Archive for Zellenformat
InDesigns Bedienfelder, Folge 38: «Tabellenformate»
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Tabellenformate in InDesign sind mächtig: Korrekt aufgebaut, gelingt mit ihnen die Formatierung selbst komplexer Tabelle mit wenigen Klicks – ohne Fremdmittel à la SmartStyles.
Allein schon die standardmässig angebotene 1-pt-Kontur zwischen allen Tabellenzellen lohnt, ein Tabellenformat vorzuhalten, das diese hässlichen Zeilenkonturen entfernt (zum Vergrössern bitte klicken; für Spaltenkonturen analog).
Und auch das meist überflüssig-hässliche Rähmchen um die ganze Tabelle herum erschlagen Sie mit dem Tabellenformat: Setzen Sie dazu die Konturstärke des Tabellenrahmen auf Null: im Dialog Allgemein.
Abweichende Einstellungen der Konturen sind dann Aufgabe von Zellenformaten.
In loser Folge durchstreifen wir InDesigns 44 Bedienfelder (bitte klicken). Die Ziffern zeigen, in welcher Folge dieser Serie ein Bedienfeld behandelt wird. Die Serie ist kein Hilfe-Ersatz. Dafür gibt es unsere Kurse, gibt es Fachbücher und im Internet Fachartikel en masse. Sie ist vielmehr ein entspannter Streifzug mit Hinweisen auf versteckte Kleinigkeiten: die man im InDesign-Alltag gern übersieht.
InDesigns Bedienfelder, Folge 37: «Zellenformate»
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In diesem Bedienfeld – schon gemerkt? – fehlt etwas: der Knopf Auf Basis zurücksetzen. In allen anderen Format-Bedienfeldern leistet diese Schaltfläche hervorragende Dienste: gelingt es mit ihr doch, Formate 1:1 auf ddas zugrundeliegende Format («Basiert auf») zurückzusetzen. Bei den Zellformaten hat man das wohl vergessen.

Was also tun, wenn Sie Zellformate voneinander abhängig machen und dabei auf die jeweilige Basis zurücksetzen wollen? Sie müssen einen Umweg gehen: Legen Sie ein frisches Zellformat an, das Sie erneut vom gewünschten Basis-Format abhängig machen. In dieser Situation ist es erst einmal ein 1:1-Duplikat der Basis.
Anschliessend das alte Format löschen und, falls eine Rückfrage kommt, das neue Format als Ersatz anbieten.
In loser Folge durchstreifen wir InDesigns 44 Bedienfelder (bitte klicken). Die Ziffern zeigen, in welcher Folge dieser Serie ein Bedienfeld behandelt wird. Die Serie ist kein Hilfe-Ersatz. Dafür gibt es unsere Kurse, gibt es Fachbücher und im Internet Fachartikel en masse. Sie ist vielmehr ein entspannter Streifzug mit Hinweisen auf versteckte Kleinigkeiten: die man im InDesign-Alltag gern übersieht.
Lieber kein Hin und Her zwischen InDesign CS2, CS3 und CS4
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«Unsere Agentur arbeitet schon mit InDesign CS4, wir hingegen weiterhin mit CS2. Wir haben gehört, dass man CS4-Dateien irgendwie in CS2 öffnen kann. Wie geht das?»
Lieber Fragesteller, wenn ich erst einmal vorsichtig korrigieren darf: «… schon mit CS4» ist doch etwas verwegen. Die Software ist mittlerweile fast ein Jahr alt! Oder andersherum: InDesign CS2 erschien im Mai 2005 – vor vier langen Computerjahren! In der Software- und Compurterindustrie ist das schon fast ein Äon – ob uns das behagt oder nicht.
Aber zu Ihrer Frage: Nein, CS4-Dateien lassen sich nicht in CS2 öffnen. Auch nicht in CS3 Aus zwei einleuchtenden Gründen:
- Der Programm-Code, mit dem CS4-Dateien geschrieben werden, ist ein vollkommen anderer als der, mit dem CS2 und CS3 unterwegs sind. Wenn Sie so wollen: Die Sprachen verstehen sich nicht.
