überhaupt, der Transport. Ich zum Beispiel gehöre zu der sicher nicht seltenen Spezies, die es partout nicht hinkriegt (und wohl auch gar nicht hinkriegen will), linear ein Buch nach dem anderen zu lesen. Stattdessen gibt es bei mir immer mehrere, in die ich meine Nase stecke. Reise ich aber (und ich reise viel), kann ich aus Vernunftgründen meist nur eines mitnehmen: der Gewichte wegen.

Hingegen drei, vier Bücher gleichzeitig im Zugriff, zum Preis von ca. 700 Gramm? Der Krimi, das philosophische Werk, die beiden Fachbücher? Das hätte was. Beziehungwweise, nun ist es ja so weit: Das hat was. Und das werden viele, viele Lesende schnell als Vorzug geniessen und nicht mehr missen wollen. Kleine Umgewöhnungszeit für alle – und dann ist das Thema durch. Wie fremd waren uns noch vor wenigen Jahren die ohrverstöpselten Menschen? Heute ist das kein Thema mehr (solange die Stöpsel höflich schalldicht sind).

Das OpenSource-ePub-Format: Neuer Standard

Thema also – im Grossen und Ganzen durch? Ein neuer Wurf von Apple – und damit klar, wie die neue, zusätzliche Lesegewohnheit ausschauen wird? So dachte ich. Und wandte mich wieder meinem Fachgebiet zu: der Adobe-Software InDesign, die ich unterrichte.

Ich stattete mal wieder dem wichtigsten Blog meiner kleinen Fachwelt einen Besuch ab: InDesignSecrets.com von David Blatner. Und stiess auch dort, es war ja zu erwarten, zuerst auf einen iPad-Beitrag.

Nicht uninteressant: Denn Davids Ko-Autorin Anne-Marie Concepcion weist dort auf ein kleines, aber feines Detail der Angelegenheit hin, auf das ePub genannte Dateiformat, das Apple zum Standardformat erkoren hat für Bücher in seinem iBooks Store. Für Nicht-Fachleute: Das ePub-Format ist Open Soruce, also ein offenes Format, das niemandem (bzw. allen) gehört. Im Gegensatz zu sogenannten «proprietären» (in Besitz befindlichen) Formaten: mit denen z.B. Amazons Kindle nur klarkommt.

Wer die Keynote von Steve Jobs noch nicht gesehen hat: Fünf mächtige Verlage sind vom Start weg im iPad-Boot: Penguin (zweitgrösste Verlagsgruppe der Welt), Simon & Schuster (sorgte 2000 für Schlagzeilen, als sie Stephen Kings «Riding the Bullet» ausschliesslich als E-Text herausgaben), HarperCollins (Rupert Murdoch), die Hachette Book Group (gehört dem grössten Verlag Frankreichs) und Macmillan (Holtzbrinck). Alle anderen werden folgen: Es wäre für Verlage selbstmörderisch, sich hier abzusondern.

InDesign aber «kann» das ePub-Format: Datei-Menü > Für Digital Editions exportieren…. Also, dachte ich, lies doch mal die Kommentare. David Blatners Blog gilt als erstklassig und hat eine grosse Lesergemeinde; wer sich dort zu Wort meldet, überlegt sich (meist) zweimal, was er sagt und wie er’s sagt. Die Kommentare enthalten also oft ebenso viel verwertbaren Inhalt wie die Beiträge selbst.

Das Filmbuch ist da

Einer der Kommentare – er stammt von Anne-Marie selbst – verwies auf einen Blog-Post der Los Angeles Times. Dort beleuchtet Carolyn Kellogg das Thema erneut. Ja, eine gute Zusammenfassung. Der elektrisierende Schlag aber traf – zumindest mich – im drittletzten Absatz. Und den möchte ich Ihnen im Wortlaut zu Gemüte führen. Denn ich denke: Was hier gesagt wird markiert die Geburtsstunde eines neuen Mediums. Genauer: Es geht um die Neuerfindung des Buchs. Carolyn Kellogg spricht anfangs Gizmodo an, ein prominentes, Technik-orientiertes Weblog. Sie schreibt:

