Am 1. September erschien der Publisher (Ausgabe 4-11) mit einem grossen Artikel über das App Studio in XPress 9.1 von unserem XPress-Trainer Detlev Hagemann.
Den unbebilderten Artikel können Sie »» hier online lesen.
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Anfang August veröffentlichten Quark und natürlich auch der Übernehmer Platinum Equity die Meldung, dass der Softwarehersteller ab sofort einen neuen Besitzer hat.
Übernahmen in heutigen Zeiten werfen immer Fragen auf: z.B. nach dem Übernahme-«Objekt» und nach dem Übernehmer.
Neuer Besitzer: Finanzinvestor Platinum Equity
Diese private Firma gehört dem Multimilliardär Tom Gores mit interessantem Migrationshintergrund mit Wurzeln im vorderen Orient. Platinum Equity besitzt als Finanzinvestor den Ruf einer insgesamt «guten Heuschrecke». Aus dem IT-Bereich sind uns bis jetzt keine feindlichen Übernahmen bekannt geworden. Bei einigen Übernahmen im Chemie-/Pharma- und im Autozulieferer-Bereich fällt das öffentliche Echo vor allen Dingen bei Arbeitnehmern gemischter aus.
Im Portfolio von Platinum Equity befindet sich hingegen keine Firma, die Konkurrenz-Produkte zu den Quark-Produkten anbietet. Platinum Equity lässt zudem verlautbaren, dass sie durch Zukäufe von anderen Firmen und Technologien sowie Investitionen die Position von Quark ausbauen möchte.
Alte Besitzer: Fred Ebrahimi und Familie
Quark war bis dato eine private Firma im Familienbesitz mit «Chef»: Fred Ebrahimi besitzt ebenfalls einen Migrationshintergrund mit Wurzeln im vorderen Orient. Er ist eine äusserst charismatische Person und setzte im geschäftlichen Umfeld häufig ungewöhnliche Akzente: z.B. kaum Geld in Marketing und Werbung.
Spektakulär war 1998 das Übernahmeangebot, das Quark dem Konkurrenten Adobe machte, nachdem 300 Arbeitsplätze (damals 10% der Belegschaft) gestrichen werden mussten und Adobes Aktienkurs in den Keller rutschte. Adobe konnte die Übernahme durch seine Aktionärsgesetze erfolgreich abwehren. Adobe hatte die Lektion gelernt und wuchs nun rasch durch frisches Geld und durch den Zukauf von Konkurrenten (z.B. Macromedia).
Fred Ebrahimi selbst entwickelte seit 1998 hingegen keine erfolgreiche Strategie mehr, Quark durch Zukäufe wachsen zu lassen.
Anfang 2005 trat er als CEO zurück, war aber weiterhin Mitbesitzer. Seit diesem Schnitt ist das Geschäftsverhalten von Quark mit anderen Firmen vergleichbar – oder sogar umgänglicher.
Die Ära Raymond Schiavone
Seit Raymond Schiavone 2006 als CEO und Präsident zu Quark kam, haben sich die Firma und gleichzeitig auch die Publishing-Anforderungen stark verändert.
Quarks strategische Antwort auf die neue Umgebung: Definition des Begriffs «Dynamic Publishing» und Entwicklung der dazu notwendigen Technologien.
Die daraus resultierende Aufgabe: Die damit verbundenen Vorteile sowohl für das Print- als auch für das digitale Publishing breiten und neuen Kundenschichten bekannt zu machen – neben der Publishing-Industrie auch den Branchen Fertigung, Life Sciences, Regierungsbehörden und Finanzdienstleistungen. Bekannteste neue Kunden aus diesem Bereich: die Bank of America, das irische Parlament und das CIA.
Da Quark in neue Märkte expandieren und neue Kundengruppen ansprechen will, haben die bisherigen Eigentümer von Quark erkannt (oder sie liessen sich überzeugen), dass die Firma eine Partnerschaft mit einem Unternehmen braucht, das über «mehr Marktreichweite und mehr Erfahrung in den Bereichen Mergers & Acquisitions sowie Operations verfügt, um Quarks Dynamic Publishing Vision zu unterstützen und weiterzuverfolgen».
Der Verkauf an Platinum Equity bietet nun die grosse Chance, dass Quark sich in diesem Sinne breiter aufstellen kann – seien wir gespannt, ob die Chance genutzt wird.
Interessanter Nebenaspekt:
Platinum Equity steigt in dem Moment ein, wo Quark mit dem App Studio und XPress 9.1 auch für Einzelkämpfer eine überaus interessante und günstige Lösung fürs Tablett-Publishing anbietet.
Ab sofort ist das SMI-Kursprogramm 2011 (Juli – Dezember 2011) online und natürlich auch als PDF-Download erhältlich.
