Archive for GREP-Stil

InDesign CS5-IconIch will jetzt gar nicht prüfen, für welche InDesign-Anwender das nachfolgende Farbfeld-Thema ein alter Hut sein wird (ich vermute allerdings: Das sind nicht sehr viele). Fakt ist: Ich habe an wichtiger Stelle falsch geschult. Seit eh und je!

«Wenn Du zum Beispiel ein Zeichenformat erstellst, dann schau, dass das Farbfeld, das Du einsetzen willst, schon vorher eingerichtet worden ist. Denn im Dialog ‹Neues Zeichenformat› gibt es keine Möglichkeit, fehlende Farbfelder anzulegen.»

Falsch. Sie gibt es. Und das schon seit CS2 (InDesign 4). Dank eines Hinweises von Marijan Tompa (Blog, Twitter) weiss ich seit heute: Einfach auf das Beispielfeld doppelt klicken! Und schon öffnet sich der altbekannte «Neues Farbfeld»-Dialog. Egal, ob das Beispielfeld unbestimmt ist – Fragezeichen – oder nicht.) So simpel.

Zu meiner Ehrenrettung: Selbst Marijan hatte das Verfahren vergessen und ein entsprechendes Feature Request («Leistungsmerkmalanforderung») bei Adobe schon unterstützt. Bis er sich erinnerte: Geht längst!

Nun fehlt uns nur noch die Möglichkeit, fix eine neue Farbe anzulegen, wenn Farbe via Popup (und nicht via Icon) angeboten wird: zum Beispiel bei den Absatzlinien.

Die neue Leistungsmerkmalanforderung ;) läuft.

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indesign_icon_kl«Unsere Agentur arbeitet schon mit InDesign CS4, wir hingegen weiterhin mit CS2. Wir haben gehört, dass man CS4-Dateien irgendwie in CS2 öffnen kann. Wie geht das?»

Lieber Fragesteller, wenn ich erst einmal vorsichtig korrigieren darf: «… schon mit CS4» ist doch etwas verwegen. Die Software ist mittlerweile fast ein Jahr alt! Oder andersherum: InDesign CS2 erschien im Mai 2005 – vor vier langen Computerjahren! In der Software- und Compurterindustrie ist das schon fast ein Äon – ob uns das behagt oder nicht.

Aber zu Ihrer Frage: Nein, CS4-Dateien lassen sich nicht in CS2 öffnen. Auch nicht in CS3 Aus zwei einleuchtenden Gründen:

  • Der Programm-Code, mit dem CS4-Dateien geschrieben werden, ist ein vollkommen anderer als der, mit dem CS2 und CS3 unterwegs sind. Wenn Sie so wollen: Die Sprachen verstehen sich nicht.
  • Bei etlichen Eigenschaften einer CS4-Datei verstehen CS2 und CS3 nur «Bahnhof»: Was ist ein Zeilenformat? Keine Ahnung. Was ist ein Zellenformat? Weiss CS2 nicht. Ich liste unten mal auf, was CS2 alles nicht verstehen kann – ein schöner Hinweis, was Softwareentwicklung bedeutet. Verständnisschwierigkeiten selbst noch für CS3: (x).

Konvertieren heisst Verändern

Natürlich schwirrt in der InDesign-Welt das Stichwort «Konvertieren» herum. Richtig. Ich kann eine CS4-Datei konvertieren. Doch das Ergebnis dieser Umwandlung ist nicht mehr das Original. Das Ergebnis ist etwas Neues, Verändertes. Umwandlung, Konvertierung heisst grundsätzlich: Verändern.

Das ist für CS2 und CS3 fremd

Alle CS4-Eigenschaften aufzulisten, die CS2 nicht versteht, würde diesen Beitrag sprengen. Aber zumindest diese wichtigen Dinge fallen schnell ein bei diesen Dingen kann es schnell Probleme geben:

  • GREP-Stile (x)
  • Zeilen-Stile (x)
  • Tabellenformat
  • Zellenformat
  • Effekte (x)
  • Initialausrichtung
  • Bedingter Text (x)
  • Formatgruppen
  • CS4-Sprachen (x)
  • CS4-Zeichenabstände (x)

Und wie ginge es dann doch?