«In dem Gizmodo-Video, das uns zeigt, wie man auf dem iPad Bücher liest, weist Jobs darauf hin, dass das iPad auch Farbfotos und Video verarbeiten wird. Video in einem Buch? Das wäre in Lehrbüchern nützlich – zum Beispiel fürs Kochen oder Gärtnern. Aber es für die Belletristik und für das Sachbuch – wäre das revolutionär . Welch ein aufregender Gedanke – der Einsatzes von Video in einem Roman! Wie wird das ausschauen, im Detail? Und wenn man Video und Bilder in den Text einbauen kann und dann einen e-Reader benutzt – wie lassen sich Bücher dann noch von Webseiten unterscheiden? Beginnt sich das, was wir uns unter einem ‹Buch› vorstellen, zu wandeln?» Doch dies sei eine Frage für einen späteren Zeitpunkt. Fast wie Michael Ende in seiner «Unendlichen Geschichte», wo es am Schluss ebenfalls heisst: «Doch das ist eine andere Geschichte, und die soll ein andernmal erzählt werden.»

Unendliche Geschichte, neu erzählt

Nein. Die Geschichte wird jetzt erzählt. Kennen Sie «Unendliche Geschichte»? Es handelt von einem etwas vereinsamten und kontaktscheuen Jungen, der sich gern auf den Speicher zurückzieht, zum Lesen – und dort eines Tages auf ein merkwürdiges Buch stösst, das so ganz anders anmutet als jedes andere Buch zuvor. Sein Gespür trügt ihn nicht. Denn als er zu lesen beginnt, wird er buchstäblich ins Buch hineingezogen – bis er sich als Bestandteil der Geschichte im Buch selbst wiederfindet.

Das Buch wurde mehrfach verfilmt, unter anderem von Wolfgang Petersen. Thienemanns, der Verlag, erlaubte der Illustratorin Roswitha Quadflieg ein – wie die Verkaufszahlen später zeigen sollten, äusserst erfolgreiches – Experiment und liess die eigentliche Buchgeschichte grün und die Geschichte in der Geschichte, das Erleben des Jungen Bastian Balthasar Bux, in Rot drucken: im gleichen Buch.

Nun stelle man sich dies abgewandelt vor: ein Buch, das wir (digital) aufschlagen, um zu lesen, das sich aber plötzlich dann noch einmal öffnet wie ein Film, und wir versinken in Bildern, Tönen, Farben: bis sich der Film nach zwei, fünf oder zehn Minuten wieder schliesst und es mit dem Text weitergeht.

Wer Avatar gesehen hat, der weiss: Die Industrie wird sich solche Gestaltungsmöglichkeiten niemals entgehen lassen: die Industrie nicht, und die Künstler ebenso wenig. Das Buch, das man via CD oder DVD hören kann, das Hörbuch, haben wir schon lang, das Bilderbuch schon sehr viel länger. Das neue Medium, dessen Geburt wir jetzt verfolgen können, wird das Filmbuch sein.

Ansätze dazu gibt es schon lange und in grosser Zahl. Aber bislang benötigten sie meist einen PC. Ich denke nur an die wunderbaren Computerspiele um den geheimnisvollen Kontinent Myst. Jetzt genügt eine schlichte Glasplatte: auf der wir stundenlang in solchen Geschichten lesen können – und, wenn das Buch/der Film/der Lesefilm gelungen sind, uns auch stundenlang umschauen und umhören können.

Ob das den einen oder anderen wegzuziehen vermag vom belangslosen Chat, vom narzistischen Getwittere, vom Ballerspiel oder der 1001. «Tatort»-Folge? Meinen Segen hätte das.

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Ich hab’ sie wieder aufgelegt: Bob Dylans 67er-Platte Highway 61 Revisited. Der Opener: Like a Rolling Stone. Keine Hymne an die Band Brian Jones’ und Mick Jaggers: Die fanden nur selbst das Bild des rolling stone, des Kieselsteins, als passend für sich, für eine Generation, was immer. Steine im Flussbett.

Dreimal spielte Apples CEO Steve Jobs in seiner iPad-Keynote Dylans Like A Rolling Stone an: zu Beginn, in der Mitte, am Schluss. Und das wirkte zunehmend wie die Umwertung der Werte. Standen die 68er nicht für Befreiung von Konsumdruck und Bevormundung durch Werbung und Industrie? Der rolling stone war kein Ideal, sondern abschreckendes Beispiel: «Lass Dich nicht treiben.» Das Deutsche sagt «Sei kein Fähnchen im Wind Mitläufer».

Das iPad ist Verkaufsplattform

Doch Apples iPod nahm, als iTunes-Lieferant, mit inzwischen 250 Mio. Käufern den Zubringer zum Konsum-Highway. Das iPhone mit seinen inzwischen 150.000 «Apps» genannten Progrämmchen, die es so bunt und vielseitig machen, fädelte sich auf dem Highway ein: animierte 3 Milliarden Mal zum Kauf eines solchen «Apps». Das iPad aber geht auf die Überholspur und gibt nun richtig Gas.