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Neu dabei:
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Android-Handys sind eine beliebte Alternative zu den iPhones von Apple. Doch Google mischt jetzt diesen Markt auf …
Kurze Geschichtsstunde:
2005 kaufte Google das Unternehmen Android, von dem nur wenig mehr mehr bekannt war, als dass es Software für Mobiltelefone entwickelte und standortbezogene Dienste favorisierte.
Am 5. November 2007 gab Google bekannt, gemeinsam mit 33 anderen Mitgliedern der Open Handset Alliance ein Mobiltelefon-Betriebssystem namens Android zu entwickeln.
Gestern gab Google bekannt, dass sie für 12,5 Milliarden Dollar die Handy- und Tablet-Sparte von Motorola gekauft hat.
Die Frage bleibt, wie es mit Android weitergeht. Die Partner dieser Alliance (Anbieter, die Android als Betriebssystem auf ihren Handy einsetzen, wie z.B. Samsung, HTC oder Sony Ericsson) werden wahrscheinlich feststellen, dass sie nun ziemlich abhängig von Google sind. Denn Google ist Meister darin, Geschäfte oder Geschäftsmodelle sehr schnell zu verändern.
… und vielleicht noch einige Zeit länger – Mac OS X 10.7.0 «Lion» ist erschienen
Über wichtige Entscheidungen sollte man mindestens eine Nacht schlafen. Wichtig für Betriebe ist, dass der Betrieb weiter läuft. So sollte der Löwe für wichtige Betriebsaufgaben vielleicht noch etwas schlafen?
Wir wollen uns hier nicht über die Stärken und Schwächen des neuen Betriebssystems auslassen – auch die momentanen Möglichkeiten, den Lion auf einen Macintosh zu bekommen, wollen wir nicht kommentieren. Wir wollen hier nur kurz wichtige Fakten zusammenfassen:
Lion
- Das Upgrade geht momentan nur von der neuesten Version des SnowLeopards mit der neuesten Version des Programms «App Store». Das bedeutet, dass Sie einen Account bei Apple haben müssen mit Abbuchungs-/Kreditkartenbezahlmöglichkeit.
- Nach dem Kauf und dem Download befindet sich ein fast 4 GB grosses Programm in Ihrem Programmordner: der Lion-Installer. Aufbewahren!
- Bei Apple-Retailern soll demnächst auch das Upgrade verfügbar sein: also dann hin mit dem Rechner ins Geschäft.
- Rosetta wird nicht mehr unterstützt. Damit fehlt die Programmunterstützung, um PowerPC-Programme laufen lassen zu können: Office 2004 und älter, XPress 6.5 und älter, Adobe CS2 und älter, FontLab-Programme usw.
- Drucker-, Scanner- oder Kamera-Treiber könnten nicht mehr funktionieren.
Lion Server
- ist eine App zum Lion,
- ist (momentan) kein echtes Upgrade-Produkt der alten Server-Software,
- ist sehr günstig, leistet aber viel weniger als z.B. SnowLeopard Server,
- wird somit für kleinste Betriebe ein interessante Variante.
iCloud
- folgt im Herbst.
Die Geschwindigkeit, mit der neue Versionen von Web-Software auf den Markt und ins Netzt gebracht werden, nimmt dramatisch zu. Ein Grund dafür ist für Aussenstehende paradox: Damit die OpenSource-Projekte immer professioneller betrieben werden oder werden können, müssen die Bedingungen schnell so geändert werden, dass Entwickler aus grossen Software-Häusern ihre Entwicklungen in kostenlose OpenSource-Projekte einbringen können. Um die Akzeptanz im professionellen Umfeld zu erhöhen, sind zuerst viele kleine Schritte nötig:
Releasezyklen
Seit 2010 gibt es deshalb zwei unterschiedliche Releasezyklen für Joomla!: einen kurzfristigen (Short Term Release) und einen langfristigen Releasezyklus (Long Term Release).
Nun wird alle sechs Monate eine neue Joomla!-Version veröffentlicht. Gestartet wurde mit Joomla! 1.6, dem ersten kurzfristigen Release, im Januar 2011.
Mit Joomla! 1.7 steht nun seit Juli 2011 das zweite kurzfristige Release zur Verfügung.
Nach zwei kurzfristigen Releasezyklen (1.6 und 1.7) erscheint dann wieder ein langfristiges Release. Alle 18 Monate wird es somit ein langfristiges Joomla!-Release geben, und das wird die Joomla!-Version 1.8 im Januar 2012 sein.
Für Endanwender …
… sollte sich zwischen 1.6 und 1.7 fast nichts ändern. Angeblich kann dieser Personenkreis die Version 1.7 als Sicherheitsupdate betrachten. Erweiterungen und Templates für Joomla! 1.6 sollten auch in Version 1.7 ihren Dienst versehen. Eine gewisse Vorsicht sollte man aber walten lassen und erste Erfahrungsberichte abgewartet werden, bevor man ein Update von 1.6 auf 1.7 vornimmt. Der grosse Unterschied zwischen Version 1.5 und nun 1.6/1.7 bleibt natürlich weiterhin bestehen.