Im Prinzip so: Ich exportiere aus CS4 heraus die Datei ins Interchange-Format (Endung: .inx). CS3 kann via Datei > Öffnen das entstandene Dokument jetzt konvertieren. Zu CS3 nicht kompatible Eigenschaften werden entfernt.

Aus CS3 exportiere ich erneut ins Interchange-Format: und erhalte nunmehr eine Datei, die CS2 via Öffnen umwandeln/konvertieren kann. Aber: Zu CS2 nicht kompatible Eigenschaften werden entfernt.

Kommentare (5)


indesign_icon_klProblem: Manche Schriften, wie zum Beispiel die Minion Pro, richten das Apostroph ganz fürchterlich zu: Es steht viel, viel zu eng. Die Ignoranz gegenüber dem benötigten Weissraum um das Apostroph herum geht hier so weit, dass ein Apostroph-getrenntes Buchstabenpaar mehr zusammengerückt wird, als wenn es ohne Apostroph gesetzt wird. In manchen Sprachen, die das Apostroph exzessiv einsetzen, wird das zu einem Dauerproblem. Beispiel: das Französische:

apostroph_metrisch

ohne_apostroph

Lösung: Findige InDesign-Anwender erinnern sich in diesem Moment an die «optische» Zeichenausrichtung, die eine (eventuell fehlerhafte oder liederliche) Kerning-Tabelle einer Schrift schachmatt setzt und an ihre Stelle InDesigns eigene Vorstellung von Zeichenzurichtung setzt:

apostroph_minion-pro_optisch_1

Ergebnis, wenn «optisch» auf den gesamten Text angewandt wird:

apostroph_optisch

Nun ist eine durchgehende Anwendung von «optischem» Kerning nicht immer erlaubt. «Optisch» verändert das gesamte Erscheinungsbild einer Schrift (hier gut zu sehen an der insgesamt luftigeren Ausrichtung der Buchstaben) und damit das vereinbarte CD (Corporate Design).

Aber warum nicht einfach nur die betroffenen Zeichen ans «Optische» binden? Im vorliegenden Beispiel ginge es nur um Zeichen mit nachfolgendem Apostroph – und um das Apostroph selbst. Also um ein spezifisches Textmuster. GREP*. GREP-Stil (Absatz- oder Absatzformateigenschaften). Ergebnis: Das «L» und das nachfolgende Apostroph erhalten grössere Abstände, alle anderen Zeichen aber behalten ihre «metrische» Zurichtung bei. Das Ergebnis entspricht 1:1 der (fehlerhaften) Ausgangssituation – nur dass jetzt alleinig die kritischen Zeichenpaare repariert worden sind:

apostroph_GREP

Und so geht’s:

Schritt 1:
Das Zeichenformat für’s «Optische». Mehr als genau dies – Kerning «optisch» – ruft es nicht auf.

apostroph_minion-pro_optisch_3

Schritt 2:
Wir fügen unserem Absatzformat einen GREP-Stil bei, der das neue Zeichenformat auf alle Buchstaben (Kleinbuchstaben oder Gemeine) anwendet:
[lu]
l
= Versalien
|
= oder
u
= Kleinbuchstaben
[ ]
= Zeichengruppe

Schritt 3:
Wir erweitern den GREP-Stil auch auf alle Ziffern:
[lu]|d
|
= oder
d
= Ziffern

Schritt 4:
Wir schränken ein: Zwingend ist, dass ein Apostroph folgt:
[lu](?=’)|d(?=’)
(?=)
= Positives Lookahead

Schritt 5:
Wir ergänzen den GREP-Stil mit der Anweisung, das Zeichenformat auch auf alle Apostrophe anzuwenden.
d(?=’)|[lu](?=’)|’
|
= oder

Schritt 6:
Wir schränken vorsichtshalber dann noch ein: Apostrophe, denen ein Leerschlag vorausgeht, sollen nicht angerührt werden.
d(?=’)|[lu](?=’)|(?<!s)
(?<!) = Negatives Lookbehind
s
= Beliebiger Leerraum

Der GREP-Ausdruck im Bild:

apostroph_GREP-formel

Ein noch überzeugenderes Ergebnis erhalten wir, wenn wir dem verwendeten Zeichenformat statt «optisch» eine veränderte Laufweite mit auf den Weg geben (hier +60):

laufweite

apostroph_laufweite

Unterschiedliche Zeichenkombinationen werden dann allerdings nach jeweils eigenen Zeichenformaten verlangen – und damit nach weiteren GREP-Stilen.

