Archive for Tabellenformat

InDesign CS5-IconIch will jetzt gar nicht prüfen, für welche InDesign-Anwender das nachfolgende Farbfeld-Thema ein alter Hut sein wird (ich vermute allerdings: Das sind nicht sehr viele). Fakt ist: Ich habe an wichtiger Stelle falsch geschult. Seit eh und je!

«Wenn Du zum Beispiel ein Zeichenformat erstellst, dann schau, dass das Farbfeld, das Du einsetzen willst, schon vorher eingerichtet worden ist. Denn im Dialog ‹Neues Zeichenformat› gibt es keine Möglichkeit, fehlende Farbfelder anzulegen.»

Falsch. Sie gibt es. Und das schon seit CS2 (InDesign 4). Dank eines Hinweises von Marijan Tompa (Blog, Twitter) weiss ich seit heute: Einfach auf das Beispielfeld doppelt klicken! Und schon öffnet sich der altbekannte «Neues Farbfeld»-Dialog. Egal, ob das Beispielfeld unbestimmt ist – Fragezeichen – oder nicht.) So simpel.

Zu meiner Ehrenrettung: Selbst Marijan hatte das Verfahren vergessen und ein entsprechendes Feature Request («Leistungsmerkmalanforderung») bei Adobe schon unterstützt. Bis er sich erinnerte: Geht längst!

Nun fehlt uns nur noch die Möglichkeit, fix eine neue Farbe anzulegen, wenn Farbe via Popup (und nicht via Icon) angeboten wird: zum Beispiel bei den Absatzlinien.

Die neue Leistungsmerkmalanforderung ;) läuft.

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simplify-your-indesignTabellenformate in InDesign sind mächtig: Korrekt aufgebaut, gelingt mit ihnen die Formatierung selbst komplexer Tabelle mit wenigen Klicks – ohne Fremdmittel à la SmartStyles.

Allein schon die standardmässig angebotene 1-pt-Kontur zwischen allen Tabellenzellen lohnt, ein Tabellenformat vorzuhalten, das diese hässlichen Zeilenkonturen entfernt (zum Vergrössern bitte klicken; für Spaltenkonturen analog).

Und auch das meist überflüssig-hässliche Rähmchen um die ganze Tabelle herum erschlagen Sie mit dem Tabellenformat: Setzen Sie dazu die Konturstärke des Tabellenrahmen auf Null: im Dialog Allgemein.

Abweichende Einstellungen der Konturen sind dann Aufgabe von Zellenformaten.

In loser Folge durchstreifen wir InDesigns 44 Bedienfelder (bitte klicken). Die Ziffern zeigen, in welcher Folge dieser Serie ein Bedienfeld behandelt wird. Die Serie ist kein Hilfe-Ersatz. Dafür gibt es unsere Kurse, gibt es Fachbücher und im Internet Fachartikel en masse. Sie ist vielmehr ein entspannter Streifzug mit Hinweisen auf versteckte Kleinigkeiten: die man im InDesign-Alltag gern übersieht.

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jue_090810_185«Nun mal alle Gruppen schliessen.»
«Ja und? Einfach Dreiecke umlegen!»
«Von wegen. Stattdessen: Bedienfeldmenü > Alle Formatgruppen schliessen» !

So einfach. Zum Vergrössern: klicken.

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War fast schon ein Tweet

PS: Die Formatgruppensituation entstammt übrigens dem Layout der neuen «20minutes», für die ich im Auftrag des Systemhauses A+F und im Namen der SMI AG die Mustervorlagen neu aufzubauen hatte. Schöne Grüsse nach Lausanne!

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Okt
07

Formate schnell gruppieren

Autor: | Kommentare (2)

simplify-your-indesignWer seine Software, mit der er tagein, tagaus zugange ist, nur als notwendige Übel erkennen kann – «Ist ja nur ein technisches Hilfsmittel» –, blättert jetzt besser weiter.

Wer jedoch unterschreiben kann, dass man seine Arbeitshilfen auch lieben kann und lieben können sollte, für den ist mal wieder dieser «Simplify your InDesign»-Tipp: der 36. in dieser Serie.