Es lädt ein: wieder mit iTunes zum Kauf von Musik, wieder mit App Store zum Kauf kleiner und grösserer Anwendungen, nun aber auch mit iBooks zum Kauf digitaler Bücher, und als Zeitungs- und Zeitschriften-Reader für die tägliche Informationsdosis. Erster Partner: die New York Times. Abgewickelt wird das ganze erneut über Kontrakte mit den Big Playern der Kommunikationsidustrie: zum unbegrenzte Download aller Herrlichkeiten dieser Welt. In den USA via AT&T für schlappe $ 29,99 Dollar den Monat.

Die drei iPad-Basis-Softwares unseres digitalen Lebens – Textverarbeitung (Pages), Präsentation (Keynote), Rechenblatt (Numbers) – sind ebenfalls kostenpflichtig. Knapp zehn Bucks pro Stück: das ist fast «geschenkt» angesichts der Tatsache, dass sie irgendeinem Microsoft-Produkt Lichtjahre voraus sind. Wahrscheinlich uneinholbar voraus. Das Bundle der Drei heisst bekanntlich «ich arbeite», iWork. Man kann das auch so übersetzen: Ich funktioniere.

Und der Kern der Botschaft? Der Preis.

Die häufigsten Worte in Apples Präsentation waren zwar «iPad», «amazing» und «easy»: Das wichtigste Wort aber war «the price».

Schon das iPhone war, obwohl auch Gebrauchsgegenstand, vor allem dies: Verkaufsplattform. Auch das iPad wird wieder Menschenwellen in die mittlerweile 284 glitzernden Apple Stores spülen (Jobs: «phenomenal buying experience», 50. Mio. Besucher zählten laut Jobs die Geschäfte allein im letzten Quartal). Aber vor allem das Geschäft mit Musik (iTunes), Literatur (iBooks), Games und Tools (Apps) in neue Höhen schrauben.

Darüber hinaus aber definiert das iPad den Umgang mit den Wort-Medien neu. Es ist ein handheld computer, gewiss. Aber genauso ist es ein handheld Kaufhaus – für Bild, Ton und nunmehr Information.

Insofern passt das Bild vom Kieselstein vielleicht doch: Wenn ihr schon nur Mitläufer seid, dann lasst euch wenigstens auf die bequeme Tour mittreiben. Wenn wir euch schon am Konsum-Wickel haben, dann sorgen wir zumindest dafür, dass es euch Spass macht dabei.

Gefahr …

Kieselstein-Apple ist schon jetzt, wie Jobs seinen Anteilseignern vorrechnete, der grösste Mobilgerätehesteller der Welt: wenn man die MacBooks zu den Mobilgeräten dazuzählt. Vor den Giganten Sony, Samsung, Nokia. Das iPad aber ist das neue Mobilgerät. Nicht zuletzt wurde während der Keynote die eigentliche Katze erst ganz zum Schluss aus dem Sack gelassen: Das Gerät wird mit einem Dock angeboten (das es zum Standmonitor macht) und besitzt einen kabellosen Anschluss für eine Tastatur: kann also wie ein Notebook bedient werden.

War man bei Amazons Kindle schnell mit Kritik bei der Hand – beschränkter Zugang zu den Bibliotheken in Europa, «kann nur eBooks», zu enge Bindung an Amazon –, wird das Verbraucherurteil übers iPad lauten: That’s it. Zwar ist es 150 g schwerer und 3 mm dicker als Amazons Kindle. Aber es besitzt ein hochbrilliantes Farbdisplay (Kindle: 16, in Worten: sechzehn Graustufen …), kann browsen, mailen, spielen, organisieren (Adressbuch, Kalender), kann alle Bilder, alle Musik, alle Information verwalten – und synchronisiert sich am Ende eines schönen iPad-Tages mit iPhone und PC.

Jetzt wird niemand mehr, der noch bei Verstand ist, ein Kindle kaufen. Das iPad ist nur zehn Dollar teurer, hat aber Container-Ladungen an prall gefüllten Nikolaus-Säcken an Bord. Die vielen Süssigkeiten kosten zwar – doch who cares? Man ist ja brav und kauft. Und kriegt sie also alle. Kein Wunder, dass FAZ-Mitherausgeber Frank Schirrmacher, Computer-Nutzer wie Computer-Kritiker («Payback») heute im DeutschlandRadio von einer «Zäsur» gesprochen hat – aber auch von der Gefahr, dass Apple nunmehr zum «grössten Verleger der Welt» werden könnte.