In einem 3. GREP-Beitrag besuchen wir noch einmal die französische Typografie. Wir überlegen uns, wie wir die dort geforderten Riesenabstände zu An- und Abführung, Fragezeichen, Ausrufezeichen oder Semikolon automatisieren können: um dort nicht ständig feste Leerräume (Sechstelgeviert, Viertelgeviert) eingeben zu müssen.

Nachtrag:
Nachfolgend noch zwei Screenshots eines unserer Kunden – vor- und nach Wechsel auf «optisches» Kerning. Deutlich erkennbar: die Korrektur des Apostrophs. Deutlich erkennbar aber auch: die globale Veränderung des Schriftbilds. (Um etwas zu vergrössern bitte Doppelklick.)

Vorher:

vorher

Nachher:

nachher

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* «GREP» ist «Global Regular Expression Print»: Software, die vorhandenen Text überall («global») nach wiederkehrenden Mustern («regular expression») durchsucht und die Fundstellen neu gestaltet ausgibt («print»).

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indesign_icon_klProblem: Via Word werden Zahlen geliefert: 4-, 5-, 6-, 7stellig. Im Satz sollen die Ziffern in 3er-Gruppen aufgetrennt werden, allerdings nicht, wie die DIN-Norm es scheinbar verlangt, mit Hilfe einfacher Leerschläge, sondern mit Hilfe fester Abstandswerte (Laufweite). Verschärfend kommt hinzu, dass in Word oft schon unerwünschte Leerschläge eingegeben worden sind: Sie gilt es zu löschen, bevor Laufweitenveränderungen wirklich zum Zug kommen können. Manuell kann das bei grösseren Werken ein ausgesprochen mühsames und fehlerträchtiges Unterfangen sein.

Zahlen-3er-Gruppen

Lösung: InDesigns Textmuster-Intelligenz. Schon mit Erscheinen von InDesign 5 (CS3) war das Programm in die Lage versetzt worden, abstrakte Textmuster zu finden («Suche Zahlen nach dem Muster XX XXX»). Seit Version 6 (CS4) kann die Software solche Textmuster auch automatisch formatieren.
Mit Hilfe dieser Textmuster-Intelligenz werden wir in Teilaufgabe 1 Leerschläge zwischen Ziffern entfernen. In Teilaufgabe 2 sorgen wir dafür, dass die Zahlen in 3er-Gruppen aufgeteilt werden – über automatische Laufweitenveränderung.

Aufgabe 1:

Wir suchen nach Leerschlägen, die zwischen Ziffern sitzen, und ersetzen durch nichts. «Ziffer—Leerschlag—Ziffer» ist ein Textmuster; also wählen wir beim Suchen/Ersetzen die Option GREP (die technische Abkürzung für Textmustersuche*).

Schritt 1:
Wir geben mit Hilfe der Spickzettel (1) als Suchbegriffe sogenannte «Platzhalter» ein: «Beliebige Ziffer»—«Beliebiger Leerschlag»—«Beliebige Ziffer». Wir erhalten die Formel dsd.

Schritt 2:
Würden wir jetzt durch nichts ersetzen, würden wir solche Ziffer-Leerschlag-Ziffer-Gruppen gänzlich entfernen. Wir klammern deshab die «beliebigen Ziffern» ein: (d)s(d). Die eingeklammerten Formeln sind jetzt Fundstellen, deren Inhalte InDesign sich merkt.

Schritt 3:
Mit Hilfe des Spickzettels schreiben wir in das Ersetzen-Feld die «Gefunden»-Formeln für die erste und zweite Fundstelle: $1$2.
Der Suchen/Ersetzen-Dialog sieht jetzt so aus (zum Vergrössern bitte klicken):

smi_Ziffern-Leerschlagsuche

Stimmt alles, können wir diese Suchroutine speichern (2) und «Alle ändern». Wenn wir nicht so mutig sein wollen, drücken wir schrittweise «Ersetzen/Suchen» (3). Das Ergebnis sind Zahlen ohne Leerschläge.

Aufgabe 2:

Wir sorgen für die Abstände der Ziffern (3er-Gruppen): diesmal allerdings über die Absatzeigenschaft «Innerhalb von Zahlen jede vierte Ziffer mit zusätzlicher Laufweite versehen – von rechts nach links». Vorteil: Werden Zahlen hinzugefügt oder geändert, sind die Ziffernabstände sofort immer wieder korrekt.

