Archive for Apple
Steve Jobs †
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Ich glaube, niemand braucht noch eine Aufzählungen, was dieser Mann alles verändert hat.
Eine Spur des eigenen Lebens zu hinterlassen, das wünschen sich viele Menschen – ihm ist es gelungen.
Steve Jobs hat Millionen von Menschen fasziniert. Für mich immer beeindruckend: die Produkte und noch vielmehr seine Art der Präsentation und vor allem sein Wille, Produkte und Dienstleistungen zu schaffen, die den Leuten wirklich Spass machen werden.
Wer seine legendäre Rede, die er 2005 vor den Absolventen des Jahrgangs 1985 der Stanford University hielt, noch nicht gesehen hat:
Stay hungry. Stay foolish.
Sandkastenspiele der «Grossen»: Apple vs. Microsoft
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Über die Geschichten von Microsoft und Apple könnte man Bücher füllen. Und vieles dazu wäre in den Buchhandlungen unter «Realsatire» zu finden.
Neueste Geschichte: Der Streit um den Begriff «App Store»
Als Apple im Juli 2008 den App Store startete, wollte man den Begriff «App Store» (oder auch AppStore oder App-Store) auch gleich schützen lassen. Natürlich schmeckte das Microsoft nicht und legte Widerspruch ein. Begründung: «App Store» sei ein allgemeiner Begriff und könne nicht geschützt werden. Apple konterte, dass der Begriff «App Store» bei den Menschen klar der Firma Apple zugeordnet sei.
Nun konterte auch Microsoft wieder. Aber diesmal – speziell: Der Antrag sei zurückzuweisen! Und zwar weil Apple 31 Seiten Stellungsnahme eingereicht habe. Und dazu noch in einer kleineren Schrift als 11 Punkt!
Solche Stellungsnahmen dürfen nicht mehr als 25 Seiten betragen und müssen mit mindestens einer 11 Punkt Schrift verfasst werden. Darum hätte Apple mehr Platz gehabt für mehr Argumente als gesetzlich erlaubt …
Ich denke, solche Geschichten muss man nicht mehr kommentieren. Aber wir werden ein Auge auf den Begriff «App Store» haben und natürlich hier vermelden, wer jetzt gewonnen hat.
Das redundante Gedächtnis von InDesign 7.0.x
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Es geht um InDesigns Tastaturbefehlssätze (Bearbeiten > Tastaturbefehlssätze…), InDesigns Cache und InDesigns Präferenz-Datei InDesign Defaults: und ihrem Zusammenspiel.
Die Präferenzen
InDesign speichert seine Einstellungen in zahlreichen Dateien. Sie befinden sich bekanntlich im Ordner des Anwenders: Er heisst «de_DE» und sitzt in diesem Pfad (Mac): User > Library > Preferences > Adobe InDesign (dort im Ordner der ensprechenden InDesign-Version). Unter Windows hat man auf dem Pfad paar Stufen mehr zu steigen. XP: User > Anwendungsdaten > Adobe > InDesign. Vista, Windows 7: User > AppData > Roaming > Adobe > InDesign.
Der Cache
Hier legt InDesign Spuren seiner Arbeit ab: zum Beispiel Details abgestürzter Dateien. Die Pfade: Mac: User > Library > Caches > Adobe Indesign. XP: User > Lokale Einstellungen > Anwendungsdaten > Adobe > InDesign. Vista, Windows 7: User > Roaming > AppData > Adobe > InDesign.
Der Tastaturbefehlssatz
Bekanntlich sollte man sich einen eigenen Tastaturbefehlssatz anlegen. Suboptimale, fehlende oder nicht funktionierende Tastaturbefehle können so ergänzt werden. Zum Beispiel in der Schweiz der Tastaturbefehl fürs Ein- und Ausblenden des Grundlinienrasters: Strt+Alt+ß setzt eine deutsche Tastatur voraus. Die schweizerische versagt, weil auf ihr die Taste ß nicht existiert.
Anders als bei anderen Einstellungen merkt sich InDesign bis einschliesslich Version 6.x (CS4) merkwürdigerweise nicht in seinen Präferenzen, welcher Tastaturbefehlssatz aktiv ist: sondern nur in seinem Cache (und dort in der Datei InDesign Saved Data).
Mit InDesign 7.0.x (CS5) ist dieses Gedächtnis nun auch (!) in die Präferenz-Datei gewandert: InDesign Defaults. «Auch» heisst: Wird der Cache gelöscht, bleibt die Erinnerung an den Tastaturbefehlssatz wach. Ebenso, wenn InDesign Defaults gelöscht wird. Erst wenn beide Dateien gleichzeitig gelöscht werden, vergisst InDesign, welcher Tastaturbefehlssatz am Schluss ausgewählt worden war.