Ibrahim Evsan, Social Media-Experte, auf FAZ.NET: «Apple ist der neue Gatekeeper. Es geht um alles.»

… oder Chance?

Buchverlage bieten ihre Bücher noch nicht für iBooks an? Gemach. Die kommen. Nicht die Verlage bestimmen mehr, wo es digital langgehen wird – hier hat nun Apple das Sagen, und vorerst nur Apple. Auch das entsprechende Kapitel der Musikindustrie wurde von Apple geschrieben – und zugeklappt (iTunes).

Und die Verlage von Zeitungen und Zeitschriften? Schaut euch an, wieviel CDs und Vinyl heute noch verkauft werden – und womit die Musikindustrie, sofern man/frau sie nicht verschlafen liess, ihr Geld heute verdient. Gleiches kommt nun auf die Produzenten von Nachrichten zu. Es wird Frühling, und die Samen gehen jetzt sehr, sehr schnell auf. Noch einmal Schirrmacher: «Ich sehe die FAZ ohne Zweifel auf dem iPad.»

Ein stummer Zeitungsfrühling blüht (ok, das iPad hat eingebaute Umblättergeräusche), die Zeitungs-Rollen rollen aus, gerade mal, dass manches Papier, digital und lokal gedruckt, als persönliche Morgenpost per Fahrradkurier den Frühstückstisch erreicht (niiu). Allenfalls, wie Schirrmacher bemerkt, könne dem Papier die Funktion einer Antwort zukommen auf all die «profilierenden» E-Dienste: Wer Gedrucktes liest, kann nicht beobachtet werden.

Was folgt daraus für die Welt des Publishing? Früher hätte man den Verlegern alten Schlages vielleicht gern gesagt: «Schaut euch um nach warmen Sachen.» Heute muss die Botschaft lauten: «Zieht euch warm an.»

Jedenfalls: Wer einmal pro Woche ein gedrucktes Magazin kauft für sieben, acht Franken, gibt im Jahr 100 Franken aus: nur für dieses eine Magazin. Für wenig mehr, Kaufpreise auf vier Jahre hochgerechnet, bekommt man ein iPad und das deutlich herabgesetzte Magazin – und hat den Nikolaus-Container obendrauf.

Für die Künstler, die Schriftsteller, die Medien – für die wird es nicht eng. Die Menschen dürsten immer noch nach Neuem, nach Ungesehenem, nach Unbekannten. Nur für die, die das Neue auf alte Weise weiterverarbeiten durften («veredeln», wie man im heutigen Sprachgebrauch noch immer gerne zu sagen pflegt), für die wird es eng. Highway ’10 ist eingeweiht. Führt an den sich digital gebärdenden, aber doch nur analog ausliefernden Weiterverarbeitern vorbei.

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Jan
25

Das Netz der Giganten

Autor: Stefan Dudas | Kommentare (0)

Einen interessanten Artikel habe ich bei Spiegel-Online gefunden. Die «Grossen» im Internet sind unter enormen Innovations-Druck. Wer sich im Internet nicht bewegt, muss gehen. Wer Trends verschläft, hat verloren. Eine gute Standortbestimmung, was im Moment bei den «Giganten des Internets» (Google, Apple, Amazon etc.) so läuft.

Artikel von Spielgel-Online: «Dasa Netz der Giganten» hier lesen.

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Zumindest das kann man der Frankfurter Allgemeinen Zeitung nicht vorwerfen: dass sie blindlings jeden neuen Trend bejubelt. Dies vorausgeschickt, ist ihr jüngster Bericht (2./3. Januar 2010) über Web-2.0-Kompetenz doppelt brisant: «Für Web-2.0-Abstinenzler brechen auch hierzulande harte Zeiten an.»

Vorausgeschickt worden war eine Meldung aus den USA: Dort hatte die Multimediakette Best Buy jemanden fürs Marketing gesucht, speziell fürs Marketing via Neue Medien. Vorbedingung: 250 Twitter-Follower! «Besonders in den Abteilungen Vertrieb und Marketing haben Bewerber mit Erfahrungen aus dem Web 2.0 Vorteile.»