Heute geht es um ein kleines Helferlein in der rechten Maustaste: dem Kontextmenü. Es hilft u.a. hervorragend, Ordnung zu halten in langen Listen notwendiger (Absatz-, Zeichen-, Zellen-, Tabellen-, Objekt)formate resp. -stile. Bevor meine Formate in einem Meer ähnlich benannter Stile versinken, markiere ich sie, drücke die rechte Maustaste …

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… und freue mich über den Befehl «Neue Gruppe aus Formaten…». Denn der erledigt gleich zwei Dinge auf einmal: erstellt eine neue Formatgruppe …

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… und bewegt die markierten Formate anschliessend sofort in diese Gruppe hinein. Sehr elegant, Adobe. Danke.

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Übrigens: Die Formulierung des eine Zeile weiter oben stehenden Befehls «In Gruppe kopieren…» ist korrekt. Dieser Befehl kopiert tatsächlich nur (auch innerhalb der Gruppe, aus der er kommt) und verschiebt nicht etwa. Praktisch!



id6_iconKlammheimlich hat sich das Verhalten von InDesigns Objektstil [Ohne] in Version 6 (CS4) grundlegend verändert. Ausgiebige Vergleichstests mit InDesign 5 (CS3) haben ergeben, dass das Programm seit dem Versionswechsel an dieser Stelle nicht mehr tut, was man von ihm verlangt, verlangen muss und in CS3 auch klaglos verlangen konnte. Die Konsequenz: CS4-Anwender müssen hier ihr Verhalten überdenken und, wenn sie bei der SMI InDesign-Kurse belegt hatten, die bislang empfohlene Strategie ändern. Ansonsten drohen Überraschungen.

Rekapitulieren wir:

  • Wird InDesign aus der Box geholt und frisch installiert, bietet es drei Objektstile an: [Ohne], [Einfacher Grafikrahmen], [Einfacher Textrahmen].
  • Als «Standard-Textrahmenstil» ist [Einfacher Textrahmen] definiert, als «Standard-Grafikrahmenstil» [Einfacher Grafikrahmen].
  • Das hat erstmal zur Folge: Ziehe ich mit dem Textwerkzeug einen Textrahmen auf, erhalte ich einen Rahmen, der abhängig ist von [Einfacher Textrahmen]. Arbeite ich mit den Werkzeugen Rechteck, Zeichenstift, Buntstift oder Linienzeichner, erhalte ich Objekte, die von [Einfacher Grafikrahmen] abhängig sind.
  • Werden solche Rahmen und Linien in ein anderes Dokumente überführt, hat das Zieldokument das Sagen. Sind diese Stile dort anders eingestellt, werden die Objekte umformatiert – ohne Wenn und Aber. Das kann gravierende Folgen haben.

Um die Gefahr solcher Überraschungen zu mindern, empfehlen nicht nur wir, die Nutzung dieser Stile gänzlich zu meiden. «Standard-Textrahmenstil» als auch «Standard-Grafikrahmenstil» sollte, so empfahlen wir, erst einmal der Objektstil [Ohne] sein. Die Befehle Standard-Textrahmenstil… bzw. Standard-Grafikrahmenstil… – beide Befehle befinden sich u.a. im Bedienfeldmenü der Objektstile – sind der Weg. Das Ergebnis:

jue_090401_076Vorherjue_090401_077Nachher

In beiden Programmversionen – InDesign 5 und InDesign 6 – hat das zur Folge, dass Objekte, die mit den Grafik-Werkzeugen Zeichenstift, Buntstift und Linienzeichner gebaut werden, nach Geburt und Deaktivierung unsichtbar werden: Sie haben, so ist [Ohne] nun einmal eingestellt, keine Kontur. Im Gegensatz zu InDesigns Flächenobjekten zeigt das Programm solche offenen Pfade nicht mehr an, sobald man sie deaktiviert.