Die Moral
Wer zugunsten reibungslosen Arbeitens von InDesign regelmässig den Cache entfernt (in manchen Produktionsumgebungen eine tägliche Massnahme), muss seit CS5 anschliessend nicht mehr jedesmal den bevorzugten Tastaturbefehlssatz neu aufrufen.
Natürlich wünschen wir uns, dass die Entwickler an dieser Stelle noch einen Zahn zulegen in Sachen Konsequenz: Wenn ich Präferenzen lösche, erwarte ich, dass alle Erinnerungen an Einstellungen entfernt werden. Die Erinnerung an den Tastaturbefehlssatz hat im Cache nichts zu suchen: Sie gehört ausschliesslich in die Präferenzen.
Adobe: Publishing Suite ergänzt Creative Suite
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Verlagen, die für mobile Endgeräte publizieren wollen, bietet sich Adobe ab sofort als Partner an. Mit einer Publishing Suite soll die dritte Welle des Publizierens genommen werden: auf digitalen Mobilgeräten (Smartphones und Tablets), Vertrieb und Käuferanalyse inbegriffen.
Geblieben ist die Aufgabe, Inhalte zu ordnen und zu layouten. InDesign (und seine Geschwister aus der Creative Suite) bleibt Grundlage der Produktion. Hinzu kommt nun das Veröffentlichen: digitale Online-Wege statt Druckmaschine, ergänzt durch digitalen Vertrieb und digitale Käuferanalyse.
Damit reagiert der Hersteller von Photoshop, InDesign, Acrobat und der Erfinder von PostScript, PDF und Flash spät, aber vielleicht noch rechtzeitig auf eine Entwicklung, die seit Erfindung von Apples iPod massiv an Fahrt gewonnen hat: Angebot und Konsum von Inhalten via Web. Bekanntlich hatte der iPod im Verbund mit Apples iTunes Store eine einst mächtige Industrie komplett umkrempelt: die Musikindustrie. Gleiches wird schon seit längerem der Informationsindustrie prophezeit: Auch ihre Inhalte werden über kurz oder lang vor allem digital und erst in zweiter Linie analog (gedruckt) zum Kunden kommen.
Ob dieser nun auch für Print-Inhalte angebotene «vollständige End-to-End-Workflow für Digital Publishing» (Adobe) Erfolg haben wird, hängt vor allem von einem ab: davon, wie sexy der Konsument den Abruf der Inhalte empfinden wird. Adobe selbst hat darauf keinen Exklusiv-Einfluss. Die mit seiner Hilfe erstellten digitalen Print-Inhalte werden vielfach den Weg des Apfels gehen. Verkürzt: Was in den Stores von Apple erfolglos bleibt, bleibt vermutlich ganz erfolglos.
Keynote heute, 18.30 Uhr (MEZ)
David Wadhwani, Adobe-Verantwortlicher für alle «Creative Solutions»: «Die Publishing-Branche erfindet sich gerade neu. Verlage erschliessen sich neue mobile Geräte als Hardware-Plattformen für ihre Inhalte und leiten damit eine neue Ära mit Innovationen in Redaktion und Werbung ein.» Mitgedacht wird Apple immer: Man achte auf die Geräte, die Adobes Cheftechniker Kevin Lynch in seiner offiziellen Keynote heute benutzen wird (18:30 Uhr MEZ, Live-Stream).
Adobe unterteilt seine neuen digitalen, online-gestützten Publishing-Dienste so:
- Vorschau: für Apples (sic!) iPhone- und iPad-Betriebssystem iOS sowie fürs hauseigene AIR (Adobe Integrated Runtime, gedacht für die Welt der Blackberrys, Galaxys und Androids).
- Zusammenarbeit: für Layout, Inhalt, Metadaten. PDF und HTML5 sollen unterstützt werden.
- Vertrieb: Speicherung, Vorhalten, Verteilen.
- E-Commerce: direkt oder über Händler-Plattformen à la Blackberry App World, Android Market, Google Apps Marketplace oder eben Apple App Store.
- Analyse: Kundenverhalten analysieren, Inhalte optimieren, Werbeeinnahmen erhöhen. All das soll transparent werden, traditionelle Verkaufsdaten ergänzen und, O-Ton Adobe, «zu einem umfassenderen Verständnis eines individuellen Abonnenten beitragen».