- Bei etlichen Eigenschaften einer CS4-Datei verstehen CS2 und CS3 nur «Bahnhof»: Was ist ein Zeilenformat? Keine Ahnung. Was ist ein Zellenformat? Weiss CS2 nicht. Ich liste unten mal auf, was CS2 alles nicht verstehen kann – ein schöner Hinweis, was Softwareentwicklung bedeutet. Verständnisschwierigkeiten selbst noch für CS3: (x).
Konvertieren heisst Verändern
Natürlich schwirrt in der InDesign-Welt das Stichwort «Konvertieren» herum. Richtig. Ich kann eine CS4-Datei konvertieren. Doch das Ergebnis dieser Umwandlung ist nicht mehr das Original. Das Ergebnis ist etwas Neues, Verändertes. Umwandlung, Konvertierung heisst grundsätzlich: Verändern.
Das ist für CS2 und CS3 fremd
Alle CS4-Eigenschaften aufzulisten, die CS2 nicht versteht, würde diesen Beitrag sprengen. Aber zumindest diese wichtigen Dinge fallen schnell ein bei diesen Dingen kann es schnell Probleme geben:
- GREP-Stile (x)
- Zeilen-Stile (x)
- Tabellenformat
- Zellenformat
- Effekte (x)
- Initialausrichtung
- Bedingter Text (x)
- Formatgruppen
- CS4-Sprachen (x)
- CS4-Zeichenabstände (x)
Und wie ginge es dann doch?
Im Prinzip so: Ich exportiere aus CS4 heraus die Datei ins Interchange-Format (Endung: .inx). CS3 kann via Datei > Öffnen das entstandene Dokument jetzt konvertieren. Zu CS3 nicht kompatible Eigenschaften werden entfernt.
Aus CS3 exportiere ich erneut ins Interchange-Format: und erhalte nunmehr eine Datei, die CS2 via Öffnen umwandeln/konvertieren kann. Aber: Zu CS2 nicht kompatible Eigenschaften werden entfernt.
InDesigns Objektstil [Ohne]: «Nicht ohne» seit CS4
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Klammheimlich hat sich das Verhalten von InDesigns Objektstil [Ohne] in Version 6 (CS4) grundlegend verändert. Ausgiebige Vergleichstests mit InDesign 5 (CS3) haben ergeben, dass das Programm seit dem Versionswechsel an dieser Stelle nicht mehr tut, was man von ihm verlangt, verlangen muss und in CS3 auch klaglos verlangen konnte. Die Konsequenz: CS4-Anwender müssen hier ihr Verhalten überdenken und, wenn sie bei der SMI InDesign-Kurse belegt hatten, die bislang empfohlene Strategie ändern. Ansonsten drohen Überraschungen.
Rekapitulieren wir:
- Wird InDesign aus der Box geholt und frisch installiert, bietet es drei Objektstile an: [Ohne], [Einfacher Grafikrahmen], [Einfacher Textrahmen].
- Als «Standard-Textrahmenstil» ist [Einfacher Textrahmen] definiert, als «Standard-Grafikrahmenstil» [Einfacher Grafikrahmen].
- Das hat erstmal zur Folge: Ziehe ich mit dem Textwerkzeug einen Textrahmen auf, erhalte ich einen Rahmen, der abhängig ist von [Einfacher Textrahmen]. Arbeite ich mit den Werkzeugen Rechteck, Zeichenstift, Buntstift oder Linienzeichner, erhalte ich Objekte, die von [Einfacher Grafikrahmen] abhängig sind.
- Werden solche Rahmen und Linien in ein anderes Dokumente überführt, hat das Zieldokument das Sagen. Sind diese Stile dort anders eingestellt, werden die Objekte umformatiert – ohne Wenn und Aber. Das kann gravierende Folgen haben.