InDesign CS3 erlaubte leichtes Gegensteuern: Trotz Standard-Grafikrahmen [Ohne] konnte man in den entsprechenden Bedienfeldern und Dialogen immer zusätzlich voreinstellen: die Kontur z.B. auf den üblichen 1 Punkt [Schwarz], Rahmeneinpassungsoptionen auf «Rahmen proportional füllen», Flächenfarbe, Konturenführung, usw..

Mit InDesign CS4 kam es zum Bruch: Ist [Ohne] der Standard-Grafikrahmen-Stil und zusätzlich die Kontur mit 1 Punkt [Schwarz] eingestellt, zeigt der Objektstil [Ohne] zwar brav sein «Plus». Ziehen wir dann aber die Linien, verschwinden sie, sobald man deaktiviert. Sie sind zwar noch da, aber ohne Konturstärke und also unsichtbar. InDesign 6 setzt an dieser Stelle die Vorgaben des Anwenders nicht um.

Die SMI muss also für InDesign 6 (CS4) ihre Empfehlungen modifizieren, bis eine künftige Programmversion vielleicht neue Tatsachen schafft.

Neue Empfehlung (InDesign 6, CS4):

  1. Erstellen Sie ein neues Dokument.
  2. Sichern Sie es unter dem Namen «Stilvorlagen».
  3. Legen Sie einen eigenen Objektstil an.
  4. Halten Sie dort lediglich die Option «Kontur» aktiv und stellen Sie sie auf 1 Punkt [Schwarz].
  5. Nennen Sie diesen Stil Kontur_mittig_1pt: «mittig» deshalb, weil InDesigns Konturausrichtung immer erst einmal mittig ist, auch wenn wir das nicht explizit fordern – bis wir gegenarbeiten.
  6. Machen Sie diesen Objektstil zu Ihrem Standard-Grafikrahmenstil.
  7. Schliessen Sie alle InDesign-Dokumente.
  8. Öffnen Sie das «Objektstile»-Bedienfeldmenü.
  9. Wählen Sie den Befehl Objektstile laden…
  10. Wählen Sie als Quelle das neu erstellte Dokument «Stilvorlagen» aus.
  11. Importieren Sie den Objektstil Kontur_mittig_1pt.
  12. Wählen Sie den Befehl Standard-Grafikrahmenstil… > Kontur_mittig_1pt.

Für schon existierende Dokumente genügen die Schritt 8-12.

Von nun an werden alle Linien und Pfade, die Sie ziehen, 1 Punkt Stärke aufweisen und also sichtbar bleiben: und bleiben trotzdem unabhängig vom Objektstil [Einfacher Grafikrahmen]. Und so sieht er aus, der neue Objektstil Kontur_mittig_1pt:

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Und das Objektstile-Bedienfeld sieht jetzt so aus:

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Tipp 1: Wenn Sie weitere Stile, Formate, Farben in Arbeit haben, die Ihnen in bestehenden Dokumenten immer wieder fehlen: Packen Sie auch dies in das neue «Stilvorlagen»-Dokument. Von dort können auch diese Dinge jederzeit schnell geladen werden.

Tipp 2: Um die «Standard»-Stile zu definieren, könen Sie die zugehörigen Symbole – standard_text für Textrahmenm,  standard_grafik für Grafikrahmen und Linien – auf die Objektstile auch einfach nur ziehen.

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Kategorien : InDesign, Objekt (ID)
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murphy_indesignInDesign-Profi Michael Murphy hat sein Formate-Wissen in ein neues 250-Seiten starke Buch des Verlages Adobe Press gepackt: «Adobe InDesign CS4 Styles: How to Create Better, Faster Text & Layouts». Erscheinungsdatum: 15. April. Vorbestellungen bei Amazon (kostenfreie Lieferung) jetzt möglich.

Gewiss: Nicht jeder liebt Bücherlernen, und noch unbeliebter ist englischsprachige Fachlektüre. Deshalb: Auch Murphy’s Wissen fliesst in unsere InDesign-Kurse (und sicher auch in diesen Blog) mit ein. Stay tuned!

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