Information: http://www.adobe.com/digitalpublishing
Blog: http://blogs.adobe.com/digitalpublishing
Twitter: http://twitter.com/adobedigitalpub
Preise und Verfügbarkeit
«Die Digital Publishing Suite wird voraussichtlich im zweiten Quartal 2011 verfügbar sein und als Professional und Enterprise Edition angeboten werden. Der Preis für die Professional Edition wird voraussichtlich 699 USD pro Monat betragen. Hinzu kommt eine Gebühr pro Ausgabe, deren Grössenordnung sich am Volumen eines Publisher orientiert. Der Preis für die Professional Edition umfasst den Zugriff auf die Digital Publishing Suite und die Erstellung von Applikationen für sämtliche Titel und Publikationen eines Anbieters. Die Enterprise Edition ist eine individuelle, mehrjährige Plattform-Vereinbarung, die den Zugriff auf APIs für die Integration von Backend-Publishing-Diensten beinhaltet, zum Beispiel Abonnement-Verwaltung und E-Commerce. Adobe bietet ausserdem professionelle Dienste an, um individuelle Projekte auf Unternehmensebene zu unterstützen.
Professionelle Publisher, die kommerzielle Anwendungen bereits vor Verfügbarkeit der Digital Publishing Suite einsetzen und verkaufen möchten, sind eingeladen, am Adobe Digital Magazine Publishing Prerelease Program unter http://www.adobe.com/beta teilzunehmen.»
Eine Vorabversion der Digital Publishing-Technologie steht in den Adobe Labs unter http://labs.adobe.com/technologies/digitalpublishing zur Verfügung. Voraussetzung ist InDesign CS5.
Adobes Creative Suite Nr. 5 erscheint
Autor: | KommentareUnter dieser Digitaluhr hat Adobe die Veröffentlichung einer neuen «Creative Suite» angekundigt: die fünfte Version dieses Programmbündels seit 2003. Auguren erwarten von den «CS5»-Programmen erneut zahlreiche Verbesserungen, aber auch neue Programme selbst.
Weltweit auf ihren Weg gebracht wird die CS5 am Montag, 12. April, 17 Uhr (Sommerzeit Zürich/Wien/Berlin) über eine halbstündige Online-Präsentation, die jeder verfolgen kann: Nur rechtzeitige Registrierung ist erforderlich und pünktliches Einloggen. Adobe empfiehlt, mindestens eine Viertelstunde vorher online zu sein.
Neugierigen hatte der Konzern in den letzten Wochen schon kleinere Einblicke gewährt in seine Software-Schmiede: U.a. soll in Photoshop die Bildverarbeitung deutlich vereinfacht worden zu sein.
Auf besonderes Interesse stösst die Creative Suite 5 bei InDesign-Anwendern. Zu Veranstaltungen deutschsprachiger Adobe InDesign User Groups haben sich inzwischen Hunderte von Interessierten angemeldet. Leider konnte die InDesign User Group «Switzerland» nicht so schnell reagieren wie sonst. Aber vielleicht findet der eine oder andere unserer Leser den Weg nach München oder Stuttgart oder lebt in der Gegend von Essen oder Köln.
Highlight der lokalen Veranstaltungen: der Auftritt von Rufus Deuchler, lange Zeit hauptamtlich bestallter Adobe-«Evangelist» und nun als «Freier» für Adobe unterwegs.
Links zu den fünf Veranstaltungen
Weltweit: 12. April 2010, 17 Uhr CET (frühzeitiger Login bis spätestens 16:45 Uhr empfohlen)
München: 12. April 2010, 18 Uhr (Designschule München)
Stuttgart: 13. April 2010, 18:15 Uhr (Hochschule der Medien)
Essen: 14. April 2010, 18 Uhr (Berufskolleg Ost)
Köln: 15. April 2010, 18 Uhr (KAP Forum für Architektur / Technologie / Design)
Nähere Einzelheiten auf den jeweiligen Websites; Registrierung erforderlich, Anmeldung schon jetzt möglich.
Besucher der Stuttgart-Veranstaltung kann ich persönlich begrüssen.
Misston aus Cupertino
Begleitet wird Adobes CS5-Launch von einem Misston aus Cupertino (Apple). Bekanntlich duldet Apple das Flash-Format von Adobe nicht auf iPhones und iPads. Man munkelt, der Konzern wolle damit verhindern, dass auf diese Weise «Meta-Plattformen» ins Spiel kommen, die entsprechende «Apps» allzuschnell auch auf Google-Smartphones oder -Tablet-Computern auftauchen lassen – und eher nach Kompatibilitäten schielen statt auf perfekte Anpassung an Apples Betriebssytem.
Adobe reagierte mit einem Compiler innerhalb der Flash-Software, die diese Beschränkung umgehen sollte: Auch er soll am 12. April offiziell vorgestellt werden. Apple verpflichtet nun alle Entwickler von iPhone- und iPad-Software per Vertrag, die Nutzung solcher Softwares zu unterlassen. (Quellen: New York Times, John Grubers Daring Fireball-Blog).


Fast dachte ich, nun sei alles gesagt zum 27. Januar 2010, dem Tag, an dem Apples CEO Steve Jobs seinen Gästen und der Welt Apples Tablett-Computer, das iPad vorstellte. Zahllos die Kommentare, doch überschaubar das Spektrum der Resumées.