Gesprochen hatte das Blatt auch mit dem Personalmarketing von Vodafone: Leute, die «lediglich in einem der verschiedenen Netzwerke wie Twitter, Facebook oder Xing vertreten» sind, und dann möglichst noch «ohne Foto, mit nur drei Kontakten auf der Liste», haben es schwer, Positionen in Werbung, Marketing oder Vertrieb zu ergattern.

Und umgekehrt: Sobald sich eine Firma den «neuen sozialen Medien» öffne, frage ein ganz anderes Klientel nach Positionen an. Offenbar werden solche Firmen auch auf dem Arbeitsmarkt attraktiver für die Generation «digital natives».

Den vollständigen F.A.Z.-Bericht kann man hier nachlesen.



Nov
16

Web 2.0 für Manager

Autor: Stefan Dudas | Kommentare (0)

Eine weitere interessante Studie (gestern gelesen in der FAZ) von Virtual Identity.
Befragt wurden 750 Geschäftsführer oder verantwortliche Manager aus Deutschland.
Hier die wichtigsten Take aways:

  • 85 Prozent der Befragten haben einen späteren Lieferanten im Internet gefunden.
  • Die Befragten verbringen 2 Stunden pro Tag im Internet (eMail sogar ausgenommen!).
  • Um einen Überblick über Produkte zu erlangen, nutzen die Entscheider vorwiegend Suchmaschinen im Web. Gefolgt von Anbieterseiten und Anbieterverzeichnissen.
  • Soziale Netzwerke haben schon fast den Stellenwert von Fachzeitschriften erreicht
  • 2 von 5 Entscheidern nutzen Internetformen für den Wissensaustausch.
  • 30 % dieser Entscheider sind bereits auf XING registriert

Was bedeutet das für Sie?
Ein Grossteil der Neukunden werden heute über das Internet (direkt oder indirekt) generiert.

  • Wie aktuell und verkaufsfördernd ist momentan Ihr Webauftritt?
  • Welche Ziele hat Ihr Webauftritt?
  • Wie gut setzen Sie heute Webmarketing in Ihrem Unternehmen ein?
  • Werden Sie, Ihre Produkte oder Ihre Dienstleistung in relevanten Suchmaschinen gefunden?

Nutzen Sie unser Spezial-Seminar, damit Sie dann sicher entscheiden können: www.150min.ch

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Nov
03

Nach dem Sex ins Facebook?

Autor: Stefan Dudas | Kommentare (0)

Studien gibt es über jedes Thema. Aber noch viel verrückter sind dann die Ergebnisse. Hier wird über eine Studie mit wirklich verblüffenden Resultaten berichtet. Es geht unter anderen darum, wann und wie oft man sich in SocialMedia-Diensten tummelt. Hier die «interessantesten» Ergebnisse:

Wie oft am Tag sind Sie in Facebook?
56 Prozent:  1-10 mal
27 Prozent: mehr als 10 mal
17 Prozent: nie

Wann und wo nutzen Sie SocialMedia?
unter 35jährige / über 35jährige

36 / 8 Prozent: nach dem Sex (!?)
40 / 9 Prozent: während der Autofahrt (!)
64 / 29 Prozent: während der Arbeit (!)
34 / 9 Prozent: während einem Date (…)
65 / 41 Prozent: in den Ferien

Kommentare dazu:
Social-Media nach dem Sex: Man kann jetzt vielleicht argumentieren, dass die Zigarette «danach» wesentlich schädlicher ist als der Twitter-Tweet «danach». Und vielleicht wird es ja schon bald eine online-Bewertungs-Website geben, die mit Facebook gekoppelt wird? ;-)

Social-Media beim Autofahren: Auch da kann man sich schöne Lösungen für SocialMedia vorstellen. Zum Beispiel eine Website mit den schönsten, spannendsten letzten Tweets, bevor man sich mit 120 km/h in der Kurve überschlägt – mit der Anschlussfrage, ob man im Rettungshubschrauber Empfang hat um weiter zu tweeten…

Social-Media beim Date: Auch das ist natürlich toll, wenn man beim ersten Date, die ganze Welt per Twitter informiert, was es zu essen gibt und was das Gegenüber in der Kindheit alles durchgemacht hat und welche Beziehungen sie oder er schon hatte (möglichst mit Namen natürlich!).

Eine Bitte an alle SocialMedia-Kritiker: SocialMedia ist ein Werkzeug. Das sinnvoll aber auch sinnlos verwendet werden kann. Es gilt wie bei jedem Werkzeug: Es kommt darauf an, was man damit macht!

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