Schritt 1:
Wir legen ein Zeichenformat an, das nur eines «weiss»: Laufweite = 210 (Beispielwert; zum Vergrössern bitte klicken).

smi_Zeichenformat-Laufweite

Schritt 2:
Wir rufen in den Absatz- oder Absatzformateigenschaften den Dialog GREP-Stile auf und legen einen neuen GREP-Stil an.

Schritt 3:
Wir bestimmen als wirkendes Zeichenformat das neu erstellte Laufweiten-Format.

Schritt 4:
Die Ziffern, die zu verändern sind, sind alle Ziffern, denen 3 Ziffern folgen (nicht aber Ziffern, denen 4 Ziffern folgen),  Ziffern, denen 6 Ziffern folgen (nicht aber Ziffern, denen 7 Ziffern folgen), usw. Textmuster also: X‑XXX, X‑XXX‑XXX usw.
In der Zeile «Auf Text» beginnen wir deshalb wieder mit Hilfe des Spickzettels – suche nach jeder beliebigen Ziffer: d

Schritt 5:
Über die «Entsprechungen» (Spickzettel) grenzen wir nun ein: 3 weitere Ziffern müssen folgen. Das ist im InDesign-bzw. GREP-Sprachgebrauch ein «Nach-vorne-Schauen mit positivem Ergebnis» oder «Muss anschliessend gefunden werden.» Kurz: «Positives Lookahead». Formel: (?=). Zu ergänzen durch das, was denn gefunden werden soll: 3 Ziffern. Also (?=d3)? Nein. Damit InDesign versteht, dass wir nicht die Ziffer «3» meinen, sondern 3 Stück, setzen wir die 3 in geschweifte Klammern. Ergebnis: (?=d{3})

Schritt 6:
Über die «Entsprechungen» grenzen wir weiter ein: Wenn 4 Ziffern folgen, soll InDesign sich zurückhalten. Es geht also wieder ums Nach-vorne-Schauen, jetzt aber mit negativem Ergebnis: «Darf im Anschluss nicht gefunden werden.» «Negatives Lookahead». Formel: (?!). Hinzu kommt wieder der Platzhalter für jede beliebige Ziffer (d) und in geschweiften Klammern die 4. Ergebnis: (?!d{4})
Und was ist mit Zahlen, denen 5 Ziffern folgen? Sie wurden durch die «4 nicht»-Anweisung schon erschlagen. Wem 5 folgen, dem folgen auch 4 – also verboten.

smi_GREP_3er-Gruppe_einf

Schritt 7:
Der gefundene GREP-Stil versagt, wenn Zahlen aus 7 oder 10 Ziffern bestehen (Milliarde, Billion). Kein Problem: Hier helfen abgewandelte Kopien dieses GREP-Stils (zum Vergrössern bitte klicken).

smi_GREP_3er-Gruppe_mehr

Manko:
Nicht alle GREP-Formeln sind in den Spickzetteln sichtbar. Adobes kleine GREP-Dokumentation und ein Video, an dessen Ende (ab Minute 3:50) auch der GREP-Stil angesprochen wird, hilft hier ein Stückweit weiter. Ein knappes Dutzend der sogenannten «Metazeichen», die dann noch fehlen, sind in unseren Kursokumentationen (InDesign-Advanced und InDesign-Inside) dokumentiert.

Nachtrag I:
4stellige Zahlen können auch Jahreszahlen sein – die nicht in 3er-Gruppen aufgeteilt werden dürfen. Taucht beides gleichzeitig auf, können weitere GREP-Stile korrigieren. Siehe auch die Kommentare. Zum Vergrössern bitte klicken:

smi_GREP_jahreszahl

Nachtrag II:
Häufig wird auf die Gliederung 4stelliger Ziffern gänzlich verzichtet. Dann muss der erste GREP-Stil etwas erweitert, können die zuletzt gezeigten Stile 4 und 5 aber wieder entfernt werden. Siehe Kommentare. (Zum Vergrössern erneut doppelklicken.)

smi_GREP_5-10stellige-ziffern

Nachtrag III:
Wird für 4stellige Zahlen unterschiedliches Verhalten gewünscht – z.B. Preise gegliedert, Jahreszahlen nicht –, bietet sich beispielsweise dieser GREP-Stil an:
d(?=d{3}s[chf|CHF|eur|EUR])
Siehe wieder: Kommentare. Im Bild:

smi_GREP_jahr_vs_preis

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* «GREP» ist «Global Regular Expression Print»: Software, die vorhandenen Text überall («global») nach wiederkehrenden Mustern («regular expression») durchsucht und die Fundstellen neu gestaltet ausgibt («print»).