Um die Gefahr solcher Überraschungen zu mindern, empfehlen nicht nur wir, die Nutzung dieser Stile gänzlich zu meiden. «Standard-Textrahmenstil» als auch «Standard-Grafikrahmenstil» sollte, so empfahlen wir, erst einmal der Objektstil [Ohne] sein. Die Befehle Standard-Textrahmenstil… bzw. Standard-Grafikrahmenstil… – beide Befehle befinden sich u.a. im Bedienfeldmenü der Objektstile – sind der Weg. Das Ergebnis:
In beiden Programmversionen – InDesign 5 und InDesign 6 – hat das zur Folge, dass Objekte, die mit den Grafik-Werkzeugen Zeichenstift, Buntstift und Linienzeichner gebaut werden, nach Geburt und Deaktivierung unsichtbar werden: Sie haben, so ist [Ohne] nun einmal eingestellt, keine Kontur. Im Gegensatz zu InDesigns Flächenobjekten zeigt das Programm solche offenen Pfade nicht mehr an, sobald man sie deaktiviert.
InDesign CS3 erlaubte leichtes Gegensteuern: Trotz Standard-Grafikrahmen [Ohne] konnte man in den entsprechenden Bedienfeldern und Dialogen immer zusätzlich voreinstellen: die Kontur z.B. auf den üblichen 1 Punkt [Schwarz], Rahmeneinpassungsoptionen auf «Rahmen proportional füllen», Flächenfarbe, Konturenführung, usw..
Mit InDesign CS4 kam es zum Bruch: Ist [Ohne] der Standard-Grafikrahmen-Stil und zusätzlich die Kontur mit 1 Punkt [Schwarz] eingestellt, zeigt der Objektstil [Ohne] zwar brav sein «Plus». Ziehen wir dann aber die Linien, verschwinden sie, sobald man deaktiviert. Sie sind zwar noch da, aber ohne Konturstärke und also unsichtbar. InDesign 6 setzt an dieser Stelle die Vorgaben des Anwenders nicht um.
Die SMI muss also für InDesign 6 (CS4) ihre Empfehlungen modifizieren, bis eine künftige Programmversion vielleicht neue Tatsachen schafft.
Neue Empfehlung (InDesign 6, CS4):
- Erstellen Sie ein neues Dokument.
- Sichern Sie es unter dem Namen «Stilvorlagen».
- Legen Sie einen eigenen Objektstil an.
- Halten Sie dort lediglich die Option «Kontur» aktiv und stellen Sie sie auf 1 Punkt [Schwarz].
- Nennen Sie diesen Stil Kontur_mittig_1pt: «mittig» deshalb, weil InDesigns Konturausrichtung immer erst einmal mittig ist, auch wenn wir das nicht explizit fordern – bis wir gegenarbeiten.
- Machen Sie diesen Objektstil zu Ihrem Standard-Grafikrahmenstil.
- Schliessen Sie alle InDesign-Dokumente.
- Öffnen Sie das «Objektstile»-Bedienfeldmenü.
- Wählen Sie den Befehl Objektstile laden…
- Wählen Sie als Quelle das neu erstellte Dokument «Stilvorlagen» aus.
- Importieren Sie den Objektstil Kontur_mittig_1pt.
- Wählen Sie den Befehl Standard-Grafikrahmenstil… > Kontur_mittig_1pt.
Für schon existierende Dokumente genügen die Schritt 8-12.
Von nun an werden alle Linien und Pfade, die Sie ziehen, 1 Punkt Stärke aufweisen und also sichtbar bleiben: und bleiben trotzdem unabhängig vom Objektstil [Einfacher Grafikrahmen]. Und so sieht er aus, der neue Objektstil Kontur_mittig_1pt:
Und das Objektstile-Bedienfeld sieht jetzt so aus:
Tipp 1: Wenn Sie weitere Stile, Formate, Farben in Arbeit haben, die Ihnen in bestehenden Dokumenten immer wieder fehlen: Packen Sie auch dies in das neue «Stilvorlagen»-Dokument. Von dort können auch diese Dinge jederzeit schnell geladen werden.
Tipp 2: Um die «Standard»-Stile zu definieren, könen Sie die zugehörigen Symbole –
für Textrahmenm,
für Grafikrahmen und Linien – auf die Objektstile auch einfach nur ziehen.



«Nun mal alle Gruppen schliessen.»