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indesign_icon_klDetlev Hagemanns XPress-Aufgabenstellung vom 18. Juni interessiert auch den InDesign-Anwender: Wie stelle ich Indizes und Fußnoten in einer tabellarischem Umgebung raus aus der Zahlenkolonne?

Ausgangssituation:

jue_090401_201

Gewünscht:

jue_090401_208

Die InDesign-Lösung: Wir richten die Zahlen der 2. Spalte an einem unsichtbaren, fast dimensionslosen Satzzeichen aus und stellen etwaige nachfolgende Zeichen dahinter.

Erster Schritt: Vor das störende Zeichen (hier: *) einen senkrechten Strich einfügen (Mac: Alt+7; WIN: Alt+0124 auf dem Zehnerblock).
Zweiter Schritt:
Wir rufen die Tabulatoren-Palette auf und markieren den entsprechenden Tabulator.
Dritter Schritt:
Dezimal-Tab-Symbol anklicken (das vierte Symbol von links).
Vierter Schritt: In das Eingabefeld «Ausrichten an» den senkrechten Strich eingeben. Tabulatoren und Satz sehen jetzt so aus:

jue_090401_203

Merke: Findet der Dezimal-Tab das Ausrichten-an-Zeichen nicht, arbeitet er wie ein rechtsbündiger Tab!

Fünfter Schritt: Zeichenformat mit Farbe «[Ohne]» und Schriftgrrösse 0,1pt definieren. (Ich habe meins «z_mini_unsichtbar» getauft.)
Sechster Schritt: GREP-Stil mit diesem Zeichenformat einrichten: fixiert auf den senkrechten Strich (Backslash voranstellen, sonst versteht GREP nicht, was wir wollen).

jue_090401_204

Zum Überprüfen des Textes empfiehlt sich, den Bearbeiten > Textmodus einzusetzen: Hier sieht man das stoppende Zeichen in voller Pracht.

jue_090401_207

Nachtrag: InDesigns GREP-Stil würde auch erlauben, einen für späteren Textexport vielleicht günstigeren Leerschlag (oder jedes beliebige andere Zeichen) als Stopper zu definieren. Dann allerdings sähe die GREP-Stil-Formel anders aus, da sie sich explizit auf Spalte 2 beziehen müsste.

Nachtrag 2: Muss die Tabelle nicht für unterschiedliche «Herausstehzeichen» vorbereitet sein (Sternchen oder Index oder Masseinheit etc.), ist das herausstehende Zeichen, in Vereinfachung der eingangs gestellten Aufgabe also immer das gleiche, dann braucht es ein zusätzliches, unsichtbares Ausrichtezeichen nicht. Sondern: Man richtet, Wolf Eigner wies im Kommentar darauf hin, direkt an diesem Zeichen aus. Weil: Die Ausrichte-Position ist identisch mit der linken Kante des Ausrichtezeichens. Fehlt das Zeichen im Text, richten sich in unserem Beispiel die verbleibenden Ziffern gleichwohl korrekt aus. Im Bild (man beachte die Positionslinie, die InDesign zeigt, wenn man eine Tabulatorposition klickend festhält):

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murphy_indesignInDesign-Profi Michael Murphy hat sein Formate-Wissen in ein neues 250-Seiten starke Buch des Verlages Adobe Press gepackt: «Adobe InDesign CS4 Styles: How to Create Better, Faster Text & Layouts». Erscheinungsdatum: 15. April. Vorbestellungen bei Amazon (kostenfreie Lieferung) jetzt möglich.

Gewiss: Nicht jeder liebt Bücherlernen, und noch unbeliebter ist englischsprachige Fachlektüre. Deshalb: Auch Murphy’s Wissen fliesst in unsere InDesign-Kurse (und sicher auch in diesen Blog) mit ein. Stay tuned!

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